Kurz gesagt: Am 14. Juli platzte an einem Reisebus im Linienverkehr auf der A31 bei Borken ein Reifen der Antriebsachse (295/80 R22.5). Der Notruf ging um 11:52 Uhr ein, um 13:02 Uhr stand der Techniker vor Ort, um 14:22 Uhr war der Bus wieder fahrbereit. Gesamtkosten netto: 990 Euro. Der Unterschied zu einem LKW-Einsatz: rund 50 Fahrgäste standen währenddessen auf dem Seitenstreifen.
Ein Reifenplatzer an einem Sattelzug ist ein technisches Problem. Ein Reifenplatzer an einem vollbesetzten Reisebus ist zusätzlich ein Menschenproblem. Der Bus bleibt stehen, aber die Passagiere bleiben nicht automatisch sicher sitzen – sie müssen an einer Autobahn versorgt, informiert und im Zweifel evakuiert werden, während nebenan der Verkehr mit Tempo 100 vorbeirauscht.
Dieser Bericht zeigt, wie ein solcher Einsatz am 14. Juli auf der A31 bei Borken ablief: von der Meldung über die Absicherung des Seitenstreifens bis zur Weiterfahrt. Ohne Namen des Busunternehmens, ohne Kennzeichen, aber mit allen technischen Details, die für Fuhrparkleiter und Reiseveranstalter relevant sind.

Die Notfallsituation auf der A31
Ein Reifenplatzer der Dimension 295/80 R22.5 an der Antriebsachse zwang einen Reisebus im Linienverkehr am 14. Juli tagsüber zum Halt auf dem Seitenstreifen der A31 bei Borken, Nordrhein-Westfalen. An Bord befanden sich Fahrgäste, der Bus konnte den Seitenstreifen aus eigener Kraft noch erreichen.
Der Reifenplatzer selbst passierte ohne Vorwarnung: ein lauter Knall, ein Ziehen zur Seite, der Fahrer bremste kontrolliert ab. Bei der Antriebsachse eines Reisebusses trägt jeder Reifen ein hohes Gewicht über eine lange Strecke, und ein plötzlicher Druckverlust verändert das Fahrverhalten sofort. Anders als bei einer Reifenpanne mit langsam sinkendem Druck bleibt hier keine Vorwarnzeit.
Der Seitenstreifen einer Autobahn ist kein sicherer Ort. Fahrzeuge fahren mit hoher Geschwindigkeit vorbei, der Fahrtwind ist spürbar, die Distanz zur Fahrbahn beträgt oft nur wenige Meter. Für einen Fahrer allein ist das eine überschaubare Situation. Mit rund 50 Fahrgästen im Bus wird daraus eine eigene logistische Aufgabe – wer aussteigt, wer bleibt sitzen, wo sammelt sich die Gruppe, und wie lange dauert das alles.
Wie die Hilfe organisiert wurde
Die Meldung ging um 11:52 Uhr in der Dispositionszentrale von AutoHelp UG ein. Innerhalb von 15 Minuten war ein Techniker unseres Servicepartners in der Region disponiert und auf dem Weg – um 12:07 Uhr rollte das Einsatzfahrzeug bereits Richtung A31.
Bei einem Linienbus mit Fahrgästen an Bord läuft die Disposition anders als bei einem Frachtfahrzeug. Zwei Fragen werden parallel geklärt: Wer fährt das passende Ersatzrad mit der richtigen Dimension zum Einsatzort, und muss zusätzlich ein Ersatzbus für die Fahrgäste organisiert werden, falls die Reparatur länger dauert als geplant. Bei diesem Einsatz war die Schadenslage klar genug – ein einzelner Reifen, gute Erreichbarkeit, Tageslicht –, sodass die Disposition auf die schnelle Reparatur vor Ort setzte statt auf einen Ersatzbus.
Der Ablauf der Disposition in Stichworten:
- Anruf entgegennehmen, Fahrzeugtyp, Reifendimension und Fahrgastzahl abfragen
- Techniker mit passendem Ersatzreifen 295/80 R22.5 disponieren
- Anfahrtszeit kalkulieren und Meldung an die Leitstelle des Busbetreibers
- Techniker informiert Fahrer per Telefon über Absicherungsmaßnahmen vor Ankunft
Um 13:02 Uhr, 55 Minuten nach Disposition, traf der Techniker vor Ort ein. Die Anfahrt über die A31 bei Tageslicht und normalem Verkehr verlief planmäßig.
