Wer einen LKW ab 7,5 t fährt, muss die Achslast im Fahrzeugschein kennen. Die zulässige Achslast ist im Fahrzeugschein vermerkt und bildet eine feste Grenze für jeden Einsatz im Straßenverkehr. Dieser Artikel erklärt in kurzer, einfacher Sprache, wo Sie die Angaben in der Zulassungsbescheinigung Teil I finden, wie Sie Überladung vermeiden und was bei Verstößen passiert. Der Artikel richtet sich vor allem an LKW-Fahrer, Disponenten und Flottenbetreiber.
Wichtigste Punkte auf einen Blick
Die Achslast im Fahrzeugschein gibt an, wie viel Gewicht maximal über jede einzelne Achse auf die Straße wirken darf. Die zulässige Achslast steht in der Zulassungsbescheinigung Teil I – dem Dokument, das früher einfach „Fahrzeugschein“ hieß. Hier sind die wichtigsten Infos in Kürze:
- Die zulässige Achslast finden Sie in den Feldern 7.1, 7.2, 7.3 (technisch zulässig vom Hersteller) sowie 8.1, 8.2, 8.3 (gesetzlich zulässig in Deutschland) der Zulassungsbescheinigung Teil 1.
- Das tatsächliche Gewicht auf der jeweiligen Achse darf den im Fahrzeugschein genannten Wert nicht überschreiten – auch dann nicht, wenn das zulässige Gesamtgewicht insgesamt eingehalten wird.
- Eine Überschreitung der Achslast kann Bußgelder, Punkte in Flensburg und sogar eine Stilllegung des Fahrzeugs nach sich ziehen.
- Die Achslast beeinflusst die Fahrzeugstabilität und den Reifenverschleiß direkt. Überladung erhöht das Risiko für Reifenplatzer und Unfälle.
- LKWHelp24 hilft bei Reifenschäden, Pannen und Achsproblemen – aber ausschließlich bei Nutzfahrzeugen ab 7,5 t und Bussen. Für PKW, Transporter unter 7,5 t und Wohnmobile wenden Sie sich bitte an den ADAC oder einen örtlichen Pannendienst.
Was bedeutet Achslast beim LKW genau?
Die Achslast beschreibt das Gewicht, das über eine einzelne Achse auf die Straße wirkt. Jede Achse eines Fahrzeugs – ob Vorderachse, Antriebsachse oder Trailerachse – trägt einen Teil des Fahrzeuggewichts und der Ladung.
Dabei gibt es zwei wichtige Werte:
- Tatsächliche Achslast: Das reale Gewicht, das gerade auf der Achse liegt. Dieses ändert sich mit jeder Beladung, jedem Tankfüllstand und jeder Position der Ladung. Die Achslast kann sich also je nach Beladung ändern.
- Zulässige Achslast: Der Maximalwert laut Fahrzeugschein. Diesen Wert legt der Fahrzeughersteller fest, und der Zulassungsstaat bestätigt ihn. Die zulässige Achslast darf nicht überschritten werden.
Ein Beispiel mit konkreten Zahlen:
- Eine 18-t-Sattelzugmaschine mit 2 Achsen hat typischerweise etwa 7,5 t zulässige Last auf der Vorderachse und bis zu 11,5 t auf der angetriebenen Hinterachse.
- Ein dreiachsiger Auflieger (Anhänger) kann je nach Achsabstand etwa 3 × 9 t als Achslastgrenze haben – also insgesamt bis zu 27 t auf der Dreifachachse.
Die Achslast verändert sich im Alltag ständig: durch Tanken, Verbrauch, Bewegung der Ladung oder ungleiche Verteilung von Paletten. Deshalb muss die Achslast muss beim Beladen eines Fahrzeugs beachtet werden, um Überlastung zu vermeiden.
Achslast im Fahrzeugschein finden: Zulassungsbescheinigung Teil I / Teil 1
Der Fahrzeugschein heißt heute offiziell Zulassungsbescheinigung Teil I. Viele sagen auch Zulassungsbescheinigung Teil 1 – gemeint ist dasselbe Dokument. Die Achslast steht in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 – und zwar an klar definierten Stellen.
