TL;DR: Auf der A6 bei Schwäbisch Hall, Fahrtrichtung Nürnberg, platzte am 18. Juli der innere Reifen (385/65 R22.5) der Zwillingsbereifung eines Sattelzugs mit Planenauflieger — unbemerkt, weil der äußere Reifen die Last allein trug. Unser mobiler LKW-Reifenservice traf 1 Std. 5 Min. nach dem Notruf ein und tauschte beide Reifen der Kombination. Gesamtzeit: 2 Stunden 30 Minuten, Kosten: 1500 € netto.
Mitte Juli, ein warmer Nachmittag auf der A6 zwischen Heilbronn und Nürnberg. Ein Sattelzug mit Planenauflieger, beladen und im normalen Reisetempo unterwegs, hält auf einem Rastplatz bei Schwäbisch Hall für eine Pause. Der Fahrer steigt aus, geht routinemäßig um das Fahrzeug – und entdeckt an der Aufliegerachse etwas, das ihn zusammenzucken lässt: Der innere Reifen der Zwillingskombination ist geplatzt, die Karkasse hängt in Fetzen, der Gürtel liegt offen.
Das Tückische daran: Er hatte auf der Fahrt nichts bemerkt. Kein Knall im Führerhaus, kein Ziehen am Lenkrad, kein Absacken des Aufliegers. Der Sattelzug war einfach weitergefahren, kilometerweit, mit nur einem tragenden Reifen an dieser Achsposition.
Genau dieser Fall zeigt, warum ein mobiler LKW-Reifenservice für Spediteure und Fuhrparkleiter so wichtig ist – nicht nur für die sichtbaren, lauten Pannen, sondern gerade für die leisen, die man erst spät bemerkt. Wir erzählen hier, was an diesem Tag auf der A6 passiert ist, warum der Schaden so lange unentdeckt blieb und was Fahrer daraus lernen können.

Die Notfallsituation auf der A6
Der Vorfall ereignete sich am 18. Juli tagsüber auf der A6 in Fahrtrichtung Nürnberg, kurz vor der Anschlussstelle Schwäbisch Hall. Betroffen war die Aufliegerachse eines Tautliners – eines Planenaufliegers mit Zwillingsbereifung der Dimension 385/65 R22.5, wie sie in Deutschland an den meisten Sattelaufliegern verbaut ist.
Geplatzt war ausschließlich der innere Reifen der Zwillingskombination. Die Karkasse war regelrecht zerrissen, der Kord lag frei, an mehreren Stellen hingen Gummifetzen von der Felge. Ein klassischer Reifenplatzer, wie er bei Überhitzung, einem Fremdkörperschaden oder schleichendem Druckverlust auftreten kann. Der äußere Reifen dagegen war unauffällig, voll im Profil und trug erkennbar die gesamte Last der Achse.
Der Fahrer hatte den Schaden während der Fahrt nicht gespürt. Erst beim Rundgang am Rastplatz fiel ihm die zerfetzte Lauffläche auf – nach eigener Aussage hatte er kurz zuvor ein leises Klopfen gehört, das er zunächst für Fahrbahnunebenheiten gehalten hatte. Er meldete sich sofort telefonisch bei der Disposition.
Wie die Hilfe organisiert wurde
Nach dem Anruf lief die Vermittlung strukturiert ab:
- Erfassung von Einsatzort, Reifengröße und Fahrzeugtyp direkt am Telefon
- Abfrage, ob nur ein Reifen oder beide Reifen der Zwillingskombination betroffen sein könnten
- Alarmierung eines Partnerbetriebs in der Region mit passendem Bestand an 385/65 R22.5-Reifen
- Abstimmung der Anfahrtsroute über die A6 unter Berücksichtigung des Rastplatzstandorts
- Information des Fahrers zu Absicherung, Warndreieck und Warnweste bis zum Eintreffen des Serviceteams
Die Disposition entschied sich sofort für zwei Ersatzreifen, nicht nur einen – aus Erfahrung, weil bei einem unbemerkten Innenreifen-Platzer der zweite Reifen der Kombination fast immer Überlastspuren zeigt. Diese Vorausplanung sparte später wertvolle Zeit vor Ort.
