Kurz gesagt: Am 21. August 2026 rutschte ein dreiachsiger Kühlauflieger (rund 30 Tonnen Gesamtgewicht) an der B27 bei Fulda von einem Feldweg in eine durchnässte Wiese. Um 19:30 Uhr ging der Anruf bei uns ein, um 20:22 Uhr stand unser Bergefahrzeug vor Ort, um 21:55 Uhr rollte der Zug weiter. Gesamtzeit: 145 Minuten, Rechnungssumme: 1 120 EUR netto, kein Schaden an Rahmen, Achsen oder Ladung.

Wer als Fahrer abends im Regen auf einer Wiese festsitzt, hat ein anderes Problem als bei einem platten Reifen. Das Fahrzeug steht schief, die Antriebsräder drehen durch, und jeder Versuch, sich selbst freizufahren, gräbt die Achsen nur tiefer ein. Ein LKW Abschleppdienst mit Seilwinde und Bodenschutz löst so eine Lage kontrolliert, ein normaler Pkw-Abschlepper nicht.
In diesem Bericht zeigen wir Schritt für Schritt, wie die Bergung bei Fulda ablief: vom ersten Anruf über die Einschätzung des Untergrunds bis zur Weiterfahrt. Dazu gibt es den kompletten Zeitplan, die Kostenaufstellung und praktische Hinweise für Fahrer und Fuhrparks. Alle Angaben stammen aus dem realen Einsatz, Fahrzeug- und Firmendaten haben wir bewusst weggelassen.
Der Notfall: Kühlauflieger rutscht bei Fulda in die Wiese
Ein Fahrer eines europäischen Transportunternehmens war am Abend des 21. August 2026 mit einem Sattelzug auf der B27 bei Fulda (Hessen) unterwegs. Es regnete seit dem Nachmittag, die Dämmerung setzte ein. An einer Stelle, an der ein Feldweg neben der Bundesstraße abzweigt, wollte er wenden, weil er sich in der Ausfahrt vertan hatte. Eine Wendemöglichkeit für einen 16,5 Meter langen Zug gibt es dort nicht.
Beim Rangieren gerieten die Räder des Aufliegers auf den Seitenstreifen und von dort auf die Wiese. Der Boden war nach dem Regen aufgeweicht. Die Achsen des dreiachsigen Kühlaufliegers sanken ein, der Zug blieb in Schräglage stehen: Das Heck lag höher, die vordere Aufliegerachse deutlich tiefer. Die Antriebsräder der Zugmaschine fanden auf dem nassen Gras keinen Halt mehr.
Verletzt wurde niemand, der Auflieger kippte nicht. Geladen waren gekühlte Lebensmittel, die Kühlanlage lief weiter. Genau das machte die Lage dringend: Jede Stunde Stillstand erhöht das Risiko, dass die Kühlkette reißt und die Ladung unbrauchbar wird. Der Fahrer sicherte die Stelle ab, schaltete Warnblinker und Beleuchtung ein und rief die Nummer +49 160 5753826 an.
Was die Lage so heikel machte
Ein Auflieger mit rund 30 Tonnen Gesamtgewicht auf weichem Grund verhält sich anders als ein leichtes Fahrzeug. Der Druck konzentriert sich auf wenige Aufstandsflächen, die Räder wirken wie ein Spaten und schieben den Boden auseinander. Auf einem Hang kommt das Risiko hinzu, dass der Auflieger seitlich wegkippt, wenn eine Seite weiter einsinkt als die andere.
Aus dem Stand, ohne fremde Hilfe, kommt man in dieser Situation selten heraus. Wer es mit Gas, Differenzialsperre und Rückwärtsgang probiert, produziert tiefe Spurrillen, beschädigt den Untergrund und riskiert Schäden an Kupplung, Sattelplatte und Achsaufnahmen.
