Reifenpanne in der Nähe: komplett zerrissener Hinterreifen an einem orangefarbenen Entsorgungsfahrzeug auf dem Standstreifen

Mobiler LKW Reifenservice A4 Jena: Reifenplatzer in 1:50 Std. behoben

Kurz und knapp: Am 20. August 2026 um 08:55 Uhr meldet sich ein Fahrer auf der A4 bei Jena, Richtung Dresden. An seinem zweiachsigen Entsorgungsfahrzeug ist ein Hinterreifen komplett zerrissen. 53 Minuten nach dem Anruf steht unser mobiler LKW Reifenservice neben dem Fahrzeug, um 10:45 Uhr rollt der Wagen weiter. Gesamtzeit: 110 Minuten, Gesamtpreis: 985 Euro netto, ohne Folgeschaden an Felge oder Bremsleitungen.

Reifenpanne in der Nähe: komplett zerrissener Hinterreifen an einem orangefarbenen Entsorgungsfahrzeug auf dem Standstreifen
Mobiler LKW Reifenservice auf der A4 bei Jena: Der Reifen der Hinterachse am orangefarbenen Entsorgungsfahrzeug ist komplett zerrissen, das Fahrzeug steht gesichert auf dem Standstreifen.

Ein geplatzter Reifen am schweren Nutzfahrzeug ist kein Ärgernis, das man aussitzt. Der Fahrer steht auf dem Standstreifen, wenige Meter neben Fahrzeugen, die mit 80 km/h und mehr vorbeiziehen. Jede Minute Wartezeit ist ein Risiko, und jede Stunde Stillstand kostet den Betrieb Geld. Wie wir diesen Einsatz organisiert haben, was die Technik vor Ort verlangt und wie sich die 985 Euro zusammensetzen, lesen Sie im folgenden Bericht.

Der Fall zeigt außerdem, wie ein Reifennotdienst im Alltag aussieht, wenn alles nach Plan läuft: ein klarer Anruf, eine saubere Dispatch-Phase, ein Team mit dem passenden Reifen im Wagen und ein Fahrer, der die Nerven behält.

Die Notlage: Reifenpanne am LKW auf der A4 bei Jena

Die Reifenpanne auf der A4 in Thüringen begann an einem trockenen Donnerstagmorgen mit einem dumpfen Schlag. Das Fahrzeug war ein zweiachsiger Entsorger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von rund 18 Tonnen, beladen auf der Tour. An der Hinterachse sitzt Bereifung der Größe 315/80 R22.5, das ist die Standarddimension für Fahrzeuge dieser Klasse. Genau dieser Reifen hat nachgegeben: Die Lauffläche löste sich, der Gürtel riss, und die Karkasse zerfiel in Fetzen.

Auf dem Betonbelag der A4 blieb der abgelöste Laufstreifen als Bogen liegen. Zwischen den Gummiresten sah man Cordfäden und Schmutz, die Felge war zum Teil frei. Auch der Radlauf und die Kunststoffverkleidung am Hinterrad hatten durch die herumgeschleuderten Fetzen Schäden abbekommen. Auf dem Beton daneben lagen dunkle Flecken, vermutlich Abrieb oder Kondenswasser. Kraftstoff lief nicht aus.

Der Fahrer reagierte richtig. Er nahm den Fuß vom Gas, lenkte das Fahrzeug nicht abrupt, sondern rollte kontrolliert auf den Standstreifen. Warnblinker an, Warndreieck in angemessenem Abstand aufgestellt, Warnweste an, dann hinter die Leitplanke. Dieses Verhalten sieht nach Selbstverständlichkeit aus. Auf der Autobahn ist es der Grund, warum ein solcher Vorfall ohne Verletzte endet. Die Regeln für das Verhalten bei einer Panne stehen in § 15 StVO, und wer sich daran hält, schützt sich selbst.

Anruf um 08:55 Uhr: So organisieren wir Hilfe bei der Reifenpanne

Der Fahrer wählte um 08:55 Uhr unsere Nummer. Unsere Disponentin stellte die vier Fragen, die in solchen Minuten alles entscheiden. Wo genau steht das Fahrzeug? Wie sieht der Reifen aus? Ist die Felge sichtbar verformt? Und: Sind Fahrer und Fahrzeug sicher abgestellt?