Situation vor Ort: Reifendruck, Achslast und Felgenrisiko
Als das Serviceteam eintraf, bestätigte sich der erste Verdacht. LKW-Reifen an der Aufliegerachse laufen üblicherweise mit einem Reifendruck zwischen 8,5 und 9,5 bar – ein Wert, der bei Zwillingsbereifung besonders wichtig ist, weil beide Reifen der Kombination die Achslast gemeinsam tragen sollen. Fällt einer aus, verdoppelt sich die Belastung des verbliebenen Reifens praktisch über Nacht.
Am Rastplatz zeigte die Kontrolle: Der äußere Reifen lief bereits deutlich über seinem regulären Betriebsdruck bezogen auf die reale Lastverteilung, ohne dass dies äußerlich sichtbar gewesen wäre. Die Felge des geplatzten Innenreifens war glücklicherweise ohne sichtbaren Schaden – ein Felgenriss oder eine verbogene Felge hätte den Aufwand erheblich erhöht und zusätzliche Teile erfordert. Das Team maß beide Reifen der Kombination systematisch nach, bevor es an die eigentliche Reparatur ging.
Warum ein geplatzter Innenreifen unbemerkt bleiben kann
Ein geplatzter Innenreifen einer Zwillingskombination lässt sich fahren, weil der äußere Reifen die Last übernimmt, ohne dass der Auflieger merklich absackt. Genau das macht diese Panne so tückisch – sie kündigt sich nicht an.
Bei einer Einzelbereifung an der Lenkachse würde ein Platzer sofort eine Lenkabweichung auslösen, spürbar und laut. Bei der Zwillingsbereifung an der Antriebsachse oder Aufliegerachse fängt der intakte Partnerreifen die Situation ab. Es gibt kein Einsacken, keine Vibration, die eindeutig zuzuordnen wäre. Der Knall selbst geht im normalen Fahrgeräusch bei 80 km/h auf der Autobahn oft schlicht unter, besonders wenn Radio läuft oder der Fahrer gerade am Standstreifen vorbeifährt und andere Geräusche wahrnimmt. Nach Angaben von Werkstätten, die regelmäßig mit solchen Fällen zu tun haben, bleibt genau dieser Reifentyp-Schaden am häufigsten unentdeckt – von allen Pannenarten an Nutzfahrzeugen.
Wie ein unbemerkter Platzer meistens entdeckt wird
Meistens fällt der Schaden zufällig bei einem Stopp auf, etwa auf dem Rastplatz oder beim Be- und Entladen. Manchmal ist es ein Klopfgeräusch, manchmal ein auffälliger Gummigeruch nach verbranntem Kautschuk.
In diesem Fall war es das leise Klopfen, das der Fahrer zunächst ignorierte. Andere Fahrer berichten von einem süßlich-scharfen Geruch, der durch die Lüftung ins Führerhaus zieht, wenn der beschädigte Reifen an der Karosserie oder am Radkasten schleift. Die dritte, ungünstigste Variante: Der zweite Reifen der Kombination fällt ebenfalls aus, weil er die doppelte Last über zu viele Kilometer nicht ausgehalten hat – dann wird aus einer stillen Panne eine akute Gefahrensituation mitten auf der Autobahn.
Warum die Sichtprüfung des Innenreifens so schwierig ist
Die Sichtprüfung allein reicht bei Zwillingsbereifung nicht aus, weil der Innenreifen vom Außenreifen fast vollständig verdeckt wird. Beim klassischen Rundgang vor Fahrtantritt sieht der Fahrer den äußeren Reifen gut, den inneren nur in einem schmalen Sichtwinkel von unten oder schräg hinten.
Die korrekte Methode ist eine andere: Abklopfen beider Reifen mit einem Reifenhammer oder einem stabilen Stück Holz. Ein voller Reifen klingt dumpf und stumpf, ein druckloser Reifen klingt hell und hohl – der Unterschied ist mit etwas Übung deutlich zu hören. Ergänzend gehört eine Druckmessung über ein verlängertes Ventil dazu, das speziell für den schwer zugänglichen Innenreifen bei Zwillingsrädern gedacht ist. Nach § 36 der StVZO müssen Reifen ohnehin in verkehrssicherem Zustand gehalten werden – bei Zwillingsbereifung bedeutet das in der Praxis: kontrollieren, nicht nur anschauen.

