Reifenservice für LKW vor Ort: Zugmaschine mit platter Continental-Bereifung 315/60 R22.5 auf Pflaster

Mobiler LKW Reifenservice A3 Montabaur: Reifen in 2 Std. 25 Min. neu

Kurz gesagt: Am 26. August 2026 meldete sich der Fahrer einer grünen Sattelzugmaschine mit einem komplett zerfetzten Reifen der Größe 295/60 R22.5. Der Zug stand nach einem Reifenplatzer auf der A3 bei Montabaur (Westerwald, Richtung Köln). Unser mobiler LKW Reifenservice war 65 Minuten nach dem Anruf vor Ort, nach 2 Stunden 25 Minuten war die Zugmaschine wieder frei. Die Rechnung: 940 Euro netto, ohne Folgeschäden an Felge, Bremsleitungen oder Sensoren.

Reifenservice für LKW vor Ort: Zugmaschine mit platter Continental-Bereifung 315/60 R22.5 auf Pflaster
LKW Reifenservice vor Ort auf der A3 bei Montabaur: Reifenmarkierung 295/60R22.5 und zerfetzte Reste des Reifens im Radkasten der grünen Zugmaschine.

Ein Reifenplatzer am LKW ist selten nur ein Reifenproblem. Wenn bei Tempo 80 ein Stück Karkasse wegfliegt, schlägt der Rest des Gummis wie eine Peitsche gegen Radkasten, Bremsschläuche und ABS-Kabel. Wer dann weiterfährt, zahlt am Ende nicht mehr für einen Reifen, sondern für eine Reparaturkette. Deshalb zählt bei der Reifenpanne mit dem LKW jede Minute, in der das Fahrzeug steht und trotzdem sicher abgestellt ist.

In diesem Bericht zeigen wir einen ganz normalen Einsatz aus unserem Alltag: mit Uhrzeiten, Handgriffen und der kompletten Kostenaufstellung. Wer Disponent, Fuhrparkleiter oder selbst Fahrer ist, findet hier eine Vorlage dafür, wie ein sauber organisierter Reifenservice vor Ort abläuft und was er realistisch kostet.

Die Ausgangslage: Reifenpanne auf der A3 bei Montabaur

Am Mittwochmorgen, 26. August 2026, um 08:10 Uhr, ging bei uns der Anruf ein. Der Fahrer war auf der A3 in Richtung Köln unterwegs, als an einer Achse seiner Sattelzugmaschine der Reifen platzte. Er hatte den Knall gehört, das Lenkrad zog nach rechts, und er brachte den Zug kontrolliert zum Stehen. Danach lenkte er das Fahrzeug von der Autobahn ab und stellte es auf einer Fläche neben der Strecke ab. Das war richtig: Eine Weiterfahrt mit zerrissenem Reifen hätte den Schaden vervielfacht.

Die Disposition fragte als Erstes drei Dinge ab: Welche Reifengröße steht auf der Flanke? Welche Achse ist betroffen? Wo genau steht das Fahrzeug? Die Antwort kam schnell. Auf der Seitenwand des unbeschädigten Nachbarreifens ließ sich die Dimension 295/60 R22.5 ablesen, dazu 16PR, die Tragfähigkeit von rund 3.650 kg einfach und 3.075 kg im Zwillingsbetrieb sowie der maximale Luftdruck von 900 kPa (130 psi). Im Radkasten hingen die Fetzen des geplatzten Reifens, Profilstücke und Cordlagen.

Wetter und Verkehr spielten uns diesmal in die Karten: trockene Straße, Tageslicht, bedeckter Himmel. Bei Regen oder in der Nacht verlängert sich die Anfahrt, das sagen wir an dieser Stelle ehrlich dazu.

Wie wir die Hilfe organisiert haben

Die schnelle Hilfe bei einer Reifenpanne mit dem LKW beginnt nicht an der Straße, sondern am Telefon. Eine saubere Aufnahme der Fakten spart später Wartezeit, weil der Techniker mit dem richtigen Reifen im Fahrzeug losfährt. Genau das ist der Unterschied zu einem Anruf bei irgendeinem Reifenhändler, der erst vor Ort feststellt, dass ihm die passende Dimension fehlt.

