TL;DR: Am 28. Juli, an einem heißen Nachmittag, platzte auf der A8 am langen Anstieg bei Merklingen (Schwäbische Alb, Richtung Ulm) ein Reifen 385/65 R22.5 am Auflieger eines ausländischen Sattelzugs. Von der Alarmierung bis zur Freigabe zur Weiterfahrt vergingen 2 Stunden 15 Minuten, die Gesamtkosten lagen bei 910 € netto. Ursache: Hitze, Vollbeladung und ein langer Anstieg – die klassische Sommerkombination, die Reifen zerstört.
Sommerhitze ist für LKW-Reifen gefährlicher als jede Baustelle. Ein platzender 385/65 R22.5 auf der Autobahn ist kein Zufall, sondern fast immer das Ergebnis von Temperatur, Druck und Belastung, die zur falschen Zeit zusammenkommen. Genau das ist am 28. Juli auf der A8 bei Merklingen passiert.
Für Spediteure und Fahrer ist das mehr als ein einzelner Vorfall. Es ist ein Lehrstück darüber, wie schnell aus einem harmlosen Sommertag ein Sicherheitsrisiko wird – und wie ein gut organisierter mobiler LKW-Reifenservice den Unterschied zwischen einer Stunde Zeitverlust und einem Totalschaden am Fahrzeug macht.
Dieser Beitrag zeigt den kompletten Ablauf: von der Diagnose der Hitzeschäden über den Reifenwechsel bis zur Frage, warum gerade im Juli und August die Anrufe bei unserer Notrufzentrale sprunghaft steigen.


Was ist auf der A8 bei Merklingen passiert?
Ein Sattelzug mit ausländischem Kennzeichen war Richtung Ulm unterwegs, als am langen Anstieg der Schwäbischen Alb ein Reifen der Dimension 385/65 R22.5 am Auflieger explosionsartig auseinanderbrach. Der Fahrer bemerkte einen lauten Knall, spürte ein Ziehen im Gespann und lenkte sofort auf den Standstreifen.
Der betroffene Reifen war komplett zerlegt: Lauffläche und Seitenwand hingen in Fetzen, Cordfäden lagen bis auf die rechte Fahrspur verstreut. Genau dort liegt die eigentliche Gefahr – Reifentrümmer auf heißem Asphalt sind für nachfolgende Fahrzeuge ein Blindflug-Risiko, besonders bei Motorrädern und kleineren Wagen.
Es war früher Nachmittag, die Asphalttemperatur an diesem Julitag lag deutlich über 50 °C. Die Kontrolle der übrigen Reifen – darunter Achsen mit 385/55R22.5 und 225/75R17.5 sowie das mitgeführte Reserverad – zeigte keine akuten Auffälligkeiten, war aber wegen der Hitzebelastung ein Pflichtprogramm vor der Weiterfahrt.
Warum genau dieser Ort gefährlich ist
Der lange Anstieg bei Merklingen zwingt beladene Sattelzüge zu niedrigerem Tempo und höherer Motorlast – beides erhöht die Reifentemperatur zusätzlich zur ohnehin heißen Fahrbahn. Kombiniert mit dichtem Sommerverkehr auf der A8 zwischen Stuttgart und Ulm ist das eine der Stellen, an denen wir im Hochsommer überdurchschnittlich oft gerufen werden.

