Kurz gesagt: Am Vormittag meldete sich ein Fahrer von einem Parkplatz an der A7 bei Bad Hersfeld. Im Auflieger-Reifen Goodyear 435/50 R19.5 steckte ein Nagel, der Reifen hatte fast die gesamte Luft verloren. Unser Reifenservice vor Ort war in 40 Minuten da, tauschte den Reifen in 35 Minuten und übergab den Auflieger nach insgesamt 105 Minuten wieder fahrbereit. Die Kosten lagen bei 875 Euro netto.

Ein platter Reifen am Sattelauflieger ist selten spektakulär. Es knallt nichts, es qualmt nichts, der Fahrer merkt meist nur, dass sich der Zug anders anfühlt oder dass die Reifendruckkontrolle meckert. Genau darin liegt die Gefahr: Wer mit zu wenig Luft weiterrollt, zerstört in wenigen Kilometern die Karkasse, und aus einem Nagelschaden, den man vielleicht hätte flicken können, wird ein Totalschaden am Reifen. Im geschilderten Einsatz war dieser Schritt leider schon passiert.
In diesem Beitrag zeigen wir den kompletten Ablauf eines mobilen LKW-Reifenservice auf der A7: vom Anruf über die Disposition und die Anfahrt bis zur Abnahme. Dazu gibt es die vollständige Zeitleiste, die Kostenaufstellung, eine Erklärung, warum die Reparatur mit Reifenflicken hier nicht in Frage kam, und praktische Hinweise für Fahrer und Fuhrparkleiter.
Die Notsituation: Auflieger-Reifen 435/50 R19.5 verliert Luft
Der Einsatz begann gegen 08:42 Uhr auf einem Parkplatz direkt an der A7 bei Bad Hersfeld. Der Fahrer eines europäischen Transportunternehmens war mit einem Sattelzug unterwegs und hatte beim Anhalten gesehen, dass an einem Rad des Aufliegers etwas nicht stimmte. Der Reifen stand sichtbar tiefer als seine Nachbarn, die Aufstandsfläche war breitgedrückt, und beim Anklopfen kam kein straffer Ton zurück.
Es handelte sich um einen Goodyear FUELMAX T in der Dimension 435/50 R19.5, eine typische Auflieger-Bereifung für Megatrailer und Planenauflieger mit niedriger Bauhöhe. Auf der Flanke war die Größe gut lesbar. Daneben zeigte sich ein Riss in der Schulterzone, ein klassisches Zeichen dafür, dass der Reifen eine Weile mit viel zu wenig Luft gelaufen war.
Der Fahrer tat das Richtige: Er stellte den Zug auf dem Parkplatz ab, legte die Warnweste an, stellte das Warndreieck auf und rief die Nummer +49 160 5753826 an. Eine Weiterfahrt kam nicht in Frage. Schon wenige Kilometer auf der Autobahn hätten die Flanke vollends zerstört und womöglich die Felge beschädigt.
Was der Fahrer am Telefon gemeldet hat
Gute Angaben beschleunigen jeden Einsatz. Der Fahrer nannte uns den Standort, die Reifengröße direkt von der Flanke, die betroffene Achse am Auflieger und die Tatsache, dass kein Reservereifen an Bord war. Außerdem konnte er sagen, dass der Reifen noch auf der Felge saß, aber nicht mehr fest im Felgenbett. Mehr braucht die Disposition nicht, um die richtige Ausrüstung zu planen.
Wie wir die Hilfe organisiert haben: Disposition in 13 Minuten
Die Frage nach dem schnellsten verfügbaren Reifenservice entscheidet sich in den ersten Minuten. Unsere Disposition arbeitet rund um die Uhr, spricht mehrere Sprachen und kennt die Einsatzgebiete der Partnerbetriebe in ganz Deutschland. Im Fall der A7 liefen diese Schritte ab:
- Der Disponent nimmt den Standort auf und ordnet ihn dem nächstgelegenen Einsatzgebiet zu.
- Er klärt, welche Achse betroffen ist, in welchem Zustand die Felge ist und ob ein Ersatzrad vorhanden ist.
- Er prüft, welche mobile Einsatzbrigade unseres Partnernetzwerks in der Region frei ist und einen Reifen 435/50 R19.5 geladen hat.
- Er nennt dem Fahrer eine realistische Ankunftszeit und den Preisrahmen, bevor irgendetwas losgeht.
- Er bleibt in Kontakt, bis die Brigade den Parkplatz erreicht hat.