Der Ablauf dieses Einsatzes in der Reihenfolge:

  1. 08:10 Uhr: Anruf des Fahrers. Die Disposition klärt Reifengröße, Achse, Standort und ob das Fahrzeug sicher steht.
  2. Rückfrage zur Lage: Steht der Zug auf einem Standstreifen oder auf einer ruhigen Fläche? Hier war es eine Fläche neben der Strecke, also ohne akute Gefahr durch den fließenden Verkehr.
  3. Auswahl des Teams: Wir wählen aus unserem Partnernetz die Einsatzmannschaft, die dem Standort am nächsten ist und den Reifen im Fahrzeug oder im Lager hat.
  4. 08:25 Uhr: Das Team ist bestätigt, die Verfügbarkeit des Reifens 295/60 R22.5 ist geklärt. Dauer der Disposition: 15 Minuten.
  5. Rückmeldung an den Fahrer: Er erhält die voraussichtliche Ankunftszeit und den Hinweis, wie er sich bis dahin verhält.

Dass wir uns bei der Einsatzmannschaft auf unseren Servicepartner in der Region stützen, ist Absicht. Ein einzelner Betrieb kann nicht zwischen Flensburg und Garmisch gleichzeitig sein. Ein Netz aus geprüften Teams kann es, und die Disposition kennt jeden Standort und seine Lagerbestände.

Reifenplatzer am LKW: Warum man nicht weiterfahren darf

Nach einem Platzer ist der Reifen nicht nur leer, er ist als Tragelement ausgefallen. Bei einem Zwillingsrad übernimmt der verbliebene Reifen plötzlich die doppelte Last. Für einen 295/60 R22.5 mit rund 3.075 kg im Zwillingsbetrieb ist das schlicht zu viel. Er überhitzt, die Karkasse wird weich, und der nächste Platzer folgt oft innerhalb weniger Kilometer.

Dazu kommen die Folgen für die Technik. Die Gummifetzen reißen Bremsschläuche, ABS-Sensorkabel und Halterungen ab. Die Felge liegt im schlimmsten Fall auf dem Asphalt auf, bekommt Schlagstellen und verzieht sich. Ein verzogenes Rad läuft unrund, und das merkt der Fahrer erst bei höherem Tempo.

Zur rechtlichen Seite: Nach § 36 StVZO müssen Reifen verkehrssicher sein, und ein zerstörter Reifen ist es offensichtlich nicht. Wer damit weiterfährt, riskiert nicht nur den Schaden, sondern ein Bußgeld und Punkte. Den Wortlaut der Vorschrift finden Sie unter § 36 StVZO im Gesetzestext.

Kurz zusammengefasst, was nach einem Platzer sofort gilt:

  • Fahrzeug nicht weiterbewegen, außer um es aus dem Gefahrenbereich zu bringen.
  • Warnblinker an, Warnweste anziehen, Warndreieck in ausreichendem Abstand aufstellen.
  • Fahrer und Beifahrer verlassen das Fahrzeug auf der sicheren Seite und warten hinter der Leitplanke.
  • Reifengröße von der Flanke ablesen und der Disposition durchgeben.

Was ein 295/60 R22.5 aushält und wo seine Grenzen liegen

295/60 R22.5 ist eine typische Dimension für Zugmaschinen, die auf Lenk- oder Antriebsachsen mit mittlerer Bauhöhe laufen. Die Zahlen bedeuten: 295 Millimeter Breite, ein Verhältnis von Höhe zu Breite von 60 Prozent, Radialbauweise, 22,5 Zoll Felgendurchmesser. Das Kürzel 16PR steht für die Lagenzahl, also die Festigkeitsklasse.

Der Reifendruck lag nach Herstellerangabe bei maximal 9 bar (900 kPa). Bei vollem Zug und Autobahntempo fährt man meist etwas darunter, aber nie mit zu wenig. Zu niedriger Druck ist die häufigste Ursache für Platzer: Die Flanke walkt, wird heiß, und irgendwann reißt die Karkasse. Mehr zu den Normen für Reifengrößen finden Sie bei der ETRTO, der europäischen Organisation, die diese Maße festlegt.

