Am 25. August um 08:10 Uhr meldete sich ein Fahrer von der A7 bei Fulda: Am Auflieger war ein Reifen komplett platt, und die Zugmaschine stand schief im weichen Bankett. Um 10:15 Uhr war das Gespann nach einem mobilen LKW Reifenservice vor Ort wieder fahrbereit. Gesamtdauer vom Anruf bis zur Weiterfahrt: 125 Minuten, Rechnungssumme 960 Euro netto. Dieser Beitrag zeigt Schritt für Schritt, wie so ein Einsatz abläuft, was er kostet und warum der weiche Untergrund aus einer einfachen Reifenpanne eine kleine Bergungsaufgabe machte.

Eine Reifenpanne am Sattelzug klingt nach Routine. Auf dem Seitenstreifen einer Autobahn oder an einer Rastplatzausfahrt ist sie es selten. Ein Megatrailer-Reifen trägt je nach Last mehrere Tonnen, steht unter rund neun Bar Druck und lässt sich mit Bordmitteln nicht wechseln. Wer trotzdem weiterrollt, riskiert eine zerstörte Felge, eine beschädigte Nachbarbereifung und im schlechtesten Fall einen Unfall.
Wir zeigen den Fall aus Sicht der Disposition und der Einsatzkräfte vor Ort. Wer nur schnell wissen will, was bei einer Reifenpanne am Lkw zu tun ist, findet die Antworten im FAQ-Block weiter unten. Alle Preise in diesem Text verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer.
Die Notlage: Platter Auflieger-Reifen und Schlagseite an der A7
Ein Reifenschaden mit Schlagseite ist ein Doppelproblem: Der Reifen ist hin, und das Fahrzeug steht nicht mehr sicher. Genau das war hier der Fall.
Der Fahrer war früh am Morgen auf der A7 Richtung Kassel unterwegs. Am Auflieger, einem Planenauflieger, verlor ein Reifen der hinteren Achsgruppe Luft. Er bemerkte es am Fahrverhalten und an der Kontrollleuchte, setzte den Blinker und fuhr kurz vor Fulda in die Ausfahrt eines Rastplatzes. Das war richtig. Auf dem Seitenstreifen der durchgehenden Fahrbahn wäre die Lage deutlich gefährlicher gewesen.
Das Problem zeigte sich beim Anhalten. Neben der befestigten Fläche begann ein Bankett aus aufgeweichtem Boden. Nach der Regennacht war der Untergrund nass, und unter dem Gewicht des Gespanns sackten Zugmaschine und die betroffene Achse ein. Das Gespann neigte sich spürbar zum Böschungsrand. Der Tank war nur noch wenige Zentimeter vom Boden entfernt, die orange Begrenzungsleuchte an der Seite stand schief.
Am Auflieger saß ein Megatrailer-Reifen der Größe 445/45 R19.5. Auf der Flanke standen die Angaben 160 J, 22PR, 130 PSI und die Kennung E8. Das heißt: Tragfähigkeitsindex 160, also bis zu 4.500 Kilogramm pro Reifen bei Einzelbereifung, Geschwindigkeitssymbol J für bis zu 100 km/h, 22 Lagen im Aufbau und ein maximaler Fülldruck von 130 PSI, umgerechnet rund 9,0 Bar. Der Reifen lag vollständig auf der Felge, der Wulst war zusammengedrückt. Mit diesem Zustand wäre jeder Meter eine Gefahr gewesen.
Der Fahrer stellte Warnblinkanlage und Warndreieck auf, zog die Warnweste an und rief die 24-Stunden-Nummer von LKWHelp24 an. Er sprach Deutsch mit osteuropäischem Akzent, wir stiegen in der Disposition auf seine Muttersprache um. Das spart bei der Fehlerbeschreibung am Telefon oft zehn Minuten.
