Reifen Service LKW: Seitenwandprägung 315/70 R22.5 mit Lastindex 154/150 L und 18 PR am Ersatzreifen

Mobiler LKW Reifenservice an der A7 bei Kassel: Reisebus in 2 Std. 2 Min. wieder startklar

Ein Reisebus steht mit zerfetztem Reifen auf einem Rastplatz an der A7 bei Kassel, Fahrtrichtung Süden. Wir haben ihn am 20. August nach 2 Stunden und 2 Minuten wieder auf die Strecke geschickt: vom Anruf um 10:38 Uhr bis zur Weiterfahrt um 12:40 Uhr. Der neue Reifen 315/70 R22.5 kostete inklusive Anfahrt, Montage und Entsorgung 945 Euro netto. Felge, Radkasten und Bremsleitungen blieben unbeschädigt.

Reifen Service LKW: Seitenwandprägung 315/70 R22.5 mit Lastindex 154/150 L und 18 PR am Ersatzreifen
Die Seitenwandprägung 315/70 R22.5 mit Lastindex 154/150 L und 18 PR zeigt, welcher LKW-Reifen für den mobilen Reifenservice an der A7 bei Kassel bereitgestellt wurde.

Ein Reifen-Service für LKW und Busse klingt nach Routine, ist auf einer Autobahnparkfläche aber ein kleiner Großeinsatz. Der Fahrer muss Fahrgäste sichern, der Disponent muss binnen Minuten klären, ob der passende Reifen überhaupt verfügbar ist, und ein Servicefahrzeug muss mit Wagenheber, Drehmomentschlüssel und Neureifen den Weg zum Rastplatz finden. Hier lief all das ohne Hektik, weil jeder Handgriff vorab feststand.

Dieser Beitrag zeigt den Einsatz Schritt für Schritt: mit Zeitleiste, Kostenaufstellung, den technischen Gründen und konkreten Tipps, wie Sie als Fahrer oder Fuhrparkleiter eine solche Panne vermeiden. Wer gerade selbst mit einer Reifenpanne in der Nähe feststeckt, erreicht uns rund um die Uhr unter +49 160 5753826.

Reifenpanne am Reisebus auf der A7: Was ist am 20. August passiert?

Der Reifen der betroffenen Achse war während der Fahrt geplatzt, die Lauffläche und die Karkasse lagen in Fetzen. Der Fahrer lenkte den weißen Reisebus noch bis auf einen Rastplatz an der A7 bei Kassel, Fahrtrichtung Süden, und rief um 10:38 Uhr bei unserer Disposition an. Das Wetter war bedeckt und trocken, etwa 18 Grad. Für einen Reifenwechsel vor Ort sind das gute Bedingungen.

Der Bus fährt auf dieser Achse mit Einzelbereifung in der Größe 315/70 R22.5, aufgezogen auf einer Stahlfelge mit zehn Radmuttern. Nach den Fotos, die der Fahrer per WhatsApp schickte, hing das Gewebe in Streifen im Radkasten. Die Felge saß dank der Gewebereste nicht auf dem Boden auf, was uns später viel Arbeit ersparte. Eine Verformung war auf den Bildern nicht zu erkennen.

Die wahrscheinlichste Ursache: Der Reifen war unterdruckt unterwegs. Fährt ein Reifen mit zu wenig Luft weiter, walkt die Flanke bei jeder Umdrehung stark durch, erhitzt sich von innen und reißt am Ende auf. Fachleute sprechen vom Walkschaden. Ob ein schleichender Druckverlust oder ein Fremdkörper am Anfang stand, ließ sich am zerstörten Reifen nicht mehr klären.

Fahrgäste kamen nicht zu Schaden. Sie hatten Warnwesten an und warteten hinter der Leitplanke beziehungsweise im Warteraum der Anlage. Verletzte gab es keine, und auch der Fahrplan ließ sich noch retten.

Wie organisiert die Disposition einen Reifen Service LKW auf dem Rastplatz?