Daraus ergab sich ein klares Bild: A4, Richtung Dresden, Höhe Jena, Hinterachse, Reifen komplett zerstört, Felge äußerlich in Ordnung, Fahrzeug gesichert. Die Disposition dauerte bis 07 Minuten nach neun. In diesen zwölf Minuten passierte Folgendes:

  1. Standort und Fahrtrichtung wurden per Telefon bestätigt und mit dem Navigationssystem abgeglichen.
  2. Wir prüften, welche Einsatzteams unserer Partnerwerkstätten gerade in der Nähe frei waren.
  3. Der Reifentyp und die Dimension wurden festgelegt: Ersatzreifen 315/80 R22.5, dazu Montagematerial, Druckluft, Wagenheber und Drehmomentwerkzeug für den Einsatz.
  4. Die Bestätigung des nächstgelegenen Einsatzteams kam, die Anfahrt wurde freigegeben.
  5. Der Fahrer erhielt die voraussichtliche Ankunftszeit und den Hinweis, hinter der Leitplanke zu bleiben.

Dass der Reifen vorher bekannt ist, spart Zeit, die man später nicht mehr aufholt. Ein Team, das mit der falschen Dimension anrückt, muss umdrehen, und aus einer guten Stunde Wartezeit werden schnell drei. Deshalb fragen wir bei jeder Meldung zuerst nach der Reifengröße, im Zweifel lässt sich der Fahrer die Angabe von der Flanke ablesen oder ein Foto schicken.

Wenn Sie wissen möchten, welche Leistungen wir im Notfall bündeln, finden Sie das auf unserer Seite zum Reifenservice für LKW.

Die Lage vor Ort: Warum man mit einem zerrissenen LKW-Reifen nicht weiterfährt

Ein Lkw-Reifen steht unter hohem Innendruck, bei einem Entsorgungsfahrzeug sind es üblicherweise 8,5 bis 9,5 bar. Das ist ein Vielfaches dessen, was ein Pkw-Reifen aushält. Entsprechend viel Energie steckt in der Karkasse. Reißt sie, entlädt sich diese Energie schlagartig, und das merkt man nicht nur am Knall, sondern auch an den Schäden rundherum.

Wer in dieser Lage einfach langsam weiterfährt, setzt gleich mehrere Dinge aufs Spiel:

  • Die Felge fährt auf Beton und Asphalt, verformt sich und kann reißen.
  • Reifenreste können sich um Bremsleitungen, Kabel oder Achsteile wickeln.
  • Der Radlauf und die Kunststoffteile nehmen weiteren Schaden.
  • Die verbleibende Zwillingsbereifung der Achse trägt plötzlich die gesamte Last und wird thermisch überfordert.
  • Bei einem Reifenplatzer im Fahrbetrieb droht Kontrollverlust.

Dazu kommt die rechtliche Seite. Ein Reifen muss nach § 36 StVZO in einem verkehrssicheren Zustand sein, und ein Fahrzeug mit zerstörtem Reifen ist es nicht. Auf der Autobahn bleibt nur eines: stehen bleiben, sichern, Hilfe rufen.

Was bei einer LKW-Reifenpanne auf der Autobahn sofort zu tun ist

Sofortmaßnahmen sind kurz, aber verbindlich:

  1. Warnblinker einschalten und Fahrzeug möglichst weit rechts auf dem Standstreifen abstellen.
  2. Warnweste anziehen, Warndreieck in ausreichendem Abstand aufstellen.
  3. Alle Personen hinter die Leitplanke bringen, nicht auf der Fahrbahnseite stehen bleiben.
  4. Dispatch anrufen und Standort, Fahrtrichtung, Reifengröße und Zustand der Felge durchgeben.
  5. Nicht selbst am Rad arbeiten, solange nicht klar ist, ob die Achse aufgebockt werden darf.

Eine ausführliche Liste für Fahrer haben wir in der Checkliste zur Reifenpanne auf der Autobahn zusammengestellt.

Der Reifenwechsel vor Ort in fünf Schritten

Der Reifenwechsel vor Ort läuft bei uns nach einem festen Ablauf. Das Team traf um 09:48 Uhr ein, nach einer Anfahrt von 41 Minuten über die A4. Von da an arbeitete es 57 Minuten bis zur Freigabe.

Schritt 1: Sichtprüfung und Absicherung (09:48 bis 09:58 Uhr)

Zuerst kein Werkzeug, sondern ein Rundgang. Das Team prüfte Radlauf, Bremsschläuche, Federung und Felge auf Folgeschäden. Gleichzeitig wurde die Arbeitszone abgesichert: Leitkegel hinter dem Fahrzeug, Blinklicht auf dem Servicewagen, genug Abstand zur Fahrbahn. Zehn Minuten wirken lang, aber sie entscheiden darüber, ob der Einsatz mit einem zweiten Schaden endet.