Was mit dem Außenreifen passiert, wenn der Innenreifen ausfällt
Der Außenreifen übernimmt bei einem geplatzten Innenreifen die doppelte Last der Achsposition und fällt oft erst nach vielen weiteren Kilometern bei hoher Geschwindigkeit aus. Das ist der eigentliche Gefahrenpunkt an diesem Fallmuster.
Ein Reifen, der dauerhaft mit deutlich zu hoher Last läuft, baut Hitze auf, verliert an struktureller Reserve und kann selbst dann versagen, wenn er äußerlich noch intakt aussieht. Fällt dann auch der zweite Reifen der Kombination aus – womöglich bei Tempo 100 auf freier Strecke –, steht die Achse plötzlich komplett ohne tragenden Reifen da. Das kann zu Kontrollverlust über den Auflieger führen, besonders bei Seitenwind oder in Kurven. Aus diesem Grund war die Entscheidung, in unserem Fall vorsorglich beide Reifen zu tauschen, fachlich richtig, auch wenn der äußere Reifen noch kein sichtbares Schadbild zeigte.
Ventilverlängerungen: die unterschätzte Schwachstelle
Bei Zwillingsrädern wird das Ventil des Innenreifens meist über eine Verlängerung nach außen geführt, damit man es überhaupt erreicht. Genau diese Verlängerungen sind eine häufige Ursache für schleichenden Druckverlust am Innenreifen.
Die Metall- oder Gummiverlängerung kann durch Vibration lockern, durch Steinschlag beschädigt werden oder mit der Zeit undicht werden, ohne dass es jemand bemerkt. Ein Reifen, der über Wochen langsam Druck verliert, überhitzt bei Autobahnfahrt deutlich schneller als ein korrekt befüllter – und genau das kann am Ende der eigentliche Auslöser für den Platzer auf der A6 gewesen sein. Werkstätten empfehlen, Ventilverlängerungen bei jeder größeren Inspektion separat zu prüfen, nicht nur den Reifen selbst.
Reifendrucksysteme: hier zahlt sich RDKS wirklich aus
Reifendrucksysteme sind bei Zwillingsbereifung besonders sinnvoll, weil sich ein Druckverlust am Innenreifen mit bloßem Auge praktisch nicht erkennen lässt. Ein RDKS mit Sensor pro Rad meldet einen Druckabfall in Echtzeit ins Führerhaus – lange bevor es zum Platzer kommt.
Gerade Fuhrparks mit vielen Aufliegern profitieren davon überproportional, weil ein einzelner Fahrer nicht jeden Auflieger, den er zieht, gleich gut kennt. Ein System, das automatisch warnt, ersetzt keine Sichtkontrolle, aber es schließt exakt die Lücke, die in diesem Fall zum unbemerkten Reifenplatzer geführt hat. Hersteller wie Continental bieten inzwischen integrierte RDKS-Lösungen speziell für Trailer und Sattelauflieger an.
Die Paar-Regel: warum meist beide Reifen getauscht werden
Bei Zwillingsreifen wird üblicherweise das gesamte Paar getauscht, wenn der zweite Reifen bereits eine Weile unter Überlast gelaufen ist. Der Grund ist einfach: Man sieht dem Reifen die innere Schädigung durch Überhitzung von außen oft nicht an.
Ein Reifen, der über 50 oder 100 Kilometer die doppelte Last getragen hat, kann eine geschwächte Karkasse haben, ohne dass Risse oder Verformungen sichtbar sind. Nur einen Reifen zu tauschen und den zweiten weiterlaufen zu lassen, wäre in so einem Fall ein Risiko, das kaum ein seriöser Betrieb eingeht. Das erklärt auch, warum die Kostenrechnung in diesem Fall zwei neue Reifen statt einem enthält – eine Entscheidung im Sinne der Fahrsicherheit, nicht der Kulanz.