Wie wir die Hilfe organisiert haben
Die Disposition klärt in den ersten 15 Minuten vier Dinge: genauer Standort, Fahrzeugdaten, Reifengröße und die Frage, ob das Fahrzeug sicher steht.
Hier lief es so ab:
- Standort bestätigen: Der Fahrer schickte seinen Live-Standort per Messenger. Wir verglichen ihn mit dem Rastplatz an der A7 bei Fulda, Fahrtrichtung Kassel, und prüften die Zufahrt für unseren Servicewagen.
- Schaden aufnehmen: Platter Reifen am Auflieger, Dimension 445/45 R19.5, Zugmaschine steht schief im Bankett. Dazu fragten wir, ob die Felge sichtbar verformt ist und ob die Nachbarbereifung Druck hält.
- Passenden Reifen sichern: Die Dimension ist kein Alltagsartikel. Wir klärten mit dem Servicepartner, ob eine neue Trailer-Reifen in genau dieser Größe auf dem Wagen liegt oder auf dem Weg dorthin noch abgeholt werden muss.
- Nächste Einsatzkraft zuteilen: Die Disposition wählte die nächste freie Mobilbrigade unseres Partnernetzes in der Region. Der Fahrer bekam die Ankunftszeit genannt und eine Rückrufnummer.
- Unterlagen und Kosten: Vorab nannten wir eine Preisspanne und den Hinweis, dass der weiche Untergrund zusätzliche Arbeit bedeuten könnte.
Zwischen Anruf und Abfahrt der Brigade vergingen 15 Minuten. Die Anfahrt dauerte 40 Minuten, sodass der mobile Reifendienst 55 Minuten nach dem Anruf eintraf. Für eine Autobahn in der Morgenspitze ist das ein guter Wert, auch wenn wir bei Regen, Stau oder Nachteinsätzen längere Zeiten einplanen müssen. Mehr zum Leistungsumfang steht auf unserer Seite zum Reifenservice für LKW vor Ort.
Warum man mit einem platten Auflieger-Reifen nicht weiterfahren darf
Weiterfahren auf dem platten Reifen zerstört innerhalb weniger Kilometer Karkasse, Felge und oft die Nachbarreifen. Genau davor schützt der Notdienst.
Bei Lkw-Reifen steckt viel Energie im Reifen. Ein Megatrailer-Reifen wie der hier verbaute läuft mit etwa 9 Bar, ein normaler Pkw-Reifen dagegen mit 2 bis 2,5 Bar. Entweicht die Luft, übernimmt die Felge ungefilterte Lasten. Die Reifenflanke walkt durch, wird heiß und löst sich im schlimmsten Fall in Streifen auf. Metallteile der Karkasse können dabei Bremsleitungen, Kabel oder Luftfederbälge beschädigen.
Hinzu kommen die Verhältnisse an Zwillings- und Tandemachsen. Auf einer Achsgruppe teilen sich die Reifen die Last. Fällt einer aus, tragen die übrigen mehr, und eine nur leicht unterfüllte Nachbarbereifung wird zum nächsten Ausfall. Deshalb prüft unsere Brigade nach jedem Reifenschaden auch den Druck der benachbarten Reifen.
Gesetzlich ist die Sache ebenfalls eindeutig. Nach § 36 StVZO müssen Reifen den Betriebsbedingungen entsprechen, eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern haben und dürfen keine Beschädigungen aufweisen, die die Sicherheit gefährden. Ein Reifen ohne Luft erfüllt keine dieser Anforderungen. Wer so weiterfährt, riskiert nicht nur den Schaden, sondern auch Bußgeld und im Ernstfall Probleme mit der Versicherung.
Und das Fahrzeug selbst? Im Fall von Fulda spielte noch etwas anderes mit hinein: der weiche Boden. Ein Gespann, das schief im Bankett steht, lässt sich weder sicher aufbocken noch gefahrlos ausfahren. Wer einen Wagenheber auf nassem Untergrund ansetzt, erlebt es schnell: Der Heber sinkt ein, das Fahrzeug kippt. Deshalb gehört die Untergrundprüfung bei uns zum ersten Schritt.

