Ein Reifenplatzer am Auflieger ist für sich genommen schon ein handfestes Problem. Wenn er aber genau dort passiert, wo Rettungskräfte einen Unfall abarbeiten und der Verkehr auf der Autobahn zum Stillstand kommt, wird aus einer technischen Panne eine logistische Aufgabe mit mehreren Ebenen. Genau das ist am 6. August auf der A5 bei Gießen in Richtung Kassel passiert: Ein Sattelzug mit Planen-Auflieger verlor auf der rechten Spur ein Reifen des Zwillingsrads, während wenige Hundert Meter voraus ein Rettungswagen im Einsatz war.
Was folgt, ist kein Standardeinsatz. Der Techniker musste nicht nur die Radmutter lösen und einen 385/65 R22.5 montieren, sondern zunächst einmal überhaupt an die Unfallstelle herankommen — durch einen Stau, der von einer Rettungsgasse durchzogen war, die jedes Fahrzeug respektieren muss, auch das eigene. Dieser Beitrag zeigt, wie ein solcher mobiler LKW-Reifenservice in der Praxis abläuft, was er kostet und warum ehrliche Kommunikation über die Ankunftszeit in dieser Situation wichtiger ist als jedes Werbeversprechen.

Die Ausgangslage: Reifenplatzer mitten im Rettungsgassen-Stau
Der Fahrer meldete sich vormittags bei der Disposition. Sein Sattelzug mit Planen-Auflieger stand auf der A5 zwischen Gießen und Kassel im Stau, der sich nach einem Verkehrsunfall gebildet hatte. Rettungswagen und offenbar auch weitere Einsatzfahrzeuge waren bereits vor Ort, die Fahrspuren teilweise blockiert. In dieser Lage riss ein Reifen des Zwillingsrads am Auflieger — die Lauffläche hatte sich vollständig von der Karkasse gelöst und lag in Fetzen auf dem Asphalt.
Die Spezifikation war schnell klar: 385/65 R22.5, eine typische Trailerdimension für Sattelauflieger mit hoher Tragfähigkeit. Der zweite Reifen der Zwillingsbereifung lief zwar noch, war aber durch den geplatzten Nachbarreifen sichtbar in Mitleidenschaft gezogen — Fremdkörper und Hitze aus dem Blowout können auch die zweite Seite beschädigen, ohne dass es sofort sichtbar ist. Genau das war einer der ersten Prüfpunkte vor Ort.
Was diesen Einsatz von einem gewöhnlichen Reifenwechsel auf dem Standstreifen unterscheidet, ist der Kontext: Das Fahrzeug stand nicht frei zugänglich am Fahrbahnrand, sondern eingekeilt in einem Stau, der durch eine aktive Rettungsgasse strukturiert war. Jede Anfahrt, jede Positionierung des Servicefahrzeugs musste sich diesem Umstand unterordnen.
Die Rettungsgasse: Pflicht, kein Kavaliersdelikt
Wer in Deutschland auf der Autobahn oder einer mehrspurigen Landstraße außerorts in einen Stau gerät, muss unmittelbar eine Rettungsgasse bilden — nicht erst, wenn ein Blaulicht sichtbar wird. Das schreibt § 11 StVO ausdrücklich vor. Die Regel ist einfach, wird aber überraschend oft falsch angewendet: Bei zwei Fahrspuren weicht der Verkehr auf der linken Spur nach links aus, aller übrige Verkehr nach rechts. Bei drei oder mehr Spuren bildet sich die Gasse zwischen der äußersten linken Spur und allen übrigen Spuren.
Das ist keine Frage der Höflichkeit, sondern eine gesetzliche Pflicht, deren Nichtbeachtung empfindlich geahndet wird. Wer keine Rettungsgasse bildet oder sie blockiert, riskiert laut aktuellem Bußgeldkatalog Geldbußen zwischen 200 € und 320 €, dazu Punkte in Flensburg und in schweren Fällen ein Fahrverbot von bis zu einem Monat. Der ADAC erklärt regelmäßig, wie oft genau diese Gasse fehlt oder von Schaulustigen und ungeduldigen Fahrern zugestellt wird — mit der Folge, dass Rettungswagen, Feuerwehr und eben auch Pannenhilfe-Fahrzeuge im Stau stecken bleiben.