Von 08:42 bis 08:55 Uhr dauerte diese Phase, also 13 Minuten. Das ist ein guter Wert, denn gerade die Reifengröße 435/50 R19.5 ist keine Dimension, die jede Servicebrigade ständig auf dem Fahrzeug hat. Dass unsere Partner im Raum Nordhessen einen passenden Premium-Reifen dabeihatten, sparte die sonst übliche Zusatzfahrt zum Reifenhändler.
Wer mehr über das Prinzip erfahren will, findet auf unserer Seite zum mobilen Servicenetz für LKW eine Übersicht darüber, was unsere Einsatzfahrzeuge unterwegs leisten können.
Die Lage vor Ort: Warum man einen Reifen mit Nagel nicht einfach weiterfahren kann
Ein Nagel in der Lauffläche wirkt harmlos, solange der Reifen noch Luft hält. Bei einem Nutzfahrzeugreifen liegt der Betriebsdruck bei Auflieger-Bereifung dieser Art meist im Bereich von 8,5 bis 9,5 bar, abhängig von der Achslast und den Angaben des Reifenherstellers. Zum Vergleich: Ein Pkw-Reifen läuft mit rund 2,5 bar. Entweicht bei einem LKW-Reifen der Druck, wird die Seitenwand mit jeder Umdrehung stark gewalkt, und die entstehende Wärme zerstört das Gummi und die Stahlgewebelagen von innen.
Bei der Annäherung der Brigade lief die Uhr nicht zu unseren Ungunsten, weil der Auflieger stand und niemand ihn bewegte. Das ist der wichtigste Punkt der ganzen Geschichte. Hätte der Fahrer versucht, die letzten 20 Kilometer bis zum nächsten Betriebshof noch zu schaffen, wäre der Reifen mit hoher Wahrscheinlichkeit geplatzt. Ein platzender Auflieger-Reifen kann Teile des Radkastens, Leitungen und Kabel beschädigen und herumfliegende Karkassenstücke gefährden die Fahrzeuge dahinter.
Typische Folgeschäden bei Fahrt auf zu wenig Luft
- Riss oder Wulst in der Seitenwand, wie auf dem Foto gut zu sehen
- Zerstörte Reifenkarkasse, die sich auch bei erneutem Aufpumpen nicht erholt
- Beschädigte Felge durch Kontakt mit der Fahrbahn
- Hitzeschäden an der Radnabe und an Lagern
- Beschädigte Bremsleitungen und Kabel am Achsbereich
Weil bei diesem Einsatz keine dieser Schäden an der Felge oder der Nabe auftrat, blieb die Reparatur auf den Reifen selbst beschränkt. Das wirkte sich direkt auf die Kosten aus.
Pannenhilfe Reifen Schritt für Schritt: So lief der Reifenwechsel ab
Ein professioneller Reifenwechsel am Auflieger besteht aus mehr als dem Abschrauben von Muttern. Jeder Schritt hat einen Zweck, und die Reihenfolge verhindert Fehler.
Schritt 1: Befund und Entscheidung
Nach der Ankunft um 09:35 Uhr nahm der Techniker den Reifen genau in Augenschein. Das dauerte 10 Minuten. Er fand den Nagel zwischen den Profilrillen der Lauffläche und stellte zusätzlich den Riss in der Flanke fest. Damit war die Entscheidung gefallen: Ein Reifen mit Seitenwandschaden darf nicht repariert werden, selbst wenn der Nagel allein flickbar gewesen wäre. Die Flanke trägt die Last, und kein Flicken oder Pilz bringt die Struktur zurück. Hier hilft nur ein neuer Reifen.
Schritt 2: Absicherung des Arbeitsplatzes
Der Auflieger stand auf einem ebenen, festen Untergrund. Die Brigade setzte Unterlegkeile an die Räder der Nachbarachse, kontrollierte die Feststellbremse des Aufliegers und sicherte den Arbeitsbereich zusätzlich mit Warnleuchten. Bei Einsätzen auf dem Standstreifen kommt das Absichern der Fahrbahn noch hinzu; wie das aussieht, lesen Sie in unserer Sofort-Checkliste bei einer Reifenpanne auf der Autobahn (siehe unten bei den ähnlichen Beiträgen).