So finden Sie die Angaben:
Feld | Bedeutung | Erklärung |
|---|---|---|
7.1 | Technisch zulässige Achslast – Achse 1 | Feld 7.1 zeigt die zulässige Achslast der Vorderachse 7.2 die der zweiten Achse an. |
7.2 | Technisch zulässige Achslast – Achse 2 | Feld 7.2 und 7.3 zeigen die Achslast der Hinterachse bzw. weiterer Achsen an. |
7.3 | Technisch zulässige Achslast – Achse 3 | Wert vom Hersteller für die dritte Achse (falls vorhanden). |
8.1 | Zulässige Achslast im Zulassungsstaat – Achse 1 | Punkt 8.1 zeigt den gesetzlich erlaubten Wert in Deutschland. |
8.2 | Zulässige Achslast im Zulassungsstaat – Achse 2 | Gesetzlich zulässig in Deutschland, Achse 2. |
8.3 | Zulässige Achslast im Zulassungsstaat – Achse 3 | Gesetzlich zulässig in Deutschland, Achse 3. |
Bei einer Kontrolle durch Polizei oder BAG zählt immer der kleinere Wert – also in der Regel der Wert unter Punkt 8.1, 8.2 oder 8.3. |
Bei sehr alten Fahrzeugscheinen (vor 2005) stehen Achslast-Angaben unter den Feldern 16 und 18. Wenn Sie einen Fahrzeugbrief besitzen, finden Sie dort keine Achslasten – diese stehen nur in der Zulassungsbescheinigung.
Tipp: Führen Sie immer eine Kopie oder ein Handyfoto der Zulassungsbescheinigung Teil I im LKW mit. So können Sie bei Kontrollen oder Pannen sofort die relevanten Dokumente und Achslastwerte durchgeben.
Zusammenhang von Achslast, zulässigem Gesamtgewicht und Nutzlast
Für LKW über 7,5 t, Auflieger und Busse gelten zwei Grenzen gleichzeitig: das zulässige Gesamtgewicht und die zulässige Achslast. Beide darf der Fahrer nie überschreiten. Das Gesamtgewicht (Gesamtmasse) steht im Feld F.1 bzw. F.2 der Zulassungsbescheinigung Teil I.
Entscheidend: Ein Fahrzeug kann insgesamt innerhalb seiner zulässigen Gesamtmasse liegen und trotzdem eine Achse überlasten. Das passiert bei falscher Verteilung der Ladung.
Die Nutzlast (Zuladung) berechnet sich einfach:
Nutzlast = zulässige Gesamtmasse (F.2) – Leergewicht (Feld G)
Das Leergewicht im Feld G enthält das Fahrzeug mit Aufbau, Werkzeug, Ersatzrad, Fahrer (75 kg) und einen zu 90 % gefüllten Tank. Zusatzausstattung wie ein Kranaufbau oder eine Kühleinheit erhöht das tatsächliche Fahrzeuggewicht und senkt die verfügbare Zuladung.
Beispiel mit Zahlen: Ein 26-t-3-Achser hat ein Leergewicht von 17.000 kg. Die Nutzlast beträgt also 9.000 kg. Wenn ein Fahrer 9.000 kg Paletten ganz hinten im Laderaum stapelt, kann die Hinterachse überlastet sein – obwohl das Gesamtgewicht stimmt. Die tatsächliche Achslast kann durch ungleichmäßige Gewichtsverteilung stark variieren.
Wie wird die Achslast beim LKW grob berechnet?