Reparatur Schritt für Schritt: So wurde der Reifen gewechselt
Der Wechsel eines Megatrailer-Reifens dauert unter guten Bedingungen etwa 45 Minuten, hier waren es mit der Bodenvorbereitung gut zwei Stunden. Wir beschreiben jeden Schritt, weil sich Fehler genau hier einschleichen.
Schritt 1: Sichtprüfung und Einschätzung
Die Brigade traf um 09:05 Uhr ein und blieb zuerst am Fahrzeug stehen, ohne zu schrauben. Zehn Minuten Sichtprüfung sind keine Verzögerung, sondern Teil der Arbeit. Geprüft wurden:
- Zustand des Bodens unter Zugmaschine und Achsgruppe
- Felge auf Risse, Dellen und Wulstsitz
- Radmuttern und Gewinde der Radbolzen
- Reifendruck an der zweiten Achse und am Nachbarreifen
- Achsnabe, Nabenkappe und Bremstrommel oder Scheibe
Dabei fotografierte der Techniker alles für die Dokumentation. Die Nabenkappe trug das Logo des Achsherstellers, die Achse selbst war unversehrt.
Schritt 2: Absicherung und tragfähiger Untergrund
Von 09:15 bis 09:35 Uhr wurde der Einsatzort gesichert. Das Warndreieck stand bereits, dazu kamen die Warnleuchte auf dem Servicewagen und Unterlegkeile. Entscheidend war aber der Boden. Auf das Bankett legte die Brigade Lastverteilplatten und Bohlen, damit der Heber auf einer breiten, festen Fläche steht und nicht im Matsch versinkt. Erst als die Platten lagen und die Achse sicher abgestützt war, begann das Anheben.
Diese 20 Minuten kosten Geld, bringen aber Sicherheit. Ein Heber, der wegrutscht, kann Verletzte fordern und den Auflieger beschädigen. An dieser Stelle zahlt sich Erfahrung aus.
Schritt 3: Demontage von Rad und Reifen
Zwischen 09:35 und 10:05 Uhr hob die Brigade die Achse an, löste die zehn Radmuttern, nahm das Rad ab und entfernte den Reifen von der Felge. Der Reifenrest war stark beschädigt. Die Felge wurde gereinigt und genau geprüft: Wulstsitz, Hornkante, Ventilloch. Hier entscheidet sich, ob die Felge weiter verwendet werden kann. In diesem Fall konnte sie es, es gab keine Risse und keine Verformung.
Schritt 4: Montage, Befüllen und Radaufbau
Auf die gereinigte Felge kam der neue Trailer-Reifen 445/45 R19.5. Der Techniker prüfte Ventil, Wulst und Sitz, fettete die Wulstflächen mit Montagepaste ein und füllte den Reifen unter Aufsicht im Sicherheitskäfig bis zum Sollwert. Dann setzte er das Rad auf die Nabe, zentrierte es und zog die Muttern an.
Schritt 5: Anzugsmoment, Druckkontrolle, Freigabe
Die Muttern wurden über Kreuz, also in Sternfolge, in mehreren Stufen mit dem Drehmomentschlüssel angezogen. Die genaue Vorgabe kommt vom Achshersteller und liegt bei zehn Radmuttern M22 typischerweise im Bereich von 600 bis 700 Newtonmetern. Eine Übersicht dazu bietet unser Beitrag zu den Anzugsdrehmomenten am LKW-Rad.
Zum Schluss kontrollierte die Brigade den Druck am neuen Reifen und an der Nachbarbereifung. Um 10:15 Uhr gab der Techniker das Fahrzeug frei. Dem Fahrer sagte er noch, dass er nach 50 bis 100 Kilometern die Radmuttern nachziehen lassen soll. Das ist bei jedem Radwechsel Standard und kein Zeichen von Pfusch.