Schritt 3: Anheben und Abnehmen des Rades
Mit einem hydraulischen Rangierwagenheber wurde die Achse angehoben, bis das Rad frei drehte. Danach löste der Techniker die zehn Radmuttern in Sternreihenfolge und nahm das Rad ab. Ein Rad dieser Größe wiegt mit Felge deutlich über 60 Kilogramm, deshalb nutzt die Brigade einen Radheber und keine bloße Muskelkraft.
Schritt 4: Reifenmontage
Der alte Reifen wurde mit dem Montagegerät von der Felge gelöst. Der Techniker prüfte Felgenhorn, Ventil und Sitzfläche auf Beschädigungen, reinigte das Felgenbett und setzte den neuen Reifen auf. Anschließend wurde er mit dem vorgeschriebenen Druck gefüllt. Auswuchten ist bei Auflieger-Rädern in der Regel nicht notwendig, weil sie bei deutlich geringeren Drehzahlen laufen als Räder an Lenk- oder Antriebsachsen.
Schritt 5: Radmontage und Drehmoment
Das Rad wurde wieder auf die Radnabe gesetzt. Die Radmuttern zog der Techniker zuerst von Hand an, dann kreuzweise mit dem Drehmomentschlüssel auf den vom Achshersteller vorgegebenen Wert. Bei den üblichen M22-Muttern am Auflieger liegt dieser Wert meist bei etwa 600 bis 650 Nm, bei Achsen von BPW beispielsweise bei 630 Nm. Eine Tabelle mit typischen Werten finden Sie in unserem Beitrag zu den Anzugsdrehmomenten am LKW-Rad.
Wichtig ist der Nachzug: Nach der ersten Fahrt von 50 bis 100 Kilometern sollten die Muttern erneut kontrolliert werden, weil sich Auflageflächen setzen können. Den Hinweis gab die Brigade dem Fahrer mit.
Die komplette Zeitleiste: Von 08:42 Uhr bis 10:27 Uhr
Die folgende Tabelle zeigt jede Phase des Einsatzes. Gesamtzeit von Anruf bis Fahrbereitschaft: 105 Minuten.
| Zeit | Phase | Aktion |
|---|---|---|
| 08:42 | Anruf | Fahrer entdeckt Druckverlust auf dem Parkplatz, ruft +49 160 5753826 an, nennt Reifengröße 435/50 R19.5 und Standort |
| 08:42 bis 08:55 | Disposition | Disponent klärt Achse, Felgenzustand und Ersatzrad, bestimmt die nächste mobile Brigade des Partnernetzwerks (13 Min.) |
| 08:55 bis 09:35 | Anfahrt | Brigade fährt mit passendem Reifen an Bord los (40 Min.), Fahrer stellt währenddessen das Warndreieck auf |
| 09:35 bis 09:45 | Befund | Nagel in der Lauffläche, Riss an der Flanke durch Fahrt auf zu wenig Luft, Reparatur mit Flicken nicht zulässig, Austausch nötig (10 Min.) |
| 09:45 bis 10:20 | Reifenwechsel | Achse anheben, Rad abnehmen, Reifen demontieren und montieren, Rad aufsetzen, Muttern mit Drehmomentschlüssel anziehen (35 Min.) |
| 10:20 bis 10:27 | Abnahme | Luftdruck kontrollieren, Muttern nachziehen, Altreifen entsorgen, Dokumente (7 Min.) |
| 10:27 | Fertig | Auflieger ist wieder einsatzbereit |
Aufgeteilt ergibt sich: 13 Minuten Disposition, 40 Minuten Anfahrt und 52 Minuten Arbeit am Fahrzeug. Die Anfahrtszeit ist der Teil, den wir am wenigsten beeinflussen können, denn sie hängt von Entfernung, Verkehr und Wetter ab. Im Regen oder bei dichtem Verkehr auf der A7 wäre sie länger ausgefallen.

Was kostet ein Reifenservice vor Ort für LKW? Die Kostenaufstellung
Ein Reifenservice vor Ort kostet in diesem Fall 875 Euro netto. Die Aufstellung ist bewusst transparent, damit Fahrer und Disponenten vorab einschätzen können, womit sie zu rechnen haben.
| Position | Preis (EUR) |
|---|---|
| Anfahrt / Einsatzpauschale (Ausfahrt der Brigade) | 240 |
| Neureifen 435/50 R19.5 (Auflieger-Reifen, Premium) | 480 |
| Arbeitszeit (1 Std. 15 Min., 110 EUR/Std., Demontage und Montage) | 135 |
| Entsorgung Altreifen | 20 |
| GESAMT | 875 |
Alle Beträge verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer (netto).