Wie zerstört Hitze einen LKW-Reifen?
Hitze zerstört einen LKW-Reifen, indem sie die Verbindung zwischen Gummi und Stahlcord schwächt, während der Innendruck gleichzeitig steigt. Im Ergebnis wird der Reifen bei gleicher Last mechanisch instabiler – genau dann, wenn die Belastung am größten ist.
An einem sonnigen Julinachmittag erreicht dunkler Asphalt Oberflächentemperaturen von 50 bis 60 °C. Ein beladener LKW-Reifen unter Last erwärmt sich durch Walkarbeit zusätzlich um 20 bis 30 °C. In der Summe arbeitet die Karkasse eines Aufliegerreifens bei Temperaturen, für die sie konstruktiv nicht dauerhaft ausgelegt ist.
Steigt die Temperatur, steigt physikalisch auch der Luftdruck im Reifen – das ist normal und unproblematisch, solange niemand eingreift. Kritisch wird es, wenn hohe Temperatur mit ohnehin vorhandener struktureller Schwäche zusammentrifft: Alterungsrisse in der Seitenwand, eine ältere Reparaturstelle oder ein Reifen, der schon länger mit leicht zu niedrigem Druck gefahren wurde. Genau diese Kombination – strukturelle Vorschädigung plus Hitzespitze plus Vollbeladung am Anstieg – führt zum Reifenplatzer, wie er bei Merklingen zu sehen war.

Warum darf man bei Hitze keinen Luftdruck ablassen?
Man darf bei Hitze keinen Luftdruck aus einem heißen Reifen ablassen, weil der gemessene Überdruck durch Wärme normal und temporär ist – nach dem Abkühlen ist der Reifen dann unterdrückt, und Unterdruck ist strukturell gefährlicher als der harmlose Hitze-Überdruck.
Das ist einer der häufigsten Fehler, den wir bei Kontrollen am Standstreifen sehen: Ein Fahrer prüft den Druck mittags auf heißer Fahrbahn, sieht einen Wert von 9,5 oder 10 bar statt der üblichen 8,5–9,5 bar für Antriebs- und Aufliegerachsen und lässt Luft ab, um „den Normwert“ zu treffen. Nach Sonnenuntergang, wenn Reifen und Asphalt abkühlen, ist der Reifen dann tatsächlich unterdruckt.
Ein unterdruckter Reifen walkt stärker, erhitzt sich schneller und verliert genau die strukturelle Reserve, die er bei der nächsten Hitzewelle braucht. Die Regel ist einfach: Luftdruck wird ausschließlich am kalten Reifen kontrolliert und angepasst, am besten morgens vor Fahrtantritt, niemals mittags auf der heißen Fahrbahn.

Warum ist Anstieg plus Hitze plus Vollbeladung die gefährlichste Kombination?
Anstieg, Hitze und Vollbeladung addieren sich zur ungünstigsten Belastung, weil auf der Steigung die Achslast steigt, die Geschwindigkeit sinkt und dadurch der kühlende Fahrtwind fehlt – die Wärme kann nicht mehr abgeführt werden, während sie am meisten entsteht.
Auf ebener Strecke sorgt der Fahrtwind für eine gewisse Kühlung der Reifenflanke. Am Anstieg fällt diese Kühlung durch die niedrigere Geschwindigkeit größtenteils weg, während gleichzeitig die Walkarbeit durch höhere Zugkraft zunimmt. Bei einem voll beladenen Auflieger kommt die maximale statische Last auf die Achse hinzu.
Das Ergebnis ist ein Reifen, der über mehrere Minuten hinweg kontinuierlich Wärme produziert, ohne sie ausreichend abzuführen. Genau dieses Muster – Steigung, Sommerhitze, volle Zuladung – lag auch bei Merklingen vor. Spediteure, deren Routen regelmäßig über die Schwäbische Alb, den Schwarzwald oder ähnliche Höhenprofile führen, sollten diese Kombination in ihrer Sommerplanung explizit berücksichtigen.

Wie wurde der Einsatz organisiert?
- Notruf entgegengenommen – der Fahrer meldete Reifenplatzer am Auflieger, aktuelle Position A8 vor Merklingen, Richtung Ulm.
- Sofortdiagnose per Telefon – Achse, Reifendimension (385/65 R22.5) und Fahrzeugtyp wurden abgefragt, um den passenden Reifen vorab zu reservieren.
- Partnerbetrieb in der Region alarmiert – unsere mehrsprachige Disposition prüfte Reifenverfügbarkeit und Anfahrtszeit des nächstgelegenen Teams aus unserem Partnernetz.
- Sicherheitsanweisung an den Fahrer – Warnblinker, Warndreieck in ausreichendem Abstand, Warnweste, Aufenthalt hinter der Leitplanke bis zum Eintreffen des Teams.
- Anfahrt mit Live-Tracking – der Fahrer erhielt eine geschätzte Ankunftszeit, die während der Fahrt aktualisiert wurde.
Diese Struktur – zentrale Disposition, regionales Partnernetz, klare Sicherheitsschritte für den Fahrer – ist der Grund, warum unser mobiler Reifenservice auch an stark frequentierten Autobahnabschnitten planbare Reaktionszeiten liefert.