Eine exakte Berechnung der Achslast ist komplex und ersetzt keine Waage. Trotzdem hilft eine grobe Orientierung im Alltag. Für die Berechnung der durchschnittlichen Achslast ist eine vereinfachte Formel anwendbar:
Grobe Achslast = (Leergewicht + Zuladung) ÷ Anzahl der Achsen
Die Achslast errechnet sich aus Leergewicht plus Zuladung. Diese Formel liefert aber nur einen Durchschnittswert. In der Praxis hängt die tatsächliche Last pro Achse von mehreren Eigenschaften ab:
- Achsabstände und Radstand
- Schwerpunkt und Position der Ladung
- Bauart des Fahrzeugs (Aufbau, Motorposition)
- Tankfüllstand und Gepäck im Fahrerhaus
Beispiel: Wenn schwere Paletten zu weit nach hinten im Auflieger stehen, steigen die Achslasten der Trailerachsen stark an. Gleichzeitig kann die Vorderachse entlastet werden – was ebenfalls gefährlich ist, weil die Lenkung instabil wird.
Bei kritischen Ladungen wie Maschinen, Schwerlast oder Punktlasten empfiehlt es sich, Berechnungsprogramme oder Tabellen des Herstellers zu nutzen. Wer wissen möchte, wie viele Paletten in einen LKW passen und wie die Verteilung optimal aussieht, findet dort weitere Informationen. Ergänzend kann ein spezialisierter mobiler LKW-Reifenservice in Deutschland helfen, reifen- und achsrelevante Risiken bei hoher Last frühzeitig zu erkennen. Im Zweifel fahren Sie eine geeichte Fahrzeugwaage an.
Achslast und Ladungsverteilung im Speditionsalltag
Im internationalen Fernverkehr herrscht oft Zeitdruck. Enge Lieferfenster führen dazu, dass die Beladung nicht immer optimal verteilt wird. Die Achslast muss bei der Beladung gleichmäßig verteilt werden – das ist kein Kann, sondern ein Muss.
So können Disponenten und Fahrer im Alltag die Achslast beachten:
- Palettenverteilung: Schwere Paletten gleichmäßig zwischen Sattelplatte und Trailerachsen verteilen. Nicht alles nach hinten laden.
- Achsverstellung: Bei vielen Aufliegern lassen sich die Achsen verschieben, um die Last besser zu verteilen. Das verändert die Achslast direkt.
- Kingpin-Position: Die Position des Königszapfens beeinflusst, wie viel Gewicht als Stützlast auf die Zugmaschine wirkt.
- Software: Moderne Speditionen nutzen Ladeplanungssoftware, die aus Palettenpositionen die Achslasten im Voraus berechnet.
Besondere Vorsicht gilt bei:
- Kühlaufliegern: Kältemittel und Aggregatgewicht verändern die Last.
- Tankfahrzeugen: Flüssigkeiten bewegen sich während der Fahrt und verschieben die Last.
- Schüttgut: Durch Verbrauch oder Entladung an Teilstellen verschiebt sich der Schwerpunkt.
Zulässige Achslast laut StVZO und Brückenformel
Die maximalen Achslasten sind in der StVZO geregelt – konkret in § 34 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung. Dort stehen die gesetzlichen Grenzwerte für Deutschland. Die zulässige Achslast bildet eine technische und gesetzliche Grenze für den Betrieb jedes Kraftfahrzeugs.
Überblick über die wichtigsten Grenzwerte:
Achstyp | Maximale Achslast |
|---|---|
Einzelachse ohne Antrieb | 10,00 t |
Einzelachse mit Antrieb | 11,50 t |
Doppelachse (Achsabstand 1,0–1,3 m) | 16,00 t |
Doppelachse (Achsabstand 1,3–1,8 m) | 18,00 t (bis 19 t unter bestimmten Bedingungen) |
Dreifachachse (Achsabstand ≤ 1,30 m) | ca. 21,00 t |
Dreifachachse (Achsabstand 1,30–1,40 m) | 24,00 t |
Diese Werte gelten nur bei Luftreifen und passender Federung. Die sogenannte Brückenformel schützt Straßen und Brücken, indem sie die zulässige Last in Abhängigkeit vom Achsabstand begrenzt. Es geht dabei nicht nur um das Fahrzeug selbst, sondern vor allem um die Infrastruktur. |
Wichtig für internationale Fahrer: Andere Länder in der EU haben teilweise abweichende Grenzwerte. Die EU-Richtlinie 96/53/EG setzt Rahmen, aber nationale Unterschiede bleiben bestehen. Prüfen Sie bei Sondertransporten und Grenzfahrten immer die nationalen Vorschriften und nötigen Genehmigungen.