Wovon der Preis abhängt
Die Kosten für einen mobilen Reifendienst schwanken. Die wichtigsten Einflussfaktoren:
- Entfernung der Anfahrt: Je weiter die nächste Brigade entfernt ist, desto höher die Pauschale.
- Tageszeit: Nachts, an Wochenenden und an Feiertagen kommen Zuschläge von rund 25 bis 50 Prozent dazu.
- Reifengröße und Marke: Eine Standardgröße wie 315/80 R22.5 kostet je nach Hersteller zwischen 480 und 620 Euro, ein Auflieger-Reifen 385/65 R22.5 meist 420 bis 540 Euro.
- Zustand der Felge: Ist die Felge verbogen, kommt eine weitere Position hinzu.
- Aufwand am Ort: Auf einem ebenen Parkplatz geht es schneller als am Standstreifen im Gefälle.
Wer wissen möchte, wie sich die Preise im Detail zusammensetzen, findet in unserem Beitrag zu den Reifenwechsel-Kosten beim LKW (unten verlinkt) eine zusätzliche Aufschlüsselung.
Vergleich mit der Alternative
Ein stehender Sattelzug kostet den Transportunternehmer nach unserer Erfahrung etwa 800 bis 1.200 Euro pro Tag, wenn man Fahrer, Fahrzeug, verpasste Liefertermine und Standzeiten zusammenrechnet. Wer stattdessen den Auflieger zur nächsten Werkstatt schleppen lässt, zahlt für die Bergung zwischen 850 und 1.600 Euro, je nach Entfernung, und der Auflieger steht danach trotzdem noch eine Weile. Der mobile Einsatz mit insgesamt 875 Euro und weniger als zwei Stunden Stillstand ist hier eindeutig die günstigere Variante.
Warum Sie so einen Reifenschaden einem Profi überlassen sollten
Manche Fahrer versuchen, einen platten Auflieger-Reifen selbst zu wechseln oder mit Dichtmittel zu retten. Bei Pkw funktioniert das manchmal. Bei einem Nutzfahrzeugreifen mit 9 bar sieht die Rechnung anders aus.
- Gewicht und Werkzeug: Das Rad wiegt weit über 60 Kilogramm, und ein normaler Wagenheber trägt eine beladene Auflieger-Achse nicht.
- Verletzungsgefahr: Beim Füllen oder Demontieren eines beschädigten Reifens kann die Seitenwand plötzlich nachgeben. Unfälle mit dem Reifenmontagering sind schwer.
- Drehmoment: Ohne kalibrierten Drehmomentschlüssel werden Radmuttern zu locker oder zu fest angezogen. Beides kann zum Radverlust führen.
- Haftung: Bei einem Radverlust trägt der Halter beziehungsweise der Fahrer die Verantwortung. Nur ein dokumentierter Wechsel durch einen Fachbetrieb schafft hier Nachweise.
- Rechtslage: Reifen müssen den Anforderungen des § 36 StVZO genügen, also unter anderem eine ausreichende Profiltiefe haben und unbeschädigt sein. Ein Reifen mit Riss in der Flanke erfüllt das nicht.
Typische Situationen, in denen wir als Reifennotdienst ausrücken
Der Einsatz bei Bad Hersfeld ist kein Sonderfall. Unser Reifen Notdienst wird in ganz Deutschland zu ähnlichen Lagen gerufen:
- Fremdkörper in der Lauffläche: Nägel, Schrauben, Metallsplitter, Steine
- Reifenplatzer an Lenk-, Antriebs- und Aufliegerachse
- Plötzlicher Druckverlust durch Ventilschäden
- Beschädigte Flanken nach Bordsteinkontakt oder Baustellendurchfahrten
- Defekte Reifen auf Rastplätzen und Autohöfen, oft nachts
- Abgefahrene oder bereits stark beschädigte Reifen, die kurz vor der Kontrolle noch getauscht werden müssen
- Reifenpanne LKW Autobahn mit Gefahrensituation am Standstreifen
Auch Reifenkontrollen und Wartungen am Betriebshof gehören dazu. Als Beispiel für einen anderen Verlauf: Bei einer Reifenpanne durch einen Fremdkörper bei Erfurt (ebenfalls unten verlinkt) war der Reifen nach einem Metallgegenstand in der Schulterzone ebenfalls nicht mehr zu retten.
