Um 02:07 Uhr in der Nacht auf den 11. August platzte am Auflieger eines Sattelzugs auf der A9 bei Lutherstadt Wittenberg, Richtung Berlin, ein Reifen der Dimension 385/65 R22.5. Unser mobiler LKW Reifenservice war 57 Minuten später vor Ort und der Sattelzug rollte nach 2 Stunden und 8 Minuten wieder in Richtung Berlin weiter. Kosten: 950 Euro netto.
Der eigentliche Engpass bei einer nächtlichen Reifenpanne ist selten das Werkzeug oder die Dunkelheit. Es ist die Frage, ob der richtige Reifen überhaupt im Servicefahrzeug liegt. Reifenlager und Großhändler haben nachts geschlossen, und wer die passende Größe nicht dabei hat, muss bis zum Morgen warten — mit allen Folgekosten für Spedition und Fahrer. Genau darum geht es in diesem Bericht: um die Logistik hinter einem nächtlichen Reifenwechsel auf der Autobahn.
Der Fahrer hatte gegen 01:45 Uhr ein ungewöhnliches Geräusch von der rechten Aufliegerachse bemerkt, kurz darauf schlug der Reifen durch. Er rollte kontrolliert auf den Standstreifen aus, sicherte das Fahrzeug ab und wählte unsere Notrufnummer. Was danach passierte, ist ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie nächtliche Ersatzteillogistik im Nutzfahrzeugbereich funktionieren muss, damit aus einer Panne kein verlorener Arbeitstag wird.

Die Notfallsituation auf der A9
Der Reifenplatzer ereignete sich an der Aufliegerachse eines Sattelaufliegers, während der Sattelzug in Richtung Berlin unterwegs war. Betroffen war ein Reifen der Dimension 385/65 R22.5, eine der gängigsten Größen für Trailerachsen im deutschen Fernverkehr.
Der Fahrer berichtete später, er habe zunächst ein „Schlagen“ im Fahrwerk gespürt, bevor die Karkasse des Reifens vollständig aufriss. Bei einem Reifenplatzer auf der Autobahn zählt jede Sekunde: falsches Bremsen oder abruptes Lenken kann bei einem Sattelzug zum Schleudern des Aufliegers führen. Der Fahrer reagierte richtig, hielt die Spur und rollte den Sattelzug kontrolliert bis auf den Standstreifen aus.
Die Nacht war klar und mild, laut Fahrerangabe um die 17 Grad, kein Regen, aber wenig Verkehr — was die Absicherung erleichterte, gleichzeitig aber auch bedeutete, dass vorbeifahrende Fahrzeuge mit höherer Geschwindigkeit unterwegs waren. Genau in solchen Momenten zeigt sich, warum ein bundesweiter mobiler LKW Reifenservice mit echter Nachtbereitschaft kein Luxus, sondern eine betriebliche Notwendigkeit für jede Spedition ist.
Wie die Hilfe organisiert wurde
Die Organisation eines nächtlichen Reifenwechsels läuft in Wellen ab: Notruf, Disposition, Anfahrt. Bei diesem Einsatz dauerte die reine Disposition 15 Minuten, weil sofort ein Serviceteam mit passendem Reifen im Bestand identifiziert werden musste.
Die Einsatzzentrale ging dabei folgende Schritte durch:
- Entgegennahme des Notrufs um 02:07 Uhr, Abfrage von Standort, Fahrzeugtyp und Reifengröße
- Abgleich der Reifendimension 385/65 R22.5 mit dem Warenbestand verfügbarer Bereitschaftsfahrzeuge in der Region
- Auswahl des nächstgelegenen Serviceteams unseres Partnernetzwerks mit passender Ausrüstung
- Übermittlung der GPS-Position und Freigabe der Anfahrt
- Laufende telefonische Rückmeldung an den Fahrer zur voraussichtlichen Ankunftszeit
Diese Disposition ist der eigentliche Kern eines funktionierenden 24/7 Notdienstes. Ohne ein Netzwerk aus mehreren Standorten, die unterschiedliche Reifengrößen vorhalten, würde die Anfahrt zwar schnell erfolgen, aber ohne den passenden Reifen wäre man vor Ort machtlos. Mehr zu unserem Servicepartner-Netzwerk findet sich auf unserer Kontaktseite.