Für den Nutzen im Alltag heißt das: Ein Reifen mit 16PR ist robust, aber er verzeiht keine monatelange Unterfüllung. Wer seinen Fuhrpark regelmäßig kontrolliert, sieht Probleme Wochen vor dem Ausfall.

Die Ankunft und die Bestandsaufnahme vor Ort

Um 09:15 Uhr traf die Einsatzmannschaft ein, nach 50 Minuten Fahrt auf der A3. Der Weg war in dieser Zeit machbar, weil die Strecke zwischen Frankfurt und Köln im Westerwald auch am Vormittag meist fließt. Der Techniker hatte den passenden Reifen samt Montagegerät im Fahrzeug, also keinen zweiten Anlauf zum Großhändler.

Um 09:26 Uhr begann die Bestandsaufnahme. Der Techniker prüfte:

  • den Zustand der Felge auf Risse, Dellen und Schlagstellen,
  • die Radnabe und die Radbolzen auf Beschädigungen und Gängigkeit,
  • den Radkasten auf eingeklemmte Reste und Schäden an Leitungen,
  • den Nachbarreifen, vor allem Druck und Profiltiefe.

Er machte Fotos von den Schäden und dokumentierte alles für den Fahrer und das Fahrzeugprotokoll. Diese Dokumentation hilft später bei der Abstimmung mit dem Fuhrparkmanagement oder der Versicherung. Bei diesem Zug blieb das Ergebnis erfreulich: Die Felge war intakt, Bremsschläuche und Sensoren unbeschädigt.

Der Radwechsel am LKW in fünf Schritten

Die Frage, wie ein professioneller Reifenwechsel am LKW vor Ort abläuft, beantwortet dieser Abschnitt in fünf Stufen. Die Uhrzeiten stammen aus dem Protokoll.

Schritt 1: Sichtprüfung (09:26 Uhr). Der Techniker schaut sich Rad, Nabe, Radkasten und Nachbarreifen an. Er misst den Druck des intakten Reifens am selben Rad und notiert die Werte. Erst wenn sicher ist, dass keine Folgeschäden die Weiterfahrt verbieten, geht es mit der Arbeit weiter.

Schritt 2: Fahrzeug sichern (09:35 Uhr). Keile unter die Reifen der Gegenseite, Feststellbremse angezogen, Wagenheber an der vorgesehenen Aufnahme. Dann reinigt der Techniker den Radkasten von den Resten des Reifens. Das klingt banal, kostet aber Zeit, denn Cordfäden aus Stahl sind scharf und verhaken sich überall.

Schritt 3: Demontage (09:50 Uhr). Das Rad wird abgenommen, danach prüft der Techniker Felge und Radbolzen im ausgebauten Zustand. Bei einem Radbolzenbruch müsste jetzt ein Ersatz her. Hier waren die Gewinde sauber, und die Felge ließ sich weiterverwenden.

Schritt 4: Montage und Wuchten (10:10 Uhr). Der neue 295/60 R22.5 wird auf die Felge gezogen, aufgepumpt und ausgewuchtet. Vorher bekommt der Wulst Montagepaste, und der Techniker kontrolliert Ventil und Felgenhorn. Eine unsauber sitzende Reifenmontage rächt sich später durch Vibrationen und ungleichmäßigen Verschleiß.

Schritt 5: Einbau und Abschlusskontrolle (10:30 Uhr). Das Rad kommt zurück an die Nabe. Die Muttern werden über Kreuz, also im Sternmuster, mit dem Drehmomentschlüssel angezogen. Danach folgt die Kontrolle des Luftdrucks. Um 10:35 Uhr war der Zug frei.

Ein Hinweis zu den Anzugsdrehmomenten: Sie hängen von Radbefestigung und Hersteller ab und liegen bei vielen LKW-Rädern im Bereich um 600 bis 700 Nm. Eine genaue Tabelle mit den üblichen Werten haben wir in unserem Beitrag Anzugsdrehmomente am LKW-Rad zusammengestellt.

