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Montage eines neuen LKW-Reifens mit einem Radschluessel

Reifenwechsel Kosten beim LKW: was ein neuer Reifen wirklich kostet

Was kostet ein Reifenwechsel beim LKW wirklich

Ein geplatzter Reifen auf der A7 um drei Uhr morgens ist kein Zeitpunkt, um lange über Preise nachzudenken. Trotzdem stellt sich fast jeder Fahrer und jeder Disponent dieselbe Frage, sobald der Schock vorbei ist: Was wird das jetzt kosten? Die Antwort ist leider nicht mit einer einzigen Zahl zu geben, weil beim LKW Reifenwechsel mehrere Kostenblöcke zusammenkommen, die sich je nach Situation stark unterscheiden. In diesem Artikel gehen wir jeden dieser Blöcke einzeln durch, damit du am Ende eine realistische Vorstellung hast, statt dich auf eine einzelne Zahl aus einem Forum zu verlassen. Die meisten Preisangaben, die im Internet kursieren, stammen aus einzelnen Erfahrungsberichten und lassen sich selten auf die eigene Situation übertragen, weil Region, Uhrzeit, Reifengröße und Markenwahl jedes Mal ein anderes Ergebnis liefern.

Nahaufnahme der Montage eines neuen LKW-Reifens auf der Felge

Wichtig vorab: Hier geht es um den eigentlichen Reifenwechsel, nicht um das Abschleppen eines liegen gebliebenen Fahrzeugs. Wenn der LKW wegen eines anderen Defekts gar nicht mehr fahrfähig ist und tatsächlich abgeschleppt werden muss, findest du die passenden Informationen und Preisspannen in unserem separaten Artikel zu LKW Abschleppdienst Kosten. Ein einfacher Reifenschaden, egal ob Platzer, Nagel im Profil oder Schnitt in der Flanke, führt in den allermeisten Fällen nicht zum Abschleppen, sondern zum mobilen Reifenwechsel direkt am Standort.

Aus welchen Teilen sich der Preis zusammensetzt

Wer nach dem Preis für einen Reifenwechsel fragt, meint eigentlich vier unterschiedliche Kostenpunkte, die zusammengerechnet werden müssen.

Der erste Posten ist der Reifen selbst. Das ist die Variable mit der größten Spannbreite, weil Marke, Größe, Profiltyp und Zustand (neu oder runderneuert) den Preis massiv beeinflussen. Dazu gleich mehr im nächsten Abschnitt.

Der zweite Posten ist die eigentliche Montagearbeit: das Lösen der Radmuttern, das Abnehmen des Rades, das Wuchten oder zumindest die Sichtprüfung, das Aufziehen des neuen oder reparierten Reifens und das fachgerechte Anziehen der Muttern mit dem richtigen Drehmoment. Wer wissen möchte, welche Drehmomente hier tatsächlich gelten und warum das kein Detail ist, das man überspringen sollte, findet die konkreten Werte in unserer Tabelle der Anzugsdrehmomente für LKW-Räder.

Der dritte Posten ist die Anfahrt beziehungsweise der mobile Einsatz des Technikers. Genau hier liegt der größte Unterschied zwischen einer geplanten Werkstattterminen und einem Notfall auf der Autobahn. Ein Techniker, der mit vollem Werkzeug, Ersatzreifen im Sortiment und einem Servicefahrzeug zu dir auf den Standstreifen oder Rastplatz kommt, verursacht andere Kosten als ein Fahrzeug, das ohnehin schon in der Werkstatt steht.

Der vierte und oft vergessene Posten ist die Entsorgung des alten Reifens. Altreifen dürfen nicht einfach liegen gelassen oder in den Hausmüll geworfen werden, sie müssen fachgerecht recycelt werden, und diese Entsorgung kostet in der Regel eine kleine, aber reale Gebühr, die im Gesamtpreis meist schon enthalten ist.