Schritt 2: Demontage des Rades (09:58 bis 10:20 Uhr)

Die Achse wurde mit einem hydraulischen Wagenheber angehoben, und zwar auf einem tragfähigen Untergrund. Bei einem Betonbelag wie auf der A4 ist das gut machbar. Danach lösten die Techniker die Radmuttern in der vorgesehenen Reihenfolge, nahmen das Rad ab und entfernten die Reifenreste von der Felge. Anschließend prüften sie die Felge auf Risse und Verformungen, außerdem die Radnabe und die Radbolzen auf Beschädigung und Gängigkeit.

Ergebnis: Die Felge war intakt. Das war nicht selbstverständlich, denn bei einem zerrissenen Reifen reicht oft schon ein Kilometer Fahrt auf der Felge, um sie unbrauchbar zu machen.

Schritt 3: Montage des neuen Reifens (10:20 bis 10:40 Uhr)

Der neue Reifen 315/80 R22.5 wurde auf die geprüfte Felge gezogen. Danach folgte die Befüllung mit 8,5 bar, wie es für Achslast und Einsatz vorgesehen war. Das Rad kam wieder auf die Nabe, die Muttern wurden zunächst handfest angesetzt.

Wer diese Arbeit sehen möchte, dem fällt vor allem eines auf: Ein Fachmann schaut ständig auf Details, die ein Laie überspringt. Sitz der Wulst, saubere Auflagefläche, kein Schmutz zwischen Felge und Nabe. Fünf Minuten Sorgfalt an dieser Stelle verhindern einen Folgeschaden, der später sehr viel mehr Zeit kostet.

Schritt 4: Anzug im Kreuzmuster mit Drehmomentschlüssel (10:40 bis 10:45 Uhr)

Die Radmuttern wurden kreuzweise (im Sternmuster) mit dem vom Hersteller vorgegebenen Drehmoment angezogen. Wird die Reihenfolge ignoriert, verzieht sich die Felge leicht, und das Rad läuft mit einem Schlag. Wer sich für die konkreten Werte interessiert, findet sie in unserem Beitrag zu den Anzugsdrehmomenten am LKW-Rad.

Schritt 5: Endkontrolle und Übergabe

Zum Abschluss kontrollierte das Team den Luftdruck ein zweites Mal, prüfte die Nachbarreifen der Achse und dokumentierte den Einsatz in einem Servicebericht. Danach gab das Team das Fahrzeug frei. Um 10:45 Uhr war der Entsorger wieder auf der Straße. Der Fahrer hatte nach 110 Minuten seit dem Anruf alles beisammen, um seine Tour fortzusetzen.

Zeitplan: 110 Minuten vom Anruf bis zur Weiterfahrt

Die Zeitleiste zeigt, wo die Zeit tatsächlich verbraucht wird. Die Anfahrt ist der größte Posten und lässt sich nur begrenzt beeinflussen. Der Rest ist Organisation und Handwerk.

Uhrzeit Phase Aktion
08:55 Anruf Fahrer meldet Reifenplatzer an der Hinterachse, Fahrzeug steht auf dem Standstreifen, Warnblinker und Warndreieck sind gesetzt
08:55 bis 09:07 Disposition Standort und Reifengröße geklärt, Zustand der Felge erfragt, nächstes Einsatzteam der Partnernetzwerk-Werkstätten ausgewählt und bestätigt
09:07 bis 09:48 Anfahrt Einsatzteam fährt 41 Minuten über die A4, Fahrer wartet in Warnweste hinter der Leitplanke
09:48 bis 09:58 Prüfung und Absicherung Schadensbild bewertet, Arbeitszone gesichert, Radlauf, Bremsschläuche und Felge kontrolliert
09:58 bis 10:20 Demontage Achse angehoben, Rad abgenommen, Reifenreste entfernt, Felge, Radnabe und Radbolzen geprüft
10:20 bis 10:40 Montage Neuer Reifen aufgezogen, mit 8,5 bar befüllt, Rad an der Achse montiert
10:40 bis 10:45 Abschluss Radmuttern im Kreuzmuster mit Drehmoment angezogen, Druck nachkontrolliert, Servicebericht, Freigabe
10:45 Fertig Fahrzeug setzt die Tour fort

Insgesamt waren es 110 Minuten, also 1 Stunde 50 Minuten. Die Reaktionszeit, gemessen bis zur Ankunft des Teams, lag bei 53 Minuten, die Arbeitszeit auf dem Standstreifen bei 57 Minuten. Auf der A4 ist der Standstreifen breit, das Wetter war trocken und der Verkehr floss ordentlich. Bei Regen, Nacht oder Stau fällt die Anfahrt länger aus, das sagen wir offen.

