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LKW Pannenhilfe vor Ort — LKW Reifenservice Lenkachse: Scania-Sattelzug auf A72 bei Chemnitz in 90 Minuten gerettet

LKW Reifenservice Lenkachse: Scania-Sattelzug auf A72 bei Chemnitz in 90 Minuten gerettet

Ein Reifenplatzer an der Lenkachse zählt zu den gefährlichsten Ereignissen, die einem Fahrer auf der Autobahn passieren können. Anders als bei einem Defekt an der Antriebsachse verliert der Fahrer in Sekundenbruchteilen die Kontrolle über die Lenkung selbst. Genau das ist am 21. Juli 2026 auf der A72 im Raum Chemnitz, Richtung Leipzig, passiert.

Ein Sattelzug der Marke Scania war tagsüber bei trockenem Wetter unterwegs, mit einem „Angles Morts“-Aufkleber am Heck, der auf eine Route mit Bezug nach Frankreich hindeutete. Der vordere Reifen platzte auf offener Strecke. Für unseren mobilen LKW Reifenservice war das ein klassischer Fall, bei dem Schnelligkeit und Fachwissen über Sicherheit und Standzeit entscheiden.

Unser Notdienst brauchte vom ersten Anruf bis zur Weiterfahrt genau 1 Stunde 30 Minuten. In diesem Beitrag zeigen wir, wie ein solcher Einsatz abläuft, warum ein Lenkachsreifen niemals runderneuert sein darf und was ein Fahrer in den ersten Sekunden nach einem Platzer tun sollte, um einen Unfall zu vermeiden.

LKW Pannenhilfe vor Ort — LKW Reifenservice Lenkachse: Scania-Sattelzug auf A72 bei Chemnitz in 90 Minuten gerettet
Mobiler LKW Reifenservice an der Lenkachse eines Scania-Sattelzugs auf der A72 bei Chemnitz, Juli 2026.

Notfallsituation auf der A72

Der Standstreifen der A72 in Richtung Leipzig ist an dieser Stelle schmal, der Verkehr dicht. Der Fahrer bemerkte ein starkes Ziehen nach rechts und ein lautes Knallgeräusch, typisch für einen Reifenplatzer bei Autobahngeschwindigkeit. Er hielt das Lenkrad fest, bremste nicht abrupt und rollte das Fahrzeug kontrolliert auf den Standstreifen aus.

Betroffen war der Reifen der vorderen Lenkachse, Dimension 385/55 R22.5. Die Karkasse war komplett zerfetzt, die Felge lag frei. Bei der anschließenden Sichtprüfung des gesamten Fahrzeugs stellte unser Team zusätzlich Risse und Schnitte im Profil eines weiteren Reifens fest, ein Hinweis darauf, dass die komplette Bereifung des Zuges eine gründliche Kontrolle brauchte.

Während der Arbeiten fuhr ein LKW der Marke MAN auf der Fahrbahn vorbei, die Windböe der vorbeifahrenden Fahrzeuge machte die Arbeit am Standstreifen zusätzlich unangenehm. Genau in solchen Situationen zeigt sich, wie wichtig eine saubere Absicherung der Einsatzstelle ist.

Warum ein Reifenplatzer an der Lenkachse so gefährlich ist

Ein geplatzter Reifen an der Antriebsachse oder am Auflieger ist unangenehm, aber meist beherrschbar. Ein Reifenplatzer an der Lenkachse ist etwas völlig anderes.

Kontrollverlust in Sekundenbruchteilen

Wenn der vordere Reifen platzt, zieht das Fahrzeug ruckartig zur geplatzten Seite. Das Lenkrad wird dem Fahrer förmlich aus der Hand gerissen. Bei Geschwindigkeiten über 80 km/h bedeutet das im schlechtesten Fall Spurverlust und, bei Gegenverkehr auf der Landstraße oder beim Ausscheren auf der Autobahn, einen Frontalzusammenstoß. Der Sattelzug reagiert dabei träger als ein PKW, das Gewicht der Ladung verstärkt jede unkontrollierte Bewegung.

