Sattelzug mit Silo-Auflieger auf dem Standstreifen der A3 bei Würzburg, mobiler Reifen Notdienst bei Tageslicht

Mobiler LKW-Reifenservice A3 bei Würzburg: Silo-Auflieger in 1 Std. 48 Min. wieder fahrbereit

Am frühen Nachmittag meldet sich ein Fahrer von der A3 bei Würzburg: Am Silo-Auflieger seines Sattelzugs ist ein Reifen an der hinteren Achse so beschädigt, dass er nicht weiterfahren kann. Um 14:04 Uhr geht der Anruf bei uns ein, um 15:52 Uhr rollt der Zug wieder auf die Autobahn. Dazwischen liegen 108 Minuten, ein neuer Hankook TH31 in 385/65 R22.5 und eine Rechnung von 905 Euro netto.

Sattelzug mit Silo-Auflieger auf dem Standstreifen der A3 bei Würzburg, mobiler Reifen Notdienst bei Tageslicht
Mobiler LKW-Reifenservice auf der A3 bei Würzburg: Sattelzug mit Silo-Auflieger steht auf dem Standstreifen, die Reifenpanne am Auflieger wird behoben.

Dieser Einsatz zeigt, wie ein mobiler LKW Reifenservice im Alltag abläuft: Was in den ersten Minuten am Telefon geklärt wird, wie die Partnerbrigade anrückt, was auf dem Standstreifen passieren muss und wo die Zeit tatsächlich vergeht. Wir gehen den Fall Schritt für Schritt durch, mit Uhrzeiten, Drehmomenten und der vollständigen Kostenaufstellung. Wer als Fahrer oder Disponent gerade selbst in so einer Lage steckt, findet im Abschnitt zur Sofort-Hilfe die wichtigsten Punkte.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ort: A3 bei Würzburg, Fahrtrichtung Nürnberg, Standstreifen, Tageslicht, trockene Fahrbahn
  • Fahrzeug: Renault-Trucks-Sattelzugmaschine mit Silo-Sattelauflieger
  • Defekt: beschädigter Reifen an der Achse des Aufliegers, Dimension 385/65 R22.5
  • Ersatz: Hankook TH31 (Anhängerreifen), Fülldruck nach Montage 8,5 bar
  • Zeit: Anruf 14:04 Uhr, Weiterfahrt 15:52 Uhr, gesamt 1 Std. 48 Min.
  • Kosten: 905 Euro netto zzgl. MwSt.
  • Folgeschäden: keine, weil der Fahrer sofort angehalten hat

Die Notlage: Reifenpanne am Silo-Auflieger auf der A3

Die A3 gehört zu den meistbefahrenen Güterverkehrsachsen Deutschlands. Zwischen Frankfurt und Nürnberg rollen täglich Zehntausende Lkw, bei Würzburg zusätzlich mit Steigungen und dichtem Verkehr. Ein defekter Reifen an dieser Stelle ist kein Kleinkram, sondern ein echtes Risiko für alle Beteiligten.

Der Fahrer in unserem Fall hatte bemerkt, dass sich das Fahrverhalten des Aufliegers veränderte. Er nahm das Tempo zurück, setzte den Blinker und fuhr kontrolliert auf den Standstreifen. Das war die richtige Entscheidung. Wer bei einem schleichenden oder plötzlichen Druckverlust am Auflieger einfach weiterrollt, riskiert, dass die Karkasse komplett aufgibt, Gummifetzen auf die Fahrbahn gelangen und die Felge auf dem Asphalt schleift.

Er stellte das Warndreieck auf, schaltete die Warnblinkanlage ein, zog die Warnweste an und verließ das Fahrzeug über die Beifahrerseite, weg vom fließenden Verkehr. Erst danach griff er zum Telefon. Diese Reihenfolge ist wichtig und kostet nur wenige Minuten.

Betroffen war die Achse im hinteren Fahrwerk des Aufliegers. Ein Silo-Auflieger transportiert Schüttgut wie Mehl, Zement oder Futtermittel und ist im beladenen Zustand schwer. Die Last verteilt sich auf drei Achsen, fällt aber ein Reifen aus, tragen die Nachbarreifen mehr, als sie sollen. Deshalb gilt: Nicht weiterfahren, auch nicht „nur bis zur nächsten Ausfahrt“.