Was kostet ein LKW-Reifenwechsel auf der Autobahn?

Ein mobiler LKW-Reifenwechsel auf der Autobahn kostet bei uns in diesem Fall 985 Euro netto. Die Summe besteht aus Anfahrt, Arbeitszeit, Neureifen und Entsorgung. Alle Preise verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer.

Position Preis (EUR)
Anfahrt A4 (Tagestarif) 240
Arbeitszeit, 1,5 Stunden à 110 EUR 165
Neuer LKW-Reifen 315/80 R22.5 560
Entsorgung des zerrissenen Reifens 20
Gesamt (netto, zzgl. MwSt.) 985

Wovon der Preis abhängt

Die Kosten für einen Reifennotdienst streuen, und das hat Gründe:

  • Entfernung: Je weiter das nächste Einsatzteam entfernt ist, desto höher die Anfahrt.
  • Tageszeit: Nachts und am Wochenende kommen Zuschläge von 25 bis 50 Prozent dazu.
  • Reifengröße und Marke: Ein Reifen 385/65 R22.5 für den Auflieger kostet anders als ein 245/70 R19.5 für den Verteiler.
  • Schaden an der Felge: Ist sie verformt oder gerissen, kommt ein Ersatz hinzu.
  • Aufwand vor Ort: Zwillingsbereifung, ungünstiger Untergrund oder Regen verlängern die Arbeit.

Der Vergleich: Reparatur gegen Stillstand

Ein Nutzfahrzeug, das einen Tag stillsteht, kostet den Betrieb im Schnitt 800 bis 1200 Euro (Fahrer, Leasing, ausgefallene Touren). Schon aus dieser Rechnung wird klar, dass die 985 Euro für einen Einsatz von 110 Minuten wirtschaftlich vertretbar sind. Hinzu kommt der vermiedene Folgeschaden: Weil das Fahrzeug nicht auf der Felge weitergefahren wurde, blieben Felge, Radlauf und Bremsschläuche heil. Eine neue Felge hätte die Rechnung leicht um mehrere hundert Euro erhöht.

Zum Preisrahmen vergleichbarer Einsätze erfahren Sie am Telefon jederzeit Genaueres.

Warum ein Profi und nicht der Fahrer selbst?

Manche Fahrer tragen ein Reserverad mit und haben das Werkzeug dabei. Bei einem Pkw ist das üblich, beim schweren Nutzfahrzeug eher die Ausnahme, und das hat handfeste Gründe:

  • Ein Lkw-Rad wiegt je nach Ausführung 70 bis 110 Kilogramm. Ohne Hebehilfe ist das nicht sicher zu bewegen.
  • Ein einfacher Bordwagenheber ist für eine beladene Achse nicht zugelassen.
  • Das Aufziehen und Befüllen eines Reifens mit 8,5 bar ist eine Aufgabe für geschultes Personal mit Sicherheitskäfig oder Schutzvorrichtung.
  • Das Anzugsdrehmoment kennt nur, wer das Fahrzeug kennt, und es muss mit einem geprüften Schlüssel erreicht werden.
  • Wer an der Fahrbahn arbeitet, ist ohne Absicherung und Fachkenntnis ungeschützt.
  • Fehler beim Wechsel fallen oft erst Stunden später auf, wenn sich ein Rad lockert.

Die eigene Sicherheit geht vor, und auf der Autobahn gelten für Nutzfahrzeuge strengere Anforderungen als für Pkw. Aktuelle Informationen zu Verkehr und Baustellen bietet autobahn.de.