Was in den ersten Sekunden zählt

Fahrer, die einen Reifenplatzer an der Lenkachse überstehen, ohne von der Fahrbahn abzukommen, machen fast immer dasselbe:

  • Lenkrad mit beiden Händen festhalten, nicht loslassen
  • Nicht scharf bremsen, das blockiert die Räder und verstärkt das Schleudern
  • Nicht gegenlenken, das führt oft zu einer Pendelbewegung, die schlimmer endet als der ursprüngliche Zug zur Seite
  • Das Fahrzeug im Leerlauf ausrollen lassen, bis die Geschwindigkeit sinkt
  • Erst dann vorsichtig auf den Standstreifen lenken

Der Fahrer des Scania-Zuges hat genau das gemacht. Sein erster Satz am Telefon war: „Ich hab’s noch auf den Standstreifen geschafft, aber es hat richtig gerissen.“ Diese Reaktion in den ersten Sekunden hat wahrscheinlich einen Unfall verhindert.

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Wie die Hilfe organisiert wurde

Der Notruf ging um 13:22 Uhr ein. Der Fahrer meldete den Reifenplatzer an der Lenkachse, seine Position auf der A72 beim Standstreifen bei Chemnitz und die ungefähre Reifengröße.

Unsere Einsatzzentrale hat sofort mehrere Schritte parallel eingeleitet:

  1. Standortermittlung anhand der Fahrbahnrichtung und Streckenkilometer
  2. Prüfung, welches Partnerteam in der Region den passenden Lenkachsreifen 385/55 R22.5 auf Lager hat
  3. Alarmierung des Partnerteams mit allen Fahrzeugdaten
  4. Rückmeldung an den Fahrer mit voraussichtlicher Ankunftszeit

Diese Disposition dauerte von 13:22 bis 13:40 Uhr, keine 20 Minuten. Danach war unser Partnerteam vor Ort auf dem Weg zur A72. Bei einem Einsatz mit Lenkachse zählt jede Minute doppelt, weil das Fahrzeug bis zur Reparatur nicht sicher weiterfahren darf.

Lage vor Ort: Warum man das nicht ignorieren kann

Ein LKW-Reifen an der Lenkachse arbeitet unter enormem Druck. Der Reifendruck liegt bei LKW-Reifen typischerweise zwischen 8,5 und 9,5 bar, deutlich mehr als bei einem PKW. Die Achslast auf der Lenkachse eines beladenen Sattelzugs kann mehrere Tonnen betragen, verteilt auf zwei Reifen.

Platzt einer davon, trägt der verbleibende Reifen kurzzeitig die volle Last, bis das Fahrzeug steht. Das erhöht das Risiko eines Felgenschadens erheblich. Im vorliegenden Fall war die Felge nach dem Platzer bereits freiliegend, ein klares Zeichen, dass die Karkasse keinerlei Tragfähigkeit mehr hatte.

Ein Weiterfahren mit einem solchen Schaden ist nicht nur illegal, sondern lebensgefährlich. Selbst wenige hundert Meter im Schritttempo können die Felge oder die Radaufhängung zusätzlich beschädigen.

Schritt-für-Schritt-Reparatur am Standstreifen

Unser Partnerteam vor Ort erreichte die Unfallstelle um 13:40 Uhr und begann sofort mit der strukturierten Abarbeitung.

Schritt 1: Sichtprüfung

Der Techniker prüfte den Schaden am Lenkachsreifen, den Zustand der Felge, der Radbolzen und der Radnabe. Dabei fiel auch der zweite Reifen mit den Profilrissen auf, der zur Kontrolle mit aufgenommen wurde.

Schritt 2: Absicherung der Stelle

Warndreieck und Warnweste wurden aufgestellt, der Bereich um das Fahrzeug abgesichert. Bei einer Baustelle direkt am Standstreifen der A72 mit vorbeifahrendem Schwerverkehr ist das kein optionaler Schritt, sondern die Grundlage für sicheres Arbeiten.