Bußgelder und Folgen bei Überschreitung der Achslast
Eine Überschreitung der Achslast kann Bußgelder nach sich ziehen – und das bereits bei kleinen Abweichungen. Eine Überladung kann zu Bußgeldern und Punkten führen. Hier die wichtigsten Konsequenzen:
- Unter 5 % Überschreitung: Bußgeld ab ca. 30 € pro Verstoß.
- 5–10 % Überschreitung: Bußgelder bis etwa 235 € und ein Punkt in Flensburg sind möglich.
- Erhebliche Überladung: Polizei und BAG können die Weiterfahrt untersagen, bis umgeladen oder entladen wurde.
- Unfallfolgen: Bei einem Unfall mit überladener Achse können Versicherungen die Leistung kürzen oder ganz verweigern.
- Verantwortung: Nicht nur der Fahrer haftet. Auch der Unternehmer und der Disponent tragen bei gewerblichen Fahrten arbeitsrechtliche und strafrechtliche Verantwortung.
Die Bußgelder steigen mit dem Grad der Überladung. Bei ADAC finden Sie weitere Auskunft zu den aktuellen Bußgeldsätzen. Merken Sie sich: Die Achslastüberschreitung kann zu Bußgeldern führen – unabhängig davon, ob das Gesamtgewicht eingehalten wird.
Auswirkungen zu hoher Achslast auf Fahrverhalten und Technik
Überladung kostet nicht nur Geld. Sie gefährdet die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer und zerstört Fahrzeugkomponenten. Eine Überlastung verschlechtert das Fahrverhalten und erhöht die Unfallgefahr erheblich. Die Achslast beeinflusst das Fahrverhalten und die Sicherheit direkt.
Fahrdynamik:
- Deutlich längerer Bremsweg – besonders bei Nässe und Gefälle
- Schlechteres Lenkverhalten und instabiles Fahrgefühl bei Seitenwind
- Höhere Kippgefahr in Kurven
Technische Schäden und Materialschäden:
- Erhöhte Belastung für Radaufhängung, Federung, Luftbälge und Rahmen
- Stärkerer Reifenverschleiß und Hitzeentwicklung an Reifen und Felgen
- Deutlich höheres Risiko für Reifenplatzer – ein Faktor, der auf der Autobahn lebensgefährlich sein kann
Straßenschäden:
Eine Verdopplung der Achslast belastet den Straßenbelag nicht doppelt, sondern um ein Vielfaches. Amerikanische Studien nennen einen Faktor von 16 als Richtwert. Damit verursacht ein überladener LKW überproportional hohe Schäden an der Infrastruktur.
Prüfen Sie vor Fahrtantritt lieber einmal mehr. Die Achslast muss während der Fahrt regelmäßig überprüft werden – vor allem bei wechselnden Ladungen und Teilentladungen.
Achslast im Fahrzeugschein und Kontrolle auf der Waage
Im Alltag stellt sich die Frage: Wie kann ein Fahrer die Achslast unterwegs praktisch prüfen? Es gibt mehrere Möglichkeiten:
- Öffentliche Fahrzeugwaagen an Autohöfen, Agrarhandel oder Recyclinghöfen
- Speditionshöfe mit eigener Waage
- Radlastwaagen – diese messen jede Achse einzeln und liefern exakte Werte
So läuft eine Achslastmessung ab: Sie fahren mit jeder Achse einzeln auf die Waage. Der Wiegeschein zeigt das Gewicht pro Achse. Vergleichen Sie die Werte mit den Einträgen im Fahrzeugschein.
Tipps:
- Führen Sie bei neuer Ladung oder ungewohntem Anhänger eine Kontrolle durch, bevor Sie auf die Autobahn fahren.
- Bewahren Sie die Gewichtsbelege im Fahrzeug auf. Bei Kontrollen können Sie so belegen, dass Ihre Achslast korrekt war.