Nach dem Anruf läuft bei uns immer dieselbe Kette ab, damit nichts vergessen wird und der Fahrer nicht doppelt erzählen muss. Die Disposition braucht nur vier Angaben: Standort, Fahrzeugart, Reifengröße und die Frage, ob Personen betroffen sind. Der Rest ergibt sich aus den Fotos.

So sah die Abfolge im Einsatz aus:

  1. 10:38 Uhr, Anruf: Der Fahrer meldet den Reifenplatzer. Wir notieren Standort und Reifengröße 315/70 R22.5 und lassen uns Fotos per WhatsApp schicken.
  2. Bis 10:50 Uhr, Disposition: Der Disponent bestätigt, dass der Reifen vorrätig ist, und wählt aus unserem Partnernetz die Werkstatt, die der A7 bei Kassel am nächsten liegt. Das dauerte 12 Minuten.
  3. Rückruf an den Fahrer: Er erfährt die voraussichtliche Ankunftszeit und den Festpreis, bevor irgendetwas bestellt wird.
  4. 11:32 Uhr, Ankunft: Das Servicefahrzeug trifft nach 42 Minuten Anfahrt ein.

Die Wahl des Partners ist kein Zufall. Wir schicken nur Einsatzteams, die einen Reifen in der passenden Dimension tatsächlich im Wagen haben und für den Standort des Fahrzeugs nicht mehr als eine Stunde brauchen. Eine Übersicht über unser Angebot finden Sie auf der Seite zum mobilen Reifenservice für LKW und Busse.

Bei einem Reisebus kommt eine Besonderheit dazu: Anders als beim Sattelzug mit Ladung ist hier die Zeit der Fahrgäste der kritische Faktor. Deshalb haben wir den Reifen nicht erst nach der Ankunft des Technikers gesucht, sondern vor der Entsendung reserviert.

Warum darf man mit einem zerfetzten LKW-Reifen nicht weiterfahren?

Wer mit einem zerstörten Reifen weiterrollt, beschädigt innerhalb weniger Kilometer die Felge, die Radnabe und im schlimmsten Fall die Bremsleitung am Radkasten. Aus einem Reifenwechsel für gut 900 Euro wird dann schnell eine Reparatur im vierstelligen Bereich, plus Bergung.

Dazu kommt die Physik des Reifens. Ein Reisebusreifen der Größe 315/70 R22.5 ist laut Prägung für 9,0 bar (900 kPa) ausgelegt. Der Lastindex 154/150 L besagt, dass der Reifen einzeln bis zu 3.750 kg tragen darf und im Zwillingseinsatz entsprechend weniger, jeweils bei Geschwindigkeiten bis 120 km/h. Sinkt der Druck deutlich unter den Sollwert, wird die Flanke überlastet. Bei Reisebussen mit Fahrgästen und Gepäck liegt die Achslast ohnehin nahe am zulässigen Wert, ein Reserveabstand fehlt also.

Fällt ein Reifen komplett aus, verliert die Achse außerdem ihre Federwirkung auf dieser Seite. Der Bus neigt sich, das Fahrverhalten wird unberechenbar, und auf der Autobahn kann ein durchdrehender Gewebefetzen zum Geschoss für den Nachfolgeverkehr werden. Deshalb gilt: Nach einem Platzer sofort Warnblinker, rechts ausrollen, Warndreieck, Warnweste, und dann den Reifennotdienst rufen. Nicht mehr ein paar Kilometer bis zur nächsten Ausfahrt weiterfahren.

Die rechtliche Seite ist eindeutig. Nach § 36 StVZO müssen Reifen den Betriebsbedingungen genügen und dürfen weder Schäden noch eine zu geringe Profiltiefe aufweisen. Ein Fahrzeug mit zerstörtem Reifen ist nicht verkehrssicher, und der Fahrer riskiert neben der Gefahr auch ein Bußgeld.