Warum ist die Situation am Standstreifen ernst?
Ein liegen gebliebener Auflieger auf dem Standstreifen bei laufendem Sommerverkehr ist ernst, weil LKW-Reifen mit 8,5 bis 9,5 bar Betriebsdruck arbeiten und ein beschädigter Reifen bei weiterer Belastung die Felge beschädigen oder die Nachbarachse überlasten kann – zusätzlich zur Gefahr für den Techniker im fließenden Verkehr.
Beim Eintreffen unseres Teams war der betroffene Reifen faktisch drucklos und die Karkasse zerstört. Ein Weiterfahren, auch nur wenige Kilometer bis zur nächsten Raststätte, hätte die Felge beschädigt und im schlimmsten Fall die Nachbarachse überlastet, weil diese die fehlende Tragkraft kompensieren müsste.
Hinzu kommt die Arbeitsbedingung selbst: Bei Asphalttemperaturen über 50 °C ist körperliche Arbeit direkt neben der Fahrbahn deutlich anstrengender, das Team muss häufiger pausieren als im Frühjahr oder Herbst. Das ist einer der Gründe, warum Hitzeeinsätze im Schnitt etwas länger dauern als vergleichbare Reifenwechsel bei gemäßigten Temperaturen.

Wie läuft der Reifenwechsel Schritt für Schritt ab?
- Absicherung der Einsatzstelle – Warndreieck, Warnleuchten, Warnweste für das gesamte Team, Positionierung des Servicefahrzeugs als zusätzlicher Schutz.
- Diagnose des Schadens – Prüfung von Felge, Radbolzen und Radnabe auf Folgeschäden durch den geplatzten Reifen.
- Demontage des Restreifens – Entfernen der Reifenreste, Reinigung der Felge, Sichtkontrolle auf Risse oder Verformung.
- Montage des neuen Reifens – Aufziehen des 385/65 R22.5, Auswuchten, Anziehen der Radbolzen über Kreuz mit dem vorgeschriebenen Drehmoment.
- Endkontrolle – Prüfung des Luftdrucks im kalten Zustand als Referenz, Sichtprüfung der Nachbarachsen, Freigabe zur Weiterfahrt.
Der Anzug „über Kreuz“ in Schritt 4 ist kein Detail, sondern verhindert ein ungleichmäßiges Anliegen der Felge, das später zu Vibrationen oder gelösten Radbolzen führen kann.

Wie sieht der komplette Zeitablauf aus?
| Zeit | Phase | Aktion |
|---|---|---|
| 14:20 | Notruf | Fahrer meldet Reifenplatzer am Auflieger, A8 vor Merklingen |
| 14:20–14:35 | Disposition | Positionsprüfung, Reifenverfügbarkeit 385/65 R22.5 bestätigt, Partnerteam alarmiert |
| 14:35–15:20 | Anfahrt | Serviceteam auf der A8 Richtung Ulm, 45 Min. bei sommerlichem Verkehrsaufkommen |
| 15:20–15:35 | Sicherung & Diagnose | Absicherung der Stelle, Prüfung von Felge und Nachbarachsen |
| 15:35–16:20 | Reifenwechsel | Demontage, Montage des neuen Reifens, Anzug über Kreuz |
| 16:20–16:35 | Endkontrolle | Luftdruckkontrolle, Sichtprüfung, Freigabe |
Gesamtdauer: 2 Stunden 15 Minuten von der Meldung bis zur Weiterfahrt.