Der komplette Zeitplan: Von 08:10 bis 10:35 Uhr

Die gesamte Dauer von Anruf bis Freigabe betrug 145 Minuten, also 2 Stunden 25 Minuten. Der folgende Zeitplan zeigt, wo die Zeit verging:

Zeit Phase Aktion
08:10 Anruf Fahrer meldet den zerfetzten Reifen, der Zug steht. Disponent klärt Größe 295/60 R22.5, Achse und Standort
08:25 Disposition Einsatzteam aus dem Partnernetz ausgewählt, Reifen in der passenden Größe verfügbar (15 Min.)
09:15 Ankunft Team vor Ort nach 50 Minuten Fahrt auf der A3
09:26 Prüfung Rad, Nabe, Radkasten und Nachbarreifen kontrolliert, Schäden fotografiert
09:35 Absichern Keile, Wagenheber, Radkasten von Karkassenresten gesäubert
09:50 Demontage Rad abgenommen, Felge und Radbolzen geprüft
10:10 Montage Neuer Reifen 295/60 R22.5 auf die Felge gezogen, aufgepumpt, gewuchtet
10:30 Abschluss Rad montiert, Muttern im Sternmuster mit Drehmomentschlüssel angezogen, Druck kontrolliert
10:35 Fertig Zugmaschine frei

Davon entfallen 65 Minuten auf Disposition und Anfahrt und 80 Minuten auf die eigentliche Arbeit vor Ort. Das ist ein normaler Wert. Auf der Autobahn selbst, mit Absicherung des Standstreifens, rechnen wir eher mit 90 Minuten reiner Arbeitszeit, auf einer ruhigen Fläche geht es etwas schneller.

Was kostet ein LKW-Reifenwechsel vor Ort? Die Abrechnung im Detail

Der Reifenwechsel vor Ort kostete in diesem Fall 940 Euro netto (zuzüglich Mehrwertsteuer). Wie sich der Betrag zusammensetzt, zeigt die folgende Tabelle:

Position Preis (EUR)
Anfahrt (Einsatzmannschaft) 240
Arbeitszeit, 1,25 Std. à 110 € 140
Neuer LKW-Reifen 295/60 R22.5 540
Entsorgung des alten Reifens 20
GESAMT 940

Alle Beträge sind Nettopreise, zzgl. MwSt. Wer vorsteuerabzugsberechtigt ist, zahlt effektiv diese Summe.

Wovon hängt der Preis ab? Vor allem von vier Faktoren. Erstens von der Reifenmarke und -größe: Ein Reifen der Dimension 315/80 R22.5 liegt in der Regel höher als ein 295/60. Zweitens von der Uhrzeit, denn nachts und an Wochenenden schlagen Zuschläge von 25 bis 50 Prozent zu Buche. Drittens von der Entfernung zum Einsatzort und viertens davon, ob Felge oder Ventil mit getauscht werden müssen. Ein Beitrag mit weiteren Preisbeispielen steht in unserem Artikel Reifenwechsel Kosten beim LKW.

Dem gegenüber steht der Stillstand. Ein Sattelzug, der steht, kostet je nach Auslastung grob 800 bis 1.200 Euro pro Tag an entgangenem Umsatz, Standgeld und Folgekosten für die Ladung. Dass dieser Zug in unter drei Stunden wieder rollte, hat die Rechnung deutlich unter dem gehalten, was ein Tag Stillstand gekostet hätte.

Warum Sie einen Profi für den Reifenwechsel brauchen

Manche Fahrer versuchen, den Radwechsel selbst zu machen. Technisch ist das möglich, praktisch aber selten klug. Ein LKW-Rad mit Reifen wiegt zwischen 60 und 90 Kilogramm, und ohne Hebezeug ist es schwer, das Rad sauber an die Nabe zu führen. Dazu kommen Gefahren, die man oft unterschätzt.