Reifen wechseln vor Ort: die fünf Schritte im Einsatz

Der Reifenwechsel am Rastplatz folgt demselben Ablauf wie in der Werkstatt, nur dass alles aus dem Servicefahrzeug heraus geschieht. Das Team brauchte vom ersten Handgriff bis zur Freigabe 60 Minuten.

Schritt 1: Absichern und Sichtprüfung (11:32 bis 11:55 Uhr)

Die Techniker stellten das Servicefahrzeug versetzt hinter den Bus, setzten Warnbaken und legten Unterlegkeile an die gegenüberliegenden Räder. Erst danach wurde das Fahrzeug angefasst. Es folgte die Sichtprüfung von Felge, Radnabe, Radkasten und Bremsleitung, und die Gewebereste wurden aus dem Radkasten entfernt. Sie sehen es auf dem zweiten Foto: Es hing viel Material fest, und genau dort kann sich ein loser Fetzen um die Achse wickeln.

Schritt 2: Rad abnehmen (ab 11:55 Uhr)

Zehn Radmuttern wurden gelöst, solange das Rad noch auf dem Boden stand. Dann setzte der Techniker den Wagenheber an einer tragfähigen Stelle der Achse an, bockte den Bus auf und nahm das Rad ab. Danach zog er die Reste des Reifens von der Stahlfelge.

Schritt 3: Felge prüfen und Ventil tauschen

Bevor ein neuer Reifen auf die Felge kommt, wird sie auf Risse, Rost im Wulstsitz und Verformungen geprüft. Hier war alles in Ordnung. Das Ventil wurde grundsätzlich ersetzt, weil es nur wenige Euro kostet und bei einem Platzer oft mit beschädigt wird.

Schritt 4: Neuen Reifen montieren (bis 12:25 Uhr)

Der neue LKW-Reifen 315/70 R22.5 wurde aufgezogen, zentriert und mit 9,0 bar befüllt. Das Rad kam wieder an die Nabe, die Radmuttern wurden zunächst handfest angesetzt. Montage und Wuchten dauerten 30 Minuten.

Schritt 5: Drehmoment, Druck und Freigabe (bis 12:40 Uhr)

Die Muttern wurden über Kreuz nach der Herstellerangabe angezogen. Bei einer M22-Radbefestigung liegt der Wert üblicherweise im Bereich von 600 bis 650 Nm, maßgeblich ist aber immer das Datenblatt des Fahrzeugs. Eine Tabelle mit typischen Werten finden Sie in unserem Beitrag zu den Anzugsdrehmomenten am LKW-Rad. Anschließend prüfte das Team den Fülldruck von 9,0 bar, machte eine Probefahrt über den Rastplatz und gab den Bus frei. Um 12:40 Uhr rollte er weiter.

Zeitleiste: Wie lange dauert ein Reifenwechsel an der Autobahn?

Vom Anruf bis zur Weiterfahrt vergingen 122 Minuten. Davon entfielen 54 Minuten auf Disposition und Anfahrt und 68 Minuten auf die Arbeit am Fahrzeug. Die Anfahrtszeit hängt von der Entfernung des nächsten Servicepartners ab und ist der Teil, den wir am wenigsten beeinflussen können.

Zeit Phase Aktion
10:38 Anruf Fahrer meldet den Reifenplatzer, Standort und Reifengröße 315/70 R22.5 werden aufgenommen, Fotos kommen per WhatsApp
10:50 Disposition Disponent bestätigt, dass der Reifen vorrätig ist, und wählt das Einsatzteam der Partnerwerkstatt in der Region aus (12 Min.)
11:32 Anfahrt Servicefahrzeug trifft ein (42 Min. Anfahrt)
11:40 Absicherung und Inspektion Warnbaken, Keile, Sichtprüfung von Felge, Nabe, Radkasten und Bremsleitung, Gewebereste entfernt
11:55 Demontage Rad mit 10 Muttern gelöst, Wagenheber angesetzt, Rad abgenommen, Reifen von der Felge gezogen
12:25 Montage Neuer Reifen 315/70 R22.5 aufgezogen, Felge auf Risse geprüft, Ventil getauscht, Rad aufgesetzt
12:40 Abschluss Drehmoment über Kreuz nach Herstellerangabe, Fülldruck 9,0 bar nach Prägung geprüft, Probefahrt, Freigabe

Gesamt: 122 Minuten (2 Std. 2 Min.), Weiterfahrt um 12:40 Uhr.