Wie wir die Hilfe organisiert haben
Die Frage, wer kommt und womit, entscheidet bei einer Bergung über Dauer und Kosten. Ein falsch gewähltes Fahrzeug kostet am Einsatzort eine Stunde. Deshalb steht am Anfang jedes Einsatzes ein Gespräch, in dem unsere Disponenten gezielt nachfragen:
- Wo steht das Fahrzeug genau? Wir klären Straße, Abzweig und Zufahrtsmöglichkeiten für ein schweres Bergefahrzeug.
- Was für ein Untergrund ist es? Wiese, Acker, Kies oder Schlamm entscheiden über die Wahl von Bodenplatten und Zugrichtung.
- Wie schwer ist der Zug? In diesem Fall rund 30 Tonnen, Auflieger beladen.
- Gibt es eine Hanglage? Hier ja, mit Neigung zur Vorderseite.
- Was ist geladen? Gekühlte Ware bedeutet: Kühlaggregat darf nicht ausfallen, Zeitdruck ist hoch.
- Ist jemand verletzt oder besteht Gefahr für den Verkehr? Beides verneinte der Fahrer.
Aus diesen Antworten entschied unsere Disposition innerhalb von 15 Minuten: Es braucht ein Schwerlast-Bergefahrzeug mit Seilwinde, Fahrbahnplatten als Bodenschutz und eine Zweier-Besatzung. Die Bergebrigade aus unserem Partnernetz in Osthessen war am nächsten und sagte eine Ankunft in knapp einer Stunde zu. Dem Fahrer gaben wir klare Anweisungen: Motor nicht weiter belasten, Kühlaggregat im Auge behalten, bis zur Ankunft im Fahrzeug bleiben, Warnweste tragen, wenn er aussteigt.
Wer einen Abschlepp und Bergedienst sucht, sollte genau auf diese Rückfragen achten. Seriöse Anbieter fragen nach Gewicht, Untergrund und Ladung. Wer nur nach dem Standort fragt, schickt im Zweifel das falsche Gerät.
Warum Wiese, Hang und Regen eine Bergung anspruchsvoll machen
Eine Bergung ist keine reine Zugarbeit. Bevor die Seilwinde läuft, muss klar sein, in welche Richtung das Fahrzeug überhaupt sicher bewegt werden kann. Das gilt besonders bei einem Kühlauflieger mit einem Schwerpunkt, der durch die Ladung oft höher liegt, als man denkt.
Die wichtigsten Faktoren auf einen Blick:
| Faktor | Auswirkung bei der Bergung |
|---|---|
| Aufgeweichter Boden | Räder sinken ein, Haftung und Tragfähigkeit fallen stark ab |
| Schräglage | Gefahr des seitlichen Kippens, Zugrichtung muss exakt gewählt werden |
| Gewicht rund 30 t | Hohe Zugkräfte nötig, Seilwinde und Anschlagpunkte müssen passen |
| Dunkelheit und Regen | Sicht eingeschränkt, Absicherung mit Warnleuchten und Leitkegeln zwingend |
| Kühlladung | Zeitdruck, Aggregat darf nicht beschädigt werden |
Hinzu kommt ein rechtlicher Aspekt: Nach § 15 StVO muss ein liegengebliebenes Fahrzeug so gesichert werden, dass andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig gewarnt sind. Bei Dämmerung und Regen reicht das Warndreieck allein oft nicht, weshalb wir zusätzlich Rundumleuchten einsetzen.
Die Bergung Schritt für Schritt
Wir beschreiben den Ablauf so, wie er bei diesem Einsatz stattgefunden hat. Jeder Fall ist anders, die Reihenfolge der Schritte bleibt bei schweren Bergungen aber meist gleich.
Schritt 1: Ankunft, Lagebild und Absicherung (20:22 Uhr)
Nach 52 Minuten traf die Bergebrigade ein. Es regnete leicht, die Dämmerung ging in Dunkelheit über. Zuerst haben die Techniker die Stelle abgesichert: Warndreieck, Rundumleuchten und Leitkegel zur Straße hin, damit niemand ins Fahrzeug fährt. Danach folgte ein Rundgang um den Zug. Welche Reifen stehen wo im Boden? Wie weit reicht die Neigung? Gibt es Hindernisse wie Büsche, Gräben oder Leitungen im Zugweg?