Schritt 3: Demontage

Das Fahrzeug wurde angehoben, der beschädigte Reifen samt Felge demontiert. Die zerfetzte Karkasse ließ sich nicht mehr flicken, ein Ersatz war die einzige Option.

Schritt 4: Montage

Der neue Markenreifen in der Dimension 385/55 R22.5 wurde montiert und ausgewuchtet. An der Lenkachse kommt grundsätzlich kein runderneuerter Reifen zum Einsatz, dazu weiter unten mehr.

Schritt 5: Endkontrolle

Zum Abschluss folgte die Kontrolle von Spur und Sturz sowie das Anzugsmoment der Radbolzen über Kreuz. Diese Reihenfolge sorgt dafür, dass sich die Felge gleichmäßig setzt und keine Unwucht entsteht.

Um 14:52 Uhr war der Sattelzug wieder verkehrssicher und konnte die Fahrt fortsetzen.

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Vollständige Zeitachse des Einsatzes

Zeit Phase Aktion
13:22 Notruf Fahrer meldet Reifenplatzer an der Lenkachse auf der A72, Standstreifen bei Chemnitz
13:22–13:40 Disposition Einsatzzentrale ermittelt Standort, alarmiert Partnerteam mit Lenkachsreifen 385/55 R22.5 auf Lager
13:40–14:05 Anfahrt Serviceteam erreicht die Unfallstelle auf der A72
14:05–14:52 Arbeit vor Ort Absicherung, Prüfung, Demontage, Montage, Kontrolle
14:52 Abschluss Sattelzug wieder verkehrssicher, Weiterfahrt

Vom Notruf bis zur Weiterfahrt vergingen 1 Stunde 30 Minuten. Für einen Reifenwechsel an der Lenkachse mit Anfahrt über die A72 ist das eine solide Reaktionszeit.

Kosten des Einsatzes

Transparenz bei der Abrechnung gehört für uns genauso zum Service wie die schnelle Anfahrt. Hier die tatsächlichen Kosten dieses Einsatzes, netto zzgl. Mehrwertsteuer:

Position Preis (EUR)
Anfahrt zur A72 260
Neuer Lenkachsreifen 385/55 R22.5 (Markenreifen) 480
Montage, Wuchten, Kontrolle Spur/Sturz 220
Entsorgung Altreifen 20
GESAMT 980

Der Preis für einen mobilen Reifenwechsel an der Autobahn setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen: der Entfernung zur Einsatzstelle, der Verfügbarkeit der passenden Reifengröße, dem Arbeitsaufwand bei einer Lenkachse und der fachgerechten Entsorgung des Altreifens. Bei größeren Dimensionen wie 315/80 R22.5 oder 245/70 R19.5 können die Materialkosten abweichen.

980 Euro klingen zunächst nach viel. Verglichen mit den Kosten eines Standzeitausfalls relativiert sich das schnell. Ein liegen gebliebener Sattelzug kostet eine Spedition je nach Ladung und Vertragsstrafen zwischen 800 und 1.200 Euro pro Tag, allein durch entgangene Fracht, verpasste Lieferfenster und Standgebühren beim Kunden. Ein Einsatz von 90 Minuten ist im Vergleich dazu fast schon günstig.

Warum hier ein Profi nötig ist

Ein Reifenwechsel an der Lenkachse eines Sattelzugs ist kein Job für Improvisation am Standstreifen. Die Risiken bei einer Selbstreparatur oder einem Wechsel durch unerfahrenes Personal sind erheblich:

  • Falsches oder ungleichmäßiges Anzugsmoment der Radbolzen kann zu Radabgang führen
  • Fehlende Kontrolle von Spur und Sturz nach dem Wechsel belastet Lenkung und Fahrwerk dauerhaft
  • Arbeiten ohne ausreichende Absicherung am Standstreifen gefährdet Leib und Leben
  • Montage eines ungeeigneten oder runderneuerten Reifens an der Lenkachse verstößt gegen geltende Vorschriften
  • Fehlender Wagenheber oder falsches Werkzeug führt oft zu Folgeschäden an Achse oder Rahmen

Genau deshalb rückt bei uns ausschließlich geschultes Personal mit dem passenden Equipment aus.