Bei Regen, Dunkelheit oder dichtem Verkehr rechnen wir mit längerer Anfahrt. Auch ein verbogener Felgenrand, ein festgerosteter Bolzen oder eine fehlende Reifengröße im Umkreis können die Zeit verlängern. Wir sagen das am Telefon offen, statt eine Wunschzahl zu nennen.

Was kostet ein Reifenwechsel für LKW und Reisebus auf der Autobahn?

Der Notdiensteinsatz hat uns im beschriebenen Fall 945 Euro netto gekostet, bei 19 Prozent Mehrwertsteuer (179,55 Euro) also 1.124,55 Euro brutto. Das ist ein Festpreis, der vor Arbeitsbeginn genannt wird. Die Posten im Einzelnen:

Position Preis (EUR)
Anfahrt und Notdienstpauschale 240
Arbeit 1,5 Std. à 110 EUR (Demontage, Montage, Wuchten, Drehmoment) 165
LKW-Reifen 315/70 R22.5 (neu, Markenware) 520
Entsorgung Altreifen und Karkassenreste 20
GESAMT (netto) 945

Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer. Was bestimmt, ob die Rechnung höher oder niedriger ausfällt?

  • Tageszeit: Nachts und am Wochenende kommen je nach Einsatz 25 bis 50 Prozent auf die Anfahrtspauschale.
  • Reifengröße und Marke: Ein Reifen 315/80 R22.5 liegt eher bei 480 bis 620 Euro, ein Auflieger-Reifen 385/65 R22.5 bei 420 bis 540 Euro.
  • Entfernung: Je weiter der nächste Partner, desto höher die Anfahrt.
  • Schaden an Felge oder Ventil: Eine verbogene Felge wird extra berechnet.

Ein Vergleich hilft bei der Einordnung. Ein Reisebus mit Reisegruppe und Fahrplan, der einen Tag ausfällt, kostet ca. 800 bis 1.200 Euro am Tag, ohne die verärgerten Kunden zu rechnen. Der Einsatz hat also weniger gekostet als ein einziger Ausfalltag, und die Gruppe saß nach gut zwei Stunden wieder im Bus. Wer gleich den Preis für verschiedene Reifen wissen will, findet in unserem Ratgeber zu den Kosten eines Reifenwechsels beim LKW eine ausführliche Übersicht.

Müsste der Bus stattdessen abgeschleppt werden, steigt die Rechnung deutlich. Eine Bergung kostet je nach Entfernung 850 bis 1.600 Euro, dann kommt der Reifen in der Werkstatt noch dazu. Mehr dazu auf unserer Seite zum Abschleppdienst für LKW und Busse.

Warum sollte ein Reifenpannendienst den Wechsel übernehmen?

Der Reifenwechsel an einem Reisebus oder LKW ist keine Arbeit für Fahrer, die gerade mit dem Bordwerkzeug auf einem Rastplatz stehen. Die Gründe sind handfest:

  • Ein Rad mit Reifen wiegt bei dieser Größe über 80 Kilogramm. Allein das Handling ohne Montagehilfe führt immer wieder zu Verletzungen.
  • Der Wagenheber im Bordwerkzeug ist für den Reifenwechsel an Bussen und schweren Zügen oft nicht ausgelegt und kann abrutschen.
  • Falsche Anzugsmomente lösen Radmuttern oder überdehnen Radbolzen. Ein Rad, das sich auf der Autobahn löst, ist einer der gefährlichsten Pannenfolgen überhaupt.
  • Ein unsachgemäß aufgezogener Reifen kann am Wulst beschädigt sein und verliert Luft, ohne dass man es sofort merkt.
  • Der Platz am Rand einer Autobahnparkfläche ist nie wirklich sicher. Absicherung, Warnbaken und Erfahrung sind Teil der Leistung.