Schritt 2: Untergrund prüfen und Bodenschutz auslegen (20:40 Uhr)
Der Boden wurde mit einem Prüfstab auf Tragfähigkeit getestet. Das Ergebnis war eindeutig: Auf dem schmalen Streifen direkt am Weg war er nur wenige Zentimeter tragfähig, darunter gab er nach. Deshalb legte die Brigade Fahrbahnplatten unter die Räder des Aufliegers und zusätzlich Unterlegmatten für das Bergefahrzeug. Diese Platten verteilen die Last auf eine größere Fläche und verhindern, dass auch das Bergefahrzeug einsinkt.
Parallel wurde die Zugmaschine abgekuppelt und separat freigemacht. Das ist ein wichtiger Trick: Ein Auflieger ohne Zugmaschine lässt sich mit der Winde in einem kontrollierten Winkel ziehen, ohne dass Antriebsräder zusätzlich im Weg stehen.
Schritt 3: Anschlagen und Seilzug vorbereiten (21:00 Uhr)
Die Bergegurte kamen nicht an irgendeinen Punkt, sondern an die dafür vorgesehenen Anschlagpunkte am Rahmen des Aufliegers. Zugösen an Achsen, Stoßfängern oder Kühlaggregat sind tabu, weil sie die Kräfte nicht aufnehmen. Wir arbeiten bei Schwerlastbergungen mit Umlenkrolle, damit die Zugrichtung diagonal zur Fahrtrichtung liegt und der Auflieger nicht seitlich kippt.
Schritt 4: Langsame Bergung mit der Seilwinde (21:00 bis 21:35 Uhr)
Jetzt zahlte sich Geduld aus. Der Winde-Operator zog den Auflieger in kleinen Etappen, immer mit Sichtkontakt zum Kollegen am Heck. Jede Bewegung wurde kontrolliert, die Plattenlage zwischendurch korrigiert. Nach 35 Minuten stand der Auflieger wieder auf festem Untergrund, und die Zugmaschine wurde erneut angekuppelt.
Wichtig: Es gab keinen Ruck und kein hektisches Ziehen. Schweres Abschleppen von LKW verlangt Ruhe, weil schon ein Versatz von wenigen Zentimetern einen Auflieger auf nasser Wiese seitlich wegdrücken kann.
Schritt 5: Kontrolle vor der Weiterfahrt (21:35 bis 21:55 Uhr)
Bevor wir einen Zug freigeben, prüfen wir ihn. Das dauerte hier 20 Minuten und umfasste:
- Sichtprüfung der Achsen und Achsaufnahmen, etwa an Achsen von Herstellern wie BPW
- Funktionstest der Bremsen und Kontrolle der Bremsleitungen
- Test der Beleuchtung, Rück- und Seitenmarkierungsleuchten
- Kontrolle der Kühlanlage und der Innentemperatur der Ladung
- Radmuttern im Stern nachgezogen und mit dem Drehmomentschlüssel geprüft
Es zeigten sich keine Schäden an Rahmen, Achsen oder Bremsen. Um 21:55 Uhr konnte der Fahrer seine Tour fortsetzen.
Der komplette Zeitplan im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt den Einsatz minutengenau. Zwischen Anruf und Freigabe liegen 145 Minuten.