  • Das Anzugsdrehmoment: Mit dem Standardwerkzeug aus dem Bordwerkzeug erreicht man die vorgeschriebenen Werte nicht. Zu lockere Muttern führen zu losen Rädern, zu feste dehnen die Bolzen.
  • Der Standort: Ein Radwechsel auf dem Seitenstreifen einer Autobahn ist einer der gefährlichsten Arbeitsplätze, die es gibt. Profis bringen Absicherung, Beleuchtung und Erfahrung mit.
  • Die Montage selbst: Ein LKW-Reifen mit 9 bar Druck gehört nur mit Käfig oder geeigneter Sicherung aufgepumpt. Ein Fehler, und der Reifen oder die Felge fliegt.
  • Die Garantie: Wer den Reifen selbst montiert, hat bei Reklamationen schlechte Karten. Eine Werkstatt mit Protokoll steht hinter ihrer Arbeit.
  • Die Lenk- und Ruhezeiten: Jede Stunde, die der Fahrer mit Schrauben verbringt, ist eine Stunde, die er nicht ausruht. Das kann sich in der Tagesplanung rächen.

Außerdem sieht ein erfahrener Techniker Dinge, die dem Fahrer entgehen: Haarrisse in der Felge, einen leicht verbogenen Radbolzen, eine Beschädigung am Ventil oder einen Nachbarreifen, der kurz vor dem Ausfall steht.

Reifenpanne in der Nähe: zerfetzter LKW-Reifen im Radkasten neben intakter Bereifung 295/60 R22.5

Typische Einsätze unseres Reifennotdienstes in Deutschland

Der Fall von der A3 ist kein Sonderfall. Wir fahren täglich zu Einsätzen dieser Art, über das ganze Bundesgebiet verteilt. Typisch sind:

  • Reifenplatzer an der Antriebsachse einer Zugmaschine, meist auf der Autobahn,
  • Reifenschäden am Auflieger durch Steine, Metallteile oder Randsteine,
  • schleichender Luftverlust, der sich erst auf dem Rastplatz zeigt,
  • Reifenschäden am Transporter oder Kleinlaster mit Größen wie 235/65 R16C,
  • Radwechsel an Reisebussen und Spezialfahrzeugen,
  • planmäßige Kontrollen im Fuhrpark, etwa Druckprüfung an allen Rädern.

Ein ähnlicher Fall aus unserem Archiv ist der Mobile LKW-Reifenservice auf der A19 bei Malchin, wo ein Sattelzug nach einem Platzer in knapp zweieinhalb Stunden wieder unterwegs war. Die Muster gleichen sich: Anruf, saubere Aufnahme, schnelle Anfahrt, ordentliche Arbeit.

Wenn Sie nicht wissen, ob Sie für Ihren Fall einen Reifendienst, einen Mechaniker oder einen Abschleppwagen brauchen, hilft ein Anruf. Wir sagen Ihnen am Telefon, was nötig ist. Reicht der Radwechsel nicht, übernimmt unser Abschleppdienst für LKW oder die LKW-Werkstatt.

Vorbeugen: So vermeiden Fahrer und Fuhrparks den Reifenplatzer

Die meisten Platzer kündigen sich an. Wer die Zeichen kennt, spart sich den Notruf. Diese Maßnahmen haben sich bewährt:

  1. Luftdruck wöchentlich prüfen. Kalt gemessen, mit einem kalibrierten Manometer. Ein Druckverlust von 1 bar über Wochen ist ein Warnsignal.
  2. Profiltiefe messen. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern, für Lenkachsen empfehlen viele Fuhrparks mindestens 3 Millimeter.
  3. Flanken ansehen. Risse, Beulen und eingedrungene Fremdkörper sind Gründe, den Reifen auszutauschen.
  4. Zwillingsreifen paaren. Zwei Reifen auf einer Nabe sollten gleiche Dimension, gleiche Marke und ähnlichen Verschleiß haben. Unterschiede im Umfang belasten den größeren Reifen.
  5. Nach Standzeiten kontrollieren. Ein Fahrzeug, das lange stand, hat oft an Druck verloren.
  6. Achsgeometrie beachten. Ein schief laufendes Fahrzeug reibt die Reifen einseitig ab.