Vorbeugen statt liegenbleiben: Praxistipps für Fahrer und Fuhrparks
Nicht jede Panne lässt sich vermeiden, aber viele schon. Wer regelmäßig kontrolliert, entdeckt Schäden, bevor sie zum Notfall werden.
Für Fahrer:
- Vor jeder Fahrt alle Reifen sichtprüfen. Fremdkörper, Beulen und Risse fallen oft schon beim Vorbeigehen auf.
- Den Druck regelmäßig mit einem geeichten Messgerät kontrollieren, nicht per Klopftest.
- Bei Druckverlust sofort anhalten. Jeder Kilometer verschlechtert die Lage.
- Vor Ort Warnweste tragen und das Warndreieck aufstellen, bevor Sie Hilfe rufen.
- Dem Disponenten Standort, Reifengröße und betroffene Achse nennen.
Für Fuhrparkleiter:
- Reifendruck und Profiltiefe in einem festen Turnus erfassen, am besten monatlich.
- Bei Aufliegern mit Zwillingsbereifung auf Druckunterschiede achten, denn ein Reifen trägt sonst die Last des anderen mit.
- Eine zentrale Notfallnummer für Fahrer bereithalten, damit die Disposition nicht erst suchen muss.
- Reifendaten wie Größe, Marke und Alter in der Fahrzeugakte führen.
- Bei häufigen Fremdkörperschäden die Routen und Ladestellen überprüfen.
Wissenswertes zu LKW-Reifen: Marken, Größen und Runderneuerung
Bei Nutzfahrzeugen entscheidet die Reifenwahl über Kraftstoffverbrauch, Laufleistung und Sicherheit. Premiumhersteller wie Michelin, Continental, Goodyear und Bridgestone bieten Reifen für Lenk-, Antriebs- und Aufliegerachse mit unterschiedlichen Profilen an. Der in diesem Einsatz verbaute Goodyear FUELMAX T ist eine Aufliegerreifen-Linie, die auf geringen Rollwiderstand ausgelegt ist. Mehr zum Hersteller und zum Sortiment finden Sie bei Goodyear.
Die Größenbezeichnung folgt einem festen Schema. Bei 435/50 R19.5 steht 435 für die Reifenbreite in Millimetern, 50 für das Verhältnis von Flankenhöhe zu Breite in Prozent, R für die Radialbauweise und 19.5 für den Felgendurchmesser in Zoll. Die verbindlichen Maße und zulässigen Felgenkombinationen legt die europäische Normungsorganisation ETRTO fest.
Zusätzlich zur Größe findet sich auf der Flanke der Lastindex. Er gibt an, wie viel Last der Reifen bei der zugehörigen Geschwindigkeit tragen darf. Bei Zwillingsmontage gelten andere Werte als bei Einzelbereifung. Wer hier unsicher ist, kann beim Reifenservice nachfragen.
Die Profilrillen der Auflieger-Reifen nutzen sich langsamer ab als an der Antriebsachse. Trotzdem gilt auch hier die gesetzliche Mindestprofiltiefe. Zudem altern Reifen auch ohne Verschleiß, weshalb das Herstelldatum auf der Flanke (DOT-Nummer) in die Kontrolle gehört. Ein sechs Jahre alter Reifen mit viel Profil kann spröder sein als ein jüngerer mit weniger.
Neu, runderneuert oder reparieren?
| Variante | Geeignet bei | Einschränkung |
|---|---|---|
| Neureifen | Seitenwandschaden, Karkassenbruch, Reifenplatzer | Höchste Kosten, dafür volle Garantie |
| Runderneuert | Aufliegerachse, intakte Karkasse | Nur bei geprüfter Karkasse, nicht bei Flankenschäden |
| Flicken oder Pilz | Kleiner Stich in der Lauffläche ohne Schaden an der Flanke | Nicht nach Fahrt mit zu wenig Luft, nicht bei Riss in der Flanke |
In unserem Einsatz kam die dritte Variante nicht in Frage, weil die Flanke bereits gerissen war.

Warum Fahrer und Speditionen auf LKWHelp24 setzen
Wer nachts um drei auf einem Rastplatz steht, braucht keine Werbung, sondern eine Nummer, die abgenommen wird. Das ist der Kern unseres Angebots:
- Rund um die Uhr erreichbar: Die Disposition ist an 365 Tagen im Jahr besetzt, auch nachts und an Feiertagen.