Warum die Reifengröße am Telefon entscheidend ist
Die genaue Reifengröße am Telefon zu nennen entscheidet darüber, ob binnen einer Stunde geholfen werden kann oder erst am nächsten Morgen. Der Disponent erkennt am Größencode sofort, ob Ware vorrätig ist und welches Bereitschaftsfahrzeug er losschicken muss.
Reifengröße – die Kombination aus Reifenbreite, Höhen-Breiten-Verhältnis und Felgendurchmesser, angegeben als Zahlencode wie 385/65 R22.5. Ohne diese Angabe kann kein Disponent seriös einschätzen, ob ein Ersatzreifen im Umkreis verfügbar ist.
Wir bitten Fahrer deshalb, an der Reifenflanke folgende Angaben abzulesen und durchzugeben:
- Die Reifengröße (z. B. 385/65 R22.5, 315/80 R22.5 oder 385/55 R22.5)
- Den Traglastindex (Load Index), meist eine zwei- bis dreistellige Zahl direkt nach der Größe
- Den Geschwindigkeitsindex (Speed Index), ein Buchstabe wie L, M oder K
- Die DOT-Nummer, aus der sich Herstellungswoche und Herstellungsjahr ergeben
Wer diese vier Angaben griffbereit hat, verkürzt das Telefonat um mehrere Minuten und erhöht die Trefferquote bei der Fahrzeugauswahl deutlich. Bei unserem Einsatz am 11. August konnte der Fahrer die Größe 385/65 R22.5 direkt nennen, was die Disposition auf 15 Minuten beschränkte.

Welche Reifengrößen nachts überhaupt verfügbar sind
Nicht jede Reifengröße ist um drei Uhr morgens verfügbar. Bereitschaftsfahrzeuge führen typischerweise die gängigsten Trailer- und Antriebsachsen-Dimensionen mit: 385/65 R22.5, 315/80 R22.5 und 385/55 R22.5. Seltenere Größen oder Spezialprofile sind in der Regel Bestellware.
Das ist der ehrliche Unterschied zwischen einem Versprechen wie „wir sind in einer Stunde da“ und der Realität „wir müssen den Reifen morgen früh nachliefern“. Ein seriöser Anbieter sagt das offen, statt eine Anfahrt zuzusagen, die am Ende doch ins Leere läuft, weil die Größe fehlt.
Auch für die Lenkachse der Zugmaschine gilt Ähnliches: Reifen für die Lenkachse haben oft andere Profile als Reifen für Antriebs- oder Aufliegerachsen, etwa 315/70 R22.5 oder 295/80 R22.5 bei manchen Flotten, während kleinere Nutzfahrzeuge häufig auf 245/70 R19.5 unterwegs sind. Ein bundesweiter Reifenservice muss deshalb mehrere Achstypen gleichzeitig im Blick haben, nicht nur eine einzelne Standardgröße.
Wie die nächtliche Ersatzteillogistik im Hintergrund funktioniert
Ein funktionierender Nachtbetrieb basiert auf drei Säulen: Bereitschaftsfahrzeugen mit Grundbestand, regionalen Lagerpunkten und Lieferantenvereinbarungen für Nachtzugriff. Fällt eine dieser Säulen weg, verlängert sich die Wartezeit für den Fahrer erheblich.
Konkret bedeutet das: Bereitschaftsfahrzeuge fahren mit einem festen Sortiment der meistgefragten Größen, ergänzt durch Werkzeug zum Auswuchten und Montieren direkt am Standstreifen. Regionale Lagerpunkte dienen als Nachschubquelle, falls ein Fahrzeug seinen Bestand nach mehreren Einsätzen in einer Nacht aufgebraucht hat. Und Vereinbarungen mit Großhändlern für Nachtzugriff greifen dann, wenn eine seltene Größe kurzfristig beschafft werden muss.