- Die Angaben im Fahrzeugschein sind die Obergrenze. Selbst wenn die Waage noch „Reserve“ zeigt – gehen Sie nie über den eingetragenen Wert.
- Bei wiederkehrenden Problemen mit Überladung und technischen Mängeln kann ein mobiler Truck-Service in Deutschland 24/7 helfen, Fahrzeuge vor Ort zu prüfen und instand zu setzen.
Zulassungsbescheinigung Teil I: wichtige Felder rund um Gewicht und Achslast
Die Gewichtsangaben in der Zulassungsbescheinigung Teil I hängen zusammen. Hier ein Überblick über alle relevanten Felder:
Feld F 1 / F.2 – Zulässige Gesamtmasse: F.1 zeigt die technisch zulässige Gesamtmasse des Herstellers. F.2 zeigt die national zulässige Gesamtmasse in Deutschland. Für den Fahrer in Deutschland ist F.2 der entscheidende Wert.
Feld G – Leergewicht: Enthält das Fahrzeug in fahrbereitem Zustand mit Fahrer (75 kg) und vollem Tank. Wichtig: Umbauten, Zusatzausstattung oder ein Kranaufbau erhöhen das reale Leergewicht. Das im Original eingetragene Leergewicht kann dann zu niedrig sein.
Felder 7.1, 7.2, 7.3 – Technisch zulässige Achslasten: Der Hersteller gibt für jede Achsgruppe einen Maximalwert vor. Diese Werte sind die Basis. Feld 7.1 zeigt die Achslast der Vorderachse, Feld 7.2 die der zweiten Achse (oft die Hinterachse), Feld 7.3 die der dritten Achse.
Felder 8.1, 8.2, 8.3 – Gesetzlich zulässige Achslast in Deutschland: Dieser Wert ist bei Kontrollen entscheidend. Er kann gleich oder niedriger als der technisch zulässige Wert sein. Polizei und BAG prüfen immer diesen Punkt.
Neben den Achslast-Feldern finden sich in den Fahrzeugpapieren auch Schlüsselnummern, die den Fahrzeugtyp identifizieren, sowie Angaben zur Anzahl der Achsen. Der Fahrzeugbrief (Zulassungsbescheinigung Teil II) enthält dagegen keine Achslastwerte – diese stehen nur im Teil I.
Unterschied: Achslast, Stützlast und Anhängelast
Diese drei Begriffe werden oft verwechselt. Hier die Erklärung in einfacher Sprache:
Achslast: Das Gewicht, das pro Achse am Zugfahrzeug oder Anhänger auf die Straße wirkt. Der Wert steht im Fahrzeugschein.
Stützlast: Die vertikale Kraft, die auf die Anhängerkupplung oder Sattelkupplung wirkt. Bei einem Sattelzug drückt ein Teil des Trailergewichts als Stützlast auf die Sattelplatte der Zugmaschine. Diese Last erhöht die Achslast der Hinterachse der Zugmaschine. Beim Wohnwagen spielt die Stützlast an der Anhängerkupplung ebenfalls eine Rolle – aber das ist kein Thema für LKW ab 7,5 t.
Anhängelast: Das maximale Gewicht, das ein Fahrzeug hinter sich herziehen darf. In der Zulassungsbescheinigung Teil I steht die Anhängelast in den Feldern O.1 und O.2.
Praxisbezug für Sattelzüge: Wenn Sie einen schwer beladenen Auflieger koppeln, wirkt ein erheblicher Teil des Trailergewichts als Stützlast auf die Sattelplatte. Das erhöht die Achslast der Antriebsachse und der Vorderachse der Zugmaschine. Prüfen Sie deshalb immer beide Fahrzeuge – Zugmaschine und Anhänger – getrennt.
Besonderheiten bei Sattelzugmaschine, Auflieger und Gliederzug
Unterschiedliche Fahrzeugkonzepte erzeugen unterschiedliche Achslast-Situationen. Die Verteilung der Last hängt stark vom Fahrzeugtyp ab.