Ein weiterer Punkt, der bei einem Reifenwechsel an der Lenkachse gerne unterschätzt wird, ist die richtige Positionierung des Wagenhebers. Bei einem Sattelzug sitzt der Ansatzpunkt an der Vorderachse anders als bei einem Auflieger, und ein falsch angesetzter Heber kann den Rahmen verbiegen oder den Achskörper beschädigen, ein Schaden, der deutlich teurer wird als der eigentliche Reifenwechsel. Auch das Anzugsmoment ist kein Wert, den man über den Daumen peilt: Radbolzen an der Lenkachse eines Sattelzugs werden nach Herstellervorgabe mit einem kalibrierten Drehmomentschlüssel angezogen, meist im Bereich von 600 bis 700 Newtonmetern, je nach Fahrzeugtyp. Wird zu wenig Drehmoment aufgebracht, lockern sich die Bolzen im Fahrbetrieb, wird zu viel aufgebracht, kann das Gewinde reißen. Beides endet im schlimmsten Fall im Radabgang bei Autobahngeschwindigkeit.

Hinzu kommt die Erfahrung im Umgang mit der Verkehrssituation selbst. Ein Techniker, der regelmäßig am Standstreifen von Autobahnen arbeitet, kennt die Anzeichen für gefährliche Verkehrssituationen, etwa Sichtbehinderung durch Kurven oder Kuppen, und positioniert Warndreieck und Absicherung entsprechend weiter vorne. Unerfahrenes Personal unterschätzt diesen Abstand häufig, mit fatalen Folgen bei dichtem Schwerverkehr wie auf der A72.

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Warum an der Lenkachse nur Neureifen montiert werden

Runderneuerte Reifen sind an Antriebs- und Aufliegerachsen in Deutschland üblich und rechtlich zulässig. An der Lenkachse ist das anders. Die Lenkachse trägt nicht nur Gewicht, sie überträgt auch die Lenkbewegung und muss bei jeder Fahrsituation, vom Bremsmanöver bis zur Kurvenfahrt, absolut zuverlässig arbeiten.

Ein runderneuerter Reifen hat eine geklebte Lauffläche auf einer gebrauchten Karkasse. Das Risiko einer Ablösung bei hoher Last und hohem Tempo ist an der Lenkachse schlicht zu groß. Viele Speditionen schreiben Neureifen an der Lenkachse deshalb intern vor, unabhängig von der gesetzlichen Lage. Wir montieren an der Lenkachse grundsätzlich nur Neureifen namhafter Hersteller wie Michelin, Continental, Goodyear oder Bridgestone.

Profiltiefe und gesetzliche Vorgaben

Nach § 36 StVZO gilt für LKW-Reifen eine Mindestprofiltiefe, die deutlich über der von PKW liegt. Details zu den genauen Werten und Ausnahmen finden sich direkt im Gesetzestext zu § 36 StVZO. Wer mit zu geringer Profiltiefe unterwegs ist, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern auch genau das Szenario, das diesem Einsatz vorausging: ein Reifen, der der Belastung nicht mehr standhält.

Kontrollorganisationen wie DEKRA und TÜV prüfen bei der Hauptuntersuchung genau diese Werte, ebenso den allgemeinen Zustand der Karkasse. Ein Fuhrpark, der zwischen den Terminen regelmäßig selbst kontrolliert, spart sich im Zweifel einen teuren Ausfall auf der Autobahn.

Pflichtprüfung nach dem Wechsel

Nach jedem Reifenwechsel an der Lenkachse gehört eine Reihe von Prüfungen zum Standard, keine Kür:

  • Spur und Sturz, damit sich der neue Reifen nicht schief abfährt
  • Zustand der Radnabe, besonders nach einem Platzer bei Geschwindigkeit
  • Spurstangen auf Spiel und Beschädigung
  • Stoßdämpfer, da ein Platzer bei Tempo das gesamte Fahrwerk stark belastet
  • Nachziehen der Radbolzen nach etwa 50 km, weil sich Bolzen nach der Montage minimal setzen können

Diese letzte Kontrolle wird in der Praxis oft vergessen. Wir weisen unsere Kunden aktiv darauf hin, die Radbolzen nach den ersten 50 gefahrenen Kilometern noch einmal kontrollieren zu lassen, idealerweise in der nächsten Werkstatt auf der Route.