Bei diesem Einsatz war die Kette kurz: Das ausgewählte Serviceteam hatte den Reifen 385/65 R22.5 bereits geladen, sodass keine Zwischenstation nötig war. Genau dieser Vorlauf sparte am Ende fast eine Stunde gegenüber einem Szenario, in dem der Reifen erst nachgeliefert werden müsste.
Gibt es Provisorien bei fehlender Reifengröße?
Ja, in Ausnahmefällen wird vorübergehend ein Reifen anderer Marke, aber gleicher Dimension montiert, um den Sattelzug bis zum nächsten Betriebshof zu bringen. Das ist zulässig, solange Größe, Traglastindex und Geschwindigkeitsindex zum Fahrzeug passen.
Problematisch wird es bei Zwillingsbereifung auf einer Achse. Hier gilt eine Paarungsregel: Zwei Reifen auf derselben Achsseite sollten möglichst gleiches Profil und einen vergleichbaren Abrollumfang haben. Unterschiedlicher Durchmesser oder stark abweichende Profiltiefe zwischen den beiden Reifen kann zu ungleicher Lastverteilung, erhöhtem Verschleiß und im schlimmsten Fall zu einer weiteren Panne führen. Bei unserem Einsatz am 11. August war das kein Thema, da die Aufliegerachse einfachbereift war und der neue Reifen exakt der Originaldimension entsprach.
Wer dennoch mit einem Provisorium weiterfährt, sollte den Reifentausch beim nächsten planmäßigen Werkstattbesuch nachholen. Ein mobiler Werkstattservice kann das im Rahmen der ohnehin fälligen Wartung mit erledigen.
Lage vor Ort — warum man das nicht ignorieren darf
Ein geplatzter Reifen an der Aufliegerachse ist kein kosmetisches Problem, sondern ein sicherheitsrelevanter Zustand. LKW-Reifen laufen typischerweise mit einem Reifendruck von 8,5 bis 9,5 bar, je nach Achslast und Beladung — fällt dieser Druck plötzlich weg, verschiebt sich die Last auf die Nachbarreifen und auf die Felge.
Bei anhaltender Weiterfahrt auf einem geplatzten Reifen droht Felgenschaden durch den direkten Metallkontakt zur Fahrbahn. Zusätzlich steigt das Risiko für die Radnabe und die Radbolzen, wenn die Unwucht über längere Strecke bestehen bleibt. Aus diesem Grund war die sofortige Fahrtunterbrechung des Fahrers am 11. August die richtige Entscheidung — jede weitere gefahrene Meile hätte den Schaden vergrößert und die Reparaturkosten in die Höhe getrieben.
Auch die Achslast spielt eine Rolle: Ein Sattelauflieger mit Ladung überträgt sein Gewicht über mehrere Achsen, und fällt eine Position aus, müssen die verbleibenden Reifen kurzzeitig mehr tragen. Laut ADAC sind ausreichender Reifendruck und regelmäßige Sichtkontrolle die wirksamsten Mittel gegen plötzliche Reifenausfälle bei Nutzfahrzeugen.

Reifenwechsel Schritt für Schritt
Der eigentliche Wechsel folgt einem festen Ablauf, unabhängig davon, ob es Tag oder Nacht ist — bei Dunkelheit kommen jedoch zusätzliche Sicherheitsschritte hinzu.
Schritt 1 — Sichtprüfung: Der Techniker prüft Reifen, Felge und Achse auf Folgeschäden, bevor er mit der eigentlichen Arbeit beginnt. Bei diesem Einsatz dauerte dieser Schritt inklusive Absicherung 6 Minuten.
Schritt 2 — Absicherung der Einsatzstelle: Warndreieck und Warnweste werden aufgestellt beziehungsweise angelegt, das Servicefahrzeug positioniert sich als zusätzlicher Schutz gegen den fließenden Verkehr.
Schritt 3 — Demontage: Der beschädigte Reifen wird von der Felge gelöst und abgenommen. Bei unserem Einsatz dauerte dieser Arbeitsschritt 10 Minuten.