Hinzu kommt ein juristischer Punkt: Bei Reisebussen haftet der Unternehmer für die Verkehrssicherheit. Ein dokumentierter Reifenwechsel durch eine Fachwerkstatt ist dafür der sauberere Weg als Eigenbau.

Reifennotdienst: zerfetzte Lauffläche im Radkasten eines weißen Reisebusses, Stahlfelge unbeschädigt

Mit welchen Reifenpannen rücken wir in ganz Deutschland aus?

Als Notdienst für Reifenpannen bei LKW, Bussen, Transportern und Aufliegern sind wir auf allen Autobahnen und Bundesstraßen im Einsatz. Typische Fälle aus unserem Alltag:

  • Reifenplatzer am Sattelzug, Auflieger oder Reisebus, wie in diesem Einsatz an der A7.
  • Schleichender Druckverlust durch Fremdkörper wie Nägel, Schrauben oder Metallteile in der Schulterzone.
  • Walkschäden nach längerer Fahrt mit zu niedrigem Druck, oft im Sommer bei hohen Temperaturen.
  • Beschädigte Flanken durch Bordsteinkontakt an Baustellen oder Rastplätzen.
  • Ventilschäden und abgerissene Ventilverlängerungen.
  • Felgenschäden, wenn der Fahrer nach einem Platzer weitergefahren ist.
  • Planmäßiger Reifenwechsel auf dem Betriebshof, etwa vor der Wintersaison oder bei Fuhrparks mit vielen Fahrzeugen.

Wenn der Schaden mehr als einen Reifen betrifft oder der Wagen nicht mehr fahrbereit ist, schicken wir zusätzlich Technik aus dem Bereich Mobiler Service für Nutzfahrzeuge. Ein Anruf genügt, wir klären die Reihenfolge selbst.

Wie lässt sich ein Reifenplatzer vermeiden? Tipps für Fahrer und Fuhrparks

Die meisten Platzer entstehen nicht plötzlich. Ihnen geht ein Druckverlust voraus, der übersehen wurde. Diese Gewohnheiten senken das Risiko spürbar:

  1. Reifendruck jede Woche und vor jeder Fernfahrt messen, am kalten Reifen. Bei Zwillingsbereifung beide Reifen vergleichen: Eine Differenz von mehr als 0,5 bar ist ein Warnsignal.
  2. Ventilkappen und Ventile prüfen. Eine fehlende Kappe lässt Schmutz ins Ventil, und das Ventil wird undicht.
  3. Profiltiefe und Flanken ansehen. Schnitte, Beulen oder freiliegendes Gewebe sind Gründe, den Reifen sofort tauschen zu lassen. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe regelt § 36 StVZO.
  4. Zulässige Achslasten einhalten. Überladung belastet die Reifen messbar mehr, besonders im Sommer.
  5. Reifenbilanz führen. Wer das Alter der Reifen (DOT-Code) und die Laufleistung dokumentiert, erkennt Schwachstellen früh.
  6. Nach einem Fremdkörper sofort prüfen lassen. Auch ein Reifen, der noch Luft hält, kann innen beschädigt sein.

Wie man richtig prüft, welcher Druck passt, steht in unserem Beitrag über den Reifendruck beim LKW. Fuhrparks, die Busse oder LKW regelmäßig auf langen Strecken einsetzen, sollten außerdem eine feste Kontrolle vor der Abfahrt einplanen. Dauert zehn Minuten und spart im Ernstfall zwei Stunden Wartezeit auf dem Rastplatz.