Was kostet ein LKW-Reifenwechsel auf der Autobahn bei Hitze?
Ein LKW-Reifenwechsel wie dieser Einsatz kostet 910 € netto, zusammengesetzt aus Reifen, Anfahrt, Arbeitszeit und Entsorgung. Bei Hitze fällt die Arbeitszeit tendenziell etwas höher aus, weil das Team wegen der Temperatur häufiger pausieren muss.
| Position | Preis (EUR, netto) |
|---|---|
| Reifen 385/65 R22.5 | 480 € |
| Anfahrt | 260 € |
| Arbeitszeit (75 Min.) | 150 € |
| Entsorgung Altreifen | 20 € |
| ITOGO | 910 € |
Alle Preise sind Nettobeträge zzgl. gesetzlicher MwSt. Die Faktoren, die den Preis beeinflussen: Uhrzeit (Nacht- und Wochenendzuschläge von 25–50 %), Entfernung des nächsten Partnerbetriebs, Verfügbarkeit der exakten Reifendimension und – im Sommer – die zusätzliche Arbeitszeit durch notwendige Hitzepausen.
Zum Vergleich: Ein stehender Sattelzug kostet den Spediteur je nach Vertrag und Ladung zwischen 800 und 1.200 € pro Tag an Standzeit, Vertragsstrafen nicht eingerechnet. Ein professioneller Reifenwechsel binnen gut zwei Stunden ist damit fast immer die wirtschaftlichere Lösung als ein improvisierter Selbstversuch oder eine lange Wartezeit auf den nächsten freien Werkstatttermin.

Warum sollte man den Reifenwechsel nicht selbst versuchen?
- Fehlendes Spezialwerkzeug: Ein Aufliegerreifen dieser Größe wiegt über 70 kg, ohne Radwechselheber und Drehmomentschlüssel ist eine sichere Montage kaum möglich.
- Risiko für die Felge: Weiterfahren auf einem drucklosen Reifen, auch nur kurz, kann die Felge verformen – die Reparatur wird dann deutlich teurer als der ursprüngliche Reifenwechsel.
- Gefahr im fließenden Verkehr: Arbeiten am Standstreifen ohne professionelle Absicherung ist eines der unterschätztesten Risiken im Berufsalltag.
- Falscher Drehmomentwert: Zu locker angezogene Radbolzen können sich lösen, zu fest angezogene können brechen – beides mit potenziell schweren Folgen.
- Fehlende Diagnose der Nachbarachsen: Ein Laie erkennt selten, ob die benachbarte Achse durch die Überlastung ebenfalls beschädigt wurde.

Für welche Situationen wird unser Reifenservice sonst noch gerufen?
- Reifenplatzer am Auflieger auf Steigungsstrecken wie der Schwäbischen Alb, dem Schwarzwald oder dem Frankenwald.
- Doppelreifenschäden an Zwillingsbereifung, häufig durch einen zunächst unbemerkten platten Nachbarreifen.
- Felgenschäden nach Bordsteinkontakt oder Schlagloch, kombiniert mit einem Reifenschaden.
- Reifenpannen bei vollbeladenen Autotransportern, bei denen die Zeit bis zur Weiterfahrt besonders kritisch ist.
- Notfälle mit fehlender Reservevorschrift-Kenntnis, bei denen der Fahrer unsicher ist, ob die Weiterfahrt überhaupt zulässig ist.

