Kurz gesagt: Ein Sattelzug fuhr auf der A3 bei Limburg über ein Befestigungsteil, eine Schraube mit Flanschmutter blieb im Profil der Antriebsachse stecken. Um 13:00 Uhr kam der Anruf, um 14:30 Uhr rollte der Zug mit einem neuen Hankook-Reifen weiter. Das sind 90 Minuten vom Anruf bis zur Abfahrt, die Rechnung beträgt 910 Euro netto.

Ein Reifenschaden an der Antriebsachse sieht oft harmlos aus, wenn man nur den Kopf einer Schraube im Profil erkennt. Genau das macht ihn gefährlich. Der Reifen verliert langsam Luft, der Fahrer fährt vorsichtig weiter, und irgendwo zwischen Rastplatz und nächster Ausfahrt gibt die beschädigte Karkasse nach. Dann bleibt es nicht bei einem Reifen: Fetzen schlagen gegen Kotflügel und Druckluftleitungen, die Felge sitzt plötzlich auf dem Asphalt, und aus einer Sache für eine Stunde wird eine Bergung für einen halben Tag.
Dieser Bericht zeigt einen echten Einsatz unseres Reifen Notdienstes im Detail. Sie finden hier den Ablauf Minute für Minute, die komplette Kostenaufstellung, die technischen Gründe, warum der Reifen nicht mehr zu retten war, und Hinweise, wie Fahrer und Flottenbetreiber so einen Ausfall abkürzen oder ganz vermeiden. Wer gerade selbst am Straßenrand steht, kann direkt zur Telefonnummer am Ende springen.
Reifenpanne auf der A3 bei Limburg: Was ist passiert?
Auf der A3 in Richtung Köln, im Bereich Limburg, rollte ein Sattelzug über ein Befestigungsteil, das auf der Fahrbahn lag. Eine Schraube mit Flanschmutter drang in das Profil eines Reifens der Antriebsachse ein und blieb dort stecken. Der Fahrer bemerkte den Druckverlust zuerst am Display, dann am veränderten Fahrverhalten, steuerte den nächsten Rastplatz an und rief uns an.
Das war richtig. Viele Fahrer versuchen, bis zur nächsten Werkstatt zu kommen, und riskieren damit den Totalschaden. Dieser Fahrer hielt an, stellte das Fahrzeug auf der ebenen Fläche des Rastplatzes ab und beschrieb am Telefon genau, was er sah: Druck fällt, Schraube im Profil, Antriebsachse, Reifengröße 315/80 R22.5. Mit diesen vier Angaben konnten wir sofort arbeiten.
Das Wetter spielte mit. Es war trocken, warm und hell, der Boden bestand aus verlegten Rasengitterplatten. Das ist kein Detail am Rande, denn auf weichem oder abschüssigem Grund hätte der Techniker zusätzliche Unterlagen für den Wagenheber gebraucht. Auf einem festen Rastplatz geht die Arbeit zügiger.
Wie wir die Hilfe organisiert haben
Um 13:00 Uhr ging der Anruf bei der Disposition ein. Innerhalb von zwölf Minuten war der Einsatz aufgenommen, die Daten geprüft und das nächstgelegene Einsatzteam unseres Partnernetzes beauftragt. Bei einer Pannenhilfe auf der Autobahn entscheiden diese ersten Minuten über den gesamten Verlauf.
Die Disposition geht bei jedem Reifennotdienst nach demselben Muster vor:
- Standort genau erfassen: Autobahn, Fahrtrichtung, Rastplatz oder Standstreifen.
- Achse und Reifengröße abfragen, denn davon hängt ab, welcher Reifen auf den Wagen kommt.
- Sicherheitslage klären: Steht das Fahrzeug im Gefahrenbereich, geht die Absicherung vor.
- Ein Einsatzteam in der Nähe auswählen, das den passenden Reifen bereits geladen hat oder kurzfristig beschaffen kann.
- Dem Fahrer eine realistische Ankunftszeit nennen und ihn auf dem Laufenden halten.