Was ein mobiler Einsatz grundsätzlich kostet

Bei LKWHelp24 arbeiten wir ausschließlich für Nutzfahrzeuge ab 7,5 Tonnen und rechnen den mobilen Einsatz nach einer klaren, transparenten Struktur ab. Die Basisrate für die Anfahrt und den Grundservice liegt tagsüber bei 290 Euro, während sie abends, nachts und am Wochenende bei 429 Euro beginnt. Diese Differenz ist kein Zufall, sondern spiegelt den tatsächlichen Aufwand wider: nächtliche Einsätze bedeuten schlechtere Sicht, höheres Risiko am Fahrbahnrand, oft längere Anfahrtswege wegen geringerer Personaldichte im Schichtbetrieb und generell einen höheren Bereitschaftsaufwand für das Team.

Diese Basisrate deckt die Anfahrt, den Techniker und die Montagearbeit ab. Der Reifen selbst wird separat berechnet, weil sein Preis von zu vielen Faktoren abhängt, um ihn pauschal in eine feste Servicegebühr einzurechnen. Genau deshalb ist es wichtig, diese beiden Positionen im Kopf zu trennen: Servicepauschale auf der einen Seite, Reifenpreis auf der anderen.

Preisspannen nach Reifengröße: was realistisch ist

LKW-Reifen ab der Baugröße R17.5 aufwärts unterscheiden sich stark in Preis und Verfügbarkeit. Die gängigsten Größen im Fernverkehr und auf schweren Sattelzügen sind 295/80R22.5, 315/70R22.5 und 385/65R22.5. Letztere Größe wird häufig auf Trailerachsen und bei bestimmten Zugmaschinenkonfigurationen verbaut, mehr Details dazu findest du in unserem ausführlichen Leitfaden zur Reifengröße 385/65R22.5.

Wir nennen hier bewusst keine erfundenen Festpreise pro Größe, weil das schlicht unehrlich wäre. Der Reifenpreis hängt von zu vielen Variablen ab, Markenwahl, Region, Lagerverfügbarkeit beim Techniker, Saison und aktuellem Rohstoffpreis für Kautschuk und Stahlgürtel. Realistisch ist folgende Einordnung: Budget- und Zweitlinienmarken liegen im unteren Preisbereich, etablierte europäische Mittelklassemarken im mittleren Bereich, und Premiumhersteller wie Continental, Michelin oder Bridgestone im oberen Preisbereich. Innerhalb einer einzigen Größe wie 315/70R22.5 kann der reine Reifenpreis zwischen den Segmenten locker um das Zwei- bis Dreifache variieren.

Zur Basisrate des mobilen Einsatzes (290 Euro tagsüber, 429 Euro abends, nachts oder am Wochenende) kommt also der individuelle Reifenpreis hinzu, den dein Techniker dir vor Ort transparent nennt, bevor er montiert.

Neu, runderneuert oder gebraucht: die Preisdifferenz verstehen

Eine der wichtigsten Entscheidungen bei jedem LKW-Reifenwechsel ist die Frage: neuer Reifen oder runderneuerter Reifen? Die sogenannte Runderneuerung, im Fachjargon oft Retreading genannt, bedeutet, dass die tragende Karkasse eines gebrauchten Reifens wiederverwendet und mit neuer Lauffläche versehen wird. Das ist in Europa ein etabliertes, industriell geprüftes Verfahren und keineswegs eine minderwertige Notlösung.

Runderneuerte Reifen sind in der Anschaffung typischerweise deutlich günstiger als vergleichbare Neureifen, weil ein erheblicher Teil des Materials und der Herstellungsenergie wiederverwendet wird. Der Kompromiss liegt in der Laufleistung und teilweise im Fahrverhalten bei sehr hohen Geschwindigkeiten oder extremen Belastungen, weshalb viele Flottenbetreiber runderneuerte Reifen bevorzugt auf Antriebs- oder Trailerachsen einsetzen und Neureifen auf der Lenkachse, wo Präzision und Sicherheit am kritischsten sind.

Für einen ungeplanten Reifenwechsel unterwegs, mitten in der Nacht auf dem Standstreifen, ist die Auswahl ohnehin eingeschränkt: Der Techniker montiert das, was er im Fahrzeug oder in erreichbarer Nähe vorrätig hat. Bei einer geplanten Wartung in der Werkstatt hingegen kannst du bewusst zwischen neu und runderneuert wählen und so gezielt Kosten steuern.