Schritt 4 — Montage: Der neue Reifen 385/65 R22.5 wird aufgezogen und ausgewuchtet, damit keine Vibrationen bei höherer Geschwindigkeit auftreten. Dieser Schritt nahm 30 Minuten in Anspruch, da Auswuchten bei Nutzfahrzeugreifen zusätzliche Sorgfalt erfordert.
Schritt 5 — Endkontrolle: Die Radbolzen werden über Kreuz mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen, der Luftdruck wird geprüft und der Einsatz dokumentiert.
Diese Reihenfolge ist nicht verhandelbar. Wer beim Anziehen der Radbolzen das Kreuzmuster überspringt, riskiert eine ungleichmäßige Spannung, die sich später als lockeres Rad bemerkbar machen kann — ein Risiko, das bei einem beladenen Sattelzug niemand eingehen sollte.
Vollständiger Zeitstrahl des Einsatzes
| Zeit | Phase | Aktion |
|---|---|---|
| 02:07 | Notruf | Fahrer meldet Reifenplatzer am Auflieger auf der A9 bei Lutherstadt Wittenberg |
| 02:07–02:22 | Disposition | Einsatzzentrale ermittelt verfügbares Serviceteam mit passendem Reifen 385/65 R22.5 im Bestand (15 Min.) |
| 02:22–03:19 | Anfahrt | Serviceteam fährt zur Einsatzstelle auf der A9 (57 Min.) |
| 03:19–03:25 | Absicherung | Warndreieck, Warnweste, Sichtprüfung von Reifen, Felge, Achse (6 Min.) |
| 03:25–03:35 | Demontage | Beschädigten Reifen abnehmen (10 Min.) |
| 03:35–04:05 | Montage | Neuen Reifen 385/65 R22.5 montieren, auswuchten (30 Min.) |
| 04:05–04:15 | Endkontrolle | Drehmoment über Kreuz anziehen, Luftdruck prüfen, Dokumentation (10 Min.) |
Gesamtzeit vom Notruf bis zur Weiterfahrt: 2 Stunden 8 Minuten. Um 04:15 Uhr, noch vor Sonnenaufgang, setzte der Sattelzug seine Fahrt in Richtung Berlin fort.
Was kostet ein Reifenwechsel nachts auf der Autobahn?
Der komplette Einsatz kostete 950 Euro netto zzgl. MwSt. Diese Summe setzt sich aus Anfahrt, Arbeitszeit, Reifenpreis, Entsorgung und Nachtzuschlag zusammen.
| Position | Preis (EUR) |
|---|---|
| Anfahrt (Nachteinsatz) | 260 |
| Arbeitszeit (ca. 1 Std.) | 120 |
| Reifen 385/65 R22.5 | 480 |
| Alt-Reifen-Entsorgung | 20 |
| Nachtzuschlag | 70 |
| GESAMT | 950 |
Der Nachtzuschlag von 70 Euro ist keine willkürliche Gebühr, sondern spiegelt die tatsächlichen Mehrkosten eines 24-Stunden-Betriebs wider: Bereitschaftspersonal muss auch in verkehrsarmen Nachtstunden vorgehalten werden, unabhängig davon, ob ein Notruf eingeht oder nicht. Diese Bereitschaft ist genau das, was am 11. August den Unterschied zwischen zwei Stunden Standzeit und einer ganzen verlorenen Nacht ausmachte.
Zum Vergleich: Die Standzeit einer Sattelzugkombination auf der Autobahn kostet den Spediteur nach Branchenschätzungen ca. 800 bis 1.200 Euro pro Tag, wenn man entgangene Fracht, Standgeld und geplatzte Folgetermine zusammenrechnet. Gemessen daran war der 950-Euro-Einsatz nicht teuer, sondern die günstigere von zwei Optionen — die Alternative wäre gewesen, bis zum Morgen auf dem Standstreifen zu warten und mindestens einen Liefertermin zu verlieren.