Hier lag das Team 40 Minuten entfernt. Das ist für die A3 zur Mittagszeit ein normaler Wert. Wir versprechen keine Zeiten, die der Verkehr nicht hergibt. Wer am Telefon fünfzehn Minuten zusagt, hat den Stau auf der Gegenspur nicht gesehen. Mehr zu unserem Angebot finden Sie auf der Seite zum Reifenservice für LKW.
Warum ein Reifen mit Schraube im Profil nicht weiterfahren darf
Ein Reifen mit eingedrungenem Fremdkörper im Laufflächenbereich der Antriebsachse sollte nicht weiterbewegt werden, solange der Schaden nicht beurteilt ist. Bei Nutzfahrzeugreifen herrschen Drücke von 8,5 bis 9,5 bar. Wer so einen Reifen mit einem Loch fährt, hat in der Karkasse eine Schwachstelle, die unter Last und Hitze weiter aufreißt.
Warum die Antriebsachse so empfindlich ist, lässt sich in vier Punkten erklären:
- Last: Die Antriebsachse trägt einen großen Teil des Zuggewichts und gibt zugleich die Kraft auf die Straße. Ein weicher Reifen wird dort überlastet.
- Zwillingsmontage: Bei einer Doppelbereifung trägt der Nachbarreifen plötzlich mehr, wenn einer Luft verliert. Dann sind schnell beide beschädigt.
- Hitze: Ein Reifen mit zu wenig Druck walkt stärker, die Temperatur im Gummi steigt, und die Stahlgürtel können sich lösen.
- Folgeschäden: Reißt der Reifen auf der Fahrt, kann er Bremsleitungen, Kabelbäume oder die Druckluftanlage beschädigen.
Im Fall der A3 war die Entscheidung klar, sobald der Techniker das Profil sah. Rund um die Schraube war das Gummi eingerissen, die Profilblöcke waren ausgefranst, und der Schnitt reichte bis in die Karkasse. Für solche Schäden gibt es keine seriöse Reparatur. Einen ähnlichen Fall mit Metallgegenstand in der Schulterzone, der bei Erfurt endete, beschreiben wir weiter unten bei den verwandten Beiträgen.
Dazu kam der Zustand des Reifens selbst. Er war stark abgefahren. Die Mindestprofiltiefe für Lkw ist in § 36 StVZO geregelt, und viele Flotten setzen intern höhere Grenzen. Ein Reifen am Ende seiner Laufzeit mit einem Schnitt in der Karkasse ist ein klarer Fall für den Austausch.
Der Ablauf vor Ort: Reparatur in fünf Schritten
Die Teamkräfte trafen um 13:52 Uhr ein. Danach lief der Einsatz in fünf Schritten ab, und jeder davon hat seinen Grund.
Schritt 1: Sichtprüfung und Dokumentation
Um 13:54 Uhr stand die erste Diagnose. Der Techniker fotografierte die Schraube im Profil und den Schnitt, prüfte mit der Hand die Flanken und las den Restdruck ab. Das Ergebnis: Fremdkörper im Lauffläche, Beschädigung bis in den Kord, Reifen nicht reparierbar. Die Fotos gehören zur Dokumentation und helfen später bei der Abrechnung mit dem Auftraggeber oder der Versicherung.
Schritt 2: Arbeitsplatz absichern
Zuerst kamen das Warndreieck und die Warnweste. Auf einem Rastplatz ist die Gefahr geringer als auf dem Standstreifen, aber auch dort rangieren andere Lkw. Der Wagenheber stand auf tragfähigem Untergrund, die Gegenseite des Fahrzeugs wurde mit Unterlegkeilen gesichert. Wer hier spart, riskiert, dass der Zug beim Anheben wegrollt.
Schritt 3: Rad abnehmen und Nabe prüfen
Um 14:00 Uhr wurde die Antriebsachse mit dem Wagenheber angehoben, die zehn Radmuttern wurden gelöst, das Rad kam herunter. Dann folgte der Teil, den Laien gern auslassen: Der Techniker prüfte die Aluminiumfelge auf Risse und Dellen, kontrollierte die Radnabe und die Anlagefläche auf Rost und Schmutz und sah die Radbolzen auf Gängigkeit durch. Eine verzogene Felge oder eine verschmutzte Anlagefläche hätte später zu Vibrationen und zu lockeren Muttern geführt.