Prävention: was Fahrer und Fuhrparks konkret tun können
Ein paar einfache Routinen senken das Risiko eines unbemerkten Reifenplatzers deutlich:
- Abklopfen beider Reifen der Zwillingskombination bei jedem Rundgang vor Fahrtantritt
- Wöchentliche Kaltdruckmessung mit Verlängerungsventil, nicht nur bei auffälligem Verhalten
- Regelmäßige Kontrolle der Ventilverlängerungen auf Risse, Korrosion und festen Sitz
- Nachrüstung von RDKS an Aufliegern mit hoher Kilometerleistung
- Dokumentation der Profiltiefe und des Reifenalters im Fuhrparkmanagement
Diese Maßnahmen kosten wenig Zeit, verhindern aber genau die Art von Panne, die in diesem Fall erst am Rastplatz auffiel.
Schritt-für-Schritt: So lief die Reparatur ab
Schritt 1 – Begutachtung: Der Techniker klopfte beide Reifen der Kombination ab und maß den Druck über das verlängerte Ventil. Der Innenreifen war komplett drucklos und strukturell zerstört, der Außenreifen zeigte deutlich erhöhten Betriebsdruck durch die Überlast.
Schritt 2 – Absicherung: Fahrzeug und Arbeitsbereich wurden mit Warndreieck und zusätzlichen Warnleuchten abgesichert, der Fahrer trug durchgehend Warnweste. Der Rastplatz bot ausreichend Abstand zur durchgehenden Fahrbahn, was die Arbeit sicherer machte als ein Einsatz auf dem Standstreifen der A6 selbst.
Schritt 3 – Demontage: Beide Radbolzen-Verbindungen wurden gelöst, zuerst der äußere, dann der innere Reifen von der Radnabe genommen. Die Felge des Innenreifens wurde zusätzlich auf Risse und Verformung geprüft.
Schritt 4 – Montage: Die beiden neuen 385/65-R22.5-Reifen wurden montiert und ausgewuchtet, anschließend an der Radnabe wieder aufgesetzt.
Schritt 5 – Endkontrolle: Die Radbolzen wurden mit dem vorgeschriebenen Drehmoment über Kreuz angezogen, danach folgte eine erneute Druckprüfung beider Reifen und eine kurze Sichtkontrolle der gesamten Achse, bevor der Sattelzug freigegeben wurde.
Zeitstrahl des Einsatzes
| Zeit | Phase | Aktion |
|---|---|---|
| 13:10 | Notruf | Fahrer entdeckt den Schaden beim Stopp und meldet sich bei der Disposition |
| 13:10–13:25 | Disposition (15 Min.) | Einsatzort, Reifengröße und Fahrzeugtyp werden erfasst, Partnerbetrieb in der Region alarmiert |
| 13:25–14:15 | Anfahrt (50 Min.) | Serviceteam fährt zur A6 bei Schwäbisch Hall |
| 14:15–14:25 | Begutachtung (10 Min.) | Abklopfen und Druckprüfung beider Reifen der Zwillingskombination |
| 14:25–15:40 | Reifenwechsel (75 Min.) | Beide Reifen der Kombination werden getauscht, Anzugsmomente über Kreuz kontrolliert |
| 15:40 | Fertig | Fahrzeug ist wieder fahrbereit |
Gesamtzeit vom Anruf bis zur Weiterfahrt: 2 Stunden 30 Minuten. Reaktionszeit vom Anruf bis zum Eintreffen des Teams: 1 Stunde 5 Minuten.

Kosten: was der Einsatz gekostet hat
| Position | Preis (EUR) |
|---|---|
| Anfahrtspauschale | 240 |
| Arbeitszeit (2,5 Std. à 120 €/Std.) | 300 |
| Reifen 385/65 R22.5 (2 Stück à 460 €) | 920 |
| Altreifenentsorgung (2 Stück à 20 €) | 40 |
| GESAMT | 1500 € netto (zzgl. MwSt.) |
Die Summe liegt spürbar höher als bei einem gewöhnlichen Einzelreifenwechsel – und der Grund ist genau das Kernthema dieses Falls. Weil der Innenreifen unbemerkt geplatzt war und der Außenreifen bereits unter Überlast lief, mussten beide Reifen der Zwillingskombination getauscht werden. Aus einer eigentlich „einfachen“ Reifenpanne wurde damit rechnerisch fast eine Doppelpanne.