Sattelzug: Das Gewicht teilt sich zwischen Zugmaschine und Auflieger. Die Sattellast wirkt auf die Antriebsachse der Zugmaschine und beeinflusst gleichzeitig die Vorderachse. Je schwerer der Trailer beladen ist, desto größer die Last auf allen Achsen.
Gliederzug: Motorwagen und Anhänger werden getrennt betrachtet. Die Deichsellast des Anhängers wirkt auf die Hinterachse des Motorwagens. Jedes Teil des Zuges hat eigene Achslast-Einträge in seiner Zulassungsbescheinigung Teil I. Bei wiederkehrenden Problemen mit der Lastverteilung kann ein umfassender Truck Service in Germany 24/7 helfen, Fahrwerk und Aufbau professionell prüfen zu lassen.
Solofahrzeuge: Ein 18-t-2-Achser oder ein 26-t-3-Achser verteilt die Last über Radstand und Position des Aufbaus. Ein Kranaufbau hinter dem Fahrerhaus verschiebt den Schwerpunkt und verändert die Achslastverteilung deutlich.
Alle Fahrzeuge haben eigene Achslast-Einträge in ihren jeweiligen Fahrzeugpapieren. Bei Fahrzeugkombinationen müssen Zugmaschine und Anhänger getrennt geprüft werden. Die Leistung der Bremsen, die Stabilität und das Fahrverhalten hängen unmittelbar von der korrekten Achslastverteilung ab.
Was tun bei Verdacht auf Überladung oder falsche Achslast?
Wenn Sie beim Fahren ein schwammiges Fahrgefühl bemerken, eine Achse deutlich einfedert oder die Reifen ungewöhnlich heiß werden, sollten Sie sofort handeln:
- Nächsten Parkplatz oder Rastplatz auf der Autobahn anfahren.
- Ladung und Sicherung kontrollieren. Achslast- und Gesamtgewicht-Werte im Fahrzeugschein prüfen.
- Bei Unsicherheit eine nahegelegene Waage aufsuchen. Das ist besser als das Risiko einer Kontrolle oder eines Reifenschadens auf der Autobahn.
- Bei bereits eingetretenen Schäden – zum Beispiel einem Reifenplatzer durch Überlast – können Sie den LKW Pannenhilfe 24/7 Service in Deutschland von LKWHelp24 kontaktieren.
Wichtig: LKWHelp24 hilft bei Reifenpannen und Achsschäden nur bei Nutzfahrzeugen ab 7,5 t und Bussen. Für PKW, Autos, Transporter und Wohnmobile ist der ADAC oder ein örtlicher Pannendienst zuständig.
Welche Arten von LKW-Pannendiensten es gibt
Wenn eine Panne passiert, gibt es verschiedene Möglichkeiten, Hilfe zu organisieren. Hier ein neutraler Überblick:
- Automobilclubs mit Truck-Service: Bieten organisierte Pannenhilfe und Abschleppung für gewerbliche Fahrzeuge, meist mit Mitgliedschaft. Großes Netzwerk, aber oft längere Wartezeiten.
- Hersteller-Notdienste: Marken-Hotlines der LKW-Hersteller, häufig mit Fokus auf Garantie- und Neufahrzeuge. Begrenzter Serviceumfang bei älteren Fahrzeugen.
- Freie mobile Pannendienste: Unabhängige Unternehmer mit Werkstattwagen oder Abschleppern. Regional aktiv, oft auf Reifen oder Technik spezialisiert.
- Vermittler wie LKWHelp24: Koordinieren rund um die Uhr geprüfte Partnerfirmen in ganz Deutschland. Finden den nächstgelegenen Dienst, klären Kosten vorab und organisieren den gesamten Einsatz. Mehr dazu unter LKW Pannenhilfe Deutschland 24/7 und auf unserem spezialisierten Truck Towing Service Germany – 24/7.
LKW-Panne auf der Autobahn: richtiges Verhalten Schritt für Schritt
Bei einer Panne auf der Autobahn zählt jede Minute. Viele Leser sind in einer Stresssituation. Deshalb: kurz und klar.
- Warnblinker einschalten. Sofort.
- Auf den Standstreifen oder in eine Parkbucht rollen. Räder zur Leitplanke drehen.