Wie wir die Hilfe organisiert haben

Unsere Disponenten arbeiten rund um die Uhr, auch an einem ganz normalen Dienstagnachmittag. Nach dem Anruf um 14:04 Uhr lief die Abstimmung in dieser Reihenfolge:

  1. Standort bestätigen: Autobahn, Fahrtrichtung, nächste Anschlussstelle und Standstreifen. Der Fahrer teilte außerdem seinen Live-Standort per Handy.
  2. Schaden einordnen: Welches Rad genau, vorne oder hinten an der Achsgruppe, Zwillingsbereifung oder Einzelbereifung, Zustand der Felge.
  3. Dimension klären: Auf dem Reifen stand 385/65 R22.5, der Fahrer fotografierte außerdem die Seitenwand. Daraus ergab sich der Typ Hankook TH31, ein Anhängerreifen mit rundem Profil für Fernverkehr.
  4. Partner auswählen: Aus unserem Netz wurde die Brigade ausgewählt, die am schnellsten mit passender Ausrüstung vor Ort sein konnte. Sie hatte den Reifen bereits im Fahrzeug.
  5. Kosten nennen: Noch am Telefon bekam der Fahrer die Preisspanne, damit der Disponent seiner Spedition nicht erst später überrascht wird.

Nach 12 Minuten war alles geklärt, der Einsatz war vergeben. Genau diese Phase entscheidet oft darüber, ob ein Einsatz 90 Minuten oder drei Stunden dauert. Wer nur „Reifen kaputt“ sagt, verliert Zeit. Wer Größe, Position und Standort liefert, spart sie.

Mehr zum Ablauf finden Sie auf unserer Seite zum Reifenservice für Lkw, die auch die verschiedenen Einsatzarten erklärt.

Warum man mit einer Reifenpanne am Auflieger nicht weiterfährt

Ein Lkw-Reifen arbeitet bei 8,5 bis 9,5 bar, das ist rund das Vierfache eines Pkw-Reifens. Fällt der Druck ab, verformt sich die Flanke bei jeder Umdrehung stärker, und die Reifentemperatur steigt rasch. Schon wenige Kilometer mit zu wenig Luft können die Karkasse so schädigen, dass der Reifen nicht mehr zu retten ist.

Dazu kommt die Achslast. Ein Sattelauflieger darf in Deutschland je nach Achsgruppe bis etwa 24 Tonnen auf dem Fahrwerk tragen. Fällt ein Rad aus, springen die Nachbarreifen ein und werden überlastet. Das kann einen Folgeplatzer auslösen, oft am Reifen direkt daneben.

Und dann ist da noch die Felge. Rollt ein Reifen ohne Luftdruck, drückt die Last den Felgenrand in den Reifen und gegen den Asphalt. Eine verformte Felge muss ersetzt werden. Das sind schnell mehrere hundert Euro Zusatzkosten und, noch wichtiger, ein weiteres Ersatzteil, das auf der Autobahn niemand eben mal im Kofferraum hat.

Die gesetzliche Seite regelt unter anderem § 36 StVZO: Reifen müssen für das Fahrzeug geeignet und in verkehrssicherem Zustand sein, dazu gehört die Mindestprofiltiefe. Ein beschädigter Reifen erfüllt diese Anforderung nicht mehr. Wer trotzdem fährt, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern im Schadensfall auch Ärger mit der Versicherung.

Reifen wechseln auf dem Standstreifen: der Ablauf in fünf Schritten

Der Einsatz folgt einem festen Schema. Die Brigade traf um 14:52 Uhr ein, also 36 Minuten nach Disponenten-Freigabe. Danach lief alles in dieser Reihenfolge.

Schritt 1: Schaden prüfen (8 Minuten, gemeinsam mit der Absicherung)

Der Techniker begutachtet Reifen und Felge. Wichtig sind: Sitz der Beschädigung (Lauffläche oder Flanke), Zustand des Felgenhorns, Ventil und Radmuttern. Bei dieser Panne war die Felge in Ordnung, nur der Reifen musste getauscht werden. Das ist der günstige Fall.