Der Verkehrssicherheitsrat und Prüforganisationen wie die DEKRA weisen seit Jahren darauf hin, dass fehlerhafte Reifen zu den häufigsten technischen Ursachen bei Unfällen mit Nutzfahrzeugen zählen. Eine regelmäßige Kontrolle kostet wenig und lohnt sich.

Reifenwahl im Fuhrpark: Marken, Bauarten und Einsatzzweck

Welcher Reifen passt, hängt vom Einsatzprofil ab. Auf der Langstrecke zählen niedriger Rollwiderstand und Laufleistung, im Verteilerverkehr Robustheit gegen Randsteine, im Baustellenverkehr Schnittfestigkeit. Die großen Hersteller bieten für jeden Zweck Linien an. Der Reifen im vorliegenden Fall war ein Modell aus der Reihe Continental Conti EcoPlus HS3, ein Lenk- und Allradreifen für den Fernverkehr mit M+S-Kennzeichnung. Informationen zum Sortiment gibt es bei Continental Reifen.

Auch Michelin, Goodyear und Bridgestone führen leistungsfähige Reifen für den Fernverkehr. Für Fuhrparks lohnt es sich, bei der Auswahl auf drei Dinge zu achten: auf das EU-Reifenlabel mit Angaben zu Rollwiderstand und Nasshaftung, auf die Eignung für die Achsposition und auf die Möglichkeit, den Reifen runderneuern zu lassen. Ein runderneuerter Reifen von hoher Qualität spart Kosten, hat aber eigene Regeln, und nicht jeder Einsatz eignet sich dafür.

Ein weiterer Punkt ist die Vorratshaltung. Wer seinen Fuhrpark auf wenige Dimensionen vereinheitlicht, kann im Notfall schneller helfen. Das gilt für uns genauso: Unsere Partner führen die gängigen Größen wie 315/80 R22.5, 385/65 R22.5, 295/60 R22.5, 245/70 R19.5 und 235/65 R16C im Fahrzeug oder im nahen Lager.

Hilfe bei Reifenpanne: Wann Sie welchen Dienst brauchen

Nicht jede Panne ist gleich. Die folgende Übersicht hilft bei der ersten Einordnung:

Situation Richtige Hilfe Typische Dauer
Reifen platt oder geplatzt, Rad intakt Mobiler Reifenservice 1,5 bis 3 Std.
Felge verbogen oder gerissen Reifenservice mit Felgenersatz 2 bis 4 Std.
Radbolzen gebrochen, Nabe beschädigt Mobile Werkstatt 3 bis 5 Std.
Mehrere Systeme beschädigt, Fahrzeug nicht fahrbereit Abschleppdienst oder Bergung 2 bis 6 Std.

In unserem Fall reichte der mobile Reifendienst. Das ist die schnellste und günstigste Lösung, solange Felge und Radnabe heil sind.

Häufige Fragen zur Reifenpanne am LKW

Was kostet ein LKW-Reifenwechsel auf der Autobahn?

Rechnen Sie bei einem Fernverkehrsreifen mit 750 bis 1.400 Euro netto inklusive Anfahrt, Arbeit und neuem Reifen. In unserem Beispiel waren es 940 Euro. Nachts und an Wochenenden kommen 25 bis 50 Prozent Zuschlag hinzu, bei weiter Anfahrt steigt auch die Pauschale.

Wie lange dauert der Reifennotdienst bis zur Weiterfahrt?

Von Anruf bis Freigabe sind es meist 1,5 bis 3 Stunden. Davon gehen 10 bis 20 Minuten auf die Disposition und 35 bis 70 Minuten auf die Anfahrt. Die reine Arbeit dauert 45 bis 90 Minuten. Bei Regen, Nacht oder Stau wird es länger.

Darf ich mit einem geplatzten LKW-Reifen weiterfahren?