| Uhrzeit | Phase | Maßnahme |
|---|---|---|
| 19:30 | Anruf | Fahrer meldet Position, Stillstand und Ladung an die Disposition |
| 19:45 | Disposition | Einschätzung von Untergrund und Gewicht (ca. 30 t), Auswahl Bergebrigade und Schwerlast-Bergefahrzeug mit Seilwinde (15 Min.) |
| 20:22 | Ankunft | Brigade vor Ort nach 52 Min., Regen, Dämmerung, Lagebild, Absicherung mit Warndreieck und Rundumleuchten |
| 20:40 | Vorbereitung | Prüfung von Hang und Boden, Fahrbahnplatten unter die Räder, Zugmaschine abgekuppelt und separat vorbereitet |
| 21:00 | Bergung | Bergegurte am Rahmen des Aufliegers, langsamer Windenzug diagonal auf festen Untergrund |
| 21:35 | Auf der Straße | Auflieger auf festem Belag, erneutes Ankuppeln an die Zugmaschine |
| 21:55 | Kontrolle und Abfahrt | Achsen, Bremsen, Licht, Kühlanlage geprüft, Radmuttern im Stern angezogen, Weiterfahrt |
Von der Ankunft bis zur Freigabe vergingen 93 Minuten reine Arbeitszeit am Einsatzort. Dass die Anfahrt mit 52 Minuten nicht länger dauerte, liegt an der Lage: Fulda ist über die A7 und die B27 gut erreichbar, und unsere Brigade war in der Region bereits im Einsatz.
Was kostet ein LKW Abschleppdienst bei einer Bergung?
Für diesen Einsatz berechneten wir 1 120 EUR netto (zuzüglich Mehrwertsteuer). Die Aufstellung war dem Fahrer schon am Telefon als Richtwert genannt worden, am Ende entsprach die Rechnung genau dieser Spanne.
| Position | Preis (EUR) |
|---|---|
| Anfahrt Bergefahrzeug (Abend, Zuschlag 25 %) | 250 |
| Bergungsarbeit vor Ort, 2 Std. à 120 EUR | 240 |
| Schwerlast-Bergefahrzeug mit Seilwinde, Einsatzpauschale | 480 |
| Fahrbahnplatten / Unterlegmatten (Bodenschutz) | 90 |
| Kontrolle Achsen, Bremsen, Beleuchtung (0,5 Std.) | 60 |
| Summe netto | 1 120 |
Alle Beträge sind Nettopreise zuzüglich Mehrwertsteuer. Wer mehr zu den Kostenmodellen wissen möchte, findet im Beitrag LKW-Abschleppdienst Kosten eine ausführliche Übersicht.
Wovon der Preis abhängt
Fünf Faktoren bestimmen bei einer Bergung die Rechnung:
- Tageszeit: Abends, nachts und am Wochenende kommen Zuschläge von 25 bis 50 Prozent auf die Anfahrt dazu.
- Gerät: Ein Schwerlast-Bergefahrzeug mit Winde kostet mehr als ein Standard-Abschleppwagen, ist aber bei Gelände- und Wiesenbergungen unverzichtbar.
- Entfernung: Je weiter die Brigade fahren muss, desto höher die Anfahrt.
- Dauer: Jede angefangene halbe Stunde Arbeitszeit wird mit dem Stundensatz berechnet, hier 120 EUR.
- Zusatzmaterial: Bodenplatten, Gurte oder Kran werden gesondert ausgewiesen.
Was die Alternative gekostet hätte
Ein stehender Kühlzug verursacht nach üblichen Branchenwerten 800 bis 1 200 EUR pro Tag an Standkosten, dazu kommt das Risiko, dass die Ladung verdirbt. Hätte der Fahrer die Nacht auf der Wiese verbracht und am nächsten Morgen einen Traktor oder einen ungeeigneten Abschlepper organisiert, wäre er bei höheren Kosten und deutlich mehr Risiko herausgekommen. Die Bergung am selben Abend hat sich damit schon rechnerisch gelohnt.
Warum Sie bei einer Bergung nicht improvisieren sollten
Immer wieder versuchen Fahrer oder Disponenten, ein festgefahrenes Fahrzeug selbst zu befreien. Mit einem Landwirt und dessen Traktor, mit Brettern oder mit einem geliehenen Bagger. Das geht manchmal gut, endet aber oft teurer als eine fachgerechte Bergung. Die häufigsten Folgen:
- Rahmenschäden: Wird an der falschen Stelle gezogen, verbiegt der Rahmen des Aufliegers. Die Reparatur ist aufwendig und teuer.