Schritt 2: Einsatzstelle sichern

Die Brigade stellt ein zusätzliches Warnschild und einen Leitkegel auf, schaltet ein Blinklicht ein und sichert den Lkw gegen Wegrollen mit Unterlegkeilen. Das Arbeiten auf dem Standstreifen bei Tempo 80 bis 90 neben der Fahrbahn bleibt eine der gefährlichsten Tätigkeiten im Pannendienst. Deshalb steht die Absicherung vor jedem Handgriff am Rad.

Schritt 3: Rad demontieren

Der Techniker bockt die Achse mit einem Rangierwagenheber oder Hydraulikheber auf, lockert die Radmuttern und nimmt das Rad ab. Ein Lkw-Rad mit Reifen 385/65 R22.5 wiegt gut 90 bis 100 Kilogramm. Wer das ohne Hilfsmittel versucht, riskiert Rücken und Finger.

Schritt 4: Neuen Reifen montieren

Auf der Felge sitzt jetzt der neue Hankook TH31 385/65 R22.5. Der Reifen wird aufgezogen, mit Montagepaste an der Wulst versehen und auf 8,5 bar gefüllt. Das Rad wird zurück auf die Nabe gesetzt, die Anlageflächen sind vorher gereinigt worden. Rost oder Schmutz an der Nabe führen später zu gelösten Radmuttern.

Montage und Wechsel dauerten zusammen 34 Minuten, von 15:00 bis 15:34 Uhr.

Schritt 5: Anzugsmoment und Endkontrolle

Die Radmuttern werden über Kreuz, also sternförmig, mit dem Drehmomentschlüssel angezogen. Die Werte hängen vom Radsystem ab. Bei den gängigen Anhängerachsen liegen sie meist bei 600 bis 700 Nm, bei Scheibenrädern teils bei 500 bis 550 Nm. Danach wird der Reifendruck erneut geprüft und notiert. Wichtig: Nach 50 bis 100 Kilometern sollte der Fahrer die Muttern noch einmal kontrollieren lassen.

Der komplette Zeitplan im Überblick

Uhrzeit Phase Aktion
14:04 Anruf Fahrer meldet beschädigten Reifen am Auflieger, steht auf dem Standstreifen, Warndreieck ist aufgestellt
14:04–14:16 Disposition Dimension und Radposition geklärt, Hankook TH31 385/65 R22.5 ausgewählt, nächster Partner beauftragt (12 Min.)
14:16–14:52 Anfahrt Brigade fährt über die A3 mit Reifen und Hebezeug (36 Min.)
14:52–15:00 Prüfung und Absicherung Reifen und Felge geprüft, Einsatzstelle gesichert, Kegel, Blinklicht, Unterlegkeile (8 Min.)
15:00–15:34 Demontage und Montage Achse angehoben, Rad abgenommen, Reifen getauscht, Befüllung auf 8,5 bar (34 Min.)
15:34–15:46 Anzug und Kontrolle Radmuttern über Kreuz mit Drehmomentschlüssel angezogen, Druck erneut geprüft (12 Min.)
15:46–15:52 Abschluss Altreifen entsorgt, Papiere erledigt, Weiterfahrt (6 Min.)

Gesamtdauer: 108 Minuten (1 Std. 48 Min.) vom Anruf bis zur Weiterfahrt.

Auffällig ist der Anteil der Anfahrt: Mehr als ein Drittel der Gesamtzeit entfällt auf die 36 Minuten zwischen Beauftragung und Ankunft. Das ist auf einer stark befahrenen Autobahn wie der A3 ein guter Wert. Bei Stau, Regen oder nachts dauert es länger.

Was kostet ein LKW-Reifenwechsel auf der Autobahn?

Ein mobiler Reifenwechsel am Auflieger kostete in diesem Fall 905 Euro netto. Diese Summe setzt sich aus Anfahrt, Arbeitszeit, Neureifen und Entsorgung zusammen. Alle Beträge verstehen sich zzgl. MwSt.