Zum Vergleich: Die Standzeit einer Sattelzugmaschine kostet laut Branchenkalkulationen etwa 800 bis 1200 € pro Tag, wenn man Standgeld, entgangene Fracht und Verzugskosten zusammenrechnet. Gemessen daran war der Einsatz mit 2,5 Stunden Gesamtdauer und 1500 € Materialsatz wirtschaftlich klar die bessere Option gegenüber einem Abschleppen in die nächste LKW-Werkstatt mit mehrtägiger Standzeit.
Warum bei einem Reifenplatzer am Zwillingsrad ein Profi nötig ist
Ein Reifenwechsel an der Aufliegerachse eines beladenen Sattelzugs ist kein Vorhaben für die eigene Bordausrüstung. Die Risiken einer Laienreparatur:
- Falsches oder fehlendes Drehmoment beim Anziehen der Radbolzen kann zu Radabgang während der Fahrt führen
- Ohne geeigneten Wagenheber und Unterstellböcke besteht akute Quetschgefahr bei einem beladenen Auflieger
- Eine übersehene Felgenbeschädigung führt oft zu erneutem Druckverlust innerhalb weniger Kilometer
- Fehlende Absicherung auf der Autobahn erhöht das Unfallrisiko für den Fahrer selbst erheblich
- Ohne Auswuchten der neuen Reifen entstehen Vibrationen, die langfristig weitere Fahrwerksschäden verursachen können
Ein mobiler LKW-Reifenservice bringt genau das mit, was für diese Arbeit nötig ist: geeignetes Werkzeug, Ersatzreifen in Standardgrößen, Erfahrung mit Drehmomentvorgaben und ein geschultes Auge für Folgeschäden wie den in diesem Fall drohenden Ausfall des zweiten Reifens.
Typische Einsätze bundesweit
Vergleichbare Fälle ereignen sich regelmäßig auf deutschen Autobahnen, nicht nur an der A6. Reifenplatzer an Sattelaufliegern treten häufig auf der A45 im Siegerland, der A2 zwischen Hannover und Berlin sowie im Umfeld großer Logistikknoten wie Hof, Trier oder Duisburg auf. Der gemeinsame Nenner ist meist derselbe: hohe Laufleistung, volle Beladung, Sommerhitze auf dem Asphalt und ein Innenreifen, der nicht regelmäßig genug kontrolliert wurde.
Unser Netzwerk aus Partnerbetrieben deckt diese Strecken flächendeckend ab, sodass die Anfahrtszeit im Regelfall unter einer Stunde bleibt – ein entscheidender Faktor, wenn ein Fahrer mit begrenzter Lenkzeit unterwegs ist und die Spedition auf pünktliche Zustellung der Ladung angewiesen ist.
Reifen- und Flottenwartung: der erweiterte Blick
Für Fuhrparkleiter lohnt sich ein Blick über den Einzelfall hinaus. Reifenhersteller wie Michelin, Continental, Goodyear und Bridgestone bieten mittlerweile speziell für Nutzfahrzeuge entwickelte Reifenlinien mit verstärkter Karkasse und optimierter Wärmeableitung an, die für Langstreckeneinsätze mit hoher Achslast ausgelegt sind.
Ergänzend dazu gilt: Die Profiltiefe von LKW-Reifen sollte regelmäßig dokumentiert werden, ebenso das Reifenalter, unabhängig vom sichtbaren Verschleiß. Der ADAC weist regelmäßig darauf hin, dass gealterte Reifen auch bei ausreichendem Profil an struktureller Festigkeit verlieren können. Eine gute Flottenwartung kombiniert feste Kontrollintervalle mit technischer Unterstützung durch RDKS und einem verlässlichen Partner für den Ernstfall.