Wie schützt man LKW-Reifen im Sommer?
Reifen werden im Sommer geschützt, indem der Druck ausschließlich am kalten Reifen kontrolliert wird, die Geschwindigkeit an heißen Tagen nicht am Limit des Geschwindigkeitsindex gefahren wird und auf langen Strecken bewusst Pausen zur Abkühlung eingeplant werden.
Konkret bedeutet das für Fahrer und Disposition:
- Luftdruck morgens vor Fahrtantritt prüfen, nie mittags auf heißer Fahrbahn.
- Bei Hitzewarnungen die Reisegeschwindigkeit leicht unter dem zulässigen Maximum halten.
- Auf langen Steigungsstrecken zusätzliche Pausen einplanen, damit Reifen und Bremsen abkühlen können.
- Reifen nicht über den zulässigen Lastindex hinaus belasten – auch nicht kurzfristig.
- Reifenalter im Blick behalten: Reifen über sechs Jahre sollten vor der Sommersaison besonders geprüft werden.
Warum steigen die Reifenpannen im Juli und August so stark an?
Reifenpannen häufen sich im Juli und August, weil hohe Umgebungstemperaturen die strukturelle Reserve älterer oder leicht unterdruckter Reifen aufbrauchen – Schäden, die bei 15 °C unbemerkt geblieben wären, werden bei 35 °C zum Reifenplatzer.
In unserer eigenen Einsatzstatistik verzeichnen wir in den Hochsommermonaten deutlich mehr Anrufe wegen Reifenplatzern als im Winter, wo dafür Kälteschäden und Batterieausfälle dominieren. Der Effekt trifft besonders Fahrzeuge auf Fernstrecken mit vielen Höhenmetern, weil dort Hitze, Steigung und lange Fahrzeit zusammenkommen.
Was bedeutet der Geschwindigkeitsindex bei Hitze?
Der Geschwindigkeitsindex eines LKW-Reifens gibt die maximale Dauergeschwindigkeit bei voller Zuladung an – bei hohen Temperaturen sinkt die tatsächliche Sicherheitsreserve, weshalb Fahren am oberen Limit des Index im Sommer riskanter ist als bei kühlem Wetter.
Der Indexwert wird unter Standardbedingungen ermittelt, nicht bei 35 °C Umgebungstemperatur und 55 °C Asphalt. Wer im Sommer konstant am oberen Limit des zulässigen Tempos fährt, reduziert die verbleibende thermische Reserve des Reifens erheblich. Ein moderates Zurücknehmen der Geschwindigkeit um wenige km/h an sehr heißen Tagen kostet kaum Fahrzeit, senkt aber das Ausfallrisiko spürbar.
Warum sind Reifentrümmer auf heißem Asphalt für andere gefährlich?
Reifentrümmer auf der Fahrbahn sind gefährlich, weil sie bei hohem Tempo zu plötzlichen Ausweichmanövern zwingen und besonders für Motorradfahrer, aber auch für Pkw mit sensibler Fahrwerksabstimmung, ein reales Sturz- und Unfallrisiko darstellen.
Bei Merklingen lagen Cordfäden und Gummifragmente bis auf die rechte Fahrspur verteilt. Auf heißem Asphalt bleiben solche Trümmer zudem länger sichtbar klebrig und können sich mit der Fahrbahn verbinden, was die spätere Reinigung erschwert. Aus diesem Grund gehört das schnelle Absichern und Räumen der Unfallstelle zu den festen Aufgaben unseres Teams, nicht nur der reine Reifenwechsel.
Wie sollten Fuhrparks sich für den Sommer vorbereiten?
Fuhrparks sollten vor der Sommersaison einen strukturierten Reifencheck durchführen: Druckkontrolle nach festem Intervall, Rotation nach Herstellervorgabe und ein klarer Blick auf das Alter jedes einzelnen Reifens im Bestand.
Namhafte Hersteller wie Michelin, Continental, Goodyear und Bridgestone empfehlen für Nutzfahrzeugreifen eine regelmäßige Profiltiefen- und Druckkontrolle, unabhängig von der gesetzlichen Mindesttiefe. Ein systematischer Sommercheck umfasst:
- Druckkontrolle aller Achsen alle zwei Wochen, bei Fernverkehr wöchentlich.