Für unseren Fall bedeutete das: Der Techniker durfte die Rettungsgasse nicht einfach als zusätzliche Fahrspur nutzen, um schneller voranzukommen. Er musste sich mit der Verkehrslage arrangieren, Rücksprache mit den vor Ort tätigen Einsatzkräften halten und durfte erst nach deren Freigabe in den unmittelbaren Bereich der Unfallstelle einfahren.
Warum eine Panne im Stau ein Sonderfall ist
Bei einem freien Standstreifen ist die Rechnung simpel: Anfahrt, Sicherung, Arbeit. Steht das havarierte Fahrzeug jedoch mitten in einem Stau neben einer aktiven Rettungsstelle, verändert sich die gesamte Logik des Einsatzes.
Erstens hat das Servicefahrzeug schlicht keinen freien Weg. Es steht selbst im Stau oder muss über Umwege anfahren. Zweitens gilt an der Unfallstelle ein Vorrang, der über allem steht: Rettungskräfte, Polizei und Feuerwehr haben Priorität, jede zivile Tätigkeit in der Nähe muss sich unterordnen. Drittens verlängert sich dadurch die Zeit bis zur eigentlichen Reparatur — nicht weil die Technik komplizierter wäre, sondern weil der Zugang eingeschränkt ist.
Das ehrlich zu kommunizieren ist Teil der Aufgabe. Wer in einer solchen Lage eine Ankunft binnen 40 Minuten verspricht, verspricht etwas, das er nicht halten kann, und erzeugt beim Fahrer nur zusätzlichen Stress. Realistisch ist: Bis das Servicefahrzeug überhaupt an der havarierten Achse steht, können anderthalb bis zwei Stunden vergehen — abhängig davon, wie lange der Verkehr blockiert bleibt und wie die Einsatzkräfte den Zugang organisieren.
Priorität der Rettungsdienste — kein Weg vorbei
Ein Grundsatz stand während des gesamten Einsatzes über allem: Der Servicetechniker beginnt keine Arbeit, bevor Polizei oder Rettungsdienst die Situation freigegeben haben. Das bedeutet konkret:
- Das Servicefahrzeug nimmt keine Fläche in der Rettungsgasse ein, auch nicht kurzzeitig zum Abstellen.
- Die Einfahrt zur unmittelbaren Unfallstelle wird mit den vor Ort tätigen Kräften abgesprochen — meist über Handzeichen oder kurzen Funkkontakt mit der Polizei.
- Erst nach der Freigabe wird das Fahrzeug so positioniert, dass es selbst kein zusätzliches Hindernis darstellt.
- Warnblinker, Warndreieck und Warnweste sind an dieser Stelle keine Formalität, sondern Überlebensfrage — direkt neben laufendem Rettungseinsatz und stockendem Verkehr.
Diese Reihenfolge mag aus reiner Effizienzsicht wie ein Zeitverlust wirken. In der Praxis ist sie der einzige Weg, keine zweite Gefahrenstelle neben der ersten zu schaffen.
Wie die Disposition den Zugang plant
Sobald der Anruf einging, begann die Disposition zu rechnen — nicht nur mit Kilometern, sondern mit Verkehrslage. Bei einem gemeldeten Stau mit aktiver Rettungsgasse werden mehrere Optionen parallel geprüft:
- Anfahrt über eine vorgelagerte Ausfahrt und Zufahrt über eine Parallelstraße, um den eigentlichen Stau möglichst zu umgehen.
- Anfahrt über den Standstreifen, sobald die Verkehrslage und die Rettungskräfte dies zulassen — niemals eigenmächtig, immer nach Rücksprache.