Premium gegen Budget: was der Markenaufschlag tatsächlich bedeutet

Continental beschreibt sich selbst auf seiner Website als einen der weltweit größten Reifenhersteller mit einer breiten Palette an Lkw- und Busreifen, aktuell unter anderem mit der sogenannten Generation 5 Produktlinie für den Fernverkehr. Michelin wiederum positioniert sich ebenfalls klar im Premiumsegment und bietet für Nutzfahrzeuge spezialisierte Beratungsangebote und Produktlinien an, wobei der Fokus der öffentlich zugänglichen Informationen stärker auf leichten Nutzfahrzeugen liegt als auf schweren 40-Tonnern.

Was bedeutet das für dich in der Praxis? Premiumreifen von Herstellern wie Continental, Michelin oder Bridgestone kosten in der Anschaffung mehr, bieten aber in aller Regel eine höhere Laufleistung, gleichmäßigeren Verschleiß, besseren Rollwiderstand und damit niedrigeren Kraftstoffverbrauch über die Lebensdauer des Reifens. Bei einem Fahrzeug, das jährlich hunderttausende Kilometer zurücklegt, kann sich der höhere Anschaffungspreis über die Laufzeit amortisieren, weil der Reifen einfach länger hält und der Verbrauch niedriger ausfällt.

Budgetreifen sind nicht automatisch schlecht, aber die Schwankungsbreite in der Qualität ist innerhalb dieses Segments größer. Für Fahrzeuge mit geringerer Jahresfahrleistung oder für Achsen mit geringerer Belastung kann ein solider Budget- oder Mittelklassereifen wirtschaftlich durchaus sinnvoll sein. Eine pauschale Empfehlung gibt es hier nicht, die richtige Wahl hängt vom Einsatzprofil deines Fahrzeugs ab.

Faktoren, die den Endpreis nach oben oder unten bewegen

Mehrere Faktoren bestimmen, wie hoch die Rechnung am Ende tatsächlich ausfällt.

Die Tageszeit ist der offensichtlichste Faktor. Ein Wechsel am Vormittag in der Werkstatt oder sogar mobil an einem gut erreichbaren Standort kostet weniger als derselbe Wechsel um zwei Uhr nachts auf einem schlecht beleuchteten Autobahnabschnitt. Genau das spiegelt sich in unserer Basisrate von 290 Euro tagsüber gegenüber 429 Euro abends, nachts und am Wochenende wider.

Die Dringlichkeit spielt ebenfalls eine Rolle. Ein Fahrzeug, das komplett blockiert auf dem Standstreifen steht und den Verkehr gefährdet, benötigt sofortige Priorität, während ein Termin, der eine Woche im Voraus gebucht wird, in der Reihenfolge flexibler eingeplant werden kann. Wer schnelle Hilfe in der Nähe sucht, findet über unsere Übersicht zum Reifennotdienst in der Nähe den passenden Ansprechpartner.

Die Verfügbarkeit der passenden Reifengröße beim Techniker vor Ort ist ein dritter, oft unterschätzter Faktor. Gängige Größen wie 295/80R22.5 oder 315/70R22.5 sind in der Regel gut verfügbar. Seltenere Kombinationen, spezielle Lastindizes oder ungewöhnliche Profiltypen können dazu führen, dass der Reifen erst besorgt werden muss, was Zeit und mitunter zusätzliche Anfahrtskosten kostet.

Auch die Region spielt eine Rolle, weil Lohnkosten, Marktdichte an Reifendienstleistern und lokale Lagerhaltung von Region zu Region variieren.

Wie du wirklich sparen kannst

Der wirksamste Hebel zum Sparen ist die planbare, vorausschauende Wartung. Wer sein Reifenprofil regelmäßig kontrolliert, den Reifendruck im Blick behält und Anzeichen von Verschleiß frühzeitig erkennt, kann einen Reifenwechsel in der Werkstatt einplanen, statt ihn als teuren Notfall auf der Autobahn zu erleben. Wie du den Reifendruck richtig prüfst und welche Werte für dein Fahrzeug gelten, erklären wir ausführlich im Artikel zum Reifendruck beim LKW. Auch das richtige Lesen der Reifenflanke hilft dir, Verschleißgrenzen und Herstellungsdatum frühzeitig zu erkennen, dazu mehr in unserem Leitfaden zur LKW-Reifenbeschriftung.