Position Preis (EUR)
Anfahrt 240
Arbeitszeit, 1,5 Std. à 110 EUR 165
Reifen Hankook TH31 385/65 R22.5 480
Entsorgung Altreifen 20
GESAMT 905

Wovon der Preis abhängt

Mehrere Faktoren verschieben die Summe nach oben oder unten:

  • Tageszeit: Nachts, an Wochenenden und Feiertagen kommen je nach Einsatz 25 bis 50 Prozent Zuschlag auf die Anfahrt hinzu.
  • Entfernung: Je weiter der nächste Partner entfernt ist, desto höher die Anfahrtspauschale.
  • Reifentyp: Ein Anhängerreifen 385/65 R22.5 kostet typischerweise zwischen 420 und 540 Euro, ein Antriebsreifen in 315/80 R22.5 liegt meist zwischen 480 und 620 Euro.
  • Zustand der Felge: Ist sie beschädigt, kommen Ersatz oder Aufbereitung dazu.
  • Anzahl der Reifen: Müssen zwei Reifen gewechselt werden, sinkt der Anteil der Anfahrt pro Rad.

Was ein Stillstand kostet

Wer den Auflieger stehen lässt, spart nichts. Ein stehender Sattelzug verursacht je nach Fahrzeug und Auftrag rund 800 bis 1.200 Euro pro Tag an Standkosten, dazu kommen Vertragsstrafen bei verspäteter Zustellung und der gebundene Fahrer, dessen Lenkzeit weiterläuft. Eine Reifenpanne, die in zwei Stunden behoben ist, kostet deshalb fast immer weniger als der Stillstand bis zum nächsten Morgen.

Preisbereiche nach Reifengröße haben wir oben aufgeführt.

Warum Selbsthilfe bei Lkw-Reifen keine gute Idee ist

Viele Fahrer haben schon einmal ein Rad gewechselt, aber meistens am Pkw. Am Lkw sieht die Sache anders aus. Die wichtigsten Risiken im Überblick:

  • Gewicht: Ein montiertes Rad wiegt 90 bis 100 kg, der Wagenheber im Bordwerkzeug reicht für den beladenen Auflieger nicht aus.
  • Standstreifen: Wer dort neben der Fahrbahn arbeitet, steht im Windsog vorbeifahrender Lkw. Das ist gefährlich und in vielen Fällen auch nicht erlaubt, weil der Fahrer seine Lenkzeit verbraucht.
  • Drehmoment: Ohne passenden Drehmomentschlüssel werden Radmuttern zu locker oder zu fest angezogen. Beides kann zu Radverlust oder Gewindeschäden führen.
  • Befüllung: 8,5 bar Druck ohne passenden Kompressor und Sicherungsvorrichtung sind gefährlich. Ein platzender Reifen kann Menschen verletzen.
  • Versicherung: Wer Schäden durch unsachgemäße Montage verursacht, steht schnell ohne Schutz da.
  • Keine Ersatzreifen: Kaum ein Auflieger führt ein Ersatzrad mit, und selbst wenn, ist die Bordausrüstung meist unzureichend.

Dazu kommt ein praktischer Punkt: Die Partnerbrigade hat Reifen, Hebezeug und Erfahrung dabei. Sie arbeitet mit Routine, sichert die Stelle ab und kennt die typischen Fehlerquellen bei Radmuttern und Nabenflächen.

Handschriftliche Notiz mit Skizze des Aufliegers und Reifengröße 385/65 R22.5 Hankook für den Reifenservice vor Ort

Typische Einsätze, zu denen wir in Deutschland ausrücken

Die Panne bei Würzburg ist ein typischer Fall, aber längst nicht der einzige. Unser Reifen Notdienst und die Pannenhilfe decken in ganz Deutschland folgende Lagen ab:

  • Reifenpanne auf der Autobahn an Zugmaschine oder Auflieger, Reifenplatzer oder schleichender Druckverlust
  • Reifenschaden auf Rastplatz oder Autohof, oft nach langer Standzeit oder Fremdkörpern im Profil
  • Reifenwechsel vor Ort bei Flottenkunden, etwa saisonaler Radwechsel auf dem Betriebshof
  • Felgenschäden nach Bordsteinkontakt oder Fahrt mit zu wenig Druck
  • Notfall-Radwechsel in der Nacht, auch bei Dunkelheit und Regen
  • Reifenkontrolle für Fuhrparks, zum Beispiel Druckkontrolle an der Zwillingsbereifung
  • Mobile Reparatur kleinerer Defekte, wenn eine Reparatur nach Vorschrift noch möglich ist
  • Kombinierte Einsätze, bei denen neben dem Reifen auch andere Baugruppen geprüft werden

Auch Transporter, Kipper, Tiertransporter und Busse gehören dazu. Je nach Fahrzeug bringen wir die passende Dimension mit, von 235/65 R16C über 245/70 R19.5 bis hin zu 315/80 R22.5 und 385/65 R22.5.

Wenn an Ihrem Fahrzeug mehr als nur der Reifen betroffen ist, hilft unser mobiler Service für Nutzfahrzeuge oder, falls eine Werkstatt nötig wird, die Lkw-Werkstatt.

Reifenpanne vorbeugen: Empfehlungen für Fahrer und Fuhrparks

Nicht jede Panne lässt sich vermeiden, viele aber schon. Diese Punkte haben sich in der Praxis bewährt:

  1. Luftdruck wöchentlich messen, nicht nur vor langen Fahrten. Ein Druckverlust von 1 bar fällt optisch kaum auf, schädigt aber die Karkasse.
  2. Zwillingsreifen auf Druckdifferenz prüfen. Unterscheiden sich zwei Reifen auf derselben Achse deutlich im Druck, trägt der härtere mehr Last.
  3. Profiltiefe kontrollieren. Das Gesetz verlangt mindestens 1,6 mm, bei Lenkachsen empfehlen sich deutlich mehr Reserven, besonders im Winter.
  4. Auf Fremdkörper achten: Steine im Profil, Nägel, Schrauben, Glas. Sie gehören entfernt, bevor sie die Lauffläche durchdringen.
  5. Seitenwände prüfen. Risse, Beulen und Schnitte sind Alarmsignale, die zum sofortigen Austausch führen sollten.
  6. Ventilkappen und Ventile kontrollieren. Ein undichtes Ventil verursacht schleichenden Druckverlust.
  7. Radmuttern nachziehen, vor allem nach einem Radwechsel oder einer Reparatur.
  8. Alter beachten: Die DOT-Nummer verrät das Herstellungsdatum. Reifen älter als sechs bis acht Jahre sollten sorgfältig geprüft werden.

Für Speditionen lohnt sich ein fester Prüfplan. Wer jede Woche einen Rundgang mit dem Druckprüfer macht und das Ergebnis im Fahrtenbuch notiert, erkennt schleichende Probleme früh. Die Kosten dafür sind gering im Vergleich zu einer Panne unterwegs.

Kommt es doch zur Panne, gilt die Reihenfolge aus dem Einsatz oben: anhalten, absichern, anrufen.

Lkw-Reifen im Fuhrpark: Marken, Dimensionen und worauf es ankommt

Wer einen Fuhrpark betreut, steht regelmäßig vor der Frage, welche Reifen sich für welchen Einsatz eignen. Der Markt ist breit: Michelin, Continental, Goodyear, Bridgestone, Hankook, Pirelli und weitere Hersteller bieten Premiumreifen und Budgetlinien an.

Im vorliegenden Fall kam ein Hankook TH31 zum Einsatz. Das ist ein Anhängerreifen, der für Fernverkehr und Regionalverkehr gedacht ist. Auf der Hankook-Seite finden sich die technischen Daten, hier der Link zu den Lkw-Reifen von Hankook. Wer einen Reifen anderer Marke fährt, sollte beim Austausch möglichst dieselbe Fabrikatsklasse wählen, besonders bei Zwillingsbereifung.