Zeitplan des Einsatzes: 125 Minuten vom Anruf bis zur Weiterfahrt
Von 08:10 Uhr bis 10:15 Uhr vergingen 2 Stunden und 5 Minuten, das sind 125 Minuten. Die Ankunft vor Ort erfolgte nach 55 Minuten.
| Zeit | Phase | Maßnahme |
|---|---|---|
| 08:10 | Anruf | Fahrer meldet platten Reifen und Schlagseite, Disposition nimmt Daten und Standort auf |
| 08:10-08:25 | Disposition | Auswahl der nächsten Mobilbrigade im Partnernetz, Abstimmung der Reifengröße 445/45 R19.5 |
| 08:25-09:05 | Anfahrt | Brigade ist 40 Minuten unterwegs |
| 09:05-09:15 | Sichtprüfung | Bewertung von Untergrund, Felge, zweitem Reifen und Druck, Fotodokumentation |
| 09:15-09:35 | Absicherung | Warndreieck, Lastverteilplatten und Bohlen unter den Heber, Unterlegkeile |
| 09:35-10:05 | Demontage | Achse anheben, Rad abnehmen, Reifen von der Felge lösen, Felge und Wulstsitz prüfen |
| 10:05-10:15 | Montage und Kontrolle | Neuer Reifen, Befüllen, Radmontage, Anzug in Sternfolge, Druckkontrolle, Freigabe um 10:15 |
Man sieht gut, wo die Zeit hingeht. Die reine Reifenarbeit macht etwa 40 Minuten aus. Der Rest ist Disposition, Anfahrt und die Vorbereitung des weichen Bodens. Bei trockenem Betonuntergrund wäre der Einsatz gut 20 Minuten kürzer gewesen. Das ist der Preis für den nassen Morgen.
Was kostet ein Reifenwechsel am Lkw auf der Autobahn?
Der Einsatz bei Fulda kostete 960 Euro netto, bestehend aus Anfahrt, Arbeitszeit, neuem Reifen und Entsorgung. Die Kalkulation war von Beginn an transparent.
| Position | Preis (EUR) |
|---|---|
| Anfahrt | 240,00 |
| Arbeitszeit, 2 Std. × 120 EUR/Std. (inklusive Vorbereitung des Untergrunds auf weichem Boden) | 240,00 |
| Reifen 445/45 R19.5 (neu, Trailer) | 460,00 |
| Entsorgung des alten Reifens | 20,00 |
| Gesamt (zzgl. MwSt.) | 960,00 |
Wovon hängt der Preis bei einem Reifennotdienst für Lkw ab? Das sind die wichtigsten Faktoren:
- Anfahrtsweg: Je weiter die nächste Brigade entfernt ist, desto höher die Anfahrt. Wir liegen im Normalfall zwischen 180 und 320 Euro.
- Tageszeit: Nachts, an Wochenenden und Feiertagen gibt es Zuschläge zwischen 25 und 50 Prozent.
- Reifengröße und Marke: Ein Reifen für Zugmaschinen kostet je nach Hersteller etwas mehr als ein Auflieger-Reifen. Bei Trailer-Größen liegen wir meist bei 420 bis 540 Euro.
- Arbeitsaufwand: Mit 90 bis 140 Euro pro Stunde rechnen wir realistisch. Weiche Böden, Regen oder festgerostete Radmuttern machen den Einsatz länger.
- Zusatzleistungen: Ein Felgentausch, ein zweiter Reifen oder Auswuchten kommen zusätzlich.