- Geprüftes Partnernetz: Wir arbeiten mit mobilen Brigaden zusammen, die für LKW-Reifenservice ausgerüstet sind und Nutzfahrzeugreifen führen.
- Preis vorab: Sie erfahren den Kostenrahmen, bevor die Brigade losfährt, und erhalten nach dem Einsatz eine nachvollziehbare Aufstellung.
- Mehrsprachige Disposition: Viele Fahrer auf deutschen Autobahnen sprechen nicht Deutsch. Wir helfen in mehreren Sprachen.
- Alles aus einer Hand: Reifenservice, Abschleppdienst und Werkstatt-Termine laufen über dieselbe Nummer. Reicht ein Reifenwechsel nicht, vermitteln wir weiter, zum Beispiel an den Abschleppdienst oder in eine LKW-Werkstatt.
Einen Überblick über das gesamte Angebot für Reifenpannen finden Sie auf der Seite Reifenservice.
Häufige Fragen zum mobilen LKW-Reifenservice
Was kostet ein LKW-Reifenwechsel auf der Autobahn?
Ein Reifenwechsel durch einen mobilen Reifendienst kostet typischerweise zwischen 750 und 1.400 Euro netto. Im beschriebenen Fall waren es 875 Euro: 240 Euro Anfahrt, 480 Euro für den Reifen, 135 Euro Arbeitszeit und 20 Euro Entsorgung. Nachts und am Wochenende kommen Zuschläge hinzu.
Wie lange dauert es, bis der Reifenservice vor Ort ist?
Auf Autobahnen und Rastplätzen liegt die Anfahrt meist zwischen 35 und 70 Minuten, dazu kommen 10 bis 20 Minuten für die Disposition. Im Einsatz bei Bad Hersfeld dauerte die Disposition 13 Minuten und die Anfahrt 40 Minuten. Bei Regen, Stau oder nachts kann es länger dauern.
Kann ein LKW-Reifen mit einem Nagel repariert werden?
Ein Nagel in der Lauffläche lässt sich oft reparieren, aber nur, wenn der Reifen nicht mit zu wenig Luft gefahren wurde und die Flanke unversehrt ist. Nach einer Fahrt mit Druckverlust ist die Karkasse meist geschädigt. Dann ist ein Reifenwechsel zwingend.
Muss ich bei einer Reifenpanne mit dem Auflieger abgeschleppt werden?
Nein, in den meisten Fällen nicht. Ein mobiler Reifenservice tauscht den Reifen direkt auf dem Rastplatz oder Standstreifen, sofern ein ebener, sicherer Untergrund vorhanden ist. Abschleppen kommt nur bei Schäden an Achse oder Nabe in Frage.
Welche Angaben braucht die Disposition am Telefon?
Wichtig sind der genaue Standort, die Reifengröße von der Flanke (zum Beispiel 435/50 R19.5), die betroffene Achse, der Zustand der Felge und die Information, ob ein Reserverad vorhanden ist. Mit diesen Daten kann die Brigade den passenden Reifen laden.
Wie lange nach dem Wechsel sollte ich die Radmuttern kontrollieren?
Nach 50 bis 100 Kilometern Fahrt sollten die Muttern mit dem Drehmomentschlüssel nachgezogen werden. In dieser Zeit setzen sich die Auflageflächen, und die Vorspannung kann nachlassen.
Summary: Die wichtigsten Zahlen im Überblick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Reifen | Goodyear FUELMAX T 435/50 R19.5 am Sattelauflieger |
| Ort | Parkplatz an der A7 bei Bad Hersfeld |
| Ursache | Nagel in der Lauffläche, Flankenriss durch Fahrt auf zu wenig Luft |
| Disposition | 13 Minuten |
| Anfahrt | 40 Minuten |
| Arbeit vor Ort | 52 Minuten |
| Gesamtzeit | 105 Minuten (1 Std. 45 Min.) |
| Kosten | 875 Euro netto |
| Folgeschäden | Keine an Felge, Nabe oder Achse |
Reifenpanne? Rufen Sie uns an, bevor aus dem Problem ein Schaden wird
Wenn Sie einen Druckverlust bemerken, halten Sie an, sichern Sie die Stelle und rufen Sie uns an. Wir organisieren den Reifenservice vor Ort, nennen Ihnen den Preis vorab und bleiben erreichbar, bis die Brigade da ist.
Telefon: +49 160 5753826
Web: www.lkwhelp24.com
Kontakt: Zur Kontaktseite
Rund um die Uhr, in ganz Deutschland.
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