Warum ein Profi nötig ist
Ein Reifenwechsel am Nutzfahrzeug ist keine Aufgabe für Laienhände, insbesondere nicht bei Nacht auf einer Autobahn mit fließendem Verkehr. Die Risiken einer improvisierten Selbstreparatur sind konkret:
- Ohne Drehmomentschlüssel und Kreuzmuster besteht die Gefahr, dass sich Radbolzen im Fahrbetrieb lösen
- Fehlende Auswuchtung führt zu Vibrationen, die Lenkung und Fahrwerk auf Dauer schädigen
- Unzureichende Absicherung der Einsatzstelle erhöht das Unfallrisiko für den Fahrer erheblich
- Falsche Reifenpaarung bei Zwillingsbereifung kann zu ungleichem Verschleiß und erneuter Panne führen
- Ohne geeignetes Hebe- und Montagewerkzeug lässt sich ein 385/65 R22.5 Reifen kaum sicher handhaben
Bergung und Montage direkt am Standstreifen erfordern zudem Erfahrung mit Verkehrsabsicherung nach den geltenden Vorschriften. Wer hier improvisiert, riskiert nicht nur den eigenen Reifen, sondern die eigene Sicherheit.

Typische Einsätze, zu denen wir bundesweit ausrücken
Unser mobiler LKW Reifenservice deckt ganz Deutschland ab, rund um die Uhr. Zu den häufigsten Einsatzarten zählen:
- Reifenplatzer an Zugmaschine oder Auflieger auf Autobahnen und Bundesstraßen
- Reifenpannen mit Profiltiefe unter dem gesetzlichen Mindestmaß, meist bei Routinekontrollen entdeckt
- Reifenwechsel bei Baustellenfahrten mit erhöhtem Schnittrisiko durch Bauschutt
- Notfälle mit beschädigten Felgen nach Bordsteinkontakt oder Schlagloch
- Kombinierte Einsätze, bei denen zusätzlich zur Reifenpanne ein Luftfederbalg oder ein anderes Fahrwerksteil betroffen ist
Ähnliche Situationen mit anderem Schwerpunkt haben wir bereits dokumentiert, etwa einen Reifenplatzer bei einem DAF-Sattelzug in Hof, bei dem die Herausforderung eher in der Zugänglichkeit der Einsatzstelle lag als in der Ersatzteillogistik.
Vorbeugung — Tipps für Fahrer und Flotten
Die beste Panne ist die, die gar nicht erst passiert. Regelmäßige Kontrolle senkt das Risiko eines nächtlichen Reifenplatzers deutlich.
Vor jeder längeren Tour lohnt sich eine kurze Sichtprüfung: Reifendruck, sichtbare Beschädigungen an der Karkasse und Profiltiefe. Gemäß § 36 StVZO ist für Nutzfahrzeugreifen eine Mindestprofiltiefe vorgeschrieben, deren Unterschreitung nicht nur ein Bußgeld, sondern auch ein erhöhtes Ausfallrisiko bedeutet.
Für Flotten empfiehlt sich zusätzlich:
- Ein fester Wartungsrhythmus mit dokumentierter Reifendruckkontrolle vor jeder Schicht
- Schulung der Fahrer, die eigene Reifengröße samt Traglast- und Geschwindigkeitsindex zu kennen
- Ein hinterlegter Notfallkontakt mit 24/7-Erreichbarkeit für den gesamten Fuhrpark
- Regelmäßiger Reifentausch nach Herstellerangabe, statt bis zum vollständigen Verschleiß zu fahren
Ein Fuhrpark, der diese Punkte konsequent umsetzt, reduziert nächtliche Notfälle spürbar — verhindert sie aber nicht vollständig, denn Fremdkörper auf der Fahrbahn oder verdeckte Karkassenschäden lassen sich durch Wartung allein nicht ausschließen.
Reifenmarken und Flottenwartung — was Spediteure wissen sollten
Bei der Wahl des Ersatzreifens spielt die Marke eine untergeordnete, aber nicht unwichtige Rolle. Hersteller wie Michelin, Continental, Goodyear und Bridgestone bieten für Trailerachsen jeweils eigene Profile mit unterschiedlichen Laufleistungs- und Rollwiderstandswerten an.
Für einen nächtlichen Noteinsatz zählt vor allem, dass Größe, Traglastindex und Geschwindigkeitsindex zum Fahrzeug passen — die Markenwahl ist dabei zweitrangig gegenüber der Verfügbarkeit. Für die langfristige Flottenwartung lohnt sich hingegen eine bewusste Markenstrategie, etwa einheitliche Bereifung pro Achstyp, um spätere Paarungsprobleme bei Zwillingsbereifung zu vermeiden.