Typische Einsätze: Womit wir in Deutschland täglich unterwegs sind

Reifenpannen sind nur ein Teil unseres Einsatzalltags. Zu den Einsätzen, die wir deutschlandweit rund um die Uhr fahren, zählen:

  • Reifenplatzer und Reifenpanne am Lkw, Auflieger und Transporter auf Autobahnen und Rastplätzen
  • Notfall-Radwechsel, Reifenreparatur und Neumontage direkt vor Ort
  • Mobile Reparatur von Bremsen, Kupplung, Luftfederung und Elektrik
  • Bergung und Abschleppen, wenn ein Fahrzeug nicht mehr fahrbereit ist, mehr dazu unter Abschleppdienst für LKW
  • Diagnose bei Warnleuchten, AdBlue-Notlauf oder Leistungsverlust
  • Reifenkontrolle und Serviceeinsatz auf dem Betriebshof des Fuhrparks

Die Bandbreite reicht vom Verteilerfahrzeug bis zum Gliederzug, vom Sattelzug bis zum Kipper. Entscheidend ist in jedem Fall, dass der Anrufer eine Stimme am Telefon hat, die die richtigen Fragen stellt.

Vorbeugen: Wie Fahrer und Fuhrparks Reifenplatzer vermeiden

Nicht jeder Reifenplatzer lässt sich verhindern. Viele aber lassen sich vorhersehen. Zu den wirksamsten Maßnahmen gehören diese:

  1. Luftdruck regelmäßig prüfen, mindestens einmal pro Woche und vor jeder längeren Tour, nicht nur nach Gefühl.
  2. Profiltiefe messen: Das Gesetz verlangt mindestens 1,6 Millimeter, in der Praxis tauschen viele Fuhrparks die Lenkachsreifen deutlich früher.
  3. Auf Beschädigungen achten: Schnitte in der Flanke, Beulen, Fremdkörper im Profil, freiliegender Cord.
  4. Zwillingsreifen paarweise kontrollieren: Eine Druckdifferenz zwischen beiden Reifen ist ein häufiger Auslöser für Überhitzung.
  5. Achslast beachten: Überladung belastet vor allem die Reifen der Hinterachse.
  6. Saisonal wechseln und dokumentieren: Wer über Winter und Sommer sauber protokolliert, erkennt Alterung früh.
  7. Nach Bordsteinkontakt oder Schlagloch prüfen, auch wenn zunächst nichts auffällt.

Die Richtwerte der Hersteller für Luftdruck und Last finden Sie im Datenblatt des Reifens, Grundlagen zu Nutzfahrzeugreifen bietet auch Continental.

Reifen und Wartung im Fuhrpark: Was Disponenten wissen sollten

Im Fuhrpark entscheidet nicht der einzelne Reifen, sondern das System. Wer Dutzende Fahrzeuge betreibt, braucht einen Plan, der Reifenwechsel, Kontrollen und Notfallhilfe miteinander verbindet. Dazu gehören ein festes Intervall für die Druckkontrolle, eine Liste der verbauten Dimensionen je Fahrzeug und ein Ansprechpartner für den Notfall, der rund um die Uhr erreichbar ist.

Bei der Auswahl der Marke gibt es kein Patentrezept. Hersteller wie Michelin, Continental, Goodyear und Bridgestone bieten Premiumreifen mit hoher Laufleistung und der Möglichkeit zur Runderneuerung. Für Regionalverkehr und Entsorgung, wo Fahrzeuge häufig anfahren und bremsen, werden oft robuste Regionalreifen mit verstärkter Flanke gewählt. Im Fernverkehr stehen Rollwiderstand und Laufleistung im Vordergrund.

Wer mehrere Standorte betreibt, spart Zeit, wenn die Reifengrößen im Fuhrpark möglichst einheitlich sind. Ein Team, das mit einem passenden Ersatzreifen anrückt, entscheidet über Stunden bei der Wiederherstellung der Fahrbereitschaft. Dazu kommt die Frage, wer im Notfall entscheidet: Der Fahrer braucht eine klare Anweisung, ob er direkt unsere Nummer wählen darf oder zuerst die Disposition seines Betriebs informieren muss.

Auch die Reifenmontage und das Auswuchten gehören zu einer sauberen Wartung. Ein schlecht gewuchtetes Rad belastet Lager und Achsteile, und es merkt sich im Verbrauch. Bei Fuhrparkkunden empfehlen wir deshalb nach jedem Reifenwechsel eine Nachkontrolle des Anzugsdrehmoments nach 50 bis 100 gefahrenen Kilometern.

Falls ein Fahrzeug nach der Panne zusätzlich in die Werkstatt muss, vermitteln wir den Termin in einer LKW-Werkstatt aus unserem Netzwerk.