Situation vor Ort: Menschen zuerst, dann Technik
Der Hauptunterschied zu einem LKW-Einsatz zeigt sich in der ersten Minute vor Ort: bevor der Techniker das Rad anfasst, klärt sich die Frage, was mit den Fahrgästen passiert. Rund 50 Menschen auf dem Seitenstreifen einer Autobahn sind kein Nebenschauplatz, sondern die eigentliche Priorität der ersten Minuten.
Die Entscheidung zwischen Aussteigen und im Bus bleiben hängt von drei Faktoren ab: der Außentemperatur, der Sicherheit des konkreten Standorts und der geschätzten Dauer der Arbeiten. An diesem 14. Juli war es ein warmer Tag. Bei abgestelltem Motor läuft keine Klimaanlage, und der Innenraum eines Busses mit großer Fensterfläche heizt sich in der Sonne innerhalb weniger Minuten spürbar auf. Bei einer geschätzten Standzeit von über einer Stunde war ein Verbleib im aufgeheizten Fahrzeug keine vertretbare Option.
Korrektes Aussteigen an einer Autobahn folgt festen Regeln, die der Fahrer und der Techniker gemeinsam durchsetzten:
- Ausstieg ausschließlich zur vom Verkehr abgewandten Seite
- Sammeln der gesamten Gruppe hinter der Leitplanke, nicht verteilt entlang des Seitenstreifens
- Warnweste für Fahrer und Techniker, Warndreieck in ausreichendem Abstand hinter dem Bus
- Gesonderte Aufmerksamkeit für Kinder und Personen mit eingeschränkter Mobilität beim Ausstieg und während der Wartezeit
Diese Reihenfolge – erst Menschen sichern, dann Reifen wechseln – kostet ein paar Minuten am Anfang, spart aber Risiko über die gesamte Einsatzdauer. Ein Techniker, der sofort mit dem Wagenheber arbeitet, während Fahrgäste noch unkontrolliert ein- und aussteigen, schafft eine zweite Gefahrenquelle direkt neben der ersten.
Aufbocken eines Busses: andere Technik als beim LKW
Ein Reisebus lässt sich nicht wie ein Sattelzug aufbocken. Die Bodenfreiheit ist deutlich geringer, die Hebepunkte liegen an anderen Stellen des Chassis, und unterhalb der Fahrgastkabine sitzen oft Gepäckfächer, die bei falsch angesetztem Wagenheber beschädigt werden können. Der Techniker musste die exakten Hebepunkte am Unterboden identifizieren, bevor überhaupt der Wagenheber angesetzt wurde – ein Schritt, der bei einem LKW mit höherem Chassis entfällt oder deutlich unkomplizierter ausfällt.
Diese Eigenheit ist einer der Gründe, warum Busunternehmen auf spezialisierte mobile Dienste angewiesen sind statt auf allgemeine Pannenhilfe: falsches Aufbocken riskiert nicht nur Verzögerung, sondern Folgeschäden an Verkleidung und Gepäckfächern, die den Reparaturaufwand deutlich erhöhen.
Pannenhilfe für Reisebusse: der Reparaturablauf in 5 Schritten
Wie repariert ein Techniker einen Reifenplatzer an einem Reisebus? In fünf klar getrennten Schritten: Absicherung der Stelle, Sichtkontrolle des Schadens, Demontage des beschädigten Rads, Montage des Ersatzreifens, abschließende Drehmomentkontrolle. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf und wird erst begonnen, wenn der vorige sauber abgeschlossen ist.
Schritt 1 – Absicherung. Warndreieck, Warnblinkanlage, Warnwesten. Erst wenn die Stelle für den fließenden Verkehr sichtbar und die Fahrgastgruppe hinter der Leitplanke gesammelt ist, beginnt die eigentliche technische Arbeit.
Schritt 2 – Sichtkontrolle. Der Techniker prüft, ob neben dem geplatzten Reifen die Felge, die Radnabe oder die Radbolzen beschädigt sind. Bei diesem Einsatz blieb der Schaden auf den Reifen begrenzt, die Felge war unbeschädigt.