Achstechnik und Aufliegerkonstruktion beeinflussen zusätzlich, welche Reifendimension überhaupt zulässig ist. Wer beim Kauf neuer Auflieger die Achstechnik dokumentiert, erspart sich im Ernstfall Rückfragen beim Disponenten.
Warum uns wählen
Unser mobiler LKW Reifenservice ist deutschlandweit 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche erreichbar. Die Disposition erfolgt über ein geprüftes Partnernetzwerk, das regional verteilte Bereitschaftsfahrzeuge mit den gängigsten Reifengrößen vorhält.
Die Preise werden vor dem Einsatz transparent kommuniziert, inklusive Nachtzuschlag und Anfahrtskosten, sodass es am Ende keine Überraschung auf der Rechnung gibt. Die Disposition ist mehrsprachig besetzt, was bei internationalen Speditionen und ausländischen Fahrern häufig den entscheidenden Unterschied macht, wenn es in der Nacht schnell gehen muss.

FAQ
Wie schnell kann ein mobiler LKW Reifenservice bei einem Reifenplatzer nachts vor Ort sein?
Bei unserem Einsatz am 11. August dauerte die Anfahrt 57 Minuten nach 15 Minuten Disposition. Die tatsächliche Zeit hängt von Standort, Verfügbarkeit passender Reifen und Verkehrslage ab.
Warum ist die genaue Reifengröße am Telefon so wichtig?
Der Disponent erkennt am Größencode sofort, ob die passende Größe im Bestand eines nahegelegenen Serviceteams ist. Ohne diese Angabe verlängert sich die Suche unnötig.
Was kostet ein nächtlicher Reifenwechsel auf der Autobahn?
Bei unserem dokumentierten Einsatz lagen die Gesamtkosten bei 950 Euro netto, inklusive Anfahrt, Arbeitszeit, Reifen, Entsorgung und Nachtzuschlag.
Kann ich mit einem geplatzten Reifen noch bis zur nächsten Werkstatt weiterfahren?
Nein, das sollte vermieden werden. Der fehlende Reifendruck belastet Felge, Achse und Nachbarreifen zusätzlich und kann zu Folgeschäden führen, die deutlich teurer werden als der Reifenwechsel selbst.
Sind nachts alle Reifengrößen verfügbar?
Nicht immer. Bereitschaftsfahrzeuge führen die gängigsten Größen wie 385/65 R22.5, 315/80 R22.5 und 385/55 R22.5 mit. Seltene Dimensionen müssen häufig bis zum Morgen bestellt werden.
Ist ein Provisorium mit anderer Reifenmarke zulässig?
Ja, solange Größe, Traglast- und Geschwindigkeitsindex passen. Bei Zwillingsbereifung gilt zusätzlich die Paarungsregel für Profil und Durchmesser der beiden Reifen auf einer Achsseite.
Zusammenfassung
Am 11. August, kurz nach 02:00 Uhr, platzte auf der A9 bei Lutherstadt Wittenberg, Richtung Berlin, ein Reifen der Dimension 385/65 R22.5 am Auflieger eines Sattelzugs. Unser Serviceteam war nach 57 Minuten Anfahrt vor Ort, der komplette Einsatz von der Alarmierung bis zur Weiterfahrt dauerte 2 Stunden und 8 Minuten. Die Gesamtkosten lagen bei 950 Euro netto. Folgeschäden an Felge oder Achse konnten durch die schnelle Reaktion des Fahrers und die zügige Reifenlogistik unseres Partnernetzwerks vermieden werden.
Brauchen Sie jetzt Hilfe bei einer Reifenpanne?
Ein geplatzter Reifen wartet nicht bis zum Morgen, und wir auch nicht. Rufen Sie uns an unter +49 160 5753826, rund um die Uhr, deutschlandweit. Weitere Informationen zu unserem mobilen Reifen- und Pannenservice finden Sie auf www.lkwhelp24.com.
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