- Abwarten, bis die akute Phase der Unfallaufnahme abgeschlossen ist und sich der Verkehr wieder in Bewegung setzt, falls kein sicherer alternativer Zugang besteht.
Im konkreten Fall entschied sich die Disposition für eine Kombination: Anfahrt so weit wie möglich über die Autobahn, die letzten Kilometer über den Standstreifen nach Freigabe durch die vor Ort tätige Polizei. Der zuständige Werkstattpartner in der Region wurde parallel informiert, damit im Bedarfsfall — etwa bei einer Felgenbeschädigung — kurzfristig ein zweites Fahrzeug oder Material nachgeführt werden konnte.
Verhalten des Fahrers im Stau bei einer Panne
Was der Fahrer in den ersten Minuten nach dem Reifenplatzer tut, entscheidet maßgeblich über die eigene Sicherheit. Die Grundregeln gelten im Stau genauso wie auf freier Strecke, nur mit geringerem Spielraum:
- Warnblinker sofort einschalten, auch wenn das Fahrzeug ohnehin im Stau steht.
- Nicht auf die Fahrbahn treten, insbesondere nicht auf die Rettungsgasse — dort kann jederzeit ein Einsatzfahrzeug mit hoher Geschwindigkeit durchfahren.
- Sich hinter die Leitplanke oder auf eine sichere Fläche neben der Fahrbahn begeben, wenn das ohne Überqueren einer aktiven Spur möglich ist.
- Warnweste anlegen, bevor das Fahrzeug verlassen wird.
- Über die Disposition in Kontakt bleiben und die eigene Position so genau wie möglich beschreiben — Kilometrierung, Fahrtrichtung, sichtbare Landmarken.
Der Fahrer in diesem Fall verhielt sich vorbildlich: Er blieb hinter der Leitplanke, hielt Sichtkontakt zur Unfallstelle und meldete der Disposition laufend, wie sich der Verkehr entwickelte. Diese Information half, die Anfahrt realistisch zu planen.
Der Reifenwechsel: Schritt für Schritt
Sobald die Freigabe der Einsatzkräfte vorlag und der Techniker die Stelle sicher erreicht hatte, begann die eigentliche technische Arbeit — die im Kern nicht anders abläuft als bei jedem anderen Reifenwechsel am Auflieger, nur unter erhöhter Aufmerksamkeit für die Umgebung.
Schritt 1 — Sichtprüfung: Zunächst wurde der Schaden dokumentiert und der Nachbarreifen der Zwillingsbereifung kontrolliert. Ein geplatzter Reifen kann durch Fremdkörper und Hitzeentwicklung auch das zweite Rad beschädigen, ohne dass es von außen sofort erkennbar ist.
Schritt 2 — Absicherung der Arbeitsstelle: Warndreieck, zusätzliche Warnleuchten und die Positionierung des Servicefahrzeugs als Blockade gegen den rückwärtigen Verkehr — abgestimmt mit der bereits vorhandenen Absicherung durch Polizei und Rettungsdienst.
Schritt 3 — Demontage: Radmuttern lösen, defekten Reifen von der Felge trennen, Felge auf Beschädigungen prüfen. Beim Zwillingsrad ist zusätzlich zu kontrollieren, ob die Distanzringe und die Radnabe unversehrt sind.
Schritt 4 — Montage des neuen Reifens: Der neue 385/65 R22.5 wird aufgezogen, mit dem korrekten Reifendruck von 8,5 bis 9,5 bar befüllt und ausgewuchtet. Bei dieser Dimension liegt die Achslast erheblich über der eines PKW-Rads, entsprechend wichtig ist die exakte Fülldruckkontrolle.
Schritt 5 — Finale Prüfung: Anzug der Radmuttern über Kreuz mit dem vorgeschriebenen Drehmoment, meist zwischen 600 und 650 Nm je nach Achse und Hersteller. Abschließend eine Sichtkontrolle des kompletten Rads und eine kurze Probefahrt in den Verkehr hinein, sobald dieser sich wieder in Bewegung setzt.