Reifen im Fuhrpark: Größen, Marken und Normen kurz erklärt

Die Größenangabe 315/70 R22.5 bedeutet: 315 Millimeter Breite, ein Querschnittsverhältnis von 70 Prozent (die Flankenhöhe beträgt also 70 Prozent der Breite), Radialbauweise und 22,5 Zoll Felgendurchmesser. Die Zahlen hinter dem Querstrich nennen die Tragfähigkeit und den Geschwindigkeitsindex, in diesem Fall 154/150 L. Das Kürzel PR (ply rating) gibt die Festigkeit der Karkasse an, hier 18. Verbindliche Maßnormen für Reifen und Felgen veröffentlicht die europäische Organisation ETRTO.

Für LKW, Busse und Auflieger sind vor allem diese Dimensionen verbreitet:

Dimension Typischer Einsatz Richtpreis neu (netto)
315/80 R22.5 Antriebs- und Lenkachse Sattelzugmaschine 480 bis 620 EUR
315/70 R22.5 Reisebus, Niederflurfahrzeuge, Lenkachse rund 520 EUR (Einsatz Kassel)
385/65 R22.5 Auflieger, Zwillingsachse 420 bis 540 EUR
245/70 R19.5 Verteiler-LKW, mittlere Klasse 320 bis 420 EUR
235/65 R16C Transporter, Kastenwagen 180 bis 260 EUR

Bei den Herstellern lohnt der Blick auf das Gesamtpaket aus Laufleistung, Rollwiderstand und Karkassenqualität. Michelin gilt in vielen Fuhrparks als Referenz für langlebige Karkassen, deren Herstellerseite Michelin Deutschland Produktdaten und Einsatzempfehlungen liefert. Continental, Goodyear und Bridgestone bieten ähnlich breite Programme. Wer Reifen runderneuern lässt, spart bei der Anschaffung, muss aber auf die Karkassenhistorie achten.

Ein praktischer Hinweis zum Ersatzreifen: Wir ziehen am Einsatzort immer eine Marke auf, die der Dimension und dem Einsatz entspricht. Gemischte Marken auf einer Achse vermeiden wir. Bei Doppelbereifung sollten beide Reifen ähnlich abgefahren sein, sonst entsteht ein Durchmesserunterschied, der den Verschleiß beschleunigt. Die Hersteller veröffentlichen dazu Herstellerempfehlungen, etwa Continental Nutzfahrzeugreifen.

Warum Fahrer und Disponenten LKWHelp24 anrufen

Wir sind seit Jahren als Notdienst für Nutzfahrzeuge unterwegs und haben dabei vor allem eines gelernt: Wer in einer Panne steckt, will keine Verkaufsrede, sondern eine Uhrzeit und einen Preis. Deshalb arbeiten wir nach diesen Prinzipien:

  • 24 Stunden, 7 Tage, ganz Deutschland. Auch nachts, an Feiertagen und im Winter. Ein Reifennotdienst, der nur zu Bürozeiten erreichbar ist, nützt niemandem.
  • Geprüftes Partnernetz. Jede Werkstatt im Netz hat die passenden Reifen im Fahrzeug, das nötige Werkzeug und Erfahrung mit Bussen und schweren LKW.
  • Preis vor Auftrag. Der Fahrer bekommt den Betrag genannt, bevor das Team losfährt. Nachforderungen ohne Absprache gibt es nicht.
  • Mehrsprachige Disposition. Wir sprechen Deutsch, Englisch, Polnisch und Russisch. Das hilft bei internationalen Fahrern, die sonst am Telefon unnötig Zeit verlieren.
  • Fotos statt Raten. Ein Bild des Schadens reicht oft, um Reifen und Werkzeug passend zu laden.

Kontaktdaten und alle Wege zu uns, vom Telefon bis zu WhatsApp, finden Sie auf der Seite Kontakt zu LKWHelp24.

Häufige Fragen zum Reifenservice für LKW und Busse (FAQ)

Was kostet ein LKW-Reifenwechsel auf der Autobahn?