Schritt 4: Neuen Reifen montieren
Um 14:13 Uhr saß das neue Rad. Verbaut wurde ein Hankook Smart DH51 in der Dimension 315/80 R22.5, ein Antriebsachsreifen für den Fernverkehr. Die Felge war unbeschädigt, deshalb musste nur der Reifen getauscht werden. Das spart Zeit und Geld. Den neuen Reifen hatte das Team passend zur Achse mitgebracht, der Austausch gegen den beschädigten Reifen ging ohne Wartezeit.
Schritt 5: Anziehen im Sternmuster und Kontrolle
Der letzte Schritt dauerte bis 14:30 Uhr. Die Radmuttern wurden mit dem Drehmomentschlüssel im Sternmuster angezogen, also nicht der Reihe nach, sondern über Kreuz. So sitzt das Rad gleichmäßig auf der Nabe. Anschließend wurde der Luftdruck eingestellt und geprüft. Die vorgeschriebenen Anzugsdrehmomente für Lkw-Räder erklären wir ausführlich in unserem Beitrag über die Anzugsdrehmomente beim Lkw-Rad.
Ein Hinweis aus der Praxis: Nach den ersten gefahrenen Kilometern sollte der Fahrer die Radmuttern nachkontrollieren lassen. Das ist keine Schwäche der Montage, sondern normal, weil sich Auflageflächen setzen.
Der komplette Zeitplan: 90 Minuten vom Anruf bis zur Abfahrt
Der gesamte Einsatz dauerte 90 Minuten. Davon entfielen 40 Minuten auf die Anfahrt des Teams und 38 Minuten auf die Arbeit vor Ort. Der Rest ging für Aufnahme und Disposition drauf.
| Zeit | Phase | Aktion |
|---|---|---|
| 13:00 | Anruf | Fahrer meldet fallenden Druck nach Überfahren eines Befestigungsteils, Schraube im Profil sichtbar |
| 13:12 | Disposition | Daten aufgenommen (Achse, Größe, Standort), nächstes Einsatzteam des Partnernetzes beauftragt |
| 13:52 | Ankunft | Team vor Ort, Warndreieck und Warnweste aufgestellt (40 Minuten Anfahrt) |
| 13:54 | Begutachtung | Schraube im Profil, Schnitt im Kord, Reifen nicht reparierbar, Fotodokumentation |
| 14:00 | Demontage | Achse angehoben, Rad abgenommen, Felge und Nabe geprüft |
| 14:13 | Montage | Neues Rad Hankook DH51 aufgezogen, Foto vom Ergebnis |
| 14:30 | Abschluss | Radmuttern im Sternmuster mit Drehmomentschlüssel angezogen, Druck kontrolliert, Weiterfahrt |
Wichtig für die Planung: Die Anfahrt ist der größte Posten und lässt sich kaum drücken. Wenn Sie wissen wollen, warum es nachts oder bei Regen länger dauert, finden Sie in unserem Beitrag zum Notfall-Reifenservice für Lkw die Erklärung.
Was kostet ein LKW Reifenwechsel auf der Autobahn?
Der Einsatz kostete 910 Euro netto (zuzüglich Mehrwertsteuer). Die Rechnung setzt sich aus vier Positionen zusammen, und jede davon ist einzeln nachvollziehbar.
| Position | Preis (EUR) |
|---|---|
| Anfahrt (Einsatz auf der Autobahn) | 240 |
| Arbeit, 1 Stunde à 110 EUR | 110 |
| Neureifen Hankook Smart DH51, 315/80 R22.5 (Antriebsachse) | 540 |
| Entsorgung Altreifen | 20 |
| GESAMT | 910 |
Alle Beträge verstehen sich netto zuzüglich Mehrwertsteuer. Die Anfahrt deckt den Weg des Teams zum Standort und die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr. Der Arbeitsposten wird nach Stunde abgerechnet, hier eine volle Stunde zu 110 Euro. Der Reifen ist der größte Einzelposten und hängt von Marke, Größe und Achsposition ab. Die Entsorgung des alten Reifens kostet 20 Euro.