Der vollständige Zeitablauf
| Zeit | Phase | Handlung |
|---|---|---|
| 09:14 | Anruf | Fahrer meldet Reifenplatzer am Auflieger unmittelbar neben einer aktiven Unfallstelle mit Rettungswagen |
| 09:14–09:28 | Disposition | Lokalisierung, Abfrage der Verkehrslage, Reifenspezifikation 385/65 R22.5 bestätigt, regionaler Partner aktiviert |
| 09:28–10:35 | Anfahrt | Verzögert durch Stau und aktive Rettungsgasse, Zufahrt über Standstreifen erst nach Freigabe der Einsatzkräfte |
| 10:35–10:58 | Abstimmung vor Ort | Rücksprache mit Polizei/Rettungsdienst, Absicherung der Arbeitsstelle, Warndreieck und Warnweste |
| 10:58–12:10 | Reifenwechsel | Demontage, Montage des neuen Reifens, Auswuchten, Drehmomentkontrolle über Kreuz |
| 12:10–12:22 | Abschluss | Endkontrolle, Dokumentation, Freigabe zur Weiterfahrt |
Gesamtzeit vom Anruf bis zur Weiterfahrt: 3 Stunden 8 Minuten.
Das ist deutlich länger als ein Reifenwechsel auf freier Strecke, der üblicherweise in 60 bis 120 Minuten abgeschlossen ist. Der Unterschied liegt fast vollständig in der Anfahrt und der Abstimmungsphase — nicht in der eigentlichen Montage, die mit 72 Minuten im üblichen Rahmen lag.
Die Kosten im Überblick
| Position | Preis (EUR) |
|---|---|
| Anfahrt / Anfahrtspauschale (erschwerte Bedingungen durch Rettungsgasse und Stau) | 320 |
| Arbeitszeit (72 Min. Reifenwechsel) | 150 |
| LKW-Reifen 385/65 R22.5 (Auflieger) | 480 |
| Entsorgung Altreifen | 20 |
| Erschwerniszuschlag / Wartezeit (Freigabe durch Einsatzkräfte abwarten) | 80 |
| Summe (netto, zzgl. MwSt.) | 1050 |
Der Erschwerniszuschlag ist keine willkürliche Aufschlagsposition. Er bildet ab, dass der Techniker während der Wartezeit vor Ort gebunden war, ohne arbeiten zu können, und dass die Anfahrt einen deutlich höheren Aufwand bedeutete als auf freier Strecke. Zum Vergleich: Ein Standtag eines Sattelzugs mit Ladung kostet je nach Fracht und Vertragsstrafe zwischen 800 und 1.200 € pro Tag. Selbst mit dem Erschwerniszuschlag ist der schnelle mobile Reifenwechsel wirtschaftlich klar die günstigere Option gegenüber einem Ausfall über Nacht oder einer Bergung in eine Werkstatt.
Warum das kein Fall für Selbsthilfe ist
Ein Reifenwechsel am Sattelauflieger unterscheidet sich fundamental von einem PKW-Radwechsel, und in einer Stausituation neben einer Unfallstelle kommen zusätzliche Risiken hinzu:
- Das Gewicht eines 385/65 R22.5 liegt bei über 70 kg — ohne geeignetes Hebezeug ist eine Verletzungsgefahr real.
- Der vorgeschriebene Reifendruck von 8,5 bis 9,5 bar macht jeden Fehler beim Aufziehen potenziell gefährlich, im Extremfall kann der Reifen beim Befüllen von der Felge springen.
- Ein Aufenthalt auf der Fahrbahn oder am Fahrbahnrand neben einer aktiven Rettungsgasse ist lebensgefährlich — Einsatzfahrzeuge fahren dort mit deutlich höherer Geschwindigkeit als der übrige Stauverkehr.