Ein Vergleich hilft bei der Einordnung. Ein stehender Sattelzug verursacht je nach Auftrag und Ladung rund 800 bis 1.200 Euro Standkosten pro Tag. Dazu kommen Verspätungsstrafen, Anschlusstermine und unter Umständen eine Kühlkette. Wer an der Autobahn nach einem Billigangebot sucht und dafür sechs Stunden wartet, zahlt am Ende mehr als bei einem schnellen Einsatz zum festen Preis.
Allgemeine Kosten und Zusammenhänge erklären wir in unserem Artikel über die Kosten eines Reifenwechsels beim LKW.

Warum bei Lkw-Reifen ein Fachmann ran muss
Selbst wechseln lohnt sich beim Lkw fast nie. Ein einzelner Fehler kann sofort teuer oder gefährlich werden.
Die Risiken, wenn ein Fahrer oder Disponent versucht, den Reifen ohne Fachbetrieb zu tauschen:
- Der Bordwagenheber ist für Auflieger nicht ausgelegt, er kippt oder bricht.
- Ohne Drehmomentschlüssel sitzen die Radmuttern zu lose oder zu fest. Lose Muttern lösen ein Rad, zu feste Muttern dehnen Bolzen und Felgen.
- Der Reifen steht unter rund 9 Bar Druck. Ein Wulst, der falsch sitzt, kann beim Befüllen platzen.
- Beschädigte Felgen werden oft nicht erkannt. Wer sie weiterfährt, riskiert Risse im Betrieb.
- Auf Seitenstreifen und Rastplatzausfahrten besteht Gefahr durch Verkehr. Das Aufstellen des Warndreiecks und die Absicherung gehören zum Profi-Ablauf.
Dazu kommt die rechtliche Seite: Wer eine Panne auf der Autobahn selbst behebt, steht auf dem Seitenstreifen und darf nach der Straßenverkehrs-Ordnung nur so lange dort bleiben, wie es zur Behebung nötig ist. Nach unserem Verständnis ist ein Servicewagen mit Warnbeleuchtung und geschultem Personal deutlich besser auf diese Situation vorbereitet. Eine praktische Hilfe für die ersten Minuten finden Fahrer in unserer Sofort-Checkliste bei einer Reifenpanne auf der Autobahn.
Typische Situationen, zu denen wir ausrücken
Wir rücken täglich zu Einsätzen aus, die dem Fall bei Fulda ähneln. Die Auslöser sind verschieden, die Abläufe ähnlich.
- Reifenplatzer an Zugmaschine oder Auflieger auf der Autobahn, oft bei hohen Temperaturen
- Schleichender Druckverlust durch Fremdkörper wie Nägel, Steine oder Metallsplitter
- Reifenschaden auf Rastplätzen und Autohöfen, besonders nach langen Fahrten
- Felgenschäden nach Bordsteinkontakt oder Schlaglöchern
- Radmuttern lösen sich nach einem Werkstattbesuch
- Einsätze auf Baustellen und Betriebshöfen mit weichem Untergrund
- Saisonaler Radwechsel am Verteilerfahrzeug oder an ganzen Flotten
- Kombination aus Reifenpanne und Havarie: Dann ziehen wir den Abschleppdienst für LKW hinzu
Das Muster ist immer gleich: Die Disposition klärt Standort und Zustand, wählt die nächste Brigade und hält den Fahrer auf dem Laufenden. Bei technischen Defekten, die über den Reifen hinausgehen, verweisen wir auf unseren mobilen LKW-Service, der Diagnose und Reparatur direkt am Fahrzeug erledigt.
Vorbeugung: So vermeiden Fahrer und Flotten Reifenpannen
Die meisten Reifenpannen kündigen sich an. Wer regelmäßig kontrolliert, spart Ärger und Geld.
Unsere Empfehlungen für Fahrer und Fuhrparkleiter:
- Reifendruck wöchentlich prüfen, am besten kalt und mit einem geeichten Prüfgerät. Schon 10 Prozent zu wenig Druck erhöhen die Erwärmung und verkürzen die Lebensdauer deutlich. Hinweise zum richtigen Wert gibt es im Beitrag zum Reifendruck beim LKW.