Trotz aller Vorsorge gibt es Situationen, die sich nicht planen lassen: ein Nagel im Profil, ein scharfkantiger Fremdkörper auf der Fahrbahn oder ein plötzlicher Platzer durch Materialermüdung. In solchen Momenten gibt es zur mobilen Reifenwechsel-Hilfe schlicht keine echte Alternative, denn der LKW muss innerhalb kurzer Zeit wieder fahrbereit sein, sowohl aus wirtschaftlichen Gründen als auch aus Sicherheitsgründen. Wer sich für den Notfall vorbereiten möchte, findet in unserem Artikel zum Notfall-Radwechsel beim LKW eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, was vor dem Eintreffen des Technikers zu tun ist.

Eine weitere Sparmöglichkeit liegt in der bewussten Kombination aus Neureifen und runderneuerten Reifen je nach Achsposition, wie im Abschnitt weiter oben beschrieben. Wer außerdem größere Mengen an Reifen über einen Großhändler bezieht statt einzeln in kleinen Stückzahlen, kann ebenfalls von besseren Konditionen profitieren, mehr dazu in unserem Beitrag über den LKW-Reifen-Großhändler und mobilen Reifendienst.

Preisübersicht auf einen Blick

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Kostenblöcke zusammen, so wie wir sie in diesem Artikel besprochen haben. Sie ersetzt keine individuelle Angebotserstellung, gibt dir aber eine Orientierung, welche Position wofür steht.

KostenblockSpanne / AnsatzBemerkung
Servicepauschale tagsüberab 290 EuroAnfahrt, Techniker, Montage
Servicepauschale abends/nachts/Wochenendeab 429 Eurohöherer Aufwand, geringere Sichtverhältnisse
Neureifen Budgetsegmentniedriger Preisbereichgrößere Qualitätsschwankung innerhalb des Segments
Neureifen Premiummarkeoberer PreisbereichContinental, Michelin, Bridgestone und vergleichbare Hersteller
Runderneuerter Reifendeutlich unter Neureifenpreishäufig auf Antriebs- oder Trailerachse eingesetzt
Altreifenentsorgungkleine Gebührmeist bereits im Gesamtpreis enthalten

Warum die Verfügbarkeit des richtigen Reifens den Preis beeinflusst

Ein Aspekt, der in vielen Preisdiskussionen untergeht, ist die reine Logistik. Ein mobiler Reifendienst kann nicht jede denkbare Größe, jeden Lastindex und jede Profiltiefe permanent auf jedem einzelnen Servicefahrzeug mitführen. Gängige Dimensionen wie 295/80R22.5 gehören praktisch überall zur Grundausstattung, weil sie auf einem großen Teil der europäischen Sattelzugmaschinen verbaut sind. Seltenere Kombinationen, etwa spezielle Lastindizes für Schwertransporte oder ungewöhnliche Profile für den Einsatz auf Baustellen, sind dagegen nicht immer sofort greifbar.

Wenn der passende Reifen erst aus einem Lager in der Nähe geholt werden muss, verlängert sich die Standzeit des Fahrzeugs, und in manchen Fällen fällt eine zusätzliche Anfahrtskomponente an. Genau deshalb lohnt es sich für Flottenbetreiber, die eigenen Standardgrößen zu kennen und im Idealfall schon vorab mit einem Reifendienst zu klären, welche Dimensionen regional gut verfügbar sind. Wer im Vorfeld weiß, dass sein Fuhrpark auf 385/65R22.5 fährt, kann bei der Auswahl des Servicepartners gezielt nachfragen, ob diese Größe im Bestand geführt wird.

Auch die Jahreszeit spielt eine Rolle. Vor Wintereinbruch steigt die Nachfrage nach passenden Reifen mit Alpine-Symbol sprunghaft an, und Engpässe bei bestimmten Größen sind in dieser Phase keine Seltenheit. Wer seine Reifen im Spätsommer prüfen und bei Bedarf tauschen lässt, umgeht diesen saisonalen Nachfragedruck komplett.