Ein Reifenwechsel an einem Reisebus oder LKW mit Größe 315/70 R22.5 kostete im geschilderten Einsatz 945 Euro netto. Darin stecken Anfahrt (240 Euro), Arbeit (165 Euro), der neue Reifen (520 Euro) und die Entsorgung (20 Euro). Nachts oder am Wochenende liegt die Anfahrt höher.

Wie lange dauert ein Reifenwechsel vor Ort?

Mit Anfahrt und Disposition sollten Sie 1,5 bis 3 Stunden einplanen. Im beschriebenen Einsatz an der A7 waren es 122 Minuten, davon 54 bis zur Ankunft und 68 für die Arbeit am Fahrzeug. Bei Dunkelheit und schlechtem Wetter kann es länger dauern.

Darf ich nach einem Reifenplatzer noch zur nächsten Ausfahrt fahren?

Nein. Schon wenige Kilometer mit zerstörtem Reifen können Felge, Nabe und Bremsleitungen beschädigen. Schalten Sie den Warnblinker ein, rollen Sie auf den Standstreifen oder einen Parkplatz aus, sichern Sie die Stelle ab und rufen Sie den Reifennotdienst.

Welche Angaben brauche ich beim Anruf?

Wir fragen nach dem Standort (Autobahn, Fahrtrichtung, nächste Anschlussstelle), der Fahrzeugart, der Reifengröße auf der Flanke und danach, ob Personen betroffen sind. Ein Foto vom Schaden per WhatsApp beschleunigt die Planung deutlich.

Wer zahlt den Reifenwechsel, Spedition oder Fahrer?

In der Regel trägt die Spedition oder das Busunternehmen die Kosten als Teil des Fahrzeugbetriebs. Abrechnungsbelege erhalten Sie als Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer, damit der Vorgang buchhalterisch sauber bleibt. Einzelfälle, etwa bei Vollkasko oder Mietfahrzeugen, klären Sie bitte mit Ihrem Versicherer.

Kann man einen LKW-Reifen reparieren, statt ihn zu tauschen?

Kleine Löcher in der Lauffläche lassen sich in Einzelfällen reparieren, ein zerrissener Reifen mit freiliegender Karkasse nie. Bei einem Platzer wie in diesem Fall bleibt nur der Austausch. Mehr dazu in unserem Beitrag zum Reparieren von LKW-Reifen.

Summary: Die wichtigsten Zahlen zum Einsatz

  • Fahrzeug und Reifen: Reisebus, Einzelbereifung 315/70 R22.5, Lastindex 154/150 L, 18 PR, Fülldruck 9,0 bar, Stahlfelge mit 10 Radmuttern
  • Ort: Rastplatz an der A7 bei Kassel, Fahrtrichtung Süden
  • Anruf: 10:38 Uhr, Disposition abgeschlossen 10:50 Uhr
  • Reaktionszeit bis zur Ankunft: 42 Minuten Anfahrt, Eintreffen um 11:32 Uhr
  • Gesamtdauer: 122 Minuten (2 Std. 2 Min.), Weiterfahrt um 12:40 Uhr
  • Kosten: 945 Euro netto (1.124,55 Euro brutto), im Vergleich zu 800 bis 1.200 Euro Ausfall pro Tag
  • Folgeschäden: keine, Felge, Radkasten und Bremsleitungen unbeschädigt, keine Verletzten

Reifenpanne? Rufen Sie uns an

Steckt Ihr LKW, Bus oder Auflieger mit einem Reifenschaden fest, zählt jede Minute. Rufen Sie an, schicken Sie ein Foto per WhatsApp und nennen Sie uns Standort und Reifengröße. Den Rest übernimmt unser Team.

Telefon: +49 160 5753826
Web: www.lkwhelp24.com
Circa-Zeit bis zur Hilfe: ab 35 Minuten, Festpreis vor Einsatz
Rund um die Uhr, in ganz Deutschland.

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