Schritt 3 – Demontage. Radbolzen lösen, Rad abnehmen, Reifenreste entfernen. Bei der Antriebsachse eines Busses ist das Rad schwerer als bei einer Lenkachse, entsprechend braucht dieser Schritt mehr Kraft und Sorgfalt beim Anheben.
Schritt 4 – Montage des Ersatzreifens. Der neue Reifen 295/80 R22.5 wird auf die Felge montiert und auf die Nabe gesetzt. Bei Personenverkehr ist ausschließlich Neuware zulässig – runderneuerte Reifen sind an Bussen nicht erlaubt.
Schritt 5 – Drehmomentkontrolle über Kreuz. Die Radbolzen werden nicht der Reihe nach, sondern über Kreuz angezogen, damit sich das Rad gleichmäßig setzt und nicht verzieht. Dieser letzte Schritt entscheidet über die Betriebssicherheit auf den folgenden Kilometern.
Um 14:17 Uhr war das Rad montiert und die Drehmomentkontrolle abgeschlossen. Fünf Minuten später, um 14:22 Uhr, war der Bus wieder fahrbereit.
Der komplette Zeitablauf
| Uhrzeit | Phase | Aktion |
|---|---|---|
| 11:52 Uhr | Notruf | Meldung geht in der Dispositionszentrale ein |
| 12:07 Uhr | Disposition | Techniker mit passendem Reifen disponiert (15 Min.) |
| 13:02 Uhr | Anfahrt | Ankunft vor Ort auf der A31 (55 Min. Anfahrt) |
| 13:15 Uhr | Absicherung | Warnschutz und Fahrgastgruppe gesichert, Arbeiten beginnen |
| 14:17 Uhr | Montage | Rad montiert, Drehmomentkontrolle über Kreuz abgeschlossen |
| 14:22 Uhr | Weiterfahrt | Bus wieder fahrbereit |
Gesamtzeit vom Notruf bis zur Weiterfahrt: 2 Stunden 30 Minuten (150 Minuten). Davon entfielen rund 13 Minuten auf Absicherung und Fahrgastmanagement, bevor die eigentliche Reparatur beginnen konnte – Zeit, die bei einem reinen Frachtfahrzeug entfällt, bei einem Linienbus aber unverzichtbar ist.
Kosten des Einsatzes: transparente Aufstellung
Was kostet ein Reifenwechsel an einem Reisebus auf der Autobahn? Bei diesem Einsatz lag die Gesamtsumme netto bei 990 Euro, zusammengesetzt aus Anfahrt, Arbeitszeit, Reifen, Entsorgung und einem Zuschlag für den Personenverkehr.
| Position | Preis (EUR, netto) |
|---|---|
| Anfahrt | 220 |
| Arbeit (ca. 1,25 Std. à 120 €/Std.) | 150 |
| Reifen 295/80 R22.5 | 520 |
| Altreifenentsorgung | 20 |
| Prioritätszuschlag Personenverkehr | 80 |
| Gesamt | 990 |
Alle Preise verstehen sich netto, zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer.
Der Prioritätszuschlag von 80 Euro erklärt sich aus der Einstufung des Einsatzes: eine Fahrt mit Fahrgästen an Bord wird in der Disposition höher priorisiert als ein reiner Frachttransport, weil jede zusätzliche Wartezeit direkt Menschen betrifft, nicht nur Ladung. Die Reifendimension 295/80 R22.5 gehört zu den Standardgrößen im Reisebus- und schweren Nutzfahrzeugbereich, weshalb sie bei einem regional gut vernetzten Servicepartner meist vorrätig ist – ein Grund, warum die Anfahrtszeit hier vergleichsweise kurz blieb.
Wie schneidet das im Vergleich zur Alternative ab? Ein Ausfall der Fahrt mit Umstieg der Fahrgäste in einen Ersatzbus verursacht deutlich höhere Kosten als der direkte Reifenwechsel: Bereitstellung des Ersatzbusses, mögliche Wartezeit von einer bis mehreren Stunden für die Fahrgäste, potenzielle Entschädigungsansprüche nach EU-Fahrgastrechten bei Verspätungen im Linienverkehr, und der Reputationsschaden eines gestrandeten Reisebusses auf einer Autobahn. Gegen diese Alternative rechnet sich eine Reparatur vor Ort binnen zweieinhalb Stunden deutlich.