Wartung als Kostenfaktor über die gesamte Lebensdauer

Ein Reifenwechsel ist selten ein isoliertes Ereignis. Wie lange ein Reifen hält, bevor er ausgetauscht werden muss, hängt stark davon ab, wie er über seine Lebensdauer behandelt wurde. Ein dauerhaft zu niedriger Reifendruck erhöht die Walkarbeit, lässt den Reifen ungleichmäßig verschleißen und kann im schlimmsten Fall zu einem plötzlichen Hitzeplatzer führen, gerade bei langen Autobahnstrecken im Sommer. Ein regelmäßiger Blick auf den Reifendruck, idealerweise vor jeder längeren Fahrt, verlängert die Lebensdauer spürbar und reduziert damit die Häufigkeit teurer Notfallwechsel.

Ebenso wichtig ist das korrekte Anzugsdrehmoment nach jedem Radwechsel. Zu locker angezogene Radmuttern können sich während der Fahrt lösen, was zu einem kompletten Radverlust führen kann, während zu fest angezogene Muttern die Bremsscheibe verziehen oder das Gewinde beschädigen können. Beide Fehler haben am Ende finanzielle Folgen, sei es durch einen Folgeschaden oder durch einen erneuten Werkstattbesuch.

Ein Rechenbeispiel zur Einordnung

Stellen wir uns ein illustratives Beispiel vor, ohne konkrete Markenpreise zu nennen, weil diese wie erwähnt zu stark schwanken. Ein Sattelzug bleibt an einem Freitagabend gegen 22 Uhr mit einem geplatzten Reifen auf der Trailerachse liegen, Größe 315/70R22.5. Der Fahrer ruft den mobilen Reifendienst.

Weil der Einsatz am Abend stattfindet, greift die Abend- und Nachttarifstufe von 429 Euro als Basisrate für Anfahrt und Montage. Dazu kommt der Preis des Ersatzreifens, der je nach verfügbarer Marke und Zustand (neu oder runderneuert) variiert und vor Ort transparent kommuniziert wird, bevor montiert wird. In der Summe ergibt sich ein Gesamtpreis aus der festen Servicepauschale plus dem variablen Reifenpreis. Hätte derselbe Fahrer den beginnenden Verschleiß bereits Tage zuvor bei einer Routinekontrolle bemerkt und einen Werkstatttermin am helllichten Tag vereinbart, wäre allein die Servicepauschale mit 290 Euro statt 429 Euro deutlich niedriger ausgefallen, vom geringeren Stresspegel ganz zu schweigen.

Dieses Beispiel zeigt den Kernpunkt des gesamten Artikels: Der größte Hebel, den du selbst in der Hand hast, ist nicht die Reifenmarke, sondern der Zeitpunkt und die Planbarkeit des Wechsels.

Ein zweites Beispiel verdeutlicht den umgekehrten Fall. Ein Fuhrparkleiter plant für vier Sattelzüge eine turnusmäßige Reifenkontrolle in der eigenen Werkstatt an einem Dienstagvormittag. Zwei Fahrzeuge benötigen neue Reifen auf der Antriebsachse, die anderen beiden kommen mit einer Profiltiefenkontrolle davon. Weil der Termin geplant, am Tag und ohne Zeitdruck stattfindet, fällt hier gar keine mobile Servicepauschale an, sondern lediglich der reguläre Werkstattpreis für Reifen und Montage. Der Unterschied zu einem nächtlichen Noteinsatz auf der Autobahn liegt damit nicht nur bei der Servicepauschale von 429 statt 290 Euro, sondern auch beim Zeitverlust, dem Stress für den Fahrer und dem Risiko eines Bußgelds bei längerem Stillstand auf dem Standstreifen.

Rechtliche Mindestanforderungen kurz erklärt

Nach § 36 StVZO muss die Profiltiefe von Luftreifen an Kraftfahrzeugen mindestens 1,6 Millimeter über den gesamten Umfang betragen, wobei sich diese Vorgabe auf etwa drei Viertel der Lauffläche bezieht. Reifen und Profil dürfen zudem keine Beschädigungen aufweisen, die zu einer Gefährdung führen könnten, und Luftreifen müssen durchgehende Profilrillen oder Einschnitte über den gesamten Umfang und die volle Laufflächenbreite besitzen. Winterreifen benötigen zusätzlich das Alpine-Symbol, wenn sie als solche gelten sollen. Diese gesetzlichen Mindestwerte sind eine Untergrenze, keine Empfehlung: In der Praxis lohnt sich ein Wechsel meist deutlich vor Erreichen dieser Grenze, weil die Bremseigenschaften und der Grip bei Nässe schon vorher spürbar nachlassen.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet ein mobiler Reifenwechsel beim LKW grundsätzlich? Die Basisrate für Anfahrt und Montage liegt bei LKWHelp24 tagsüber bei 290 Euro, abends, nachts und am Wochenende bei 429 Euro. Der Reifenpreis selbst kommt separat hinzu und hängt von Marke, Größe und Zustand (neu oder runderneuert) ab.