Wovon der Preis abhängt
Auf die Höhe der Rechnung wirken mehrere Faktoren ein:
- Entfernung zum nächsten Einsatzteam und damit die Anfahrt
- Tageszeit: Nachts und am Wochenende fällt ein Zuschlag an
- Reifengröße und Position (Lenkachse, Antriebsachse, Auflieger)
- Marke und Verfügbarkeit des Reifens
- Zustand der Felge: Ist sie beschädigt, kommt ein weiterer Posten dazu
Ein Vergleich hilft bei der Einordnung. Ein stehender Sattelzug verursacht nach unseren Erfahrungswerten 800 bis 1.200 Euro Standkosten pro Tag, also Frachtausfall, Fahrerzeit und mögliche Vertragsstrafen. Der Notdienst kostete hier weniger als einen Standtag, und der Zug fuhr am gleichen Nachmittag weiter. Eine ausführlichere Aufstellung zu den Preisen für verschiedene Fahrzeuggrößen finden Sie in unserem Beitrag über die Kosten beim Reifenwechsel am Lkw.
Warum Sie einen Reifenschaden am Lkw nicht selbst beheben sollten
Der Reifenwechsel am Lkw ist kein Radwechsel wie beim Pkw. Ein Lkw-Rad wiegt je nach Ausführung zwischen 60 und 100 Kilogramm, ein Wagenheber für einen Sattelzug muss auf einem sicheren Untergrund stehen, und beim falschen Ansetzen kann das Fahrzeug abrutschen.
Das sind die häufigsten Risiken bei einem Eigenversuch:
- Verletzungsgefahr: Schwere Räder und instabile Wagenheber führen jedes Jahr zu Unfällen am Straßenrand.
- Falsches Drehmoment: Zu locker lösen sich Muttern, zu fest dehnen sich Bolzen. Beides endet mit einem verlorenen Rad.
- Übersehene Folgeschäden: Ohne Prüfung von Felge, Nabe und Bolzen bleibt ein Riss unentdeckt.
- Fehlende Ausrüstung: Ein Drehmomentschlüssel für Lkw-Muttern und ein Hubwagen gehören in kaum einen Fahrzeugkasten.
- Rechtliche Folgen: Ein falsch montiertes Rad kann bei einer Kontrolle oder einem Unfall zu Haftungsfragen führen.
Wer zusätzlich mit dem Standstreifen kämpft, setzt sich einem Risiko aus, das kein Zeitgewinn ausgleicht. Für diese Fälle gibt es unsere mobile Pannenhilfe für Lkw, die das Team samt Ausrüstung zum Fahrzeug bringt.
Typische Einsätze: Wann wir deutschlandweit ausrücken
Reifenschäden gehören zu den häufigsten Anlässen für unseren Notdienst, aber bei weitem nicht zu den einzigen. Die meisten Einsätze lassen sich in diese Gruppen einteilen:
- Reifenplatzer bei hoher Last oder Hitze, meist mit Folgeschäden am Kotflügel
- Fremdkörper im Profil, etwa Schrauben, Nägel, Metallteile wie in diesem Fall
- Schleichender Druckverlust, den der Fahrer erst am Display bemerkt
- Felgenschäden nach Bordsteinkontakt oder Schlaglöchern
- Beschädigte Flanken durch Kantenkontakt
- Auflieger-Reifen, die bei der Abfahrtskontrolle auffallen
- Radmuttern, die sich gelockert haben oder abgerissen sind
Die Einsätze verteilen sich über die ganze Republik: A3, A7, A2, A5, A8, A1. Wir sind auf Autobahnen, Rastplätzen, Autohöfen und Betriebshöfen im Einsatz. Wenn der Schaden größer ist als ein Reifen, kommt bei Bedarf die Bergung dazu, und wenn eine Reparatur im Betrieb nötig ist, vermitteln wir die Lkw-Werkstatt in der Nähe.