- Sichtprüfung vor jeder Abfahrt: Auf Schnitte, Beulen, Fremdkörper und ungleichmäßigen Verschleiß achten.
- Profiltiefe messen: Die gesetzliche Grenze liegt bei 1,6 Millimetern, wir empfehlen bei der Lenkachse deutlich früher zu tauschen.
- Ventile und Kappen kontrollieren, denn viele schleichende Druckverluste kommen vom Ventil.
- Zwillingsreifen gleich bestücken: Reifen mit sehr unterschiedlichem Durchmesser belasten sich gegenseitig.
- Nach Werkstattbesuchen nachziehen: Radmuttern nach 50 bis 100 Kilometern kontrollieren.
- Weiche Standplätze meiden: Besonders nach Regen oder Tauwetter nur auf befestigtem Untergrund halten.
Wer die Kontrolle nicht selbst leisten will, kann einen planmäßigen Reifencheck für den Fuhrpark vereinbaren. Das kostet weniger als ein einziger Notfalleinsatz.

Reifen im Fuhrpark: Marken, Dimensionen und Wartung
Die richtige Reifenwahl hängt von Einsatzprofil, Achsposition und Lastindex ab. Es gibt keinen Reifen, der überall der beste ist.
Im Fernverkehr und bei Megatrailern sind Dimensionen wie 445/45 R19.5, 385/65 R22.5 oder 315/80 R22.5 üblich. Die Zahlen sagen: Breite in Millimetern, Verhältnis von Flankenhöhe zu Breite in Prozent und Felgendurchmesser in Zoll. Das europäische Normungsinstitut ETRTO legt diese Größen fest. Wie man die Flankenbeschriftung liest, haben wir in einem eigenen Beitrag beschrieben.
Bei den Marken kennen Fuhrparkleiter vor allem Michelin, Bridgestone, Goodyear und Continental. Alle vier bieten Reifenlinien für Lenk-, Antriebs- und Trailerachsen sowie runderneuerte Alternativen an. Daneben gibt es Preisbrandmarken wie die auf diesem Foto, die für viele Fuhrparks eine solide Wahl für die Auflieger sind. Wir verbauen, was der Kunde wünscht oder was am Einsatzort verfügbar ist, und weisen im Zweifel auf die Folgen hin.
Beim Wechsel gilt: Auf einer Achse sollten Reifen derselben Bauart, Marke und möglichst gleichen Abnutzung laufen. Lenkachsen verdienen die beste Reifenqualität. Auf Antriebsachsen kommen Profile mit hoher Traktion, auf Trailerachsen verschleißarme Reifen mit hoher Tragfähigkeit. Fahrer, die bei Nässe oder im Winter unterwegs sind, sollten das Alpine-Symbol und die M+S-Kennzeichnung beachten.
Für Flotten lohnt sich ein Wartungsvertrag mit regelmäßigem Reifencheck, Reifendruckkontrolle und Rotation. Die Prüfung durch eine unabhängige Stelle wie die DEKRA ersetzt das nicht, ergänzt es aber. Wer zusätzlich Radmuttern, Radlager und Bremsen im Blick behält, verringert die Zahl ungeplanter Standzeiten spürbar.