Ist ein runderneuerter Reifen genauso sicher wie ein neuer? Runderneuerung ist in Europa ein industriell geprüftes, etabliertes Verfahren. Runderneuerte Reifen werden häufig auf Antriebs- und Trailerachsen eingesetzt, während viele Flotten für die Lenkachse aus Sicherheitsgründen Neureifen bevorzugen.

Warum ist der nächtliche Reifenwechsel teurer als am Tag? Nächtliche Einsätze bedeuten schlechtere Sichtverhältnisse, höheres Risiko am Fahrbahnrand und einen höheren Bereitschaftsaufwand für das Serviceteam, was sich in der höheren Tarifstufe von 429 Euro gegenüber 290 Euro tagsüber niederschlägt.

Lohnt sich ein Premiumreifen von Continental oder Michelin wirklich? Bei hoher Jahresfahrleistung amortisiert sich der höhere Anschaffungspreis häufig durch längere Laufleistung und niedrigeren Kraftstoffverbrauch. Bei geringerer Fahrleistung kann ein solider Reifen aus dem mittleren Preissegment wirtschaftlicher sein.

Was mache ich, wenn ich nachts auf der Autobahn einen Reifenschaden habe? Fahrzeug sichern, Warnblinker und Warndreieck aufstellen, Sicherheitsabstand zur Fahrbahn einhalten und den mobilen Reifendienst kontaktieren. Eine genaue Schritt-für-Schritt-Anleitung findest du im Artikel zum Notfall-Radwechsel.

Kann ich den mobilen Reifendienst direkt per WhatsApp erreichen? Ja, LKWHelp24 ist rund um die Uhr über WhatsApp unter +49 160 5753826 erreichbar, in den Sprachen Deutsch, Englisch, Polnisch und Russisch, für Nutzfahrzeuge ab 7,5 Tonnen.

Muss ich beide Reifen einer Achse gleichzeitig tauschen? Bei Zwillingsbereifung, wie sie an den meisten Antriebsachsen üblich ist, empfehlen viele Werkstätten aus Gründen des gleichmäßigen Abrollumfangs, Reifen möglichst paarweise mit ähnlichem Profilzustand zu kombinieren. Ein deutlich abweichender Zustand zwischen Innen- und Außenreifen kann zu ungleicher Belastung führen. Dein Techniker vor Ort kann das im konkreten Fall am besten beurteilen.

Was passiert mit meinem alten Reifen nach dem Wechsel? Der ausgebaute Reifen wird fachgerecht der Entsorgung beziehungsweise, falls die Karkasse noch intakt ist, dem Recycling für eine mögliche Runderneuerung zugeführt. Diese Entsorgung ist in der Regel bereits im Gesamtpreis des Einsatzes enthalten und muss nicht separat organisiert werden.

Kurz zusammengefasst

Der Preis für einen LKW-Reifenwechsel setzt sich aus dem Reifen selbst, der Montagearbeit, der Anfahrt des Technikers und der Entsorgung des Altreifens zusammen. Bei LKWHelp24 liegt die Basisrate für den mobilen Einsatz bei 290 Euro tagsüber und 429 Euro abends, nachts und am Wochenende, wobei der Reifenpreis separat und transparent berechnet wird. Neue Premiumreifen kosten mehr als Budgetware oder runderneuerte Reifen, bieten dafür aber oft eine längere Laufleistung. Der wichtigste Hebel bleibt die Planung: Wer Verschleiß frühzeitig erkennt und einen Termin am Tag statt in der Nacht vereinbart, spart bares Geld. Bei einer echten Panne unterwegs zählt aber vor allem eines: schnelle, professionelle Hilfe, erreichbar über WhatsApp unter +49 160 5753826, rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche, in vier Sprachen und für Nutzfahrzeuge ab 7,5 Tonnen, egal ob Sattelzug, Solo-LKW oder Spezialfahrzeug.

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