Warum Personenverkehr keinen Amateur-Reifenwechsel verträgt
Ein Reifenwechsel am Seitenstreifen einer Autobahn gehört grundsätzlich nicht in Laienhand, bei einem Reisebus mit Fahrgästen gilt das doppelt. Die Risiken bei Eigenversuchen:
- Fehlende Ausrüstung für das hohe Gewicht der Antriebsachse eines Busses, Gefahr des Abrutschens vom Wagenheber
- Falsches Anziehen der Radbolzen ohne Drehmomentschlüssel, Risiko eines sich lösenden Rads nach wenigen Kilometern
- Ungeschultes Fahrgastmanagement an der Autobahn, erhöhtes Unfallrisiko für aussteigende Passagiere
- Fehlende Absicherung der Einsatzstelle gegenüber dem fließenden Verkehr
Der ADAC weist regelmäßig darauf hin, dass ein Reifenwechsel an schweren Nutzfahrzeugen und Bussen aufgrund der hohen Gewichte und Drehmomente ausschließlich von geschultem Fachpersonal mit passendem Werkzeug durchgeführt werden sollte. Bei Bussen kommt die Verantwortung für die Fahrgäste hinzu, die eine Amateurlösung noch riskanter macht.
Typische Einsätze bei Reisebussen in Deutschland
Reisebusse im Linienverkehr fallen technisch in eine eigene Kategorie unserer Einsätze. Häufige Szenarien:
- Reifenplatzer an der Antriebs- oder Lenkachse während der Fahrt
- Batterieausfall am Betriebshof oder auf Rastplätzen vor Fahrtantritt
- Bremsanlagenwarnung, die eine sofortige technische Prüfung vor Ort erfordert
- Getriebeausfall mit Notwendigkeit einer Bergung, wie in einem früheren Einsatz bei Freiburg dokumentiert
Bei allen diesen Einsätzen gilt dieselbe Grundregel: die Fahrgäste stehen in der Priorisierung vor der Technik, auch wenn die eigentliche Reparatur am Ende genauso präzise ausgeführt werden muss wie an einem Frachtfahrzeug.
Busreifen versus LKW-Reifen: gleiche Dimension, andere Anforderungen
Sind Busreifen dasselbe wie LKW-Reifen? Technisch oft dieselbe Dimension, etwa 295/80 R22.5, aber mit unterschiedlichen Anforderungen an Zulassung und Kontrolle. Für Personenverkehr gelten in Deutschland strengere Vorgaben als für reine Fracht.
Der wichtigste Unterschied betrifft runderneuerte Reifen: während sie bei LKW-Antriebsachsen unter bestimmten Bedingungen zulässig sind, verzichten seriöse Busbetreiber grundsätzlich darauf, insbesondere an der Lenkachse. Die Lenkachse eines Reisebusses unterliegt zusätzlich strengeren Anforderungen an Profiltiefe und Reifenzustand, weil ein Ausfall hier direkten Einfluss auf die Lenkbarkeit hat. Nach § 36 StVZO gilt für alle Fahrzeuge eine Mindestprofiltiefe, Personenbeförderungsunternehmen setzen in der Praxis meist deutlich höhere interne Grenzwerte an.
Personenbeförderer unterliegen zudem einem strengeren Wartungsregime als reine Frachtunternehmen: häufigere technische Kontrollen, dokumentierte Prüfintervalle und ein gesetzlicher Rahmen, der über die allgemeine StVZO-Prüfung hinausgeht. Die DEKRA führt diese Prüfungen im Rahmen der Hauptuntersuchung durch, bei Bussen im Linienverkehr kommen zusätzliche betriebliche Kontrollrhythmen hinzu.
Zeitkritikalität: gestrandete Menschen statt verspäteter Fracht
Der Unterschied zwischen einem liegengebliebenen Sattelzug und einem liegengebliebenen Reisebus zeigt sich am deutlichsten in der Frage, was bei einem längeren Ausfall passiert. Fracht wartet. Menschen warten auch, aber mit anderen Konsequenzen.