- Ohne Rücksprache mit den Einsatzkräften vor Ort läuft man Gefahr, selbst zum Hindernis für die Rettungsarbeiten zu werden — mit rechtlichen und moralischen Konsequenzen.
- Eine unsachgemäße Montage kann zu einem erneuten Reifenschaden weiter auf der Strecke führen, mit deutlich höherem Risiko bei voller Geschwindigkeit auf der Autobahn.
Aus all diesen Gründen ist ein Reifenplatzer neben einer Unfallstelle im Stau kein Fall, den ein Fahrer allein oder mit Bordmitteln lösen sollte, selbst wenn er handwerklich versiert ist.
Typische Einsätze dieser Art in Deutschland
Reifenpannen im Stau- oder Unfallbereich sind kein Einzelfall. Zu den wiederkehrenden Szenarien gehören:
- Reifenplatzer am Zugfahrzeug oder Auflieger unmittelbar in einem stauenden Rückstau vor einer Baustelle.
- Pannen neben einer Unfallstelle, bei der Rettungsgasse und Verkehrsführung die Anfahrt erschweren.
- Reifenschäden während einer Vollsperrung, bei der die Anfahrt nur über die Gegenfahrbahn oder eine weit entfernte Ausfahrt möglich ist.
- Wetterbedingte Verzögerungen, etwa Starkregen oder Nebel, die die Verkehrslage zusätzlich verschärfen und die Anfahrtszeit verlängern.
In all diesen Fällen gilt dieselbe Grundregel: Sicherheit und die Priorität der Rettungskräfte gehen vor Geschwindigkeit. Wer hier ehrlich kommuniziert, verliert kein Vertrauen — im Gegenteil.
Prävention für Fahrer und Fuhrparks
Ein Teil der Reifenschäden lässt sich durch konsequente Kontrolle vermeiden, auch wenn ein Blowout im Stau meist unabhängig vom eigenen Verschulden auftritt:
- Reifendruck regelmäßig kontrollieren, mindestens einmal pro Woche und vor jeder längeren Tour — insbesondere bei Aufliegern, die häufiger unterwegs gewechselt werden als das Zugfahrzeug selbst.
- Profiltiefe im Blick behalten; die gesetzliche Mindesttiefe von 1,6 mm ist eine Untergrenze, keine Empfehlung.
- Bei Zwillingsbereifung beide Reifen einer Achse regelmäßig auf Materialermüdung, Risse und Beulen prüfen, nicht nur den sichtbar abgefahreneren.
- Nach einem Reifenplatzer immer den Nachbarreifen mitkontrollieren lassen, auch wenn er noch fährt.
- Fuhrparks sollten feste Partner für mobilen Reifenservice hinterlegt haben, damit im Ernstfall keine Zeit mit der Partnersuche verloren geht.
Reifen und Fuhrparkservice: das größere Bild
Ein Reifenplatzer am Auflieger betrifft in der Regel Markenreifen namhafter Hersteller wie Michelin, Continental, Goodyear oder Bridgestone — die Qualität des Reifens ist selten die alleinige Ursache, häufiger sind es Materialermüdung durch Alter, punktuelle Überlastung oder unbemerkte Vorschäden durch Fremdkörper auf der Fahrbahn. Die DEKRA weist regelmäßig darauf hin, dass Reifenschäden an Nutzfahrzeugen zu den häufigsten technischen Pannenursachen auf deutschen Autobahnen zählen.
Für Fuhrparks lohnt sich eine feste Wartungsroutine: regelmäßige Sichtprüfung, dokumentierte Profiltiefenmessung und ein Servicevertrag, der 24/7-Erreichbarkeit garantiert. Ein einzelner ausgefallener Sattelzug kann je nach Fracht und Liefertermin einen wirtschaftlichen Schaden verursachen, der die Kosten eines präventiven Wartungsvertrags um ein Vielfaches übersteigt.