Vorbeugen statt Stehen: Tipps für Fahrer und Fuhrparks
Die meisten Reifenpannen kündigen sich an. Wer regelmäßig hinschaut, spart sich viele Notdiensteinsätze. Diese Gewohnheiten haben sich bewährt:
- Luftdruck wöchentlich prüfen. Ein Lkw-Reifen verliert nicht nur durch Löcher Luft, sondern auch durch Ventile und Temperaturschwankungen. Schon 1 bar zu wenig verkürzt die Laufleistung spürbar.
- Profil und Flanken ansehen. Fremdkörper, Schnitte und Beulen fallen bei der Abfahrtskontrolle auf, wenn man sie sucht.
- Zwillingsreifen vergleichen. Unterschiedliche Profiltiefen oder Drücke in einer Doppelbereifung schaden beiden Reifen.
- Radmuttern nach Reifenwechsel nachziehen. Nach 50 bis 100 Kilometern sollte das Drehmoment kontrolliert werden.
- Den Zustand dokumentieren. Fotos beim Fahrerwechsel helfen, Schäden zuzuordnen.
- Notruf-Nummer griffbereit haben. Wer die Nummer im Handy hat und den Standort kennt, spart schon am Telefon Minuten.
Für Fuhrparks lohnt sich ein fester Prüfplan. Wir kontrollieren auf Wunsch ganze Flotten im Betrieb, so wie wir es bei einer planmäßigen Reifenkontrolle für einen Fuhrpark bei Dortmund getan haben. Der Aufwand ist gering gegen die Kosten eines Ausfalls auf der Strecke.
Reifen im Fernverkehr: Marken, Größen und Normen
Wer im Fernverkehr unterwegs ist, kennt die gängigen Größen: 315/80 R22.5 für Antriebs- und Lenkachsen, 385/65 R22.5 für Auflieger, 245/70 R19.5 für Verteilerfahrzeuge und 235/65 R16C für Transporter. Jede Dimension hat eine Last- und Geschwindigkeitskennung, die auf der Flanke eingeprägt ist und zum Fahrzeug passen muss. Die Normen für Reifenmaße und Felgen legt die ETRTO fest, die europäische Organisation der Reifen- und Felgenhersteller.
Bei den Marken ist der Markt breit. Der Hankook Smart DH51, den wir hier montiert haben, ist ein Antriebsachsreifen für den Fernverkehr und wird von Hankook für Lkw und Busse angeboten. Daneben setzen viele Flotten auf Michelin, Continental, Goodyear und Bridgestone. Wer sich über Neureifen, Runderneuerung und Einsatzprofile informieren möchte, findet bei Michelin umfangreiche Informationen. Welche Marke für welche Achse sinnvoll ist, hängt vom Einsatz ab: Regionalverkehr, Fernverkehr, Baustelle oder gemischter Betrieb.
Zur Auswahl gehören einige Grundregeln. Antriebsachse und Lenkachse brauchen unterschiedliche Profile, Auflieger-Reifen tragen vor allem Last und haben ein ruhigeres Profil. Auf einer Achse sollten Reifen derselben Marke, Größe und ähnlicher Abnutzung stehen. Wer Reifen mischt, riskiert ungleichmäßigen Verschleiß und schlechtere Traktion. Beim Austausch im Notfall gilt: Der neue Reifen sollte zur Achse passen, aber vor allem muss er sofort verfügbar sein. Danach kann der Fuhrpark entscheiden, ob er bei der nächsten Gelegenheit die gesamte Achse angleicht.
Ein Wort zur Reparatur. Kleine Einstiche im Laufflächenbereich lassen sich bei Pkw-Reifen unter Umständen vulkanisieren, bei Lkw-Reifen ist das nur in engen Grenzen und nach Prüfung durch eine Fachkraft möglich. Sobald der Schnitt die Karkasse erreicht oder Stahlcord freiliegt, ist ein Austausch die einzige sichere Lösung. Das gilt auch für den Fall von der A3.