Was die Bezeichnung 385/65 R22.5 bedeutet

385/65 R22.5 ist die Normbezeichnung: 385 steht für die Reifenbreite in Millimetern, 65 für das Verhältnis von Höhe zu Breite in Prozent, R für Radialbauweise, 22.5 für den Felgendurchmesser in Zoll. Die Normen für Reifen- und Felgengrößen legt die europäische Organisation ETRTO fest.

Auf der Seitenwand stehen außerdem Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex. Diese Werte müssen mit den Fahrzeugpapieren übereinstimmen. Ein Reifen mit zu niedrigem Index darf nicht montiert werden, auch wenn er in der Größe passt.

Neureifen oder runderneuert?

Runderneuerte Reifen sind bei Anhängern und für die Antriebsachse im Nahverkehr verbreitet. Sie sparen Kosten und sind ökologisch sinnvoll. Für Lenkachsen im Fernverkehr empfehlen die meisten Flottenmanager dagegen Neureifen. Im Pannenfall kommt es auf die Verfügbarkeit an: Unser Partner bringt in der Regel einen Neureifen mit, weil nur so Qualität und Gewährleistung sicher sind.

Zugmaschine und Auflieger: Wo die meisten Pannen passieren

Aus unserer Einsatzstatistik fällt auf, dass Reifenpannen am Auflieger häufiger sind als an der Zugmaschine. Der Grund ist einfach: Die Aufliegerachsen werden seltener kontrolliert, und der Fahrer sieht sie im Spiegel schlecht. Wer die Zugmaschine kennt, etwa den Renault-Trucks-Zug aus unserem Fall, weiß, dass der Hersteller mit eigenen Servicepartnern wirbt. Die offiziellen Informationen findet man bei Renault Trucks Deutschland. Bei Reifenpannen am Auflieger hilft das aber nur begrenzt, weil der Hersteller der Zugmaschine mit dem Fahrwerk des Aufliegers nichts zu tun hat. Hier ist ein herstellerunabhängiger Dienst gefragt.

Reifen Notdienst für Lkw: so läuft ein Anruf bei uns ab

Wer bei uns anruft, sollte folgende Angaben bereithalten:

  • Standort (Autobahn, Richtung, Anschlussstelle oder Parkplatz)
  • Fahrzeugtyp (Zugmaschine, Auflieger, Transporter, Bus)
  • Reifendimension, am besten als Foto der Seitenwand
  • Position des defekten Rades
  • Zustand der Felge, soweit erkennbar
  • Name und Rückrufnummer des Fahrers oder Disponenten

Mit diesen Angaben können wir den passenden Reifen und die richtige Ausrüstung schon vor der Anfahrt zusammenstellen. Wer die Dimension nicht kennt, schickt ein Foto per WhatsApp. Wenn der Fahrer eine andere Sprache spricht als Deutsch, kein Problem: Unsere Disposition arbeitet mehrsprachig und kommt mit Deutsch, Englisch, Polnisch und Russisch zurecht.

Eine Übersicht aller Wege zu uns bietet die Seite Kontakt.

Häufige Fragen zum mobilen Reifenservice für Lkw

Wie schnell ist ein mobiler LKW Reifenservice vor Ort?

Auf Autobahnen liegt die Anfahrt meist zwischen 35 und 70 Minuten, in unserem Fall bei Würzburg waren es 36 Minuten nach der Disposition. Mit der Klärung am Telefon (10 bis 20 Minuten) ergibt sich eine Gesamtdauer von etwa 1,5 bis 3 Stunden. Nachts oder bei schlechtem Wetter kann es länger dauern.

Was kostet ein Reifenwechsel für Lkw auf der Autobahn?

Ein typischer Einsatz mit Neureifen liegt bei 750 bis 1.400 Euro netto, abhängig von Anfahrt, Reifentyp und Tageszeit. In unserem Fall waren es 905 Euro netto. Der Neureifen macht mit 480 Euro etwa die Hälfte der Summe aus. Nachts und am Wochenende kommen Zuschläge hinzu.

Wer zahlt die Reifenpanne?