Fällt eine Fahrt im Linienverkehr komplett aus, greifen unter Umständen die EU-Fahrgastrechte: Fahrgäste haben bei erheblicher Verspätung oder Ausfall Anspruch auf Betreuungsleistungen und in bestimmten Fällen auf Entschädigung. Ein Ersatzbus wird dann angefordert, wenn absehbar ist, dass die Reparatur vor Ort länger dauert als die Bereitstellung eines Ersatzfahrzeugs – üblicherweise ab einer geschätzten Wartezeit von mehr als anderthalb bis zwei Stunden. Die Kosten für den Ersatzbus trägt in der Regel der Busbetreiber oder dessen Versicherung, abhängig vom konkreten Vertrag mit dem Reiseveranstalter.
Bei diesem Einsatz auf der A31 blieb die Reparaturzeit mit 150 Minuten insgesamt unter der Schwelle, ab der ein Ersatzbus wirtschaftlich sinnvoller gewesen wäre als das Warten vor Ort. Diese Abwägung trifft die Disposition gemeinsam mit dem Busbetreiber während der laufenden Reparatur, nicht erst danach.
Prävention für Busunternehmen
Die meisten Reifenpannen im Linienverkehr lassen sich durch konsequente Kontrolle vor Fahrtantritt vermeiden. Empfehlungen für Fuhrparkleiter:
- Luftdruckkontrolle vor jeder Fahrt, nicht nur im wöchentlichen Rhythmus
- Regelmäßige Prüfung des Reifenalters, unabhängig vom sichtbaren Profilzustand
- Ausreichende Profilreserve besonders vor Langstreckenfahrten und Fernreisen
- Sichtprüfung auf Beschädigungen an Seitenwand und Lauffläche bei jedem Betriebshofstopp
- Dokumentation der Kontrollen für die interne Nachweisführung gegenüber DEKRA und TÜV
Ein Reifen, der bei der morgendlichen Kontrolle mit ausreichend Druck und intakter Seitenwand bewertet wird, platzt selten ohne äußere Ursache mitten auf der Autobahn. Die meisten Vorfälle, die wir sehen, gehen auf schleichenden Druckverlust oder unentdeckte Vorschäden zurück, nicht auf reinen Zufall.
Reifen und Flottenwartung: der erweiterte Blick
Für Busbetreiber und Speditionen mit gemischtem Fuhrpark lohnt sich ein systematischer Blick auf die Reifenstrategie über den Einzelfall hinaus. Hersteller wie Michelin, Continental, Goodyear und Bridgestone bieten für den Nutzfahrzeug- und Busbereich unterschiedliche Profile für Lenk-, Antriebs- und Trailerachsen, die sich in Laufleistung und Nassgriffigkeit deutlich unterscheiden. Die Wahl des passenden Reifentyps für die jeweilige Achsposition beeinflusst nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Pannenhäufigkeit über die Nutzungsdauer.
Michelin bietet für Busbetreiber eigene Flottenprogramme mit regelmäßiger Profiltiefenmessung an, die schleichende Abnutzung frühzeitig erkennen, bevor sie zum Ausfall auf der Strecke führt. Für Unternehmen mit größerem Fuhrpark reduziert eine solche systematische Kontrolle die Zahl ungeplanter Pannenhilfe-Einsätze spürbar, auch wenn sie die Investitionskosten pro Reifen nicht senkt.
Auch der reguläre LKW-Reifenservice von AutoHelp UG deckt neben Notfällen die geplante Wartung ab: turnusmäßiger Reifenwechsel, Einlagerung von Saisonreifen und Flottenchecks für Speditionen und Busbetreiber im gesamten Bundesgebiet.
Warum uns Busunternehmen und Speditionen wählen
AutoHelp UG betreibt eine Dispositionszentrale, die 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche erreichbar ist, mit einem Netzwerk regionaler Servicepartner in ganz Deutschland. Bei Einsätzen mit Fahrgästen an Bord priorisiert unsere Disposition die Sicherheit der Menschen vor Ort ebenso wie die technische Lösung – das zeigt der geschilderte Ablauf auf der A31.