Warum LKWHelp24
Bei einem Einsatz wie diesem zeigt sich, was einen verlässlichen Partner ausmacht: nicht das schnellste Werbeversprechen, sondern die realistische Einschätzung der Lage und ein Netzwerk, das auch unter erschwerten Bedingungen funktioniert.
- 24/7-Erreichbarkeit in ganz Deutschland, auch außerhalb der Stoßzeiten.
- Ein geprüftes Partnernetz aus regionalen Werkstätten und mobilen Technikern, die kurzfristig disponiert werden können.
- Transparente Preisgestaltung mit klaren Positionen, ohne versteckte Zuschläge im Nachhinein.
- Mehrsprachige Disposition, die auch bei internationalen Fahrern schnell die relevanten Informationen erfassen kann.
Häufige Fragen
Was kostet ein LKW-Reifenwechsel auf der Autobahn?
Für einen Trailerreifen wie den 385/65 R22.5 liegt die Gesamtsumme inklusive Anfahrt, Arbeitszeit und Entsorgung üblicherweise zwischen 750 und 1.400 €. Bei erschwerten Bedingungen wie einer aktiven Rettungsgasse kommt ein Erschwerniszuschlag hinzu, wie im vorliegenden Fall mit 1.050 € netto.
Wie lange dauert ein Reifenwechsel bei einer Panne im Stau?
Die reine Montagezeit unterscheidet sich kaum vom Normalfall und liegt bei rund 60 bis 90 Minuten. Verlängert wird die Gesamtzeit fast ausschließlich durch die Anfahrt und die notwendige Abstimmung mit den Einsatzkräften vor Ort, im beschriebenen Fall auf insgesamt 3 Stunden 8 Minuten.
Wer zahlt für einen mobilen Reifenservice bei einem Fremdverschulden?
Sofern der Reifenschaden durch einen Fremdkörper oder eine dritte Partei verursacht wurde, kann die Kostenübernahme über die Kfz-Haftpflicht des Verursachers oder die eigene Kaskoversicherung erfolgen. Die Erstrechnung wird in der Regel zunächst vom Fuhrpark oder Fahrer beglichen.
Muss ich als Fahrer im Stau eine Rettungsgasse bilden, auch ohne sichtbares Blaulicht?
Ja. Die Pflicht zur Bildung einer Rettungsgasse entsteht bereits, sobald der Verkehr auf Autobahnen oder mehrspurigen Landstraßen außerorts zum Stillstand kommt oder sich nur noch im Schritttempo bewegt — unabhängig davon, ob bereits ein Einsatzfahrzeug sichtbar ist.
Was passiert, wenn der zweite Reifen der Zwillingsbereifung ebenfalls beschädigt ist?
Dann wird auch dieser vor Ort geprüft und bei Bedarf mitgewechselt. Deshalb gehört die Kontrolle des Nachbarreifens zum Standardablauf nach jedem Blowout, auch wenn er auf den ersten Blick unauffällig wirkt.
Kann die Feuerwehr oder Polizei den Zugang zur Panne verweigern?
Ja, solange die akute Gefahrenabwehr an der Unfallstelle noch läuft, haben Rettungskräfte Vorrang. Der Servicetechniker wartet in diesem Fall an einer sicheren Position, bis eine Freigabe erfolgt.
Zusammenfassung
- Spezifikation: LKW-Trailerreifen 385/65 R22.5, Zwillingsbereifung
- Ort: A5 bei Gießen, Fahrtrichtung Kassel
- Besonderheit: Panne unmittelbar neben einer Unfallstelle mit aktivem Rettungswageneinsatz und Rettungsgasse
- Reaktionszeit bis Ankunft: ca. 2 Stunden 21 Minuten (verzögert durch Stau und Abstimmung mit Einsatzkräften)
- Gesamtzeit: 3 Stunden 8 Minuten vom Anruf bis zur Weiterfahrt
- Kosten: 1.050 € netto, zzgl. MwSt.
- Sekundärschaden: keiner, da der zweite Reifen der Zwillingsbereifung rechtzeitig geprüft wurde
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