- Warnweste anziehen. Fahrzeug über die Beifahrerseite verlassen.
- Hinter der Leitplanke warten. Sicherer Abstand zum Fahrzeug.
- Warndreieck aufstellen. In Deutschland auf der Autobahn in ca. 150–200 m Entfernung. Gehen Sie dabei nur hinter der Leitplanke.
- Standort bestimmen. Autobahnnummer, Fahrtrichtung, nächste Ausfahrt oder Kilometerstein notieren. GPS-Standort per Smartphone sichern.
- Pannendienst kontaktieren. Erst wenn alle sicher sind, rufen Sie an oder senden Sie eine WhatsApp.
Welche Angaben der Fahrer am Telefon machen muss
Damit der Pannendienst schnell helfen kann, braucht er diese Informationen:
- Genauer Standort: Autobahn (z. B. A3), Fahrtrichtung, Kilometerangabe oder Rastplatzname. Am besten GPS-Standort per WhatsApp teilen.
- Fahrzeugdaten: Kennzeichen, Fahrzeugart (z. B. 40-t-Sattelzug, 18-t-Solofahrzeug, Bus), Anzahl der Achsen, Aufbautyp (Koffer, Plane, Kühlkoffer, Tank).
- Technische Angaben aus der Zulassungsbescheinigung Teil I: Reifengröße (z. B. 315/80 R22.5), Achse mit Schaden (z. B. Antriebsachse links außen), Achslast falls relevant. Wer mehr über Lastindex und Tragfähigkeit bei LKW-Reifen wissen möchte, findet dort weitere Tipps oder kann im Notfall den LKW-Reifenservice Berlin 24/7 für mobile Hilfe anfordern.
- Schadensbeschreibung: Reifenplatzer, Luftverlust, Bremsproblem, Aufhängungsschaden. Idealerweise mit Fotos per WhatsApp.
- Kontaktdaten: Name des Fahrers, Rückrufnummer, Sprache (DE/EN/PL/RU), ggf. Unternehmensname für Rechnung – besonders wichtig, wenn Sie unseren mehrsprachigen Pomoc drogowa ciężarówek Niemcy 24/7 nutzen.
Wovon die Kosten einer LKW-Pannenhilfe abhängen
Die Kosten für eine LKW-Pannenhilfe hängen von mehreren Faktoren ab. Der Festpreis wird vor der Anfahrt telefonisch oder per WhatsApp bestätigt.
- Tageszeit und Wochentag: Mobiler Reifenservice tagsüber ab 290 € netto, nachts und am Wochenende ab 549 € netto, jeweils zuzüglich Reifen.
- Entfernung: Je abgelegener der Platz, desto höher die Anfahrtskosten des nächsten Servicepartners.
- Art der Panne: Einfacher Reifenwechsel, komplexer Reifenschaden mit Sondergröße, Bergung aus dem Graben oder reine Starthilfe – jede Situation hat andere Kosten. Informationen zu Abschleppkosten für LKW finden Sie auf unserer Website; für praktische Hilfe sorgt unser Truck Towing Service in Germany 24/7.
- Reifentyp und Größe: Standardgrößen ab R17.5 sind günstiger als seltene Dimensionen. Der Tragfähigkeitsindex muss passen.
- Wartezeiten und Zusatzarbeiten: Bindung des Fahrzeugs am Einsatzort, Zusatzarbeiten an Ladungssicherung oder Achskomponenten können Mehrkosten verursachen.
Wie LKWHelp24 bei Achslast- und Reifenthemen hilft
Wir helfen LKW-Fahrern in ganz Deutschland – rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. LKWHelp24 organisiert und vermittelt als Vermittler 24/7 geprüfte Servicepartner für mobilen LKW-Reifenservice, Abschleppdienst, Bergung und Pannenhilfe. Aktuelle Informationen, Fallbeispiele und Hinweise finden Sie außerdem im Bereich News von LKW Help 24.