Warum uns wählen
Unser mobiler LKW-Reifenservice ist rund um die Uhr erreichbar, deutschlandweit, mit einem geprüften Netzwerk an Partnerbetrieben in allen Regionen. Die Disposition arbeitet mehrsprachig, was gerade bei internationalen Speditionen und Fahrern aus Osteuropa den Ablauf im Ernstfall erheblich beschleunigt.
Transparenz beim Preis gehört für uns ebenso dazu wie die klare Kommunikation vor Ort: Der Fahrer erfährt schon am Telefon, mit welchem Zeitrahmen und welcher Kostenspanne er rechnen kann, bevor das Serviceteam überhaupt losfährt. Diese Verlässlichkeit ist besonders bei komplexeren Fällen wie einem unbemerkten Zwillingsreifenschaden wichtig, wo Fehleinschätzungen schnell teuer werden können.
FAQ
Wie erkenne ich, ob der Innenreifen meiner Zwillingsbereifung geplatzt ist?
Achten Sie auf Klopfgeräusche, Gummigeruch im Führerhaus oder ein leicht verändertes Fahrverhalten bei Kurvenfahrt. Sicher lässt sich der Zustand nur durch Abklopfen beider Reifen und eine Druckmessung über das verlängerte Ventil feststellen, nicht durch reine Sichtprüfung von außen.
Warum wurde bei diesem Einsatz nicht nur der geplatzte Reifen getauscht?
Der äußere Reifen der Kombination hatte bereits die doppelte Achslast getragen und zeigte einen deutlich erhöhten Betriebsdruck. Da eine innere Schädigung durch Überlast äußerlich oft nicht sichtbar ist, wurde aus Sicherheitsgründen das gesamte Reifenpaar erneuert.
Wie schnell kommt der mobile LKW-Reifenservice zu einer Panne auf der Autobahn?
In diesem Fall lag die Reaktionszeit vom Anruf bis zum Eintreffen bei einer Stunde und fünf Minuten. Dank eines bundesweiten Partnernetzwerks bleibt die Anfahrtszeit in den meisten Regionen Deutschlands unter einer Stunde.
Kann ich einen Reifenplatzer am Zwillingsrad selbst reparieren?
Davon raten wir dringend ab. Ohne geeignetes Werkzeug, korrekte Drehmomentvorgaben und Absicherung auf der Autobahn besteht ein erhebliches Sicherheitsrisiko, sowohl für den Fahrer als auch für die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs.
Was kostet ein Doppelreifenwechsel an der Zwillingsachse?
In diesem Fall lagen die Gesamtkosten bei 1500 € netto für Anfahrt, Arbeitszeit, zwei Reifen der Größe 385/65 R22.5 und die Altreifenentsorgung. Der Preis variiert je nach Reifengröße, Region und Tageszeit des Einsatzes.
Hilft ein Reifendrucksystem gegen unbemerkte Reifenplatzer?
Ja, ein RDKS mit Sensor an jedem Rad meldet Druckverlust in Echtzeit und schließt damit genau die Lücke, die eine reine Sichtprüfung bei Zwillingsbereifung offenlässt. Gerade bei Aufliegern mit hoher Kilometerleistung ist die Nachrüstung empfehlenswert.
Summary
Ort: A6 bei Schwäbisch Hall, Fahrtrichtung Nürnberg. Schaden: unbemerkter Reifenplatzer am inneren Zwillingsreifen, 385/65 R22.5, entdeckt beim Rastplatzstopp. Reaktionszeit: 1 Std. 5 Min. Gesamtdauer: 2 Std. 30 Min. Ergebnis: beide Reifen der Kombination getauscht, Kosten 1500 € netto, Fahrzeug wieder fahrbereit um 15:40 Uhr.

Rund um die Uhr für Sie erreichbar
Ein Reifenschaden an der Zwillingsachse kann unbemerkt bleiben, bis er gefährlich wird. Rufen Sie uns bei jedem Anzeichen sofort an: +49 160 5753826. Mehr Informationen unter www.lkwhelp24.com. Rund um die Uhr, deutschlandweit.
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