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Typische Einsätze, zu denen wir deutschlandweit ausrücken

Unser mobiler LKW Reifenservice ist nicht auf Sachsen beschränkt. Zu den häufigsten Einsatzarten zählen:

  • Reifenplatzer an Lenk- oder Antriebsachse auf Autobahn oder Bundesstraße
  • Reifenschäden am Auflieger während der Beladung oder unterwegs
  • Bergung nach Fahrbahnabkommen mit Achsschaden
  • Pannenhilfe bei defekter Bremsanlage oder Elektronikfehler
  • Werkstattersatzlösungen für Fuhrparks mit häufigen Langstreckentouren

Egal ob A9 bei Nürnberg, A2 bei Bielefeld oder A6 bei Mannheim, unser Netzwerk an Partnerteams deckt das gesamte Bundesgebiet ab.

Prävention für Fahrer und Fuhrparks

Ein Reifenplatzer lässt sich nicht immer verhindern, das Risiko aber deutlich senken:

  • Reifendruck vor jeder längeren Tour prüfen, besonders bei Temperaturschwankungen
  • Profiltiefe regelmäßig kontrollieren, nicht erst bei der nächsten Hauptuntersuchung
  • Sichtprüfung auf Risse, Schnitte oder Fremdkörper im Profil vor Fahrtantritt
  • Lenkzeit und Standzeit realistisch planen, damit Kontrollen nicht unter Zeitdruck ausfallen
  • Bei Auffälligkeiten sofort eine Werkstatt oder den mobilen Notdienst kontaktieren, statt die Fahrt zu riskieren

Fuhrparks profitieren zusätzlich von festen Wartungsintervallen, die Reifenkontrolle mit Bremsen- und Fahrwerkscheck kombinieren.

Ein häufig übersehener Faktor ist die Temperaturabhängigkeit des Reifendrucks. Bei einem Temperaturunterschied von zehn Grad ändert sich der Druck in einem LKW-Reifen um etwa 0,3 bis 0,5 bar. Wer im Sommer bei 30 Grad Umgebungstemperatur befüllt und die Fahrt bei kühleren Nachttemperaturen fortsetzt, verliert Druck, ohne dass ein Leck vorliegt. Umgekehrt steigt der Druck bei langer Autobahnfahrt durch die Erwärmung der Karkasse zusätzlich an. Genau diese Schwankungen erhöhen bei einem bereits geschwächten Reifen, etwa mit einem kleinen Schnitt im Profil, das Risiko eines plötzlichen Platzers erheblich. Eine Sichtprüfung allein reicht deshalb nicht aus, eine regelmäßige Druckmessung mit einem kalibrierten Prüfgerät gehört ebenso zur Routine wie der Blick auf das Profil.

Reifen und Fuhrparkwartung im Überblick

Für Sattelzugmaschinen und Auflieger kommen je nach Achse unterschiedliche Reifengrößen zum Einsatz, etwa 315/80 R22.5 an der Antriebsachse oder 385/65 R22.5 und 245/70 R19.5 an verschiedenen Aufliegertypen. Markenreifen von Michelin, Continental, Goodyear oder Bridgestone bieten in der Regel eine gleichmäßigere Abnutzung und eine höhere Laufleistung als Billigmarken, was sich bei einem Fuhrpark mit hoher Kilometerleistung schnell auszahlt.

Ein gepflegter Fuhrpark reduziert nicht nur die Zahl ungeplanter Werkstattbesuche, sondern senkt auch den Kraftstoffverbrauch, da ein korrekt aufgepumpter Reifen den Rollwiderstand verringert. Wer regelmäßig in die Werkstatt geht, statt nur bei Problemen zu reagieren, spart über die Lebensdauer eines Sattelzugs erhebliche Summen.