Wichtig: Wir bedienen ausschließlich LKW und Nutzfahrzeuge ab 7,5 t sowie Busse. Für PKW, Transporter unter 7,5 t und Wohnmobile sind wir nicht zuständig.
Unsere Eckdaten:
- Typische Anfahrtzeit: 30–60 Minuten, abhängig vom Standort
- Mobiler LKW-Reifenservice tagsüber ab 290 € netto, nachts/Wochenende ab 549 € netto, zuzüglich Reifen
- Festpreis wird vor der Anfahrt telefonisch oder per WhatsApp bestätigt
- Im Notfall wird der sofort verfügbare Reifen in passender Größe mit richtigem Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex montiert. Wunschmarken sind nur bei Vorbestellung und mit Wartezeit möglich.
- Kommunikation auf Deutsch, Englisch, Polnisch und Russisch
So erreichen Sie uns: 📞 Telefon/WhatsApp: +49 160 575 3826 Senden Sie Ihren Standort per WhatsApp – wir kümmern uns um den Rest.
FAQ zum Thema Achslast im Fahrzeugschein
Wo finde ich die zulässige Achslast in der Zulassungsbescheinigung Teil I?
Die technisch zulässige Achslast steht in den Feldern 7.1, 7.2 und 7.3 der Zulassungsbescheinigung Teil I. Die im Zulassungsstaat Deutschland gesetzlich erlaubte Achslast finden Sie unter den Feldern 8.1, 8.2 und 8.3. Bei Kontrollen durch Polizei oder BAG zählt immer der Wert aus den Feldern 8.1 bis 8.3.
Kann mein LKW an einer Achse überladen sein, obwohl das zulässige Gesamtgewicht stimmt?
Ja. Ein Fahrzeug kann insgesamt innerhalb seiner zulässigen Gesamtmasse liegen und trotzdem eine Achse überlasten. Das passiert häufig bei falscher Ladungsverteilung – zum Beispiel wenn zu viel Gewicht hinten im Auflieger liegt. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig die Beladung und das Fahrverhalten. Am sichersten ist eine Achslastkontrolle auf einer geeichten Waage.
Wie kann ich meine Achslast unterwegs schnell prüfen?
Nutzen Sie öffentliche Fahrzeugwaagen an Autohöfen, Speditionshöfen oder Recyclinghöfen. Fahren Sie jede Achse einzeln auf die Waage und vergleichen Sie die Werte mit den Einträgen im Fahrzeugschein. Bewahren Sie die Gewichtsbelege im Fahrzeug auf – besonders auf langen internationalen Fahrten durch Deutschland.
Darf ich die zulässige Achslast kurzzeitig überschreiten, zum Beispiel nur bis zum nächsten Parkplatz?
Nein. Die gesetzlichen Grenzwerte gelten immer – auch für kurze Strecken. Polizei und BAG akzeptieren keine Toleranz oberhalb der zulässigen Achslast. Schon eine kurze Fahrt mit überladener Achse erhöht das Risiko eines Reifenplatzers und von Schäden an Fahrwerk und Straße erheblich.
Hilft LKWHelp24 auch bei PKW, Transportern oder Wohnmobilen mit Achslast-Problemen?
Nein. LKWHelp24 unterstützt ausschließlich LKW und andere Nutzfahrzeuge ab 7,5 t sowie Busse. Fahrer von PKW, Transportern unter 7,5 t und Wohnmobilen wenden sich bitte an den ADAC oder einen örtlichen Pannendienst. Alle Informationen in diesem Artikel richten sich vor allem an professionelle LKW-Fahrer, Speditionen und Flottenbetreiber.
Wo finde ich das Typenschild und den Türrahmen-Aufkleber mit Gewichtsangaben?
Viele LKW-Hersteller bringen ein Typenschild am Türrahmen der Fahrerseite an. Dort finden Sie oft das zulässige Gesamtgewicht und die zulässigen Achslasten als zusätzliche Auskunft neben dem Fahrzeugschein. Diese Angaben auf dem Typenschild sollten mit den Werten in der Zulassungsbescheinigung Teil I übereinstimmen. Bei Abweichungen gelten immer die Fahrzeugpapiere.
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