Warum Fahrer und Speditionen LKWHelp24 wählen
Wir sind rund um die Uhr erreichbar, in ganz Deutschland, und nennen den Preis, bevor die Brigade losfährt. Das sind unsere Grundlagen:
- 24/7 erreichbar: Tag, Nacht, Sonntag und Feiertag, auch bei Dauerregen
- Geprüftes Partnernetz: Mobilbrigaden und Werkstätten, die wir kennen und die für Lkw ausgerüstet sind
- Transparente Kosten: Zahlen vorab, ausgewiesen netto, keine versteckten Positionen
- Mehrsprachige Disposition: Deutsch, Englisch, Polnisch und Russisch, damit Fahrer sich nicht durch Fachbegriffe in einer Fremdsprache kämpfen müssen
- Alles aus einer Hand: Von der Reifenpanne über die Diagnose bis zum Abschleppen und zur Bergung
Dazu gehört auch, ehrlich zu sagen, wo die Grenzen sind. Bei Starkregen, auf stark befahrenen Strecken oder bei seltenen Reifengrößen kann die Anfahrt länger dauern. Wir sagen das vorher. Wenn ein Fahrzeug abgeschleppt werden muss, weil Felge oder Achse beschädigt sind, organisieren wir das ohne Zeitverlust. Mehr zu den Kontaktwegen finden Sie auf der Seite Kontakt.
FAQ: Häufige Fragen zum mobilen LKW Reifenservice
Was kostet ein mobiler Reifenwechsel am Lkw auf der Autobahn?
Bei einem Trailer-Reifen sind es typischerweise 750 bis 1.400 Euro netto inklusive Anfahrt, Arbeit, Reifen und Entsorgung. In unserem Fall bei Fulda waren es 960 Euro. Nacht- und Wochenendzuschläge von 25 bis 50 Prozent sind möglich.
Wie lange dauert ein Reifennotdienst für Lkw?
Vom Anruf bis zur Weiterfahrt rechnen wir mit 1,5 bis 3 Stunden. Bei Fulda lag die Ankunft bei 55 Minuten, die Fertigstellung nach 125 Minuten. Weicher Boden, Regen und Nachtzeit verlängern den Einsatz.
Darf ich mit einem platten Reifen am Auflieger weiterfahren?
Nein. Der Reifen wird innerhalb weniger Kilometer zerstört, die Felge kann reißen, und nach § 36 StVZO darf ein beschädigter Reifen nicht betrieben werden. Fahren Sie langsam zum nächsten sicheren Halteplatz und rufen Sie Hilfe.
Was mache ich zuerst bei einer Reifenpanne auf der Autobahn?
Warnblinker einschalten, möglichst bis zum Seitenstreifen oder Rastplatz rollen, Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen und den Standort bestimmen. Danach den Notdienst unter +49 160 5753826 anrufen.
Was ist, wenn die Zugmaschine im weichen Boden steht?
Nicht selbst anheben. Wir bringen Lastverteilplatten und Bohlen mit und sichern die Achse, bevor sie angehoben wird. Wird das Gespann zu tief, ziehen wir bei Bedarf eine Bergung hinzu.
Muss ich nach dem Radwechsel noch etwas beachten?
Ja. Lassen Sie die Radmuttern nach 50 bis 100 Kilometern nachziehen und prüfen Sie den Reifendruck am neuen Reifen und an der Nachbarbereifung.
Summary: Die wichtigsten Zahlen zum Einsatz
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Ort | A7 bei Fulda, Rastplatzausfahrt Richtung Kassel |
| Fahrzeug | Sattelzug mit Planenauflieger |
| Reifen | 445/45 R19.5, 160 J, 22PR, 130 PSI |
| Besonderheit | Gespann stand schief im weichen Bankett |
| Reaktionszeit bis zur Ankunft | 55 Minuten nach dem Anruf |
| Gesamtdauer | 125 Minuten (08:10 bis 10:15 Uhr) |
| Kosten | 960 Euro netto |
| Folgeschäden | Keine, Felge und Nachbarreifen in Ordnung |
Reifenpanne an der Autobahn? Rufen Sie uns an
Steht Ihr Lkw mit plattem Reifen am Straßenrand, zählt jede Minute. Rufen Sie unsere Disposition an, nennen Sie Standort und Reifengröße, den Rest übernehmen wir.
Telefon: +49 160 5753826
Website: www.lkwhelp24.com
Rund um die Uhr, in ganz Deutschland.
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