- Sichtprüfung auf Alterungsrisse, besonders an Reifen über vier Jahren.
- Rotation zwischen Lenk-, Antriebs- und Aufliegerachse nach Herstellerempfehlung, um ungleichen Verschleiß zu vermeiden.
- Dokumentation des Herstellungsdatums (DOT-Code) für jeden Reifen im Fuhrpark.
Wer diese Punkte im Sommer konsequent umsetzt, reduziert das Risiko eines Reifenplatzers auf der Strecke spürbar – auch wenn ein Restrisiko wie bei Merklingen nie ganz auf null sinkt.
Warum lohnt sich ein professioneller Reifenservice gegenüber Selbsthilfe?
Unser Reifenservice arbeitet mit einem regionalen Partnernetz, das gängige Dimensionen wie 385/65 R22.5, 315/80 R22.5 und 245/70 R19.5 vorrätig hält, und ist eng mit unserer LKW-Werkstatt für weiterführende Reparaturen verzahnt. Die mehrsprachige Disposition erreicht Fahrer aus ganz Europa in ihrer eigenen Sprache, was gerade bei Stresssituationen auf der Autobahn den Unterschied macht.
Wir sind rund um die Uhr erreichbar, an jedem Tag im Jahr, auch an Feiertagen und mitten in der Nacht. Die Preisgestaltung ist transparent: Der Fahrer oder die Disposition erhält vor Beauftragung eine realistische Kosteneinschätzung, keine Überraschung nach dem Einsatz.
Häufig gestellte Fragen
Was kostet ein LKW-Reifenwechsel auf der Autobahn?
Ein typischer Reifenwechsel auf der Autobahn kostet 750–1.400 € netto, abhängig von Reifendimension, Uhrzeit und Entfernung. Im vorliegenden Fall lag der Gesamtpreis bei 910 € netto für einen 385/65 R22.5.
Wie lange dauert ein LKW-Reifenwechsel auf der Autobahn?
Von der Meldung bis zur Weiterfahrt vergehen üblicherweise 1,5 bis 3 Stunden. Im beschriebenen Einsatz waren es 2 Stunden 15 Minuten, inklusive Anfahrt und Sicherung der Einsatzstelle.
Warum platzen LKW-Reifen im Sommer häufiger?
Hitze schwächt die Verbindung zwischen Gummi und Cord, während der Innendruck gleichzeitig steigt. In Kombination mit Steigungen und Vollbeladung erhöht sich das Risiko eines Reifenplatzers deutlich gegenüber kühleren Monaten.
Darf man bei heißem Reifen Luft ablassen?
Nein. Der gemessene Überdruck bei Hitze ist normal und temporär. Wer ihn ablässt, riskiert nach dem Abkühlen einen unterdruckten Reifen, der strukturell instabiler ist als der ursprüngliche Zustand.
Wer bezahlt den Reifenwechsel bei einer Panne unterwegs?
Das hängt vom Vertrag zwischen Fahrer, Spedition und Auftraggeber ab. Wir stellen die Rechnung an die von der Disposition angegebene Adresse und arbeiten mit klaren, im Voraus kommunizierten Preisen.
Was passiert mit dem geplatzten Altreifen?
Der beschädigte Reifen wird fachgerecht entsorgt, die Kosten dafür sind in der Endsumme mit rund 20 € ausgewiesen.
Zusammenfassung
- Spezifikation: Reifen 385/65 R22.5, Auflieger eines ausländischen Sattelzugs.
- Ort: A8 bei Merklingen, Schwäbische Alb, Richtung Ulm.
- Reaktionszeit: 15 Minuten bis zur Alarmierung des Partnerteams, 45 Minuten Anfahrt.
- Gesamtzeit: 2 Stunden 15 Minuten von der Meldung bis zur Freigabe.
- Kosten: 910 € netto.
- Folgeschaden: keiner, da rechtzeitiger Halt auf dem Standstreifen.
Jetzt Hilfe anfordern
Ein Reifenplatzer bei Hitze ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund, sofort richtig zu handeln: anhalten, absichern, anrufen. Unser Team ist rund um die Uhr, deutschlandweit, unter +49 160 5753826 erreichbar. Weitere Informationen zu unseren Leistungen finden Sie auf www.lkwhelp24.com.
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