- Achsschäden: Zugkräfte an Achsen oder Stoßfängern können Achsaufnahmen und Bremsleitungen beschädigen.
- Kippgefahr: Ein zu schneller Zug bei Schräglage bringt den Auflieger zum Kippen, und dann braucht es einen Kran statt einer Winde.
- Haftungsfragen: Bei Schäden durch laienhafte Bergung entstehen Streit mit Versicherung und Auftraggeber.
- Gefahr für Personen: Gespannte Seile oder Gurte können reißen und mit hoher Energie zurückschlagen.
Ein professioneller LKW Bergungsdienst kennt Anschlagpunkte, Zugwinkel und zulässige Lasten. Für besonders schwierige Fälle, etwa umgestürzte Fahrzeuge oder Einsätze an Böschungen, gibt es zusätzlich die Möglichkeit der schweren Bergung mit Kran. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag über den Bergungsdienst mit Kran.
Typische Situationen, in denen wir als LKW Abschleppdienst ausrücken
Die Bergung bei Fulda war ein Sonderfall, aber keine Ausnahme. Im Alltag erreichen uns bundesweit diese Anfragen:
- Festgefahren auf Wiese, Acker oder Baustelle: Besonders nach Regen oder bei Frost und Tauwetter.
- Abgerutscht in Straßengraben oder Böschung: Meist bei Ausweichmanövern, auf glatter Fahrbahn oder in Kurven.
- Motor- oder Getriebeschaden: Der Zug muss zur nächsten Werkstatt, ohne dass der Antriebsstrang weiter leidet.
- Bremsdefekt am Auflieger: Ein blockierter Bremszylinder verhindert das Weiterfahren.
- Achsbruch oder Radlagerschaden: Hier hilft nur Aufnehmen und Transport.
- Unfallfahrzeuge: Nach Kollisionen auf Autobahn oder Landstraße, oft zusammen mit Polizei und Autobahnmeisterei.
- Liegenbleiber auf dem Rastplatz oder Autohof: Meist nachts, oft mit kaputter Elektrik oder leerer Batterie.
Wer einen Abschleppdienst für LKW sucht, braucht kein Gerät für Pkw. Entscheidend sind Tragkraft, Seilwindenleistung und eine Besatzung, die mit 40 Tonnen umgehen kann. Bei vielen kleineren Anbietern fehlt genau das.
Und was, wenn nur die Zugmaschine ein Problem hat?
Nicht jede Panne braucht eine Bergung. Manchmal lässt sich der Schaden vor Ort beheben. Das spart Zeit und vermeidet den Abtransport. Unser mobiler LKW-Service kommt mit Werkzeug und Ersatzteilen direkt zum Fahrzeug, sei es bei einem Defekt an Reifen, Kupplung oder Elektrik. Erst wenn Reparatur vor Ort nicht möglich ist, setzen wir den Abschleppwagen für LKW ein.
Vorbeugen: Wie Fahrer und Fuhrparks Bergungen vermeiden
Aus den Einsätzen der letzten Jahre lassen sich einige einfache Regeln ableiten. Sie klingen banal, sparen aber Geld.
- Nie auf unbefestigtem Grund wenden. Eine Wiese sieht trocken oft tragfähig aus, ist es aber nach Regen nicht. Wenden Sie lieber an einer Kreuzung, einem Parkplatz oder in der nächsten Ausfahrt, auch wenn das 10 Kilometer Umweg bedeutet.
- Bei Regen und Dämmerung langsamer fahren. Die Sicht ist schlechter, der Bremsweg länger, und Seitenstreifen sind oft schlammig.
- Navigation auf LKW-Routen einstellen. Navigationsgeräte für Pkw schicken Sie manchmal auf Feldwege, die für Sattelzüge nicht gedacht sind.
- Bei Unsicherheit stehen bleiben und anrufen. Wer merkt, dass die Räder durchdrehen, sollte nicht weiter Gas geben. Jede Umdrehung gräbt das Rad tiefer ein.