Warum Fahrer und Speditionen uns anrufen
Wir sind für Fahrer und Disponenten da, die schnell eine Lösung brauchen. Die Gründe, die uns Kunden nennen, sind überraschend nüchtern:
- Erreichbarkeit: Unsere Disposition nimmt Anrufe rund um die Uhr an, auch nachts und am Wochenende.
- Partnernetz: Die Einsatzteams sind über ganz Deutschland verteilt, sodass meist jemand in der Nähe ist.
- Klare Preise: Anfahrt, Arbeit, Reifen und Entsorgung stehen einzeln auf der Rechnung. Es gibt keine versteckten Positionen.
- Mehrsprachigkeit: Wir sprechen mit Fahrern auf Deutsch, Englisch, Polnisch und Russisch. Das spart Missverständnisse am Telefon.
- Dokumentation: Fotos vom Schaden und vom Ergebnis erhalten Sie auf Wunsch zur Weitergabe an die Spedition.
Wir ersetzen keine Werkstatt, wir überbrücken den Moment, in dem das Fahrzeug stehen bleibt. Wenn danach mehr zu tun ist, sagen wir das ehrlich.
Was Fahrer in den ersten zehn Minuten richtig machen
Wer nach einem Druckverlust ruhig bleibt, spart sich einen Teil des Schadens. Der Fahrer in diesem Einsatz hat es vorgemacht, und seine Reihenfolge lässt sich als Muster übernehmen.
Zuerst Tempo rausnehmen und die Warnblinkanlage einschalten. Dann den nächsten Rastplatz, Autohof oder zumindest einen breiten Seitenstreifen ansteuern, nicht abrupt bremsen und nicht stark lenken. Steht der Zug, kommen Warnweste, Warndreieck und Feststellbremse. Danach lohnt ein kurzer Blick auf den Reifen, ohne sich in den Verkehr zu stellen: Steckt etwas im Profil? Ist die Flanke eingerissen? Gibt es Geräusche von austretender Luft? Ziehen Sie den Fremdkörper nie heraus, denn er verschließt das Loch teilweise und hält den Restdruck länger.
Erst dann der Anruf. Je genauer die Angaben, desto kürzer die Wartezeit: Standort mit Autobahn und Fahrtrichtung, betroffene Achse, Reifengröße von der Flanke, Art des Schadens. Wer die Dimension 315/80 R22.5 nennen kann, erspart dem Team eine Rückfrage und die Suche nach dem passenden Reifen. Notieren Sie sich außerdem die Uhrzeit des Schadens. Für die spätere Abrechnung mit dem Auftraggeber und für den Tachographen ist das hilfreich, denn die Wartezeit zählt bei der Lenk- und Ruhezeit anders als die Fahrt.
Häufige Fragen zum LKW Reifennotdienst
Wie lange dauert ein LKW Reifenwechsel auf der Autobahn?
Die reine Arbeit dauert bei einem einzelnen Reifen etwa 40 bis 60 Minuten. In unserem Fall waren es 38 Minuten vor Ort. Hinzu kommt die Anfahrt, die je nach Standort 30 bis 70 Minuten betragen kann. Insgesamt sollten Sie mit 90 Minuten bis 3 Stunden rechnen.
Was kostet ein LKW Reifennotdienst?
Ein Einsatz mit Neureifen liegt typischerweise zwischen 750 und 1.400 Euro netto. Im gezeigten Fall waren es 910 Euro. Nacht- und Wochenendeinsätze kosten zusätzlich. Die genaue Summe nennen wir nach den Angaben zu Standort, Größe und Achse am Telefon.
Kann man einen Lkw-Reifen mit Schraube im Profil reparieren?
Nur wenn die Schraube im Laufflächenbereich steckt und weder Karkasse noch Stahlcord beschädigt sind, kann eine Fachkraft prüfen, ob eine Reparatur möglich ist. Bei Schnitten bis in den Kord, wie hier, ist der Austausch Pflicht. Die Entscheidung trifft der Techniker vor Ort.
Darf ich mit einem Reifen mit Druckverlust weiterfahren?