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Warum uns wählen

Unser Notdienst ist rund um die Uhr erreichbar, an jedem Tag im Jahr. Das Partnernetz ist geprüft, jedes Team verfügt über die nötige Ausrüstung für Reifenwechsel, Bergung und Pannenhilfe bei Sattelzügen und Aufliegern. Die Disposition erfolgt mehrsprachig, was bei internationalen Speditionen und Fahrern aus dem europäischen Ausland den Ablauf spürbar beschleunigt.

Die Preise werden vor dem Einsatz kommuniziert, ohne versteckte Positionen. Genau das zeigt dieser Fall: 980 Euro netto für einen kompletten Reifenwechsel an der Lenkachse inklusive Anfahrt, Montage und Entsorgung, transparent aufgeschlüsselt.

FAQ: Häufige Fragen zum LKW Reifenservice an der Autobahn

Was kostet ein LKW-Reifenwechsel auf der Autobahn?
Die Kosten setzen sich aus Anfahrt, Reifen, Montage und Entsorgung zusammen. Im hier beschriebenen Fall lagen die Gesamtkosten bei 980 Euro netto für einen Lenkachsreifen 385/55 R22.5 inklusive Anfahrt zur A72.

Wie lange dauert der Wechsel an der Lenkachse?
Die reine Arbeit vor Ort dauert meist 45 bis 60 Minuten. Inklusive Anfahrt und Disposition lag der Gesamteinsatz in diesem Fall bei 1 Stunde 30 Minuten vom Notruf bis zur Weiterfahrt.

Wer zahlt den Einsatz?
In der Regel trägt die Spedition oder der Fahrzeughalter die Kosten, oft übernimmt eine Versicherung oder Pannenhilfeversicherung einen Teil davon. Wir stellen eine detaillierte Rechnung für die Abrechnung mit Versicherung oder Auftraggeber.

Warum wird an der Lenkachse kein runderneuerter Reifen montiert?
Die Lenkachse überträgt die Lenkbewegung und trägt hohe Last bei jeder Fahrsituation. Eine geklebte Lauffläche auf gebrauchter Karkasse birgt an dieser Stelle ein zu hohes Risiko einer Ablösung, deshalb kommen ausschließlich Neureifen zum Einsatz.

Was tun, wenn während der Fahrt ein Reifen platzt?
Lenkrad festhalten, nicht scharf bremsen, nicht gegenlenken und das Fahrzeug im Leerlauf ausrollen lassen. Erst wenn die Geschwindigkeit deutlich gesunken ist, vorsichtig auf den Standstreifen lenken und den Notdienst rufen.

Kann ich mit einem geplatzten Lenkachsreifen noch bis zur nächsten Werkstatt fahren?
Nein. Die Felge liegt bei einem Platzer oft frei, jede weitere Fahrt riskiert zusätzlichen Schaden an Achse und Lenkung. Das Fahrzeug muss vor Ort repariert oder abgeschleppt werden.

Zusammenfassung

Ein Scania-Sattelzug mit Reifenplatzer an der Lenkachse, Dimension 385/55 R22.5, auf der A72 im Raum Chemnitz. Reaktionszeit der Disposition unter 20 Minuten, Anfahrt zur Unfallstelle in 25 Minuten, Gesamtdauer vom Notruf bis zur Weiterfahrt 1 Stunde 30 Minuten. Gesamtkosten 980 Euro netto. Kein Folgeschaden am Fahrwerk, da der Fahrer richtig reagiert und das Fahrzeug kontrolliert auf den Standstreifen gebracht hat.

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Jetzt Hilfe anfordern

Ein Reifenplatzer an der Lenkachse ist kein Ereignis, bei dem man abwarten sollte. Rufen Sie uns an, wo auch immer Sie in Deutschland unterwegs sind: +49 160 5753826. Mehr zu unserem Reifenservice, unserem Abschleppdienst und unserer LKW-Werkstatt finden Sie auf www.lkwhelp24.com. Für individuelle Anfragen nutzen Sie unsere Kontaktseite oder unseren mobilen Service. Rund um die Uhr in ganz Deutschland.

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