Der Fahrzeughalter trägt die Kosten, sofern keine Versicherung oder ein Schutzbrief einspringt. Bei Verschleiß oder Fremdkörpern übernehmen die meisten Kaskoversicherungen den Reifenschaden nicht. Bei einem Unfall greift die Haftpflicht des Verursachers. Klären Sie das im Vorfeld mit Ihrer Versicherung oder Ihrem Flottenmanager.

Darf ich mit einem beschädigten Reifen noch bis zur Werkstatt fahren?

Grundsätzlich nein. Ein Reifen mit Druckverlust oder sichtbarer Beschädigung ist nicht verkehrssicher, siehe § 36 StVZO. Eine Weiterfahrt riskiert Folgeschäden an Felge und Nachbarreifen. Die Ausnahme ist eine kurze, langsame Fahrt zum nächsten sicheren Halteplatz.

Welche Reifen bringt der Pannendienst mit?

Wir bringen die Dimension mit, die Sie am Telefon angeben, zum Beispiel 385/65 R22.5, 315/80 R22.5, 245/70 R19.5 oder 235/65 R16C. Markenwünsche besprechen wir vorab. Ist Ihr Wunschreifen nicht verfügbar, bieten wir eine gleichwertige Alternative an.

Muss ich beim Reifenwechsel dabei bleiben?

Ja, ein Ansprechpartner sollte vor Ort sein, um Arbeiten zu bestätigen und Papiere zu unterschreiben. Der Fahrer darf aber während der Arbeit hinter der Leitplanke warten. Aus Sicherheitsgründen bleibt niemand direkt neben dem Standstreifen.

Warum Fahrer und Speditionen sich für LKWHelp24 entscheiden

Wir sind kein Pannenclub für Pkw und kein Werkstattbetrieb mit einem einzelnen Wagen. Wir sind ein Netzwerk aus Disposition und Partnerbrigaden, spezialisiert auf Nutzfahrzeuge.

  • Rund um die Uhr erreichbar: Tag, Nacht, Sonntag, Feiertag. Das Telefon wird abgenommen.
  • Geprüftes Partnernetz in ganz Deutschland: Wir arbeiten nur mit Brigaden, die Lkw-Erfahrung und die passende Ausrüstung haben.
  • Transparente Preise: Die Kosten werden vor der Anfahrt genannt, die Rechnung enthält alle Positionen einzeln.
  • Mehrsprachige Disposition: Deutsch, Englisch, Polnisch, Russisch. Das spart Zeit, wenn Fahrer aus ganz Europa betroffen sind.
  • Alles aus einer Hand: Von der Reifenpanne über Abschleppdienst und Bergung bis zur Werkstatt. Wenn der Reifen nicht das einzige Problem ist, müssen Sie nicht neu anrufen.

Unser Ziel ist nicht, möglichst viele Einsätze zu fahren, sondern jeden Einsatz so zu erledigen, dass das Fahrzeug anschließend sicher weiterfährt.

Zusammenfassung

Merkmal Wert
Einsatzort A3 bei Würzburg, Fahrtrichtung Nürnberg, Standstreifen
Fahrzeug Renault-Trucks-Sattelzug mit Silo-Auflieger
Reifen Hankook TH31, 385/65 R22.5
Disposition 12 Minuten
Anfahrt der Brigade 36 Minuten
Arbeitszeit vor Ort 54 Minuten (inkl. Prüfung, Montage, Anzug)
Gesamtdauer 108 Minuten (1 Std. 48 Min.)
Kosten 905 Euro netto zzgl. MwSt.
Fülldruck 8,5 bar
Folgeschäden keine

Der Fall zeigt, was bei einer Reifenpanne am Auflieger zählt: sofort anhalten, Stelle sichern, die richtigen Angaben durchgeben und die Arbeit einer eingespielten Brigade überlassen. Mit dieser Reihenfolge lässt sich der Ausfall auf unter zwei Stunden begrenzen.

Reifenpanne auf der Autobahn? Rufen Sie uns an

Steht Ihr Lkw oder Auflieger mit defektem Reifen auf dem Standstreifen? Wir sind sofort für Sie da.

Telefon: +49 160 5753826
Web: www.lkwhelp24.com
Rund um die Uhr, in ganz Deutschland

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