- Notfallnummer griffbereit halten. Im Fuhrpark sollte die Nummer eines 24-Stunden-Dienstes im Fahrerhaus liegen und in den Disposition-Systemen gespeichert sein.
- Warnausrüstung vollständig mitführen. Warndreieck, Warnweste, Warnleuchte und Leitkegel gehören ins Fahrzeug. Ihr Fehlen ist ein Mangel bei jeder Kontrolle.
Bei Fuhrparks mit vielen Fahrzeugen lohnt sich ein kurzes Briefing: Wo darf man wenden? Wer ruft an? Welche Daten braucht die Disposition? Wer das vorher klärt, spart im Ernstfall Zeit. Informationen zu Normen und Anforderungen an Fahrzeuge bietet auch das Bundesamt für Logistik und Mobilität.
Branchenwissen: Abschleppen, Bergen, Pannenhilfe
Die Begriffe werden häufig vermischt, bedeuten aber Unterschiedliches. Abschleppen bezeichnet das Verbringen eines nicht fahrbereiten Fahrzeugs von A nach B, etwa in die Werkstatt. Bergen meint das Befreien eines Fahrzeugs aus einer Zwangslage, also aus Graben, Wiese, Schlamm oder nach einem Unfall. Pannenhilfe umfasst Reparaturen vor Ort, die die Weiterfahrt ermöglichen.
Ein Abschlepp und Bergedienst muss alle drei Leistungen abdecken können. Der deutsche Branchenverband VBA vertritt die Interessen der Bergungs- und Abschleppunternehmen und gibt Orientierung zu Qualitätsstandards. Für Fahrer ist wichtig zu wissen: Es gibt keine einheitliche Preisliste, aber transparente Anbieter nennen vor dem Einsatz eine Spanne und stellen eine detaillierte Rechnung aus. Wer nach einem Abschleppservice sucht, sollte genau darauf achten.
Abschleppstange oder Abschleppwagen?
Bei leichten Defekten wird manchmal eine starre Verbindung eingesetzt. Wann das sinnvoll ist und wann nicht, erklärt der Artikel zur Abschleppstange beim LKW. Bei Hanglage, Wiese oder gebrochener Achse scheidet die Stange aus. Dort braucht es einen Abschleppwagen für LKW mit Seilwinde und Tragkraft.
Nachts, am Wochenende, im Notfall
Pannen halten sich nicht an Bürozeiten. Ein Abschleppdienst 24 7 muss auch um 3 Uhr morgens Fahrer, Gerät und Disposition bereithalten. Wie das nachts konkret funktioniert, haben wir im Beitrag über den 24h-Abschleppdienst nachts beschrieben. Bei uns läuft die Disposition rund um die Uhr, auch am Wochenende und an Feiertagen.
Warum Fahrer und Spediteure sich für uns entscheiden
Wir sind kein klassischer Abschlepper mit einem einzigen Stützpunkt, sondern ein Netzwerk aus geprüften Bergeunternehmen, mobilen Werkstätten und Reifendiensten. Das hat konkrete Vorteile:
- Erreichbarkeit rund um die Uhr: Unter +49 160 5753826 antwortet die Disposition an 365 Tagen im Jahr.
- Regionale Nähe: Wir schicken das Team, das am nächsten ist. Im Fuldaer Fall bedeutete das 52 Minuten Anfahrt.
- Passendes Gerät: Die Auswahl richtet sich nach Gewicht, Untergrund und Ladung, nicht nach Verfügbarkeit.
- Transparente Preise: Die Kostenaufstellung wird vorab genannt, Zuschläge sind einzeln aufgeführt.
- Mehrsprachige Disposition: Viele Fahrer auf deutschen Straßen sprechen Polnisch, Russisch, Englisch oder Rumänisch. Wir sprechen mit ihnen in der Sprache, in der sie sich am sichersten fühlen.
- Alles aus einer Hand: Bergung, Abschleppen, Reifenservice, Reparatur vor Ort. Bei Bedarf vermitteln wir auch eine Partnerwerkstatt für die anschließende Instandsetzung.