Das sollten Sie nicht. Mit zu niedrigem Druck überhitzt der Reifen, und die Gefahr eines Platzers steigt. Fahren Sie den nächsten sicheren Platz an, sichern Sie das Fahrzeug und rufen Sie Hilfe. Unsere Checkliste finden Sie im Beitrag zur Reifenpanne auf der Autobahn.
Wer zahlt den Reifennotdienst?
Zunächst der Auftraggeber des Einsatzes, also Fahrer, Halter oder Spedition. Ob eine Versicherung oder ein Schutzbrief einen Teil übernimmt, hängt vom Vertrag ab. Wir stellen eine saubere Rechnung mit allen Positionen aus, die sich einreichen lässt.
Arbeiten Sie auch nachts und am Wochenende?
Ja, rund um die Uhr, an allen Tagen. Nachts und an Wochenenden gelten Zuschläge von 25 bis 50 Prozent auf bestimmte Positionen, und die Ankunft kann länger dauern, weil weniger Teams im Dienst sind.
Zusammenfassung des Einsatzes
- Fahrzeug: Sattelzug, Reifen der Antriebsachse
- Reifengröße: 315/80 R22.5, neu montiert: Hankook Smart DH51
- Ort: A3 bei Limburg (Hessen), Richtung Köln, Rastplatz
- Schaden: Schraube mit Flanschmutter im Profil, Schnitt bis in die Karkasse
- Disposition: 12 Minuten bis zum beauftragten Team
- Anfahrt: 40 Minuten
- Arbeit vor Ort: 38 Minuten
- Gesamtzeit: 90 Minuten vom Anruf bis zur Abfahrt
- Kosten: 910 Euro netto
- Folgeschäden: keine, Felge und Nabe unbeschädigt
Wer einen Reifenschaden früh erkennt, anhält und anruft, kommt mit dem Austausch eines Reifens davon. Alles andere wird teurer.
Reifenpanne? Rufen Sie uns an
Wenn Ihr Lkw auf der Strecke bleibt, erreichen Sie uns jederzeit unter +49 160 5753826. Wir nehmen Ihre Daten auf, schicken das nächste Team los und halten Sie über die Ankunftszeit auf dem Laufenden. Weitere Wege zu uns finden Sie auf der Kontaktseite.
www.lkwhelp24.com · Rund um die Uhr in ganz Deutschland
Keywords: reifen service | reifen notdienst | reifenservice vor ort | lkw reifen notdienst | lkw reifenservice | mobiler reifendienst | reifenwechsel vor ort | reifenpanne in der Nähe | reifenpannendienst | lkw reifendienst | pannenhilfe reifen | mobiler lkw reifenservice | reifenpanne lkw autobahn
Ähnliche Beiträge
- Reifenpanne auf der Autobahn: Die Sofort-Checkliste für LKW-Fahrer
- Metallgegenstand in der Schulterzone: Warum ein Reifen bei Erfurt nicht mehr zu retten war
- Reifennotdienst in der Nähe: Was jetzt wirklich hilft
- Reifenwechsel Kosten beim LKW: Was ein neuer Reifen wirklich kostet
- Notfall-Reifenservice für LKW: Schnelle Hilfe rund um die Uhr
Das könnte Sie auch interessieren
- Mobiler LKW-Reifenservice auf der A81 bei Singen: Seitenwandschnitt am Sattelzug erkannt und Reifen in 2 Stunden 20 Minuten getauscht
- Mobiler LKW Reifenservice A7 bei Kassel: Reserverad in 135 Minuten montiert
- Mobiler LKW-Reifenservice A3 bei Würzburg: Silo-Auflieger in 1 Std. 48 Min. wieder fahrbereit
- Mobiler LKW-Reifenservice auf der A28 bei Westerstede: Rechtslenker-DAF nach Reifenplatzer in 2 Stunden 15 Minuten zurück auf der Fährroute
- Mobiler LKW-Reifenservice auf der A19 bei Malchin: Scania-Sattelzug nach Reifenplatzer in 2 Stunden 16 Minuten wieder unterwegs