Nein. Ein zerstörter Reifen ist nicht verkehrssicher, die Weiterfahrt kann Felge, Bremsleitungen und ABS-Sensoren zerstören. Bringen Sie das Fahrzeug nur so weit, wie es zum sicheren Abstellen nötig ist, und rufen Sie dann den Reifennotdienst.

Wer zahlt den Reifenservice, die Spedition oder der Fahrer?

Üblicherweise trägt die Spedition die Kosten für Panne und Reparatur, weil das Fahrzeug zu ihrem Betrieb gehört. Je nach Vertrag kann eine Fuhrparkversicherung oder Assistance-Karte einspringen. Klären Sie das vor dem Einsatz mit Ihrem Disponenten.

Welche Reifengröße brauche ich für meinen LKW?

Die Größe steht auf der Reifenflanke, zum Beispiel 295/60 R22.5, und im Fahrzeugschein. Sie besteht aus Breite, Querschnittsverhältnis und Felgendurchmesser. Bitte nennen Sie der Disposition die komplette Kennung, damit der passende Reifen mitkommt.

Arbeiten Sie rund um die Uhr in ganz Deutschland?

Ja. Unser Reifennotdienst ist an 24 Stunden täglich und 365 Tagen im Jahr erreichbar, bundesweit. Die Disposition spricht Deutsch, Englisch, Polnisch und Russisch, sodass auch Fahrer aus dem Ausland ohne Sprachhürde Hilfe bekommen.

Warum Fahrer und Speditionen uns anrufen

Wir sind rund um die Uhr erreichbar, an jedem Tag des Jahres, und organisieren Hilfe in ganz Deutschland. Hinter dem Anruf steht ein Netz aus geprüften Servicepartnern, die wir nach Standort, Verfügbarkeit und Ausstattung auswählen. Sie bekommen vor dem Einsatz eine klare Aussage zu Ankunftszeit und Preisrahmen, damit am Ende keine Überraschung auf der Rechnung steht.

Unsere Disposition arbeitet mehrsprachig, denn auf deutschen Autobahnen sind Fahrer aus Polen, Litauen, den Niederlanden, Rumänien und der Ukraine unterwegs. Ein Telefonat auf Deutsch, Englisch, Polnisch oder Russisch spart Missverständnisse und damit Zeit.

Zu den Leistungen gehören neben dem mobilen Reifenservice auch der mobile Service für LKW, Diagnose, Reparatur vor Ort und die Organisation von Bergung und Abschleppen. Alles aus einer Hand, mit einer Rufnummer.

Wer wissen möchte, wie man uns erreicht und welche Möglichkeiten es gibt, findet alles auf der Seite Kontakt.

Zusammenfassung

  • Fahrzeug: Sattelzugmaschine, grün, Reifendimension 295/60 R22.5, 16PR, Maximaldruck 9 bar
  • Ort: A3 bei Montabaur (Westerwald), Richtung Köln, Fahrzeug auf einer Fläche neben der Strecke
  • Panne: Reifen komplett zerrissen, Reste im Radkasten
  • Disposition: 15 Minuten (08:10 bis 08:25 Uhr)
  • Reaktionszeit bis zur Ankunft: 65 Minuten ab Anruf (09:15 Uhr)
  • Gesamtdauer: 145 Minuten, also 2 Std. 25 Min. (Anruf 08:10, fertig 10:35 Uhr)
  • Kosten: 940 Euro netto (Anfahrt 240, Arbeit 140, Reifen 540, Entsorgung 20)
  • Folgeschäden: keine, Felge unversehrt, Radkasten gereinigt, Bremsschläuche und Sensoren intakt

Reifenpanne? Rufen Sie uns an

Steht Ihr LKW mit einem platten oder geplatzten Reifen am Rand, zählt die erste Minute. Rufen Sie die Disposition an, nennen Sie Reifengröße und Standort, wir kümmern uns um den Rest.

Telefon: +49 160 5753826
Web: www.lkwhelp24.com
Rund um die Uhr, in ganz Deutschland.

Schneller Überblick über alles, was wir für Sie tun können, finden Sie auf der Seite Reifenservice für LKW.

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