Warum Fahrer und Speditionen LKWHelp24 wählen

Die Frage nach dem richtigen Partner stellt sich meist erst, wenn das Fahrzeug schon steht. Dann zählt, was vorher aufgebaut wurde. Das zeichnet unseren Reifenpannenservice aus:

  • Erreichbarkeit rund um die Uhr: Unsere Disposition ist 24 Stunden am Tag besetzt, auch an Feiertagen.
  • Netz aus geprüften Partnern: Die Einsatzteams stehen bundesweit bereit, deshalb sind Anfahrten kurz.
  • Preise vorab: Sie kennen vor dem Einsatz Anfahrt, Stundensatz und Reifenpreis. Keine Überraschung am Ende.
  • Mehrsprachige Disposition: Wir sprechen mit Fahrern auf Deutsch, Englisch, Polnisch und Russisch.
  • Alles aus einer Hand: Vom Reifenwechsel über die mobile Reparatur bis zur Bergung.

Bei Rückfragen erreichen Sie uns über die Seite Kontakt oder direkt telefonisch.

FAQ: Häufige Fragen zum LKW-Reifennotdienst

Was kostet ein LKW-Reifenwechsel auf der Autobahn?

In diesem Einsatz waren es 985 Euro netto: 240 Euro Anfahrt, 165 Euro Arbeit, 560 Euro für den Reifen 315/80 R22.5 und 20 Euro Entsorgung. Nachts oder am Wochenende kommen 25 bis 50 Prozent Zuschlag auf die Anfahrt hinzu. Die Summe hängt außerdem von Reifengröße, Marke und Felgenzustand ab.

Wie lange dauert ein Reifennotdienst für den LKW?

Vom Anruf bis zur Weiterfahrt vergingen hier 110 Minuten. Die Anfahrt kann bei guter Verkehrslage 40 bis 60 Minuten dauern, die Arbeit selbst nimmt 45 bis 90 Minuten in Anspruch. Bei Nacht, Regen oder Stau verlängert sich der Einsatz.

Darf ich mit einem geplatzten LKW-Reifen weiterfahren?

Nein. Das Fahrzeug ist nicht mehr verkehrssicher, und die Weiterfahrt kann Felge, Bremsleitungen und Radlauf beschädigen. Auf der Autobahn gilt: sicher am Standstreifen abstellen, Warnblinker einschalten, Warndreieck aufstellen und Hilfe rufen.

Welche Informationen braucht der Dispatch bei einer Reifenpanne?

Wir brauchen den genauen Standort mit Autobahn und Fahrtrichtung, die Reifengröße, den Zustand der Felge und die Frage, ob das Fahrzeug sicher steht. Mit diesen Angaben bringt das Team den passenden Reifen gleich mit. Ein Foto vom Reifen beschleunigt die Klärung.

Wer zahlt die Kosten für den Reifenservice vor Ort?

In der Regel der Halter oder die Spedition. Bei Mietfahrzeugen oder Verträgen mit Pannenschutz kann der Vermieter oder der Versicherer die Kosten tragen. Wir stellen eine Rechnung aus, mit der Sie die Erstattung beantragen können.

Arbeiten Sie auch nachts und am Wochenende?

Ja, 24 Stunden am Tag, an sieben Tagen in der Woche, in ganz Deutschland. Nachts und am Wochenende fällt ein Zuschlag auf die Anfahrt an, den wir Ihnen vorher nennen.

Zusammenfassung des Einsatzes

  • Fahrzeug: zweiachsiges Entsorgungsfahrzeug, ca. 18 Tonnen
  • Reifen: 315/80 R22.5 an der Hinterachse
  • Ort: A4 bei Jena, Richtung Dresden, Standstreifen
  • Datum: 20. August 2026
  • Reaktionszeit: 53 Minuten bis zur Ankunft des Teams
  • Arbeitszeit vor Ort: 57 Minuten
  • Gesamtzeit: 110 Minuten (1 Stunde 50 Minuten)
  • Kosten: 985 Euro netto, zuzüglich Mehrwertsteuer
  • Folgeschaden: keiner, Felge, Radlauf und Bremsschläuche blieben unversehrt

Ein zerrissener Reifen an der Autobahn ist unangenehm, aber lösbar. Entscheidend sind Ruhe, Absicherung und ein Anruf an die richtige Stelle.

Reifenpanne? Rufen Sie uns an

Ob Reifenplatzer, Notfall-Radwechsel oder Reifenpanne in der Nähe der nächsten Ausfahrt: Wir sind Tag und Nacht für Sie da.

Telefon: +49 160 5753826
Web: www.lkwhelp24.com
Rund um die Uhr, in ganz Deutschland.

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