Wer ein LKW Bergeunternehmen in seiner Nähe sucht, findet über unsere Seite zum Abschleppdienst alle Leistungen und Einsatzgebiete im Überblick.
Häufige Fragen zur LKW-Bergung und zum Abschleppen
Was kostet ein LKW Abschleppdienst für eine Bergung aus der Wiese?
Je nach Gewicht, Untergrund und Tageszeit liegt eine Bergung bei etwa 900 bis 1 800 EUR netto. In unserem Fall bei Fulda waren es 1 120 EUR netto für Anfahrt, Winde, Bodenschutz, Arbeitszeit und Abschlusskontrolle. Abends und nachts steigt die Anfahrt um 25 bis 50 Prozent.
Wie schnell kommt ein LKW Abschleppdienst?
Auf Autobahnen und Bundesstraßen rechnen wir mit 35 bis 70 Minuten Anfahrt. Bei Fulda waren es 52 Minuten. Nachts, bei Unwetter oder in sehr ländlichen Regionen kann es länger dauern. Die Disposition nennt Ihnen schon am Telefon eine realistische Ankunftszeit.
Kann ich mein Fahrzeug selbst aus der Wiese ziehen?
Davon raten wir ab. Mit Gas und Sperre graben sich die Räder tiefer ein, und beim Ziehen mit ungeeigneten Mitteln drohen Rahmen- und Achsschäden. Bei Hanglage kann der Auflieger kippen. Besser: Fahrzeug sichern, anrufen und auf die Bergebrigade warten.
Wer zahlt die Bergung?
Zunächst der Auftraggeber, also Halter oder Spedition. Je nach Ursache übernimmt die Teilkasko, die Vollkasko oder ein Schutzbrief die Kosten. Fragen Sie vorab bei Ihrer Versicherung nach den Bedingungen und lassen Sie sich von uns eine detaillierte Rechnung ausstellen.
Was muss ich bei der Meldung am Telefon angeben?
Standort mit Straße und Abzweig, Fahrzeugart und Gewicht, Untergrund, Neigung, Ladung (besonders bei Kühlware) und ob Personen verletzt sind. Je genauer die Angaben, desto passender das Gerät, das wir schicken.
Ist ein LKW Abschleppdienst in der Nähe immer die schnellste Lösung?
Nicht unbedingt. Entscheidend ist, dass das Fahrzeug passt. Ein Pkw-Abschlepper in 10 Minuten Entfernung hilft bei 30 Tonnen auf weichem Boden nicht. Wir wählen deshalb das nächste geeignete Schwerlastfahrzeug und nicht einfach das nächste Fahrzeug.
Zusammenfassung
- Fahrzeug: Dreiachsiger Kühlauflieger, rund 30 t Gesamtgewicht, mit gekühlter Ladung
- Ort: B27 bei Fulda (Hessen), Wiese neben einem Feldweg, Regen, Dämmerung
- Ursache: Wenden auf unbefestigtem Grund, Räder in aufgeweichtem Boden eingesunken
- Reaktionszeit: 15 Minuten Disposition, Ankunft der Brigade nach 52 Minuten
- Arbeitszeit vor Ort: 93 Minuten
- Gesamtzeit: 145 Minuten von 19:30 Uhr (Anruf) bis 21:55 Uhr (Weiterfahrt)
- Kosten: 1 120 EUR netto zuzüglich Mehrwertsteuer
- Folgeschäden: Keine an Rahmen, Achsen, Bremsen, Beleuchtung oder Kühlanlage
Brauchen Sie jetzt Hilfe?
Steckt Ihr Fahrzeug fest, ist es von der Straße abgekommen oder muss es abgeschleppt werden? Rufen Sie an, wir sagen Ihnen sofort, wie es weitergeht. Kontaktdaten und weitere Wege, uns zu erreichen, finden Sie auf der Kontaktseite.
Telefon: +49 160 5753826
Web: www.lkwhelp24.com
Rund um die Uhr, in ganz Deutschland.
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