Was unsere Kunden konkret bekommen:
- Mehrsprachige Disposition für internationale Busunternehmen und Fahrer
- Transparente Kostenaufstellung vor Beginn der Arbeiten, keine versteckten Positionen
- Techniker mit Erfahrung im Umgang mit Bussen, nicht nur mit Frachtfahrzeugen
- Zugriff auf ein regionales Partnernetz für gängige Reifendimensionen inklusive 295/80 R22.5
Bei Bedarf vermitteln wir auch Abschleppdienst oder Werkstattkontakte über unsere LKW-Werkstatt-Partner, falls der Schaden über einen einfachen Reifenwechsel hinausgeht.
Häufige Fragen
Was kostet ein Reifenwechsel an einem Reisebus auf der Autobahn?
Bei diesem Einsatz lag die Gesamtsumme bei 990 Euro netto, zuzüglich Mehrwertsteuer. Der Betrag setzt sich aus Anfahrt, Arbeitszeit, Reifen, Entsorgung und einem Prioritätszuschlag für Personenverkehr zusammen und variiert je nach Reifendimension und Entfernung zum Einsatzort.
Wie lange dauert ein Reifenwechsel an einem Bus mit Fahrgästen?
Bei diesem Einsatz vergingen 2 Stunden 30 Minuten vom Notruf bis zur Weiterfahrt, davon 55 Minuten Anfahrt und rund 62 Minuten reine Reparaturzeit inklusive Fahrgastmanagement. Ohne Absicherung der Fahrgastgruppe wäre die reine technische Arbeit schneller möglich, die Sicherheit hat jedoch Vorrang.
Dürfen Fahrgäste bei einer Panne aus dem Bus aussteigen?
Ja, wenn die Sicherheitslage es zulässt. Der Ausstieg erfolgt ausschließlich zur vom Verkehr abgewandten Seite, die Gruppe sammelt sich hinter der Leitplanke. Bei hohen Temperaturen ist das Aussteigen oft die sicherere Option, da die Klimaanlage bei abgestelltem Motor nicht läuft.
Wer zahlt einen Ersatzbus bei einer Panne im Linienverkehr?
In der Regel trägt der Busbetreiber oder dessen Versicherung die Kosten für einen Ersatzbus. Ein Ersatzbus wird angefordert, wenn die geschätzte Reparaturzeit deutlich länger ausfällt als die Bereitstellungszeit des Ersatzfahrzeugs.
Sind Busreifen dasselbe wie LKW-Reifen?
Oft dieselbe Dimension, etwa 295/80 R22.5, aber mit strengeren Zulassungsanforderungen. An Bussen sind runderneuerte Reifen unüblich, und die Lenkachse unterliegt höheren Anforderungen an Profiltiefe und Zustand als bei vergleichbaren Frachtfahrzeugen.
Wie oft sollten Busunternehmen die Reifen kontrollieren?
Der Luftdruck sollte vor jeder Fahrt geprüft werden, nicht nur wöchentlich. Zusätzlich empfiehlt sich eine dokumentierte Sichtprüfung bei jedem Betriebshofstopp und eine regelmäßige Kontrolle des Reifenalters unabhängig vom sichtbaren Profilzustand.
Zusammenfassung
Am 14. Juli platzte auf der A31 bei Borken ein Reifen der Antriebsachse (295/80 R22.5) an einem Reisebus im Linienverkehr mit rund 50 Fahrgästen an Bord. Der Notruf ging um 11:52 Uhr ein, der Techniker war um 13:02 Uhr vor Ort, um 14:22 Uhr war der Bus wieder fahrbereit – Gesamtzeit 2 Stunden 30 Minuten. Die Fahrgäste wurden bei Bedarf sicher hinter der Leitplanke gesammelt, der Reifen fachgerecht in fünf Schritten gewechselt, die Radbolzen über Kreuz mit Drehmomentkontrolle angezogen. Gesamtkosten netto: 990 Euro. Kein Ersatzbus war notwendig, kein Folgeschaden entstand.
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Reisebus, Sattelzug oder Transporter mit Panne auf der Autobahn: AutoHelp UG ist rund um die Uhr, an jedem Tag des Jahres, in ganz Deutschland erreichbar. Rufen Sie an unter +49 160 5753826 oder besuchen Sie www.lkwhelp24.com für alle Kontaktwege. Wir disponieren Techniker mit Erfahrung im Personenverkehr und transparenter Preisstruktur, bevor die Arbeit beginnt.
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